SIP Adresse, e164 Eintrag über peer to peer?

noto

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wäre es möglich die Datenbanken von SIP Server und e164 über Peer to Peer Netzwerke wie eMule, BitTorrent o.ä. zu realisieren?

DSL/Kabel Modem mit Router könnten doch eine kleinen Speicher haben wo SIP Adresse, Rufnummer, IP Adresse hinterlegt wird. Modem ist ja eh immer 'online'.

Jeder p2p Teilnehmer könnte sich dann die IP zu den SIPs per p2p übermitteln lassen (ähnlich einem eigenem DNS Server).
Problem wäre nur Routing zum Festnetz/Mobilfunknetz Gateway (oder wie das heisst). Abhängigkeit von SIP Provider gefällt micht nämlich nicht sonderlich.

Nee geht net, dazu müsste das Modem eine statische (feste) IP Adresse haben!
*verdammt*

Doch ! ...

das Modem übermittelt der p2p Software die eigene IP Adresse. Jeder p2p Teilnehmer speichert z.B. 1000 IPs und deren SIP-URI die ständig aktualisiert wird.

Ein ASCII Text Datei mit 1000 Einträgen (IP Adresse u. SIP-URI) ist ~ 50 Kbit klein. Hmmm ..aber wozu dann die SIP-URI? die hat ja eine statische IP wegen SIP Server.

Eigentlich würde Rufnummer u. IP doch reichen für ein p2p VoIP Verzeichniss - oder?
 
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gandalf94305

Guest
P2P hat immer drei Aspekte:

- Identifikation der Teilnehmer: z.B. durch IP-Adresse, globale Userid, Rufnummer

- Verzeichnisdienst: Inhalte und Dienste zu Teilnehmern identifizieren und nachschlagen bzw. Reverse Lookup

- Informationsaustausch: Sharing von Dateien, Übermittlung von Informationen, Sprachverbindung... (ggf. zu trennen in Session und Data)

In diesem Sinne ist ein Telefonsystem mit Rufnummer, Telefonverzeichnis und den PSTN-Protokollen für Gesprächsaufbau und -abwicklung so ein P2P-Netzwerk :hehe:

Natürlich kannst Du das auch auf eine andere Basis setzen, z.B. als Verzeichnisdienst E164 via DNS (ENUM) nehmen. Für Inhalte kann man VoIP verwenden... *plopp* schon sind wir bei diesem Szenario.

Die Frage stellt sich nach global eindeutiger Teilnehmeridentifikation und Verzeichnisdienst. P2P-Netzwerke sind normalerweise schlecht als Verzeichnisdienst geeignet, da Informationen ziemlich undeterministisch propagieren. Als Informationsübertragungsmedium passen P2P-Technologien schon eher.

Apropos: es würde ja auch ausreichen, E-Mail-Adressen als globale Ids zu verwenden. Damit müsste man einen Dienst haben, der zu einer E-Mail-Adresse eine IP-Adresse und Portnummer liefert, hinter der der Sprachdienst für diesen Nutzer gerade ist. Alles ohne SIP-URIs, ohne Rufnummern...

Möglichkeiten gibt es so viele... man muss sie nur umsetzen, eine breite Akzeptanz finden und ein RFC schreiben :mrgreen:

--gandalf.
 

diffus

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gandalf94305 schrieb:
Apropos: es würde ja auch ausreichen, E-Mail-Adressen als globale Ids zu verwenden. Damit müsste man einen Dienst haben, der zu einer E-Mail-Adresse eine IP-Adresse und Portnummer liefert, hinter der der Sprachdienst für diesen Nutzer gerade ist. Alles ohne SIP-URIs, ohne Rufnummern...
SRV RRs sind des Rätsels Lösung, also auch dies geht heutzutage schon
problemlos. Jemand, der mich per Mail erreichen kann, fragt einfach nach dem
MX RR von rl6.de.; für SIP ists eben der SRV von _sip._udp.rl6.de.; für XMPP
ists der SRV von _xmpp-client._tcp.rl6.de.

Das funktioniert dann soweit, dass ich zB unter [email protected] per SIP, XMPP
(Jabber) und Mail erreichbar bin. Mit einem Eintrag für ISDN und LOC wäre dann
sogar noch die Verknüpfung zum POTS und "Plain Old Traveling" möglich.

Das umgekehrte geht dann ja per ENUM, so kann sich jeder selbst entscheiden,
ob er sich eine E-Mail oder eine Nummer merkt. (Bei Portunity kann man noch
kein XMPP eintragen, ich bin mir grad nicht sicher, ob das noch nicht
spezifiziert ist oder ob das nur dort nicht geht; der Rest (http, mailto, sip)
funktioniert aber.)

Uwe
 
G

gandalf94305

Guest
SRV-RRs lösen das Problem nur teils, da sie auf Domainebene arbeiten, aber Userteile nicht in Betracht ziehen. [email protected] und [email protected] müssen dann immer noch über den gleichen Server für jeden Dienst behandelt werden.

--gandalf.
 

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