Oh, das kommt jetzt wieder so jovial rüber:
Völlig falsch verstanden. Es sollte nur rüberkommen, dass man von einer eierlegenden Wollmilchsau für einen überschaubaren Preis nicht den Funktionsumfang von Profilösungen (die nebenbei dann auch einen Profipreis haben) erwarten kann. Es wird bei AIO-Lösungen wie der FritzBox immer eine Menge Kompromissfähigkeit notwendig sein. FritzBoxen sind für den Massenmarkt mit den entsprechend eingeschränkten Anforderungsprofilen ausgelegt. Es sind keine TK-Anlagen.
Faktisch hat mir mein Provider (1&1) die Fritzbox verkauft,...
Zu welchem Zweck? Damit Du Deine vorhandenen Geräte via VoIP an seine Infrastruktur anbinden und seine Dienste gegen entsprechendes Entgelt nutzen kannst. Der Normalfall ist, dass vorhandene nicht-VoIP-Geräte die Fähigkeit erhalten, über VoIP zu telefonieren. Es gilt, die Schwelle für den Kunden so niedrig wie möglich anzusetzen. Wer würde Deinen Provider nutzen, wenn er auch noch für teures Geld zusätzliche Hardware kaufen müsste? Darum soll die vorhandene Hardware möglichst komplikationslos eingebunden werden. Zu viele Features, die der Kunde im Fall der Fälle auch noch falsch bedienen kann, erzeugt nur Support-Bedarf, der auch nicht umsonst ist. Die wollen Geld verdienen...
Ich finde, dass im Jahr 2013 Konferenzen keine Hexerei mehr sind,
Hexerei nicht, aber im privaten Umfeld ein eher selten genutztes Feature und darum in einem SOHO-Gerät mangelhaft für die interne Nutzung unterstützt.
...jede dahergelaufene Software wie Skype und Co. das ja auch hinbekommt.
Und diese ist direkt an die Infrastruktur beim jeweiligen Diensteanbieter per Netzwerkprotokoll angebunden. Irgendwie vergleichst Du Äpfel mit Birnen.
... nicht "verstehe" ist, dass das alles mit billigsten Analog-Telefonen geht,
Weil für genau diesen Zweck die FritzBox gebaut worden ist. Und es bekommt nicht das Analogtelefon hin, sondern der entsprechende VoIP-Adapter (FritzBox), der entsprechende kryptische Steuersequenzen providerkompatibel umsetzt.
Mein Siemens Gigaset SX353 hat all diese "Profi-Features" seit 2004 ohne Murren umgesetzt
Ja, weil genau dieses Geräte per ISDN an die ISDN-Infrastruktur des Diensteanbieters angebunden war, die sich darüber steuern ließ. (Apfel vs. Birne). Genau wie die VoIP-Infrastruktur von den FritzBoxen oder von direkt angemeldeten VoIP-Telefonen gesteuert werden kann. War bei den ISDN-Geräten eine TK dazwischen, hat das auch nicht mehr so geschmeidig funktioniert. Nochmal, der SIP-Registrar der FritzBox ist ein im Laufe der Firmwareentwicklung nachgerüstetes Feature, welches nicht ansatzweise mit Lösungen wie Asterisk o.ä. vergleichbar ist. Darum ist die Funktionalität auch noch lückenhaft. Ich behaupte mal, dass es einen relativ überschaubaren Anwenderkreis gibt, der Konferenzen u.ä. benötigt. Daher dürfte der Eintwicklungsdruck auch eher gering sein. Die grundlegende Funktionsfähigkeit ist ja gegeben.
... Raspberry nachdenken, ABER ein Problem bleibt: Wie integriere ich dann meine DECT Teile?
Über einen VoIP-Adapter wie die FritzBox. Genau dafür ist sie gebaut.
Im Jahr 2013 muss man die Energie nicht zum Fenster rausblasen.
Und darum bietet es sich an, VoIP-Geräte direkt am VoIP-Account des Providers anzumelden, ohne dass zusätzliche Hardware notwendig ist. Oder eben funktionskompatible Hardware erwerben, die in der Lage ist, die gewünschten Features zu steuern.
Gruß Telefonmännchen