[Frage] Steuercodes über IP Telefon (SIP)?

mr.vince

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Nabend,

ich habe hier ein 7961 mit SIP an einer FB 7490 laufen. Telefonieren geht, angerufen werden auch. Sogar durchstellen geht.

Was ich noch nicht hinbekommen habe, ist z.B. Konferenz oder aber banale Dinge, wie z.B. über Tastencodes einen Ruf heranholen. Telnet z.B. soll sich mit #96*7* einschalten und mit #96*8* wieder ausschalten lassen. Geht per Dect prima, auch per ISDN. Leider per SIP Phone nicht. Auch nicht mit der FRITZ!App Fon.

Ich habe dazu schon viel gelesen, manchmal geht es durch Veränderung der Codes, mit mehr "*" oder einer "#" hintendran.

Hat jemand verlässliche Tipps?


Danke!
 
Moin

Leg doch mal solche Codes im AVM-Telefonbuch ab.
avm_telefonbuch.png
Dann kannst du mal versuchen, ob es dann über die jeweilige Kurzwahl oder Vanity funktioniert.
In diesem Beispiel wäre das: **704 (WLAN aus), **705 (WLAN an)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurzwahl oder Vanity

Klatsch... Super Idee, den Trick mit der Wählhilfe habe ich ja schon genutzt (nur braucht man dazu eben einen Rechner), kam aber nicht auf die Idee mit Vanity.

Bin momentan ein wenig entsetzt, was alles mit IP Telefonen _nicht_ an der FB geht, obwohl das Cisco _alles_ und noch mehr kann, und ich auch von TFTP über HTTP Server alles da habe, um das zu administrieren.

Evtl. mache ich erst einmal so weiter (bevor ich mich komplett in Asterisk einlese und das freetze), aber dazu müsste mindestens eine Konferenz klappen. Durchstellen geht. Nur das Zusammenschalten zweier Leitungen nicht...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, korrekt. Mir ist bekannt, dass eine FB nur eine FB ist, bisher hatte ich aber immer recht gute Erfahrungen damit.

Es ist aber schon ätzend, wenn Dinge wie BusyLight oder Konferenz (eine Funktionalität für die ich im Monat EUR 3,- bezahle) nicht gehen, mein betagtes Gigaset SX353 das aber alles fein mit zwei DECT-Handteilen ohne Murren umsetzt.

Wusste nicht, dass AVM da noch so weit hinterm Mond ist. Denn wenn ich überall WLAN habe, brauche ich ja nicht auch noch ein flächendeckendes DECT-Netz.
 
Wenn Du für gewisse Features Deines Providers Geld bezahltst, dann wäre es auch zielführend, entsprechende Geräte, die dieses nutzen und steuern sollen, auch bei diesem direkt anzumelden. Geräte ohne VoIP-Funktionalität müssen natürlich über einen entsprechenden Adapter (FritzBox) angebunden werden. Über diesen Weg sind die Features ja schon steuerbar. Es ist mir auch nicht erklärlich, warum Features Deine Providers in der FritzBox abgebildet sein sollen.

Dass es mit der Benutzung von Seuersequenzen von via SIP am Registrar der FritzBoxen angebundenen Geräten Probleme gibt, ist aber kein Geheimnis. Der Registrar ist eben kein vollwertiger Asterisk oder VoIP-PBX, sondern lediglich eine zusätzlich Schnittstelle in der FritzBox zur Einbindung von Telefonieendgeräten. Wenn Du Profifeatures (Konferenz u.ä. betrachte ich mal als solche) nutzen willst, musst Du auch Profiequipment einsetzen. Da ist eine FritzBox als Privatkundengerät eindeutig die falsche Hardware auch wenn sie wahre Featuremonster sind. Sie können vieles, aber nicht alles und es sind keine TK-Anlagen, auch wenn das gern immer mal wieder behauptet wird. Darum unterstützen sie zwar einige, aber nicht alle üblichen TK-Funktionalitäten.

&BTW
DECT ist für die Telefonie gemacht und besitzt Stromsparmechanismen, die Standbyzeiten ermöglicht, die weit über denen von WLAN-Geräten liegen. Es macht durchaus Sinn zusätzlich für Telefonie auf DECT zu setzen. Dem kann WLAN nicht das Wasser reichen. Erst recht nicht, wenn mal etwas Last auf dem Netz ist.

Gruß Telefonmännchen
 
Das Vermitteln von einem IP-Telefon aus zu einem anderen Telefon wird nicht unterstützt. [Zitat - AVM Wissensdatenbank]

Streng genommen ist diese Aussage theoretisch vollkommen richtig, praktisch ist das aber nicht ganz korrekt.
Konkret ist bei der hier getroffenen Aussage die entsprechende SIP-Signalisierung gemeint, welche von der FRITZ!Box nicht unterstützt wird. Damit es aber dennoch funktioniert müsste das IP-Telefon lediglich die Signalisierung herkömmlicher Telefone emulieren.
Nach den Kommentaren dieser Seite zu urteilen scheint es Softphones und IP-Telefone zu geben die scheinbar Unmögliches an der FRITZ!Box möglich machen.

An der Stelle lässt sich ebenfalls vortrefflich darüber Streiten warum das Cisco Telefon das nicht kann.
Vielleicht aber gibts dafür sogar eine entsprechende Einstellungsmöglichkeit.:mrgreen:

Ein ähnliches Thema gabs vor wenigen Tagen schonmal hier
...steht im Widerspruch zu allem was ich gelesen habe, von wegen 7390 kann keine Gespräche von IP-Telefonen vermitteln...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn Du für gewisse Features Deines Providers Geld bezahltst, dann wäre es auch zielführend, entsprechende Geräte, die dieses nutzen und steuern sollen, auch bei diesem direkt anzumelden. Geräte ohne VoIP-Funktionalität müssen natürlich über einen entsprechenden Adapter (FritzBox) angebunden werden. Über diesen Weg sind die Features ja schon steuerbar. Es ist mir auch nicht erklärlich, warum Features Deine Providers in der FritzBox abgebildet sein sollen.

Oh, das kommt jetzt wieder so jovial rüber: "Was will der Pöbel, dass er sich hier erregt". Faktisch hat mir mein Provider (1&1) die Fritzbox verkauft, damit ich zu ihm komme. Ich hatte vorher ISDN Komfort mit DSL16000, jetzt DSL50000 mit VoIP. Ich finde, dass im Jahr 2013 Konferenzen keine Hexerei mehr sind, speziell, weil jede dahergelaufene Software wie Skype und Co. das ja auch hinbekommt.

Was ich nicht "verstehe" ist, dass das alles mit billigsten Analog-Telefonen geht, bei denen noch auf DTMF gehorcht und geparst werden muss, aber nicht bei einem top IP Phone, das alles im Klartext signalisiert. Mein Siemens Gigaset SX353 hat all diese "Profi-Features" seit 2004 ohne Murren umgesetzt, d.h. nun, neun Jahre später, ist es plötzlich, mit einem IP Telefon, Hexenwerk.

Ich würde ja durchaus mal über Asterisk für Raspberry nachdenken, ABER ein Problem bleibt: Wie integriere ich dann meine DECT Teile? Gut, ich könnte wieder das Siemens SX353 anschließen, doch dafür müsste immerhin ein S0 Bus an den Raspberry an. Bevor die Frage kommt, die Antwort vorneweg: Im Jahr 2013 muss man die Energie nicht zum Fenster rausblasen. Für unser Telefonaufkommen reicht die Leistung des Raspberry mit max. 8 gleichzeitigen Gesprächen locker aus. Das sind fünf Watt. Ein Low-Power PC braucht minimum das Zehnfache.
 
@mr.vince

Es ist wohl eher "Ist doch der unwissende Pöbel selber schuld". An der Stelle ist das nicht mal abwegig. All das was du mit Hexerei betitelst funktioniert im Jahr 2013 mit einer FRITZ!Box, nur halt nicht per SIP-Signalisierung. Das wird auch nirgends versprochen. Vielleicht ist auch das IP-Telefon nicht top, sondern einfach billig weil es die DTMF Signalisierung per RTP Payload nicht unterstützt oder "Der Pöbel" einfach die Bedienungsanleitung nicht gelesen hat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Hilfsbereitschaft wird hier auf jeden Fall sehr groß geschrieben... Und schlau sind natürlich auch alle. ;)

Ich bin mir sehr sicher, dass die DTMF Signalisierung per RTP Payload bei der Fritzbox nicht geht. Es geht noch nicht einmal, Telnet per Kurzwahl (!) zu aktivieren, wohl aber direkt, als auch per Kurzwahl, von einem ISDN-Telefon bzw. über die DECT-Handteile.
 
Oh, das kommt jetzt wieder so jovial rüber:
Völlig falsch verstanden. Es sollte nur rüberkommen, dass man von einer eierlegenden Wollmilchsau für einen überschaubaren Preis nicht den Funktionsumfang von Profilösungen (die nebenbei dann auch einen Profipreis haben) erwarten kann. Es wird bei AIO-Lösungen wie der FritzBox immer eine Menge Kompromissfähigkeit notwendig sein. FritzBoxen sind für den Massenmarkt mit den entsprechend eingeschränkten Anforderungsprofilen ausgelegt. Es sind keine TK-Anlagen.
Faktisch hat mir mein Provider (1&1) die Fritzbox verkauft,...
Zu welchem Zweck? Damit Du Deine vorhandenen Geräte via VoIP an seine Infrastruktur anbinden und seine Dienste gegen entsprechendes Entgelt nutzen kannst. Der Normalfall ist, dass vorhandene nicht-VoIP-Geräte die Fähigkeit erhalten, über VoIP zu telefonieren. Es gilt, die Schwelle für den Kunden so niedrig wie möglich anzusetzen. Wer würde Deinen Provider nutzen, wenn er auch noch für teures Geld zusätzliche Hardware kaufen müsste? Darum soll die vorhandene Hardware möglichst komplikationslos eingebunden werden. Zu viele Features, die der Kunde im Fall der Fälle auch noch falsch bedienen kann, erzeugt nur Support-Bedarf, der auch nicht umsonst ist. Die wollen Geld verdienen...
Ich finde, dass im Jahr 2013 Konferenzen keine Hexerei mehr sind,
Hexerei nicht, aber im privaten Umfeld ein eher selten genutztes Feature und darum in einem SOHO-Gerät mangelhaft für die interne Nutzung unterstützt.
...jede dahergelaufene Software wie Skype und Co. das ja auch hinbekommt.
Und diese ist direkt an die Infrastruktur beim jeweiligen Diensteanbieter per Netzwerkprotokoll angebunden. Irgendwie vergleichst Du Äpfel mit Birnen.
... nicht "verstehe" ist, dass das alles mit billigsten Analog-Telefonen geht,
Weil für genau diesen Zweck die FritzBox gebaut worden ist. Und es bekommt nicht das Analogtelefon hin, sondern der entsprechende VoIP-Adapter (FritzBox), der entsprechende kryptische Steuersequenzen providerkompatibel umsetzt.
Mein Siemens Gigaset SX353 hat all diese "Profi-Features" seit 2004 ohne Murren umgesetzt
Ja, weil genau dieses Geräte per ISDN an die ISDN-Infrastruktur des Diensteanbieters angebunden war, die sich darüber steuern ließ. (Apfel vs. Birne). Genau wie die VoIP-Infrastruktur von den FritzBoxen oder von direkt angemeldeten VoIP-Telefonen gesteuert werden kann. War bei den ISDN-Geräten eine TK dazwischen, hat das auch nicht mehr so geschmeidig funktioniert. Nochmal, der SIP-Registrar der FritzBox ist ein im Laufe der Firmwareentwicklung nachgerüstetes Feature, welches nicht ansatzweise mit Lösungen wie Asterisk o.ä. vergleichbar ist. Darum ist die Funktionalität auch noch lückenhaft. Ich behaupte mal, dass es einen relativ überschaubaren Anwenderkreis gibt, der Konferenzen u.ä. benötigt. Daher dürfte der Eintwicklungsdruck auch eher gering sein. Die grundlegende Funktionsfähigkeit ist ja gegeben.
... Raspberry nachdenken, ABER ein Problem bleibt: Wie integriere ich dann meine DECT Teile?
Über einen VoIP-Adapter wie die FritzBox. Genau dafür ist sie gebaut.
Im Jahr 2013 muss man die Energie nicht zum Fenster rausblasen.
Und darum bietet es sich an, VoIP-Geräte direkt am VoIP-Account des Providers anzumelden, ohne dass zusätzliche Hardware notwendig ist. Oder eben funktionskompatible Hardware erwerben, die in der Lage ist, die gewünschten Features zu steuern.

Gruß Telefonmännchen
 
Zuletzt bearbeitet:
@mr.vince

Natürlich geht das, bei anderen gehts ja auch. Bei dir gehts nicht weil dein IP-Telefon versucht per SIP-Messages zu signalisieren. Und das versteht die FRITZ!Box nicht. Dein IP-Telefon müsste ganz normale DTMF Signale schicken. Das ist übrigens mit DTMF Signalisierung gemeint. Und diese Signale werden wie das was du ins Telefon sprichst in RTP-Packeten übertragen.
 
Das hab ich verstanden, ich befürchte nur, dass die Ciscos das nicht anbieten, weil sie von Hause aus ja an vollausgestatteten CallManagern hängen...

Bzw (ich les das mal nach), wird's wohl die FB erst recht nicht erwarten.
 
Soviel ich weiß müssten Cisco-Telefone dies unterstützen. Ob man das extra einstellen muss und ob das überhaupt überall implementiert ist, kann ich nicht beantworten. An deiner Stelle würd ich bezüglich der Möglichkeiten des Telefons mal genauer recherchieren.
 
Sieht bisher danach aus, als ob das ein CallManager Feature ist, d.h. etwas, das nicht aus dem Telefon kommt. Aber ich wühle mich mal durch. Cisco ist ja _etwas_ umfangreicher. *hust*
 
...Natürlich geht das, bei anderen gehts ja auch. Bei dir gehts nicht weil dein IP-Telefon versucht per SIP-Messages zu signalisieren. Und das versteht die FRITZ!Box nicht. Dein IP-Telefon müsste ganz normale DTMF Signale schicken. Das ist übrigens mit DTMF Signalisierung gemeint. Und diese Signale werden wie das was du ins Telefon sprichst in RTP-Packeten übertragen.

(Entschüldigung fur mein schlechtes Deutsch ...)
Für TipTel IP Telefone kan man die DTMF Methode wahlen:
Three methods of transmitting DTMF digits on SIP calls:
0) INBAND -- DTMF digits are transmitted in the voice band.
1) (default) RFC 2833 -- DTMF digits are transmitted by RTP Events compliant to RFC 2833.
2) SIP INFO -- DTMF digits are transmitted by SIP INFO messages.
3) AUTO (negotiates to use INBAND or RFC2833, defaults to SIP INFO)

Soll man nur die richtige DTMF Methode im SIP Telephon verwenden, und wird "Geschpräch vermitteln" dann klappen mit dem Fritz!Box?
Und welche Methode ist dan die richtige?

Oder: die TipTel hat dazu auch die "Transfer via DTMF" Wahl,
Enables or disables transfer via DTMF feature.
If set to 0 (Disabled), the IP phone performs the transfer as normal when pressing the transfer key during a call.
If set to 1 (Enabled), the IP phone transmits the specified (String) DTMF digits to the server for completing call transfer when pressing the transfer key during a call.

Muss man die zweite Wahl verwenden? Und, was ist dan die richtige String für den Fritz!Box?

Wie euch begreift funktioniert vermitteln bis jetzt bei mir mit TipTel und Fritz!Box noch nicht ... ;)
 
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Hallo, bin zwar relativ neu hier, kann jedoch meine Erfahrung mit meiner Schaltung beisteuern (siehe auch mein Profil):
Ich betreibe eine zweite Fritzbox hinter einer 7570, habe sie am Registrar der ersten mit zwei internen IP-Telephonen (621 und 622) registriert.
Diese beiden VOIP-Eingänge sind in der zweiten Box den internen DECT-Mobilteilen 610 und 611 zugeordnet.
Von der ersten Box sind diese Telefone mit **621 bzw. **622 erreichbar.
Von den DECT-Mobilteilen an der zweiten Box erreiche ich alle internen Apparate der ersten Box durch ein Vorwählen von "*#",
also für FON 1 z.B. "*#**1",
für FON 2 "*#**2", alle mit "*#**9".
Das funktioniert auch mit S0 (*#**51) oder anderen IP-Telefonen (*#**623 etc.)
und es funktioniert für Tastencodes zB. WLAN an "*##96*1*" oder TELNET an "*##96*7*".
Der Parameter "*#" dient also dazu, ein Dienstmerkmal an den Provider, hier also den Registrar der ersten Box, zu übertragen.
Das müsste also auch für das Makeln funktionieren, habe es leider selbst noch nicht getestet.

Grüße und happy voipen
Rainer
 
Ich finde, dass im Jahr 2013 Konferenzen keine Hexerei mehr sind,
Hexerei nicht, aber im privaten Umfeld ein eher selten genutztes Feature und darum in einem SOHO-Gerät mangelhaft für die interne Nutzung unterstützt.

Trotzdem mit einem IP-Telefon keine Hexerei !

Anrufer #1 in die Warteschleife stellen, Anruf #2 aufbauen/annehmen und dann die Konferenztaste/Tastenkombi drücken - hat rein gar Nichts mit der TK oder dem Router zu tun, das IP-Telefon macht es selbst - die Meisten (auch das Cisco 7961) unterstützen diese Funktion :cool:
 
Ja, nur muss es wohl auch der Registrar unterstützen, denn der macht die eigentliche Arbeit. Und der Registrar der FB kann es wohl nicht. Vermitteln scheint hingegen zu gehen.
 
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