Stromverbrauch mit PoE

netiva

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Hallo Miteinander

Als Neuling in diesem Forum habe ich eine etwas spezielle Frage...

Ich mach mir momentan überlegungen ein kleines Office auf VoIP umzurüsten. Dabei sehe ich unter anderem 3 Stück Snom 320 vor. Diese unterstützen ja PoE. Mich würde mal interessieren, ob der Stromverbrauch im Gesamten gleich ist, wenn ich diese jeweils seperat mit dem mitgelieferten Steckernetzteil speise oder über einen PoE Switch wie z.b. dem Netgear FS116.

Meine Überlegung ist, dass die Verluste von mehreren kleinen (billigen) Steckernetzeilen relativ hoch sind und so mit PoE etwas weniger verschwendet wird :noidea:

Bin nicht unbedingt ein Öko, aber wenn ich schon die Möglichkeit habe ein wenig Strom zu sparen im 24/7 Betrieb würde ich dies doch gerne tun....
 
Stromverbrauch PoE

Hallo netiva,

hast Du inzwischen Erfahrungen bzgl. Stromverbrauch sammeln können?
Bei mir sieht es (zu Hause) ähnlich aus...

Gruss
CCIE5775
 
CCIE5775 schrieb:
Der jünste Beitrag von netiva ist vom 12.03.2008 ...
CCIE5775 schrieb:
hast Du inzwischen Erfahrungen bzgl. Stromverbrauch sammeln können?
DIe Ethernet-Verkabelung, über die die Stromversorgung erfolgt, hat mitnichten einen elektrischen Widerstand von Null Ohm. Die dort enstehenden Verlustleistung wird schlichtweg (im wahrsten Sinne des Wortes) verheizt.
Du musst in eine PoE-Spannungsversorgung investieren. Rechne mal den durch eine angenomme Velustleistung entstehenden Jahres-Mehrverbrauch (Kilowattstundenpreis lt. Stromrechnung) gegen die Anschaffungskosten der PoE-Versorgung. 1Watt, rund um die Uhr verbraucht, sind 8,76 kWh im Jahr.

G., -#####o:
 
Hallo CCIE5775

Wie in der ursprünglichen Frage, di ich schon vor sehr langer Zeit gestellt hatte, habe ich dies dann nicht im Büro gemacht, sondern bei uns zu Hause. Über den Sinn der Investitionskosten von einem PoE Switch D-Link DES1316 möchte ich jetzt nicht diskutieren - da würden die Meinungen einfach zu weit auseinandergehen.

Auch wenn mittlerweile viele Geräte zum Glück nicht mehr mit einem konentionellen Netzteil, sondern mit einem Schaltnetzteil ausgelegt sind, summiert sich die Verluste dieser Kleinnetzteile schon. Z.b. ein Netzteil von einem Snom wird auch im Dauerbetrieb Handwarm. Der PoE Switch ist aber im Vergleich zum Modem gerade Eiskalt...

Die Stromaufnahme von z.b. einem Snom liegt im Schnitt über PoE unter einem Watt. Ich baupte mal, dass ich pro Gerät, das ich am Switch angschlossen habe so zwischen 1-2 Watt weniger Verluste habe mit einem zentralen Netzeil als den vielen Einzelnen. Also mit 5 Geräten so 5-10W. resp.
43.8kW - 87.6kW. Die 20 Franken, die ich damit pro Jahr einspare sind vernachlässigbar, dafür habe ich mein Gewissen beruhigt. Und dazu hgabe ich gerne eine etwas teurere Infrastruktur angeschafft.

Ich würde es also wieder machen.

Damit das ganze auch Sinn macht, ist es aber nötig, dass der PoE Switch auch ein Netzteil mit kleinen Verlusten besitzt. Zudem habe ich keinen GBit Switch, da ein solcher mit PoE doch ziemlich teuer würde. Der Nachteil merke ich halt vor allem, wenn ich grössere Datenmenge auf das NAS speichere (Backup...).

Meine Empfehlung:
- Wer aufs Portemonaie schaut, sollte zu Hause sicher kein PoE einrichten.
- Wer es leid ist mittlerweile x Kleinstnetzteile überall 24h im Betrieb zu haben und ev. auch auf ein GBit Netzwerk verzichten kann, wäre dies mit PoE eine Option um sein Gewissen zu beruhigen und etwas weniger Kabelsalat zu haben...



Der jünste Beitrag von netiva ist vom 12.03.2008 ...
Darf ich trotzdem antworten :D

DIe Ethernet-Verkabelung, über die die Stromversorgung erfolgt, hat mitnichten einen elektrischen Widerstand von Null Ohm. Die dort enstehenden Verlustleistung wird schlichtweg (im wahrsten Sinne des Wortes) verheizt.
In unserer Wohnung haben wir UGV mit einer durchschnittlichen Kabellänge von ca. 12m.
CAT 5 Kabel hat so viel ich weiss einen Aderndurchmesser von 24AWG also 0,56mm, was einen Querschnitt von A = Pi/4 * D^2 = 0,22 qmm (pro Ader) ergibt. Kupfer hat einen spezifischen Wiederstand von 0,0178 Ohm*qmm/m. Dies ergibt dann bei doppelter Kabellänge (hin und zurück) einen elektrischen Gleichstromwiderstand von R = L* rho/A = 24m * 0,0178Ohm+qmm/m / 0,22qmm = 1,95 Ohm. Der durchschnittliche Strom für ein Snom beträgt I = P / U = 1W / 48V = 0,021A
Das gibt dann eine Verlustleistung von P = I^2 * R gibt weniger als 1mW. Daher würde ich dies doch als ok betrachten, wenn diese Verluste vernachlässigt werden können....

Der DC-Widerstand sollte nicht mit der Kabelimpedanz von ca. 125 Ohm verwechselt werden...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Netiva,

Du sprichst mir aus dem Herzen:
>>
Damit das ganze auch Sinn macht, ist es aber nötig, dass der PoE Switch auch ein Netzteil mit kleinen Verlusten besitzt<<

Ich suche gerade nach einem verbrauchsgünstigen 8Port POE Switch mit mindestens 5 POE-Ports 10/100 Mbit/s.
Folgende Kandidaten hatte ich ins Auge gefasst:

POE Switche
Linksys SRW208P, 4 ports at 15.4W or up to 8 ports at 7.5W
D-Link 1008P 8/4 Port PoE 6,3 Watt, max 62,3 Watt,
Allied Telesis AT-FS708/POE 8/4 Port PoE, 90 Watt,
Netgear FS108P 8/4 Port PoE, 44 W max.

Nur der Linksys kann als 8-Port Switch auch wirklich 8 Ports mit POE versorgen (wenn <7,5Watt).
Alternativ benötige ich wohl einen 16 Port Switch mit 8 Ports POE (genau wie Du..)

Ich habe bereits einen D-Link Switch im Keller und bin verbrauchstechnisch sehr zufrieden. Was zieht denn Dein POE-Switch auf der 220Volt Seite mit angeschlossenen VoIP Telefonen? - Also quasi im Leerlauf, da dies wohl der wahrscheinlichste und am häufigsten anzutreffende Betriebszustand ist?

Ich habe übrigens inzwischen mein fünftes Innovaphone IP200. Das ist extrem gebrauchsfreundlich im Gegensatz zu den doch relativ unkomfortabel zu merkenden SNOM Telefonen. Ich habe viel Wert auf ein Telefonbuch gelegt, da ich in der Fritte bereits mehr als 200 Telefonnummern drin habe. Ich hatte mal ein Snom320 zum Testen bei mir, aber schon nach kurzer Zeit habe ich die ganzen Tastenkürzel vergessen...., Zudem ist die Anzahl von Telefonbucheinträgen ja eher etwas zum Spielen ;-)
das Innovaphone kann 2000 Einträge ;-)

Für das Innovaphone habe ich extra eine Perlroutine geschrieben, damit ich das Fritz-telefonbuch in das Innovaphoneformat konvertieren kann. Sehr sehr schön Hmmm....

Gibt es eigentlich auch Perl für die Fritzbox 7270? - Aber das ist ein anderes Thema...

Freut mich übrigens sehr, dass Du immer noch im Forum die Beiträge beantwortest.
Super!

Gruss
CCIE5775
 
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