[Frage] Suche DECT-Anlage, die im ganzen Haus funktioniert

Wozzeck

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Hallo,

ich lese mich hier allmählich durch, bin aber noch nicht so recht schlau geworden.

Ich habe ein Einfamilienhaus mit 3 Stockwerken. Zur Zeit gibt es eine Fritzbox 7390 im Keller, an der 2 Fritz-Telefone (DECT) hängen. Diese funktionieren aber nur im Keller und EG - die Reichweite der Box ist leider äußerst bescheiden. Ich habe es auch schon mit einem Fritz Repeater im EG probiert, aber im DG kann ich auch damit nicht telefonieren, abgesehen von anderen Merkwürdigkeiten mit dem Gerät.

Nun bin ich auf der Suche nach einer Alternative, mit der ich im ganzen Haus telefonieren kann - und zwar so, dass ich auch während eines Telefonats die Etagen wechseln kann. Zu beachten wäre Folgendes:

1. Die Fritz Box muss im Keller bleiben, weil dort auch die Sprechanlage zum Gartentor ankommt.
2. Ich nutze als Telefonbuch Google Kontakte, was gut funktioniert (auch am Mobiltelefon). Ich muss zwar nicht zwingend bei Google bleiben, möchte aber auch in Zukunft nur ein zentrales Adress- bzw. Telefonbuch pflegen, auf das alle DECT- und Mobilgeräte zugreifen können.
3. Sonderfunktionen wie Mail etc. brauche ich auf den DECT-Telefonen nicht.
4. Netzwerkanschlüsse gibt es in jedem Raum; alle sind über ein Patchfeld im Keller beliebig konfigurierbar.
5. Ich habe einen 50Mbit VDSL-Anschluss der Telekom; Telefonie nur über VOIP.

Mit welcher Hardware könnte ich die Funktionen vernünftig realisieren?

Beste Grüße,

Wozzeck
 
Wenn du bei AVM-Technik bleiben möchtest:
Kabel benutzen, zweite Box als SIP-Registrar an erster Box anmelden.

offene Frage: kann AVM DECT mit seamless Handover ?

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WLAN ist nicht zu schwach und ist hier ebenfalls eine Verbesserung gefordert ?
Dann eine 3390 (werksseitig ohne DECT-Basis) mit 3x3MIMO-WLAN beschaffen, unten stehende Lösung aufbauen.

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Alternative:
Eine Gigaset IP-Basis zusammen mit einem Gigaset Repeater 2.0 erfüllt deine Anforderungen OHNE Kabel zu benutzen.
Dazu müssen wegen der Funktionalitäten (zB seamless Handover, Verschlüsselung, Parken, manuelle Weiter-/Übergabe, TB, MWI, ...) aber passende Mobilteile angemeldet werden, zB S810H.

Zuerst einmal die Basis-Sendeleistung unter deinen örtl. Gegebenheiten testen.
Bei Bedarf den Rep. nachordern.

Schau einmal in meine Signatur.
Die Anlage (ohne Rep.) reicht schon aus, um ein EFH zu versorgen.
Basis im KG (Stahlbetondecken).
Mobilteile haben Empfang in: KG+EG+OG+DG+Garten.

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edit: Wie ist die Gartentoranlage technisch eingebunden ?
 
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Hi,

ich habe auch ein EFM mit zwei Stockwerken (KG,EG,OG,DG) und hatte das gleiche Problem. Im Keller läuft der Router (pfSense) und Askozia (Asterisk-Distribution), ich habe Gigabit-Ethernet (CAT-7) im ganzen Haus und im OG (Arbeitszimmer) steht bei mir ein Siemens Gigaset N510 an dem ich drei SL400H angemeldet habe. Die SL400H gefallen mir persönlich am besten, da sie schön kompakt sind. Ich habe überall (KG,EG,OG,DG,Garten) guten Empfang.

Vorher hatte ich eine DECT-Basis Snom M9 und hatte z.B. im KG keinen Empfang, daher bin ich von Snom zu Gigaset und bin jetzt sehr zufrieden.

Deine Punkte müssten erfüllbar sein. Ich habe ein zentrales Telefonbuch in meiner Askozia, auf welchen die Gigasets zugreifen können. Als nettes Schmankerl machen die Gigaset noch eine Rückwärtssuche bei (ich glaube) klicktel, wenn jemand mit unbekannter Nummer anruft.

Gruß,

DK
 
1. Die Fritz Box muss im Keller bleiben, weil dort auch die Sprechanlage zum Gartentor ankommt.
Das ist die bekannter Maßen schlechteste Plazierung einer Funkbasis...
2. Ich nutze als Telefonbuch Google Kontakte, was gut funktioniert (auch am Mobiltelefon). Ich muss zwar nicht zwingend bei Google bleiben, möchte aber auch in Zukunft nur ein zentrales Adress- bzw. Telefonbuch pflegen, auf das alle DECT- und Mobilgeräte zugreifen können.
Dann bleibt dir wohl nur ne 2. FB.
Lösche aus der Keller-FB alle Telefonieeinstellungen und bringe sie in die 2. FB, die möglichst zentral im Haus stehen sollte (TR-069 abschalten, sonst holt sich die Keller-Box die Telefonie-Einstellungen wieder). Dann melde die Keller-FB am SIP-Registrar der oberen FB an, damit das Gartentor in die Telefonie eingebunden ist. Da die Zahl der zeitgleichen SIP-Verbindungen begrenzt sind ist dies der bessere Weg als der von MuP beschriebene umgekehrte.
 
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Zuletzt bearbeitet:
...
1. Die Fritz Box muss im Keller bleiben, weil dort auch die Sprechanlage zum Gartentor ankommt.
...
4. Netzwerkanschlüsse gibt es in jedem Raum; alle sind über ein Patchfeld im Keller beliebig konfigurierbar.
...
Warum verlegst du denn die FritzBox nicht in einen DECT-Günstigen Raum und führst die DSL-Leitung (2 Drähte) und die Sprechanlage (wohl auch 2 Drähte) über das gleiche Netzwerkkabel zur FritzBox?

Joe
 
@ MuP: zweite Box als SIP-Registrar an erster Box anmelden. Ich meine eben, die erste (Keller-Box) an die 2. (DECT-Basis) anmelden. Dann muss nur das Gartentor darüber laufen und nicht alle Gespräche.

@Joe_57: Dann ist aber ein 2. Netzwerkkabel nach unten zum Patchfeld nötig. (Bei Verzicht auf GB-LAN wären aber die restlichen 4 Adern ausreichend)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Soll das Gartentor-Gespräch auch per DECT transportiert werden ?

Ja.

Ansonsten schon mal vielen Dank für die Antworten - ich werde mich erstmal eingehend damit beschäftigen und evt. nachfragen, wenn etwas unklar ist.

Gruß, Wozzeck
 
So. Ich habe jetzt mal ausprobiert, die FB 7390 im Büro im EG zu platzieren. Im Keller und im 1. OG reicht die DECT-Leistung; im DG ist telefonieren damit weiterhin nicht möglich.

Ich habe schon öfter gelesen, dass die Funkleistung der FB - sowohl bei WLAN als auch bei DECT - nicht gerade berauschend ist und überlege deshalb, zumindest für die Telefonie zu einer anderen Lösung zu kommen. WLAN nutze ich inzwischen gar nicht mehr über die Box, weil es im Haus ein SONOS-System gibt, dessen WLAN für Smartphones und Tablets vollkommen ausreicht.

Ich könnte zwar die FB verkaufen, bräuchte dann aber einen neuen Router - das wird sich finanziell wohl nicht lohnen. Also denke ich darüber nach, ein VOIP oder ISDN-Dect-Telefon anzuschaffen - evt. ein Tischgerät für das Büro, das dann im Idealfall DECT im ganzen Haus bereitstellt. Gibt es da etwas empfehlenswertes - das mit der FB zusammen gut funktioniert (oder sogar einen eigenen analogen Eingang für die Doorline hat)?

Meine Kontakte muss ich nicht unbedingt über Google pflegen - aber ich möchte ein Adressbuch haben, das sowohl vom Android-Handy als auch von den DECT-Geräten gemeinsam nutzbar ist.

LG, Wozzeck
 
Die von mir erwähnte DECT-Basis Gigaset N510 ist VoIP
 
Das Adressbuch wird der Knackpunkt bei allen Lösungen sein. Daher würde ich - wenn du seamless handover brauchst (du mit dem MT wandern willst) - einen DECT-Repeater im 1.OG empfehlen, ohne diese Möglichkeit reicht eine einfache 2. FB mit DECT am LAN.
 
Die von mir erwähnte DECT-Basis Gigaset N510 ist VoIP

Ok. Dann wäre die schon mal eine Lösung! Weißt Du, ob die mit dem Fritz Telefonbuch kompatibel ist? Oder hat die ein eigenes Telefonbuch, das man in der Cloud (Google, Outlook etc.) synchronisieren kann?

LG, Wozzeck
 
Das Adressbuch wird der Knackpunkt bei allen Lösungen sein. Daher würde ich - wenn du seamless handover brauchst (du mit dem MT wandern willst) - einen DECT-Repeater im 1.OG empfehlen, ohne diese Möglichkeit reicht eine einfache 2. FB mit DECT am LAN.

Ok. Geht das mit jedem Repeater? Und wie sieht es mit ECO-Dect aus - das wäre mir wichtig. Verschlüsselung spielt keine Rolle, da es sich um ein freistehendes EFH handelt.

Gruß, Wozzeck
 
ECO-DECT ist bei mir immer aus, bringt in der Praxis keine Vor-, sondern nur Nachteile. Die Verschlüsselung dagegen ist immer an... So unterscheiden sich Wertigkeiten...
 
Geht das mit jedem Repeater? Und wie sieht es mit ECO-Dect aus - das wäre mir wichtig.
Der Wunsch ist nachvollziehbar, aber beide Dinge schließen sich gegenseitig aus. Das ist, als ob Du duschen willst, aber auf keinen Fall nass werden. Deine Wünsche sind mit SoHo-Hardware nicht unbedingt alle abbildbar. So was wie zentrales Telefonbuch ist nur in Profiequipment zu finden (z.B. Gigaset N510 IP PRO). Ebenso das seamless handover ist nur in repeateten Netzen oder über eine zentrale Verwaltung der Mobilgeräte und mehrere DECT-Stationen im Haus verteilt erreichbar. Irgendwelche Kompromisse wirst Du eingehen müssen.

Und aus der Grasnabe zu funken (warum werden wohl Antennen immer auf dem Dach angebracht?) ist die denkbar schlechteste Variante, eine möglichst große Abdeckung zu erreichen. Die ankommende Verkabelung für die TFE kann nicht das führende Argument sein, erst recht nicht, wenn eine strukturierte Verkabelung im Haus vorhanden ist. Da könnte die FritzBox überall hin. Aber das diese eine vergleichsweise geringere Reichweite haben als andere Produkte ist schon mehreren Leuten aufgefallen, auch wenn es von einigen immer wieder abgestritten wird.

Gruß Telefonmännchen
 
Ein Gigaset N510 IP PRO kostet keine 100 Euro - damit hätte ich schon mal kein Problem. Wenn ich das Teil ins Büro im EG hänge, dazu einen Gigaset-Repeater ins 1. OG, könnte das dann klappen? Und wie sieht es beim N510 IP PRO mit dem Adressbuch aus?

Gruß, Wozzeck
 
Die optimale Konfiguration für den Privatgebrauch bildet ein C610 (A) IP plus S79H oder S810H (mit BT).
Die Adressbücher lassen sich einzeln halten, bei Bedarf unterienander als Element oder Gruppe austauschen, einzeln ergänzen, einzeln löschen.
Ein Vorteil besteht ua darin, dass die weiter entwickelte und gepflegte Firmware des N510IP zum C610 passt.
Die Firmware für den Consumer-Bereich wird bemerkbar stark vernachlässigt.
Gleiches gilt für die Consumer-Hotline.

Die Kompatibilität zwischen dem N510IP und den Consumer-Mobilteilen ist nicht zu 100% gegeben.
Hier gehören Pro-Mobilteile dazu.
Deren Firmware wiederum lässt sich nicht mit QuickSync updaten.

Welche von den Profi-Features des N510 benötigst du als Privatmensch ?
- Führst du zB 4 Parallelgespräche ?
- Oder besitzt du ein auf N720 basierendes Mehrzellensystem in deinem Umfeld ?
 
Welche von den Profi-Features des N510 benötigst du als Privatmensch ?
- Führst du zB 4 Parallelgespräche ?
- Oder besitzt du ein auf N720 basierendes Mehrzellensystem in deinem Umfeld ?

Weder noch. Ich brauche nur ein Adressbuch, das sich sowohl mit DECT-Geräten als auch mit PC und Android-Geräten synchronisiert und zuverlässiges DECT im ganzen Haus.

Gruß, Wozzeck
 
Aber das [FritzBoxen] eine vergleichsweise geringere Reichweite haben als andere Produkte ist schon mehreren Leuten aufgefallen, auch wenn es von einigen immer wieder abgestritten wird.
Ich hatte bis ca. Anfang des Jahres eine Gigaset SX353ISDN als ISDN-DECT-Anlage hinter einer 7270v3 in Betrieb, aus einer Hausecke im EG reichte DECT bis an die nächste Hauptstraße, weitgehend problemlos ins OG und noch verständlich in der Keller.

Nur mein SL1 im OG meckerte gelegentlich über eine verlorene Basis (obwohl lt. Anzeige mehr als die 50% Empfang vorhanden war), Abbrüche oder schlechte Gesprächsqualität gab es aber nicht. Letztlich weil es nervte, zeitweise kein Telefon zu haben, habe ich die DECT-Telefonie auf die 7270v3 in EG plus einer 7270v3 in Anschlußraum in der Wohnungsmitte EG als DECT-Repeater umgestellt. Ergebnis: das SL1 hat gar keine Verbindung mehr, die AVM-Mobilteile schwenken zwischen Basis und Repeater, Telefonie ist aber nur mit viel Geknackste und »Delta-Quadrant-Feeling« aus dem OG möglich. Handover allerdings funktioniert.

Erst mit der Umstellung auf 7270v3 in Hausmitte als Basis (hängt nun per SIP hinter der ISDN-7270v3) und weiterer 7270v3 im OG als Repeater ist nun ansatzweise gute Telefonie auch wieder aus dem OG möglich; optimal ist noch immer anders :( Ich möchte gerne einige der Features von AVM-DECT nutzen, und insbesondere die Rufnummernzuweisung per FB-UI statt lokal per DECT-Telefon ist mir wichtig; aber in einem 10 Jahre alten MFH ist der mit AVM-Equipment zu treibende Aufwand (2-3 7270v3 statt 1 Gigaset-Basis) schon beachtlich ...
 
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