Szenario dieser Art umsetzbar

manuel_r

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Ich hab' jetzt schon einiges hier im Forum gelesen, aber immer noch keine Antwort auf die Frage in meinem Kopf. Mein Gefühl sagt mir aber, daß es gehen muß - die Frage ist nur wie :roll:

Folgendes schwebt mir vor.
Gegeben sind zwei Standorte, die die derzeit schon mit 2mbit via VPN-Tunnel verbunden sind. Beide Standorte verfügen über eine eigene TK-Anlage mit ISDN-Anschluß und jeweils etwa 50 Teilnehmern. Jetzt würde ich gerne die Gespräche zwischen den Standorten mit Asterisk durch den Tunnel schicken. Dazu denke ich mir folgende Vorgehensweise:

Teilnehmer an Standort 'A' erhalten am Standort 'B' in der TK-Anlage Rufnummern 100-200 intern. Diese Rufnummern (bspw. 111) schickt die TK-Anlage auf einen oder mehrere S0, an denen der Asterisk von Standort 'B' lauscht. Dieser registriert dies und meldet via VPN-Tunnel dem Asterisk an Standort 'A', daß eine Verbindung für seinen Teilnehmer mit der Nummer 111 (bspw.) gewünscht wird. Asterisk 'A' schaut daraufhin in seiner Tabelle nach und prüft, welche interne Rufnummer der gewünschte VoIP-Teilnehmer 111 (bspw.) hat. Er initialisiert einen Ruf dorthin und stellt, sobald der interne Teilnehmer abhebt eine Sprachverbindung zum rufenden Asterisk B her. Dieser widerum schaltet den rufenden Teilnehmer aus seinem eigenen Bereich auf. Der umgekehrte Weg der Verbindung soll natürlich nach dem gleichen Prinzip ablaufen.
Die beiden Asteriske müssten beide mehrere ISDN-Karten unterstützen, damit mehr als zwei Gespräche vermittelt werden können.

Meine Frage lautet jetzt, ob dieses Szenario so (oder mit Abstrichen) mit Asterisk oder Asterisk@Home umsetzbar ist. Für den Anfang wäre ich zufrieden, wenn mir jemand ein paar 'Brocken' für die Forensuche hinwirft. Leider habe ich bisher keine Anleitungen oder Tuts finden können, die mir bei dieser Fragestellung hätten weiterhelfen können.

Manuel
 
Re: Zsenario dieser Art umsetzbar

manuel_r schrieb:
Teilnehmer an Standort 'A' erhalten am Standort 'B' in der TK-Anlage Rufnummern 100-200 intern.

Nix verstehen :cry:

Haben die User des Asterisk a am * b eine feste Nummer oder wie soll das gehen und woher weiss der Asterisk, dass Teilnehmer x sich gerade im Bereich von *b rumtreibt

Oder habe ich da was falsch verstanden?
 
Ich probier's nochmal mit 'nem Beispiel... Gegeben seien

für Standort A:
TK-Anlage mit den internen bisherigen Teilnehmern 10-99 alle jew. mit SysTel des TKA-Anbieters

für Standort B:
ebenfalls TKA mit den internen Teilnehmern 10-99 und SysTels

Bisher telefonieren beide Standorte über das öffentliche TK-Netz miteinander. Zwischen beiden Standorten besteht aber eine VPN-Verbindung.

Ich hatte jetzt folgenden Ansatz:

An beiden Standorten werden zusätzliche interne Rufnummern definiert und auf interne S0-Ports geroutet. Als Beispiel soll am Standort A die interne (virtuelle) Rufnummer 111 zu dem Mitarbeiter mit der internen Rufnummer xy am Standort B führen. Die int. Nummer 111 am internen S0 zu signalisieren ist ja kein Problem. An eben diesem S0 lauscht der Asterisk von A und signalisiert dem Asterisk an B einen Ruf für einen seiner Teilnehmer. Asterisk B setzt die virtuelle Nebenstelle auf eine reale um und initialisert einen Anruf zu dieser Nebenstelle.

Also im Dialog etwa so:
Tel A an TKA: 'Achtung ein Ruf für 111.'
TKA an S0: '111 bist du da?'
Ast A an TKA: 'Ja, hier bin ich.'
Ast A an Ast B: 'Ich hab' ein Gespräch für deinen 111.'
Ast B an Ast A: 'Moment.'
Ast A an TKA: 'Moment.'
Ast B guckt in Zuordnungstabelle...
Ast B an TKA: 'Achtung ein Ruf für xy'
TKA an Tel B: 'xy bitte klingeln'
Tel B an TKA: 'Mein Benutzer hat abgehoben'
TKA an Ast B: 'Verbunden'
Ast B an Ast A: 'Verbunden'
Ast A an TKA: 'kann losgehen'
Tel A an Tel B: 'lass uns mal reden...'

Sorry für die etwas ungewöhnliche Formulierung dessen, was ich vorhabe. Aber ich denke so wird am ehesten klar, was ich machen will.

Alternativ wäre auch denkbar bspw. die 99 als 'Amtsnummer' für den VoIP-Connect zum anderen Standort umzusetzen. Daraufhin müsste dann der jeweils andere Asterisk gerufen werden um eine Verbindung aufzubauen. Auf diese Art sollte man eine interne Nebenstellen eines Standorts zum jeweils anderen Standort (über das Internet) 'verlängern' können. Mittels Nachwahl sollte es dann doch möglich sein das Rufen einer Nebenstelle am jeweils anderen Standort einzuleiten.
 
manuel_r schrieb:
Ich probier's nochmal mit 'nem Beispiel... Gegeben seien

Das heisst, deine beiden Asterisks brauchen entsprechen "dicke" Karten von Junghanns, Sirrix oder so was.

In deinem Dialplan sagst du dann Asterisk a was er zu tun hat, wenn er einen Anruf für 111 erhält (er soll über IAX2 das wählen, was euere Anlage wählen würde).
Deinem Asterisk b sagst du auch was er zu tun hat, wenn ein Anruf von Asterisk a reinkommt (ab auf den internen S0 damit)

Wenn deine beiden Anlagen bei internen Anrufen irgendwas eindeutiges übergeben können ist das kein Problem.
 
Danke für deine Antwort. Das heißt also, daß dieses Szenario grundsätzlich machbar ist :) Welches System wäre zu wählen? Asterisk oder Asterisk@Home? Wenn ich bisher alles richtig mitbekommen habe ist AAH für den Anfang einfacher. Korrekt?

Was meinst du mit 'dicke Karten'? Ich hatte zu hoffen gewagt, das ich einfach für zwei oder drei interne S0 (auf denen die Verbindungen signalisiert werden) jeweils eine AVM Fritz! einbauen könnte um damit insgesamt 4 oder 6 B-Kanäle zu bedienen :?

Hast du vielleicht auch noch etwas Futter für die Forensuche und/oder Links zu Handbüchern/Tutorials, damit ich mich einstweilen selbst etwas schlau machen kann?

Schönen Abend noch
Manuel
 
Hi manuel_r,

warum willst du das alles so kompliziert machen? Vergebe doch einfach für jeden Standort eine Kennzahl, z.B. "91-xx" für Standort 1 und "92-xx" für Standort 2. Außerdem gibt es überhaupt keine Probleme, wenn du nur einen Asterisk irgendwo stehen hast und an jeder Anlage nur einen ISDN-SIP Gateway verwendest.

mfg Guard-X
 
Vergebe doch einfach für jeden Standort eine Kennzahl, z.B. "91-xx" für Standort 1
Das schrieb ich ja oben als Alternativlösung. Diese Vorgehensweise könnte auch wartungsfreundlicher sein.

wenn du nur einen Asterisk irgendwo stehen hast und an jeder Anlage nur einen ISDN-SIP Gateway verwendest
Was genau meinst du? Bitte etwas ausführlicher.

Manuel
 
manuel_r schrieb:
Was meinst du mit 'dicke Karten'? Ich hatte zu hoffen gewagt, das ich einfach für zwei oder drei interne S0 (auf denen die Verbindungen signalisiert werden) jeweils eine AVM Fritz! einbauen könnte um damit insgesamt 4 oder 6 B-Kanäle zu bedienen :?

Wenn dir für 2x 50 Teilnehmer 6 oder 8 B-Kanäle reichen, kein Problem.
Dann brauchst du 3 oder 4 ISDN-Karten pro Rechner und den Florz-Patch oder eben eine Mehrfachbri mit der entsprechenden Kanalzahl. Die braucht keinen Patch.
 
Hi manuel_r,

Zitat:wenn du nur einen Asterisk irgendwo stehen hast und an jeder Anlage nur einen ISDN-SIP Gateway verwendest

Was genau meinst du? Bitte etwas ausführlicher.

Ich betreibe z.B. nur einen Asterisk und habe an z.Zt. 12 Standorten sogenannte SmartNodes installiert. Die setzen das SIP Protokoll in ISDN um. Vorteil: ich benötige nicht 12 Asterisk Server mit jeweils einer S2M Karte.

mfg Guard-X
 
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