[Frage] Türsprechstelle mit DECT-Telefonen und/oder VOIP-Telefonen verbinden?

Ich brauche da keine konkreten im Hinterkopf zu haben. Du bist derjenige der sich gegen das Szenario schützen will, dass jemand die TFE in aller Seelenruhe abschraubt, mit nimmt, sie in aller Seelenruhe hackt, um an dein WLAN-Passwort zu kommen, und dann zurückzukehren und dann -wasauchimmer- in deinem WLAN zu tun. Und das WLAN in dem
Ich wusste gar nicht, dass in einer USB-Soundkarte Passwörter hinterlegt sind? :oops:

BTW: auch bei LAN bzw. PoE gibt es eine Link detection,
Ja, aber in der Regel nur für den lokalen Port. Will man einen Port deaktivieren sobald das daran hängende Gerät abgesteckt wurde, benötigt man schon einen switch der das auch unterstützt. Andernfalls ist das alles andere als "Fail-safe".

man könnte einen Notfallschutzmechanismus, der bspw. einen Alarm auslöst und / oder das WLAN das ausschließlich für die TFE existiert abschaltet, und oder wo ne saubere Netztrennung / Application Firewall zwischen hängt, das (Teil-)Netz der TFE einfach zu macht.
Könnte man... Macht das Ganze nicht gerade einfacher. Das Problem wird dadurch vielmehr über einen grösseren Teil der Infrastruktur ausgebreitet und die Komplexität unnötigerweise erhöht. Das dann auch noch "fail-safe" umzusetzen...

Oben genanntes Selbsthalterelais ist hingegen trivial und wirksam: Kein Grund, die Robustheit der Firewall mit unnötiger Komplexität zu gefährden.

Klar könnte man so ein Selbsthalterelais natürlich auch in die Stromversorgung des Switches hängen. Das ist dann aber ein Switch nur für die Türsprechanlage.

USB:
Es gibt ja durchaus Möglichkeiten von Sidechannel-Attacken.
?

Es ist durchaus möglich, den Pi in einen Zustand zu bringen in dem er einen Reboot macht. Per USB einen Hub mit Tastatur und Stick anschließen, den Bootprozess des Linux unterbrechen, USB-Stick mounten und beliebigen Schabernack booten.
Müsstest Du dazu nicht erst den Bootloader umstellen?

Oh, und dann war da noch:
Und für ganz paranoide könnte ein Deckelkontakt dem Raspi schlicht den Strom wegnehmen, sobald das Aussenteil abmontiert wird. Mit Selbsthalterelais, dann nutzt es auch nichts das Teil nach Anstecken einer Verlängerung wieder anzuschrauben
Trivial und effektiv.

Wie Du vorhast das zu umgehen ist mir noch nicht ganz klar.

Das muss nicht notwendigerweise der Fall sein, sondern damit zusammen hängen, wie die DTMF-Codes übertragen werden.
[...]
Nur weil Linphone selbst seinen DTMF-Payload out-band versendet, bedeutet das nicht, dass die Gegenstelle nicht zufällig doch auf in-band Töne reagiert.
Ja, schrub ja: "es SCHEINT bereits eine Filterung...". Das muss natürlich noch genauer angeschaut und ggf noch (wie zB oben beschrieben) gefiltert werden. Halte ich im Wesentlichen für eine Fleissaufgabe, kein Hexenwek.
 
Ich wusste gar nicht, dass in einer USB-Soundkarte Passwörter hinterlegt sind? :oops:
Es ging mir darum:
schon ganz am Anfang des Threads wurde eine günstige, einfache SIP-TFE vorgeschlagen. Ein Gerät mit WLAN anzubinden hast zu kategorisch abgelehnt, weil in dem Gerät ja irgendwie die Zugangsdaten zum WLAN gespeichert sind und du es als realistisches Szenario betrachtest, dass jemand zu deinem Haus kommt, die TFE demontiert, sie mitnimmt, hackt, was ja bei einem hinreichend sicheren Passwort auf dem Interface der TFE wiederum voraussetzen würde, dass derjenige eine Sicherheitslücke findet oder kennt, um den Passwortschutz zu umgehen oder das Flash hardwareseitig ausliest...

Möglichkeiten, irgendwie auch den Pi anzugreifen, schließt du aus, weil du sagst, deine Bauteile sind ja in einem industriellen TFE-Gehäuse drin und du kannst ja eine Sabotagesicherung bauen, indem du das TFE-Gehäuse mit einen Deckelkontakt ausstattest, der Schutzmechanismen auslösen kann.

Das funktioniert dann aber genauso mit einer gekauften SIP-TFE, da kannst du entweder das Gehäuse damit nachrüsten oder eben die Elektronik "nackt" nehmen und in das industrielle TFE-Gehäuse einbauen.

Halte ich im Wesentlichen für eine Fleissaufgabe, kein Hexenwek.
Wie schon erwähnt: Viel Erfolg bei der Umsetzung, berichte gern wie du es dann konkret gelöst hast :)
 
Es ging mir darum:
schon ganz am Anfang des Threads wurde eine günstige, einfache SIP-TFE vorgeschlagen. Ein Gerät mit WLAN anzubinden hast zu kategorisch abgelehnt, weil in dem Gerät ja irgendwie die Zugangsdaten zum WLAN gespeichert sind und du es als realistisches Szenario betrachtest, dass jemand zu deinem Haus kommt, die TFE demontiert, sie mitnimmt
Ein Konzept, bei dem man nach Lösen von vier Schrauben direkten Zugriff auf Elektronik (inklusive Zugangsdaten), Türöffner und Ethernet hat ist für Dich also OK?

Auf der anderen Seite hast Du aber ein Problem mit einem Konzept wo beim Öffnen alle Verbindungen nach innen elektrisch gekappt werden und auch keinerlei Zugangsdaten im Aussenteil untergebracht sind.

hackt, was ja bei einem hinreichend sicheren Passwort auf dem Interface der TFE wiederum voraussetzen würde, dass derjenige eine Sicherheitslücke findet oder kennt, um den Passwortschutz zu umgehen oder das Flash hardwareseitig ausliest...
Wie sicher ist ein Passwort das im Klartext im Speicher abgelegt ist?

Seit wann benötigt man eine Sicherheitslücke wenn man physikalischen Zugang hat?

Debugger anschliessen. Speicher auslesen. Fertig.

Oben hatte ich einen Thread im knx-User-Forum verlinkt, wo es ein Hersteller von hochpreisigen TFEs (2kEur!) nicht schafft im Jahre 2024 den Druck auf einen Klingeltaster zuverlässig innerhalb weniger Sekunden in ein Klingeln umzusetzen.

Da soll ich Hoffnung haben, dass sich dieser Hersteller ernsthaft Gedanken gemacht hat, wie man Zugangsdaten so ablegt, dass sie nicht mit einem Debugger auslesbar sind?

Und welchen Grund sollte ich haben für die Annahme, dass sich Hersteller von preiswerteren Geräten mehr Gedanken gemacht haben?

BTW: das Ding mit den Seitenattacken hast Du in die Runde geworfen... Bei solchen Konzepten muss man diese aber gar nicht bemühen...

Möglichkeiten, irgendwie auch den Pi anzugreifen, schließt du aus, weil du sagst, deine Bauteile sind ja in einem industriellen TFE-Gehäuse drin und du kannst ja eine Sabotagesicherung bauen, indem du das TFE-Gehäuse mit einen Deckelkontakt ausstattest, der Schutzmechanismen auslösen kann.
Wie bitte kommst Du auf "Industriegehäuse"?!?

Ein Gehäuse in passender Grösse mit Deckelkontakt und VdS-Klasse C bekommt man schon ab 12.83 Euronen. Einen Schönheitspreis gewinnt man damit nicht, viel schlechter als manch ein Gerät von der Stange ist das aber auch nicht. Davon ab, kann man das ja auch noch hübsch verpacken (siehe unten).

Eine (sich im Innenbereich befindliche) Selbsthaltefunktion trennt das nach aussen führende USB-Kabel sobald der Deckel abgeschraubt wird.

Damit hast Du nach dem Abschrauben des Deckels ein USB-Kabel in der Hand, das am anderen Ende keine elektrische Verbindung hat.

Ist das USB-Kabel getrennt, wirst Du auch mit einer Seitenattacke nur schwer weiterkommen.

Das funktioniert dann aber genauso mit einer gekauften SIP-TFE, da kannst du entweder das Gehäuse damit nachrüsten oder eben die Elektronik "nackt" nehmen und in das industrielle TFE-Gehäuse einbauen.
Na, dann mach doch mal einen brauchbaren Vorschlag, oben kann ich trotz mehrfachen Lesens keine solchen finden. Die oben von mir genannten Anforderungen sind doch recht übersichtlich, ich wiederhole sie gerne nochmal:
  • Druck auf Taster löst Ruf an die (sowieso vorhandeen) Telefone aus
  • An einem dieser Telefone kann man den Ruf annehmen und quatschen
  • Vom Telefon kann man auch den Türöffner betätigen.
Das Ganze noch so umgesetzt, dass man keine Scheunentore öffnet und auch dass man beim Anblick nicht unmittelbar Brechreiz bekommt.

Sollte in 2025 machbar sein, dachte ich...

Wie schon erwähnt: Viel Erfolg bei der Umsetzung, berichte gern wie du es dann konkret gelöst hast :)
In der Tat nimmt das Ganze langsam aber sicher konkrete Gestalt an.

Mittlerweile läuft die Grundfunktion über die Python-bindings der liblinphone-sdk. War ein wenig mühsam, da die API-Beschreibung sehr spärlich ist. Nicht, dass es da nicht noch Arbeit gäbe, aber jetzt wende ich mich erst mal der Mechanik zu.

Habe mich im Übrigen jetzt davon gelöst, oben genannte Gira-Teile zu verwenden: das geht optisch auch weitaus ansprechender.
 
Nachdem ich mit einer Dect Türsprechanlage nur Ärger hatte, bin ich auf das per Klingeldraht angebundene Türsprechmodul TAB4pro gewechselt.
Das kann man an den Fon Anschluss der Fritzbox anstecken. Klingeln an allen Telefonen, Sprechen mit Türstation und Türöffner funktionieren damit einwandfrei. Allerdings ist Video aussen vor. Damit bin ich sehr zufrieden.
 
Kostenlos!

Neueste Beiträge

Statistik des Forums

Themen
248,864
Beiträge
2,303,189
Mitglieder
378,520
Neuestes Mitglied
BeFoe