[Frage] Telefonanlagenberatung - was würdet ihr machen ?

CiPi123

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Hallo und guten Abend,

ich hoffe, dass die Frage hier im richtigen Bereich steht, wenn nicht, bitte ich schonmal höflichst um Verschieben.

Ich möchte in unserer Firma die momentan verwendete HiPath 3000 gegen eine Telefonanlage tauschen, die die internen Teilnehmer per VOIP anbindet. Hintergrund ist, dass wir in bestimmte Gebäudeteile einfach nur sehr aufwändig neue Leitungen hinbekommen, aber mehr Teilnehmer brauchen. Netzwerk liegt dort aber.

Randbedingung ist noch, dass es z.Zt. 6 Anlagenanschlüsse gibt, also 12 ISDN-Leitungen gleichzeitig. Das soll so bleiben, also nicht auf VOIP umgestellt werden (Möchte die Geschäftsleitung so).

Meine Überlegungen gehen dahin, entweder

- VOIP an die Hipath drantackern, also z.B. per S0 eine Fritz Box o.ä. als Unteranlage dranhängen

oder

- eine komplett neue Anlage zu installieren, und völlig auf VOIP intern umzustellen (also den ganzen HiPath-Quatsch raus).

Dazu folgende Fragen :

- Wie würdet ihr das lösen (Lösung 1 oder 2, und wie im Detail) ?

- Wenn Lösung 2 (also neue Anlage), wie würdet ihr das machen, Software- oder Hardwarelösung ? Wichtig ist, dass das Ganze ohne Benutzereingriff vor sich hinlaufen muss, also Stabilität ist das Hauptkriterium (habe nämlich auch noch andere Aufgaben als die TK-Anlage zu warten ;-) )

Danke schonmal für Eure Ideen.

Grüße,

Chris.
 
Soweit ich weiss gibt es auch für die Hipath 3000 verschiedene VoIP-Baugruppen (HG1500/HGXM/HGXS)
 
VoIP im weiteren Sinn ja, SIP nein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hipath schrieb:
HG1500/HGXM/HGXS: Die HG-Baugruppen stellen einen beziehungsweise drei 100-MBit/s-Ethernet-Ports zur Verfügung. Die Ethernetschnittstellen können sowohl zum Management und Konfiguration der Anlage (SNMP) als auch für Voice over IP oder zur Quervernetzung über CorNet-IP beziehungsweise QSIG-IP verwendet werden. Dafür werden jedoch zusätzliche Lizenzen benötigt.
 
Du hast zwei Optionen.

1. Anschaltung eines VoIP-Systems an das vorhandene TK-System. Entweder logisch "hinter" dem TK-System (z.B. über eine S0/S2M-Querverbindung) oder "vor" dem TK-System (also zwischen Amt und TK-System einkoppeln). Für beide Varianten gibt es diverse Anschalteoptionen (meistens mittels Mediengateways).

Vorteil allgemein: geringe Änderungen notwendig. Einfache Anschaltung "vor" dem TK-System, da das alte TK-System parallel zum neuen TK-System/VoIP-Erweiterung läuft.
Nachteil bei Anschaltung "hinter" dem TK-System: man ist auf das angewiesen was das TK-System einem an internen Ports bereitstellt. Nachteil weiterhin: zwei getrennte Systeme, keine systemübergreifenden Leistungsmerkmale (Pickup, BLF, Monitoring).

2. Ersatz des vorhanden gegen ein (z.B. Asterisk-basierendes) VoIP-System mit IP/SIP-Endgeräten und über Mediengateways angeschaltete S0-Port/analoge Ports intern, und weiterhin ISDN-Anschaltung extern.

Vorteil allgemein: einheitliches System, Beschaltung per LAN oder für alte Sondertechnik weiterhin alte Leitungswege.
Nachteil: ggf. höhere Kosten, da Neuanschaffung Endgeräte (die ab einer gewissen Anzahl preisbestimmend für die Gesamtkosten sind).

Man könnte noch über die Geschäftsmodelle argumentieren.
Zu 1: Abhängigkeit vom Anbieter, der Funktionen, Kosten, Geräte und Service diktiert. Oft hohe Unzufriedenheit diesbezüglich. Mancher Kunde ist damit weil rundum sorglos aber auch glücklich (oder laaaaange vertraglich gebunden).
Zu 2: Je nach Lösung durchaus unabhängig vom klassischen TK-Geschäftsmodell (keine Lizenzen, in Maßen grosse Auswahl verschiedener Endgeräte verschiedener Hersteller, Funktionen von der Stange und individuell anpaßbar - je nach ausgewähltem System). Abhängigkeit von einem alleinigen Anbieter entfällt (Achtung: benötigt oft Dienstleister mit Expertise "über den Tellerrand" hinaus, was Funktionen, Stabilität etc. angeht.

Das alles ist nur sehr oberflächlich, sorry. Aber eine Empfehlung und Ausarbeitung für Deine Anforderung

Wenn Lösung 2 (also neue Anlage), wie würdet ihr das machen, Software- oder Hardwarelösung ? Wichtig ist, dass das Ganze ohne Benutzereingriff vor sich hinlaufen muss, also Stabilität ist das Hauptkriterium
ist IMHO normalerweise ausserhalb dessen was dieses Forum leisten kann/soll.
 
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