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[Frage] Telekom will DSL nicht von 2000 auf 3000 setzen obwohl die Leitung 6000 hergibt?!

Dieses Thema im Forum "FRITZ!Box Fon: DSL, Internet und Netzwerk" wurde erstellt von voipd, 12 Apr. 2012.

  1. voipd

    voipd IPPF-Promi

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    #1 voipd, 12 Apr. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 12 Apr. 2012
    Hallo zusammen,

    da ich in den letzten Jahren mich wenig mit der Telekom rumaergern musste, weil alles super lief, moechte ich die Erfahrenen fragen, warum sich hier die Telekom quer stellt.

    Situation: Analogtelefonie mit Splitter und eine Fritz!Box Fon Wlan. Der Anschluss besteht in dieser Konstellation schon seit 2 Jahren und ich habe vor 2 Wochen ein Speedtouch gegen die Fritzbox getauscht. Seitdem ruckeln die Youtube 360er Videos wenigstens nicht mehr. :D

    Meine Fragen:

    1. Warum ist die Telekom nicht gewillt auf 3000 hochzuschalten? Angeblich gibt das System, auch nach Ueberpruefung, nur 2000 aus.

    2. Auf weitere Nachfragen sagte man mir, dass man auch den Port nicht testweise hochschalten kann, da die Linecard nur 2000 kann. Es muesste erst ein Port freiwerden um zu testen ob auch 3000 oder gar 6000 laeuft. Gibt es so etwas wirklich? Das war doch Humbuck, oder?
    Der Anschluss ist wirklich schon recht "versteckt". Eine Grossstadt kennt man dort nur aus dem Atlas oder dem Fernsehen. :cool:

    3. Der Splitter ist schon 5 Jahren alt. Vor der Telekom war Tele2-Resale mit 1500 dran. Splitter mal tauschen obwohl er schon einer der kleinen Modelle ist? Hilft beim eigentlichen Problem nicht, aber die Frage bietet sich hier an.

    4. Geloest: Wenn die Telekom das 3000 Profil einstellt, ist dann wenigstens auch der Upload bei 384kbit? - Ja. S.u.

    5. Hat jemand eine Idee woher der Einbruch bei 800 Mhz Khz kommt? Gibt es da eine Typische Ursache?

    6. Wenn alles so bleiben muss, kann man wenigstens den doppelten Upload bei der Telekom kostenlos bekommen :AufdieTraenendruesedrueck: ?

    Habt ihr sonst noch gute Ideen?

    jes032012dls_fbfwlan.jpg

    Vielen Dank!

    voipd.
     
  2. KunterBunter

    KunterBunter IPPF-Urgestein

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    Gibt es überhaupt bei der Telekom ein 3000 Profil, oder wäre das dann nicht DSL6000 RAM?
    Gibt es noch Mittelwellensender bei dir in der Prärie? Es sind nämlich 800 kHz. ;)
     
  3. voipd

    voipd IPPF-Promi

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    #3 voipd, 12 Apr. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 12 Apr. 2012
    Hallo KunterBunter,

    ja, das gibt es. Es ist eines der Fallbackprofile. Der Kunde hat DSL6000 bestellt und bezahlt es auch.
    Leistungsbeschreibung DSL

    4. Erledigt. Siehe Leistungsbeschreibung "Upstream 512 (DSL 6000) - Erhöhung der Upstream-Übertragungsgeschwindigkeit bei DSL 6000 auf bis zu 512 kbit/s, wenn der Anschluss mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 3 072 kbit/s Downstream und bis zu 384 kbit/s Upstream überlassen wurde"

    5. Sorry und danke fuer die Gute Idee. Werde dort mal mit einem Radio unterwegs sein. Mal sehen _wer_ sich dort auf Mittelwelle rumtreibt. Da fallen mir von Heizung ueber sonstwas einiges ein.

    Weiter gehts. :p

    voipd.
     
  4. mikrogigant

    mikrogigant Guest

    #4 mikrogigant, 13 Apr. 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13 Apr. 2012
    Bei einer Leitungsdämpfung von 45 dB bekommst du von der Telekom keine 3 MBit/s. No way. Die Dämpfung ist einfach zu hoch.

    Der Störabstand ("Signal to noise ratio") ist dagegen mit 20 dB recht gut und somit nicht für die geringe Bandbreite verantwortlich. Den Einfluss eines "Störsenders" kann man damit fast ausschließen. Aber auch das wird die Telekom nicht dazu bewegen, dir mehr Bandbreite zu geben, denn die richtet sich im Wesentlichen nur nach der Dämpfung und nicht nach dem Störabstand. Mehr Bandbreite bekommst du wenn überhaupt nur bei einem DSL-Carrier, der dir rate adaptive ADSL2+ schaltet. In Frage kämen Telefonica (Alice/O2 sowie Reseller wie Easybell oder 1&1) oder Vodafone. Ich bezweifle aber, dass einer dieser Carrier bei dir verfügbar ist.

    Dass die Linecard nicht hochgeschaltet werden kann, ist höchstwahrscheinlich Humbug. Die meisten Telekom-Linecards können mehr als 2 MBit/s. Was allerdings viele Telekom-Linecards nicht können, ist rate adaptive DSL (RAM). RAM ist aber Voraussetzung, um an Leitungen mit hoher Dämpfung mehr Bandbreite schalten zu können. Auch die von der Fritzbox angezeigte Leitungskapazität (die sowieso nur geschätzt ist) setzt RAM voraus und ist mit fixed rate DSL noch nicht einmal annähernd zu erreichen.

    Grüßle

    Der Mikrogigant
     
  5. sideshowbob77

    sideshowbob77 Neuer User

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    Hi,

    das Problem kenn ich auch. War vor meinem (Zwangs)wechsel von Freenet zur Telekom mit einem DSL6000 RAM-Anschluss "bestückt". Da aber die Telekom scheinbar andere Dämpfungswerte an den Tag legt als die Reseller und auch damals beim Support der Telekom kein Mensch was von RAM-Anschlüssen was wissen wollte, haben die mich, trotz bestellter 6000er Leitung, klatt auf 2000 getrosselt. Ich war stink sauer. Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich wohl zu einem anderen Reseller gegangen. Bei der Telekom hat mann steif und fest behauptet das ich nie ne 6000er Leitung gehabt hätte, hatte ich auch nicht. Aber durch RAM kahm ich immerhin auf 3500/384. Die paar Euro, die ich da drauf gelegt habe, waren es wert. Nun hab ich beim Rosa Riesen gekündigt und werde wieder zu einem Reseller wechseln, die schalten mir, auf nachfrage, wieder meinen RAM-Anschluss, da der kleinst mögliche Anschluss in der Bestellliste eine 6000er Leitung ist.
     
  6. mikrogigant

    mikrogigant Guest

    Und wieder einer, der "DSL 6000" mit 6 MBit/s verwechselt und etwas von "6000er Leitungen" erzählt.

    Welche Bandbreite ein Anbieter tatsächlich bereitstellt, hängt außer von den Leitungseigenschaften auch von der eingesetzten DSL-Technik ab. Ein Reseller nutzt, wie der Name schon sagt, die Technik eines fremden Betreibers. Und wenn du Pech hast und an einen Telekom-Reseller gerätst, bekommst du dort genau die gleiche Bandbreite wie bei der Telekom. Mit etwas Glück greift der Reseller nicht auf die Telekom, sondern auf einen anderen Carrier mit anderer Technik (z. B. Telefonica) zurück. Nur dann hast du eine Chance, mehr Bandbreite als bei der Telekom zu bekommen.

    Grundsätzlich gilt aber bei jedem Anbieter, dass der Anschluss nur das liefern muss, was in der Leistungsbeschreibung festgelegt ist. Wie der Anschluss heißt, ist dagegen vollkommen irrelevant. Beispielsweise gibt es DSL 6000, welches nur 384 kbit/s liefert und trotzdem vollumfänglich den Spezifikationen entspricht. Man muss also fein säuberlich unterscheiden, ob einem der Anbieter "DSL 6000" verspricht (damit legt er sich auf keine bestimmte Bandbreite fest) oder ob er tatsächlich 6 MBit/s zusagt.

    Grüßle

    Der Mikrogigant
     
  7. sideshowbob77

    sideshowbob77 Neuer User

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    #7 sideshowbob77, 23 Apr. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 23 Apr. 2012
    Moin...

    mir ist schon klar, dass es ein Unterschied gibt zwischen dem was Angboten wird, geliefert wird und dem was dann am Ende bei rauskommt. Da muss man auf jedenfall unterscheiden. Worum es dem "voipd" aber wohl geht, so wie ich das verstanden habe, das man ihm keinen RAM Anschluss schalten will bzw. kann/darf. Oder lieg ich falsch?
    Wenn auch ich nicht schon mal einen RAM Anschluss gehabt hätte, würde ich nicht so'n Aufstand bei der Telekom machen.

    Was mich angeht:

    Vorher: Reseller: DSL6000 bestellt, Reseller sagt: Geht nicht!, Schalten DSL6000 RAM, Ergebnis: Dank RAM-Technik Sync mit 3500/450, Bezahlt: DSL6000

    Aktuell: Telekom: DSL6000 bestellt, Telekom sagt: Geht nicht!, Schalten DSL2000, Ergebnis: Dank keiner RAM-Technik Sync mit 2300/224, Bezahlt: DSL6000 -> Tarifwechsel, da Telekom sagt, DSL-RAM kennen wir nicht. -> Telekom noch mehrmals nachtelefoniert, abgelehnt, Telekom will nicht. -> Kündigung

    Zukunft: Wechsel zu Reseller, da dort wieder DSL-RAM geschalten wird, was die Telekom nicht machen will/kann/darf/möchte.

    Problematik nun verstanden? Oder bin ich irgendwie auf'm falschen Dampfer gelandet?
     
  8. mikrogigant

    mikrogigant Guest

    #8 mikrogigant, 23 Apr. 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23 Apr. 2012
    Dann war nicht die Telekom der Vorleister. Begründung: Telekom-RAM-Anschlüsse bekommen nur Telekom-Kunden, über Reseller werden diese Anschlüsse nicht vermarktet. Wenn dein Reseller-Anschluss also tatsächlich ein RAM-Anschluss war, dann kann es kein Telekom-Anschluss gewesen sein. Allerdings ist es keineswegs sicher, dass es sich tatsächlich um DSL RAM handelte, denn die von dir genannten Sync-Werte passen auch ungefähr zu Telekom fixed rate DSL 6000 mit Fallback auf DSL 3000R mit 3072/384 kbit/s netto (entspricht 3456/448 kbit/s brutto). Und das bekommen auch Reseller-Kunden.

    Und DSL 6000 bekommen. Nur eben nicht mit der vollen Bandbreite, aber immerhin mit einer Bandbreite, die die Spezifikationen für DSL 6000 erfüllt.

    Auch diese Sync-Werte passen zu einem fixed-rate-Anschluss (DSL 6000 mit Fallback auf DSL 2000R mit 2048/192 kbit/s netto).

    Und wieder DSL 6000 bekommen. Lt. Call&Surf-Leistungsbeschreibung liegt die garantierte Mindestbandbreite für Telekom DSL 6000 bei besagten 2048 kbit/s, du hast also waschechtes DSL 6000 (allerdings wieder nicht mit der Maximalbandbreite, aber die wird ja auch nicht garantiert). Mit Einwilligung des Kunden darf die Mindestbandbreite sogar noch weiter unterschritten werden, bis herunter auf 384 kbit/s. Der Anschluss heißt dann aber immer noch "DSL 6000".

    Es gibt Grund zur Befürchtung, dass du auch beim Reseller keinen RAM-Anschluss bekommen wirst, jedenfalls dann nicht, wenn der Reseller auf die Telekom als DSL-Vorleister zurückgreifen muss. Die von dir genannten Sync-Werte passen nämlich wie gesagt auch zu Telekom fixed rate DSL. Du darfst auch nicht damit rechnen, wieder die alten 3 MBit/s bereitgestellt zu bekommen, denn durch die zunehmende Zahl der DSL-Anschlüsse steigt der Störpegel auf der Leitung, was die Bandbreite von neuen Anschlüssen beeinflusst. Allerdings hättest du bei einer Bestellung von z. B. 1&1 DSL 6000 gemäß Leistungsbeschreibung Anspruch auf mindestens 50% der Maximalbandbreite, was 3 MBit/s entsprechen würde. Problem dabei: wenn 1&1 keine 3 MBit/s schalten kann (z. B. weil der Vorleister nicht mehr liefern will oder kann), dann kannst du dich entweder mit der geringeren Bandbreite abfinden oder der Auftrag wird storniert. Erzwingen kannst du deine Wunschbandbreite dagegen nicht.

    Grüßle

    Der Mikrogigant
     
  9. voipd

    voipd IPPF-Promi

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    Hallo zusammen,

    danke fuer die interessante Diskussion. Zur Info: Wir wollen keinen RAM Anschluss, sondern ein Fallbackk auf 3000 und nicht, wie geschaltet, ein Fallback auf 2000.
    Das besondere am 3000 Fallback ist die Verdoppelung des Upload von 192 auf 384 kbit.

    Was bedeutet das R bei
    ?

    voipd.
     
  10. KunterBunter

    KunterBunter IPPF-Urgestein

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    Das R steht für "Rückfall", das ist Fallback auf deutsch. :p
     
  11. sideshowbob77

    sideshowbob77 Neuer User

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    Danke mikrogigant... Für deine Fachkundige Aussage. :) Mal sehn was daraus wird. Wechseln werde ich auf jeden Fall.