Testmöglichkeiten Notrufnummern, wie geht ihr damit um?

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Ich bin in Österreich daheim, die Situation ist in .de sicher sehr ähnlich, was die gesetzlichen Regelungen und Praxis betrifft: VoIP ist eigentlich mittlerweile in Standardsituationen recht problemfrei. Aber: Kommt, besonders bei VoIP-Anlagen (also nicht Einzeltelefonen oder Sachen die vom Provider vorkonfiguriert und zugenagelt sind) ein Notruf auch wirklich durch, und wird er vielleicht sogar örtlich richtig zugeordnet?

Letztendlich ist wenn man privat eine kleine Anlage aufsetzt der Notruf nur einen Tipp- oder Verständnisfehler in einer Wählregel von "kein Anschluß unter dieser Nummer" entfernt. Das sind eigentlich die Sachen, die man *immer* testen sollte, und die man wahrscheinlich in jedem anderen Kontext auch testet.

Gibt es eine legale, tolerierte oder sonstwie geartete Möglichkeit, einen Notruf zu testen? Ich habe in meinem Leben vielleicht 2-3 mal einen gewählt. Nie zum Testen/Ausprobieren. Gibt es offizielle oder inoffizielle Verfahren wie die Notruforganisationen damit umgehen, einerseits wollen die sicher keine Testanrufe, andererseits sind sie auch daran interessiert, dass sie erreichbar sind, auch wenn nur VoIP da ist? Was machen da Systemintegratoren, wenn die eine hundertköpfige Firma mit einer neuartigen Anlage anschließen? Hoffen dass alles geht, oder doch testen, nicht dass dann beim nächsten Brand oder medizinischen Notfall keiner durchkommt? Sicher, in Zeiten des Handys nicht mehr *sooo* schlimm, aber je größer die Bude ein desto ernsteres Problem.

Es gibt Grenzbereiche zum Notruf, z.B. wenn man sich den Fuß verstaucht hat, und anruft ob man mit der Rettung oder dem Taxi reinfahren soll ins Spital. Sowas nutzen?
 
Ich würde mich über die normale Amtsnummer (in Deutschland im Regelfall die 19222 mit der Ortskennziffer der Kreisstadt) an den Leiter der Leitstelle wenden und das Vorgehen mit ihm absprechen.
 
damit wär ich aber ganz vorsichtig! Diese Rufnummer ist zur Koordinierung von nichtkritischen Krankentransporten vorgesehen. Wenn du darüber versuchst, den Leiter der Leitstelle zu erreichen, bekommst du (zumindest bei unserer Leitstelle) gehörig Ärger!
 
Also bei uns ist das die einzig offiziell bekanntgegebene Rufnummer neben der Notrufnummer.
Aber OK, ein Blick ins Telefonbuch wird weiterhelfen.
 
Da du ja in Österreich daheim bist, sollte dir dieser Link weiterhelfen:
 
sollte dir dieser Link weiterhelfen:
Ich habe mir ein paar weiter Seiten von dieser Seite angesehen, und muss sagen, dass deren Informationen (telweise) stark veraltet sind.

Zum Beispiel:
Der Inhalt dieser Seite beschreibt einen schweren Verstoß der Euronortuf-Richtlinie, von dem ich nicht glaube, dass das in Österreich immer noch so ist.
Die auf dieser Seite angegebene Grafik
die falsch ist. Denn die EU-Länder haben auf die 112 umgestellt, Irland zum Beispiel schon in den 2000er Jahren (2005, oder so, da müsste ich mal meine Fotos durchkramen ;-) )
Die in dem oben von mir verlinkten Artikel genannte 144 hat, wie alle Notrufnummern, die nicht die 112 sind, den Nachteil, dass es keine systeminterne Priorisierung hat.
Die 112 kann man immer wählen, sobald ein Netz da ist, egal welches Netz, egal, ob, ob das Gerät gesperrt ist, egal, in welchem Land der Erde man sich mit seinem GSM/UMTS/LTE/5G-Handy/Smartphone auch befindet.
Nur die 112 ist die Notrufnummer, die dieses ermöglicht.

Die in https://notrufnoe.com/fehlerhafte-zustellung-von-notrufen/ genannten

PROBLEM: Fehlerhafte Firmware von bestimmten Mobiltelefontypen​

sind ein Problem des österreichischen Netzes, denn Smartphone aus alles Ländern, die in Österreich benutzt werden können, weil die technischen Netzvoraussetzungen gegeben sind, kennen als Notrufnummer nur die 112. Und eine Umleitung auf einen Dienststelle, dei keinen Rettungsnotruf annehmen kann, verstößt gegen die geltenden Vorschriften.

Der 112-Notruf im Mobilfunknetz wrd direkt von aufnehmenden Mast an die nächste Notrufstelle geroutet Das läuft nicht über die neuen "Telefonnetz"-Funktionen des Mobilfunknetzes. Auch, weil ein Notruf aus einem gesperrten Gerät abgesetzt werden kann. Von einem Gerät, weches in dem Netz, in dem der Notruf abgesetzt wird, keinen Vertrag haben (nein, nicht Roaming, beim Notruf sucht sich das Gerät das stärkste Netz, egal ob dort eine Vertragsbeziehung besteht)

Notrufe gegen an der im HLR hinterlegten Daten vorbei, da dieses erst nach Auslösung des Notrufes abgefragt werden.
 
Es ist nicht explizit geregelt, wo die 112 auflaufen muss. Es heißt lediglich, dass eine Notrufabfragestelle unter 112 zwingend jederzeit erreichbar sein muss. Wer diese betreibt, Feuerwehr, Rettung oder Polizei ist den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten freigestellt. Sie müssen aber gewährleisten, dass der Notruf unter 112 entgegengenommen und bearbeitet wird.
Die 112 ist eine zusätzliche Notrufnummer zu den bestehenden nationalen Rufnummern und ersetzt diese nicht.
Mit der 911 wird bei vielen Handys/Smartphones übrigens ebenfalls die Notrufprozedur ausgelöst.
 
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