Umstrukturierung VOIP / Netzwerk

michaeljk

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Hallo,

wir hatten in unserem Büro ursprünglich eine Elmeg-Anlage mit entsprechenden Systemtelefonen. Diese waren direkt mittels entsprechenden Ports neben den Netzwerkdosen mit 3x S0 Bus an die Anlage angebunden. Es handelte sich um einen Anlagenanschluss der Telekom, welcher durch einen sipgate Team Account ersetzt wurde.

Seitdem ist die Struktur wie folgt:
- Telekom DSL-Anschluss für Internetzugang
- pfSense Firewall/Router mit separatem ALLNET DSL-Modem
- Mehrere snom 870 IP-Telefone, welche direkt an den Netzwerkdosen angeschlossen sind. Die einzelnen SIP-Konten wurden direkt auf den snom-Geräten konfiguriert.

Prinzipiell funktioniert das ganze derzeit in diesem kleinen Rahmen. Mich stören hierbei aber folgende Dinge:

- Die Netzwerk-Ports sind belegt, etwaige vorhandene PCs müssen also über den internen Switch der Telefone mit angeschlossen werden
- Die ursprünglichen Dosen/Ports für die ISDN-/Systemtelefone sind ungenutzt, obwohl die Verkabelung noch vorhanden ist
- Die SIP-Konfiguration findet immer direkt auf den snom-Geräten statt, somit erhöhter Verwaltungsaufwand (auch bei Updates usw.)
- Jedes Telefon verfügt über eine eigene IP und ist am zentralen Switch mit angeschlossen. In der pfSense ist zwar QoS aktiv, mit zunehmender Anzahl an Telefonen muss aber jedes einzelne Endgerät entsprechend in den Firewall-Aliasen, DHCP-Server usw. hinterlegt werden.
- Ein Gerät in der Größe eines snom 870 bewegt sich in einer höheren Preisklasse als normale ISDN-Telefone

Ich bin nun am überlegen ob es sinnvoll ist, das ganze umzustrukturieren bevor die Anzahl der Telefone weiter zunimmt. Zwei Lösungen würden sich anbieten:

1.
Austausch der snom-Geräte durch herkömmliche ISDN-Telefone, Reaktivierung der ISDN-Ports/Verkabelung. Anschluss der Endgeräte an einem Endgerät, welches die Brücke zwischen ISDN <-> VOIP (sipgate) bildet (z.B. Fritzbox?). In diesem Fall müsste lediglich die Fritzbox am Netzwerk verkabelt werden, QoS könnte dann speziell für den Traffic auf diesem einen Port erfolgen. Die DHCP-Zuweisungen usw. in der pfSense wären nicht mehr notwendig.

2.
Entfernung der ISDN-Verkabelung, die entsprechenden Ports werden direkt im Netzwerk (Patchpanel) angeschlossen. Von dort könnte der Traffic über ein eigenes VLAN oder Switch laufen, welcher wiederum per QoS an der pfSense geregelt ist (evtl. direkter Anschluss an ein separates Interface für VOIP). Die PCs hätten dann künftig wieder eine eigene Netzwerkdose, der Traffic ist also getrennt. Lediglich die Verwaltung der IP-Telefone wäre noch zu lösen, möglicherweise mit einer eigenen Asterisk-Anlage InHouse + sipgate Trunking anstatt der jetzigen Team-Lösung?


Mir geht es insbesondere um Vereinfachung, Kosten und Flexibilität. Kommt ein neues Telefon hinzu, so sollte dies einmal konfiguriert werden und laufen, ohne das ich noch andere Dinge gross in der pfSense umstellen müsste. Welche der beiden Varianten haltet ihr für sinnvoller? Oder gibt es noch bessere Möglichkeiten?

Grüsse,

Michael
 
Habe ich richtig gelesen? Der Telefoniekram ist nicht von pfSense getrennt? Wer hat sich denn das ausgedacht?

So was muß bestraft werden.
 
Habe ich richtig gelesen? Der Telefoniekram ist nicht von pfSense getrennt? Wer hat sich denn das ausgedacht?

Die pfSense ist für die PPPoE-Einwahl zuständig, also läuft dort auch jeglicher Traffic drüber welcher ins Internet muss (und das ist bei den VOIP-Telefonen nunmal der Fall). Oder haben wir hier ein Missverständnis und du meintest das die IP-Telefone nichts direkt am Switch zu suchen haben, sondern über eine zentrale IP-Telefonanlage laufen sollten?
 
Mir geht es insbesondere um Vereinfachung, Kosten und Flexibilität.
Dann vergiss deine Variante 1, mach es stattdessen so wie die großen Netzbetreiber und schwenke um auf "All IP".
Es macht in meinen Augen absolut keinen Sinn mehr auf ISDN-Infrastruktur zurückzubauen, vor allem dann, wenn man bereits einen großen Schritt hin in Richtung IP-Telefone unternommen hat wie im geschilderten Fall.

Die bestehende ISDN-Verkabelung incl. Dosen sollte dann natürlich auf Ethernet umgebaut werden.

Ob man die IP-Telefone in ein separates Netz hängt (da hat man dann auch wieder die Wahl ob man physikalisch trennt oder "nur" virtuell per VLAN) oder nicht ist noch eine weitere Diskussion. Auf jedenfall zwingt dich natürlich keiner dazu, auch nicht grauGolz. ;)

Eine weitere Frage wäre wie die IP-Telefone angebunden werden sollen. Also weiterhin direkt beim SIP-Provider i.V.m. einer virtuellen TK-Anlage oder eine IP TK-Anlage im eigenen Netz.


BTW:
Austausch der snom-Geräte durch herkömmliche ISDN-Telefone, Reaktivierung der ISDN-Ports/Verkabelung. Anschluss der Endgeräte an einem Endgerät, welches die Brücke zwischen ISDN <-> VOIP (sipgate) bildet (z.B. Fritzbox?). ...
Als ich das gelesen hatte musste ich erstmal nach dem Datum schauen, ich glaubte kurzzeitig der Beitrag käme aus dem Jahre 2006 anstatt 2016. :)
Wenn man längerfristig in die Zukunft schaut dürfte man wohl eher mit ISDN-Telefonen bei der Beschaffung Probleme bekommen und wenn einem das ausgesuchte IP-Telefon zu kostspielig ist, es gibt auch günstigere, sogar von Snom selbst.
 
Moins


qwertz.asdfgh schrieb:
Wenn man längerfristig in die Zukunft schaut dürfte man wohl eher mit ISDN-Telefonen bei der Beschaffung Probleme bekommen und wenn einem das ausgesuchte IP-Telefon zu kostspielig ist, es gibt auch günstigere, sogar von Snom selbst.
I completly agree... :D
Auch wenn meine SNOM 320 nur schnöde (weil unbeleuchtete) 2 zeilige LCD Displays haben, und kein Android, bin ich vom Funktionsumfang und der Leistungsfähigkeit komplett wunschlos.
...und dagegen kann auch kein ISDN Telefon was machen.

SIP/VoIP kann noch dazu mit einem SIP Klienten oder Softphone deiner Wahl wunderbar "geübt" werden.
...selbst mit dem Nativen auf dem Androiden Smartfon.
 
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