USB Festplatte Perfomance

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bilbo_b

Guest
Hallo zusammen,

ich habe an meine FritzBox 7390 einen USB Stick und eine USB Festplatte angehängt. Der Stick arbeitet anstandslos, bietet aber natürlich nur wenig Platz. Daher soll eigentlich die USB Platte als NAS an der Fritzbox hängen. Diese ist mit ext2 formatiert. Es kommt allerdings zur argen Performance Problemen mit dieser Platte. Am normalen PC arbeitet sie hingegen problemlos. Zum einen gibt es immer wieder I/O Errors, beim auflisten der dort gespeicherten Dateien und beim kopieren zum anderen habe ich eine Übertragungsrate von maximal 2000KB/s. Zum Stick sind es 12.000 bis 15.000/KB/s (Beides über das Netzwerk, wenn die Laufwerke auf der Fritzbox als SMB Share angeboten werden). Woran kann das liegen? Kann es sein, das die Platte über die Fritzbox nicht genug Strom bekommt? Der Platte liegt eines dieser Y USB Kabel bei, wenn ich nun an der FritzBox einen USB Hub anschließe und dort für die Platte 2 USB Ports verwende, würde das helfen (Der Hub ist KEIN aktiver USB Hub)? Habt ihr andere Tipps? Welche Wege gibt es sonst noch an der FritzBox dauerhaft ausreichend Speicher anbieten zu können?
 
Der Hub ist KEIN aktiver USB Hub?
Nur mal so zum Mitdenken: Wenn das ein passiver Hub ist (der dann seinerseits selbst noch Strom braucht) und Du den am Ende an denselben Anschluß der 7390 steckst, der nach Deinem Verdacht jetzt schon die HDD nicht ausreichend versorgen kann, wie sollte sich dann die Stromversorgung der Festplatte über das Y-Kabel an zwei Ports dieses Hubs verbessern ?

Wenn dem HDD-Gehäuse wirklich ein Y-Kabel beiliegt, sollte sich auch ein "reiner" Anschluß für ein externes Netzteil daran finden lassen.

Wenn das nicht der Fall ist, komm bloß ohne genaue Kenntnis der Beschaltung dieses Y-Kabels nicht noch auf die Idee, das freie Ende in ein USB-Steckernetzteil o.ä. zu stecken.

Wenn Du Pech hast, zerhaut das den Wandler-Chip im Gehäuse (USB-(IDE/SATA)) und bei richtig Pech auch noch die HDD.

Ansonsten besorge Dir einen aktiven Hub, einen Test ist es wert. Wobei eine HDD, die genug Strom zum Anlaufen erhält und dann mitten im Betrieb (da ist der Strombedarf geringer als beim Starten des Motors) zuwenig Saft hat, schon eher komisch ist ... solange die nicht zwischendrin schlafen geht. Das "arbeitet problemlos am PC" schließt hoffentlich einen Komplettscan (oder einen "long test" mit SMART) ein. Nur ein fsck ohne alles ist einfach zu wenig und unter Windows würde die ext2-Partition ja überhaupt nicht getestet (außer Du hast auch im Windows entsprechende Software wie ext2fsd, wobei auch da kein Lesen aller Sektoren erfolgt). Wie alt ist denn die HDD, was ist das für ein Interface hinter dem USB und was ist das für ein Wandler dort ? Auch ist "I/O error" etwas schmal, da wird sicherlich noch ein Fehlergrund (notfalls "sense data") oder zumindest eine Information zur fehlschlagenden Operation daneben stehen ...
 
Welches Dateisystem hat der Stick?

Ich hatte bisher noch nie Probleme mit externen Festplatten ohne separate Stromversorgung an der 7390. Da ich die aber auch am Windows PC nutze sind die in der Regel mit NTFS formatiert, ext2 sollte von Haus aus besser sein.

Wie ist es beim direkten Schreiben? Treten auch Fehler auf?
 
Der Stick hat ebenfalls ext2, daran wird es also nicht liegen. Ich muss zugeben, die Idee mit dem Steckernetzteil hatte ich auch schon. Ich wollte an das zweite Ende dieses Teil anbringen. Im Regelfall sollten dann im USB Kabel ja nur die für die Stromzufuhr notwendigen Verbindungen geschaltet sein. Aber ich kenn mich halt nicht wirklich aus uns deine Warnung gibt mir da eben schon zu denken.

Komplettscan oder Langzweittests habe ich bisher keine gemacht. Es fällt halt nur auf, wenn ich die Platte am Rechner hab (uns dort ebenfalls via Samba freigebe), ist der Durchsatz erheblich besser. BTW: Ich hab zwar die Platte auch unter Windows laufen mit entsprechendem Treiber aber die Tests am PC habe ich an einem normalen Ubuntu 12.04 (Server) durchgeführt. Was im Gehäuse dort arbeitet, kann ich dir nicht sagen, hatte das Ding nur einmal beim Einbau der 2,5" Platte offen. Laut Fritzbox handelt es sich bei der Platte um eine SAMSUNG HM400LI.
 
Im Regelfall sollten dann im USB Kabel ja nur die für die Stromzufuhr notwendigen Verbindungen geschaltet sein.
Das kommt auf die konkrete Belegung/Schaltung an. Du darfst nicht vergessen, daß da nur 2 Kontakte für Masse und Vcc vorhanden sein. Wenn Du jetzt an einen der Y-Stecker ein Steckernetzteil "bappst", dann mache ich mir zwar auch Sorgen um Adapter und HDD, aber fast noch mehr um den USB-Port an der FRITZ!Box, wo diese Spannung ja dann auch anliegt - parallel zur "von innen kommenden" Versorgung. Da fließt nur dann kein Ausgleichstrom zwischen FRITZ!Box und Steckernetzteil, wenn die wirklich absolut dasselbe Potential haben. Welche Auswirkungen dort ein parasitärer Stromfluß bei einem Schaltnetzteil haben kann, will und kann ich nicht einschätzen ... ich würde es halt nicht machen. Pfeif auf Netzteil und meinetwegen auch noch auf die HDD, wenn der USB-Port an der Box den Geist aufgibt, kannst Du da nicht einfach eine Karte drin ersetzen.

Komplettscan oder Langzweittests habe ich bisher keine gemacht.
Aber wenn Du von "I/O-Error" schreibst, gibt es ja sicherlich irgendeine Fehlermeldung als Grundlage für diese Behauptung. Steht denn da nichts weiter drin ?

Die Identität des USB-Adapters kriegt man am ehesten mit einem "lsusb" anhand von VID/PID heraus. Meine Frage dazu zielte in die Richtung, ob da event. irgendwelche besseren USB-Storage-Treiber für eine bestimmte Bridge existieren könnten bzw. ob da irgendwelche Parameter beim Laden von Kernel-Modulen bekanntermaßen eine Besserung bringen könnten, denn da wird bei der AVM-Firmware ohne jeden Parameter geladen (das modprobe für "usb-storage" steht in /etc/hotplug/storage).
 
Aber wenn Du von "I/O-Error" schreibst, gibt es ja sicherlich irgendeine Fehlermeldung als Grundlage für diese Behauptung. Steht denn da nichts weiter drin ?
leider nicht. Und die Fehler treten auch nicht immer auf, wie ich leider erfahren muss. Und nein, ich kann mich nicht erinnern, weitere Details gesehen zu haben. Ich bekomme die Meldungen sowohl, wenn ich direkt auf der Box mit cp -r komplette Pfade kopiere, als auch wenn ich mit WinSCP über SCP angemeldet bin und Dateien auf des Device kopiere. Wie gesagt, meiner Meinung nach reicht der Strom nicht aus aber ich bin mir da auch nicht wirklich sicher.
Die Identität des USB-Adapters kriegt man am ehesten mit einem "lsusb" anhand von VID/PID heraus. Meine Frage dazu zielte in die Richtung, ob da event. irgendwelche besseren USB-Storage-Treiber für eine bestimmte Bridge existieren könnten bzw. ob da irgendwelche Parameter beim Laden von Kernel-Modulen bekanntermaßen eine Besserung bringen könnten, denn da wird bei der AVM-Firmware ohne jeden Parameter geladen (das modprobe für "usb-storage" steht in /etc/hotplug/storage).
lsub steht auf der Fritzbox nicht zur Verfügung, zumindest nicht im Freetz Image, ich hab das aber bewusst nicht in das Freetz Forum kopiert, da es meiner Meinung nach nichts mit Freetz zu tun hat.

BTW: Nun doch mal noch eine Freetz Frage in diesem Zusammenhang (sorry). Ich arbeite mit "external", kann ich einfach das external Verzeichnis vom Stick auf die Platte kopieren, dann den Stick unmounten und external funktioniert dann wieder? Oder stehen dann irgendwelche fixen Pfade in einer Config, die man noch anpassen muss? Wenn ich das einfach kopieren kann, würde ich das sonst mal testen und den Stick (wo jetzt external drauf ist) ist abziehen um den zweiten USB Port für die zusätzliche Power zu haben.

Update: Vergesst die Frage zu external, habs grad gefunden. Den Pfad geb ich im Freetz WebIF ein. Ich sollte öfters die Wiki lesen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ohweh. Keine Ahnung, woher ich die Vorstellung von den 15.000KB/s für den USB Stick hatte. Ich hab noch ein paar Messungen gemacht und komme auch dort nur auf 2.500 bis 2.700. Also hab ich mal ein wenig weiter gegoogelt und siehe da, ich bin damit nicht allein. Verdammt viele schimpfen über ähnliche Übertragungsraten. Scheinbar sind 2.500 bis 3.000 normal. Ich bin schwer entsetzt. Damit kann man ja eine MP3 Sammlung oder Video, erreichbar über SMB auf der Fritzbox völlig vergessen. Das ist ja furchtbar! Ich wollt es mir eigentlich sparen einen NAS ins Netz zu hängen, wenn AVM seine Produkte mit NAS bewirbt.

Kann diese furchtbare Performance jemand von euch als "normal" auf einer Fritzbox bestätigen?
 
Na gut, die 7490 ist mit USB3 auch kein Sprinter, aber so grottig wie bei der 7390 und USB2.0 ist die Performance dann auch wieder nicht:
Anhang anzeigen 79066
Da hängt noch eine ältere 160 GB-WD-Festplatte (WDCWD16-00BEVE mit IDE-Interface und nicht SATA, versehen mit ext3-Partitionen) an einer Prolific-Bridge (VID=067b,PID=2506) als USB2.0-Gerät an einer FRITZ!Box 7490.

Das reicht dann auch für ein HD-Movie aus. Der gesamte Kopiervorgang umfaßte 46 Clips mit 2,69 GB ... es ist also nicht nur eine Momentaufnahme. Die regelmäßigen kurzzeitigen Einbrüche auf ca. 2/3 sind auf Schreibvorgänge auf dem empfangenden Windows-PC zurückzuführen.

Wenn man natürlich NTFS auf der HDD einsetzt (macht bilbo_b ja nicht), muß man sich auch nicht über niedrigere Durchsatzraten wundern (das ist auf der Box ein Userland-FS mit fuse, ergo mit heftiger Kopiererei im Speicher verbunden) ... bei der o.a. Konfiguration macht das etwas mehr als 1/3 Verlust beim Durchsatz aus.
 
Hmmm, ich hab noch eine 7490, als direkten DSL Zugang (die 7390 ist lediglich Repeater und stell ein WebDAV Share nach außen bereit). Ich werd mal versuchen die ext2 Platte an einen USB3 der 7490 zu hängen. Der liefert ja etwas mehr Strom. Vielleicht bringt das auch mehr Punkte. Dort weiß ich nur noch nicht, wo ich die Platte dann rein logistisch verstecke, da die Fritte in der oberen Etage im Haus an der Wand hängt :-) Zumindest könnte ich aber mit 15.000 im Schnitt deutlich besser leben.

BTW: Auf der 7390 ist jetzt Samba im Freetz drin. Das von der Fritzbox hab ich derzeit dort nicht in Verwendung. Das dürfte doch eigentlich in Bezug auf die Perfomance keinen Unterschied machen oder? Mir ging es bei der Samba Config, darum dort mehr Einfluss zu haben und vor allem die User an die Windows User der Clients anzupassen, so das eventuelle Shares beim Windows Start sofort verbunden sind (ohne lästiges gefrickel mit Startscripten). Da bietet das WebIF der Fritzbox einfach zu wenig Möglichkeiten. Ich probier das in den nächsten Tagen mal aus, sobald ich dazu komme.
 
Bei mir ist freetz-samba etwas schneller als die AVM Variante. Große Unterschiede kann ich aber nicht erkennen.
 
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