ich fürchte aber, das wird evtl. etwas unübersichtlich, schließlich muss das Gespräch dann ja wieder am richtigen Telefon ankommen
hallo, erlaube dass ich mich nochmal einklinke! es ist in der Tat eine gute Idee, vorab auch Informationen zu sammeln die als Planungsgrundlage eigentlich essentiell sind. z.b.
- wieviele MSN-Nummern des ISDN-Anschlusses existieren und
- wie sind die den Kunden der Praxis bekanntgemacht.
Gibt es einen Nachtbetrieb, bei dem alle Anrufe auf allen Nummern auf dem AB landen, gibt es eine spezielle Nummer die nur für REzepte da ist etc. usw. ?
Wenn etwas
unübersichtlich ist, ist das eventuell ein Indiz dass der zusätzliche ISDN-Anschluß evtl. aufgrund unzureichender Informationen beschafft werden würde.
Man muss gedanklich "Leitung", "Nummer" und "evtl. Zielperson / Zweck des Anrufs" abstrahieren, sonst wird man der Natur des Telefonverkehrs nicht gerecht. Der Ansatz "wir haben einen Engpass und brauchen deswegen mehr Leitungen" oder "für Zweck X brauchen wir extra Nummer Y mit Leitung Z" erscheint mir gedanklich etwas kurz gegriffen. Viel hilft viel muss nicht Zielführend sein. Bitte versteh meinen Beitrag auch als Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen...
Bei Nebenstellenanlagen allgemein gibt es gewisse Regeln die die Anzahl der Nebenstellen, die Verkehrsgüte (also: kann mehr als xx % der Anrufer ohne Verlust/Besetzt innerhalb soundsoviel Sekunden eine freie Leitung zugewiesen werden) und die Anzahl der "Amtsleitungen" in Beziehung setzen. Aus 'Fleischmann und Fleischmann , Handbuch der Fernmeldetechnik' von 1971 glaube ich mich an die Formel zu erinnern, dass bei privaten Anschlüssen 10 Telefone auf eine Amtsleitung konzentriert werden können und bei gewerblichen 5. Dies hat die Bundespost bei Einführung von ISDN auch so ähnlich kommuniziert, und wenn man "Dauerverbindungen" durch Modemeinwahl ins Internet mal als Spezialverkehr ausklammert, - ist jetzt als DSL sowieso extra - dann gelten diese Regeln auch heute.
Demnach ergibt sich bei o.g. Praxis bei 3 Arzttelefonen - unter der Annahme dass da auch wirklich drei Ärzte vorhanden sind und nicht nur einer abwechselnd in verschiedenen Zimmern! - 2 Rezeptionsapparaten, einem Fax und einem AB überschlägig ein max. Bedarf von 7 / 5 =
1.4 Amtsleitungen. Das kann man dann großzügig auf 2 Amtsleitungen aufrunden und ist mit
einem ISDN-Anschluss gut bedient, (siehe dazu auch
hier)
Wenn es dennoch einen Engpass gibt, dann vermutlich aufgrund Konfigurationsschwächen oder weil die Anlage unterdimensioniert ist. Laut Datenblatt schafft die aber 6 Nebenstellen.
Vermutlich wird der Engpass auch besonders stark wahrgenommen, obwohl er nur zu bestimmten Zeiten auftritt.
Ich bin auch einfach etwas ratlos, wieso mit der Fritzbox bei Verbindungskosten zu Mobiltelefonen etwas mit LCR hereingespart werden soll, was man dann andererseits mit leichter Hand an zusätzlichen Grundgebühren für einen zweiten ISDN-Anschluss hinauswirft. Zumal es bei den T-Angeboten auch einen Spezialtarif zu Mobilfunk gibt der m.W. nur 4 Euro Mindestumsatz hat.
Die Fritzbox mit einer Anlage kaskadiert führt meines Erachtens dazu dass der Verkehr an der FBF erstens vorkonzentriert wird (das ist schlecht) und zweitens sich nicht mischt (das ist noch schlechter) und man paradoxerweise gerade dadurch den zusätzlichen Kanalbedarf bekommt. Die anderen hier gemachten Vorschläge die dahin gehen, alles an eine einzige einheitliche ausreichend dimensionierte Anlage zu hängen, sind meines Erachtens positiv und zielführend, weil sie implizit den Verkehrsmischungsaspekt berücksichtigen.
Mein Vorschlag ging in die Richtung, evtl. je nach MSN unterschiedliche Umleitungsziele im Besetztfall in der Vermittlungsstelle zu programmieren, wenn dies möglich ist, dann wäre das Problem ohne zusätzlichen ISDN-Anschluss gelöst. Ich weiss nur momentan nicht genau, ob man bei ISDN MSN-bezogen diese Umleitung legen kann, oder nur global auf den gesamten Anschluss (wenn beide B-Kanäle besetzt sind.)