In diesem Fall geht es um die Realisierung von Backup-Verbindungen auf IP-Ebene, d.h. ein Router wird ein Fallback auf ISDN-Kanalbündelung durchführen, wenn ADSL ausfallen sollte. Dies ist technisch sicher möglich, es ändert jedoch nichts an meiner Meinung, daß VoIP über ISDN keinen Spaß macht. Teste das Szenario doch mal selbst mit einem Asterisk am einen Ende und einem passenden Router sowie SIP-Telefon am anderen Ende.
Hier wäre unter Qualitätsaspekten eher eine höhere Verfügbarkeit der ADSL-Verbindung per Service Level zu vereinbaren bzw. eine Fallback-Anbindung über einen zweiten Provider zu suchen.
Alternativ dazu gibt es natürlich auch die Option, ISDN über einen kleinen, dezentralen Gateway auf die SIP-Telefone zu leiten, falls jemand die ISDN-Anschlüsse anruft

Abgehend kann man sich dann immer noch eine andere Lösung überlegen, sollte es keine Handys geben, auf die im Notfall der zentrale Asterisk bei Netzausfall weiterleiten kann.
Eine derart zentrale Lösung hat Verwundbarkeiten, die bei einer teils dezentralen Asterisk-Lösung nicht bestehen. Hier wäre also das Konzept zu überdenken, ob nicht die SIP-Telefone gegen einen lokalen Registrar mit lokalen Fallback-Optionen (z.B. ISDN, falls die Netzwerkverbindung tot ist) laufen. Man kann die dezentralen Trunks dann immer noch zur zentralen Anlage mit der eigentlichen Terminierung führen bzw. in dieser die Fallbacks via ISDN-Ankopplung verwenden.
--gandalf.