.titleBar { margin-bottom: 5px!important; }

VoIP als Ersatz für Telefonanlage möglich?

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliches" wurde erstellt von teneco, 8 Feb. 2007.

  1. teneco

    teneco Neuer User

    Registriert seit:
    19 Okt. 2004
    Beiträge:
    58
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    6
    Beruf:
    Dipl. Ing. Nachrichtentechnik
    Ort:
    Berlin
    Hallo,

    mir ist durchaus bewusst, dass es schon einen Beitrag mit diesem Titel gibt; aber die Bedürfnisse liegen hier etwas anders: ein Bekannter steht vor einem neuen leeren Büro und er fragt sich was er anschaffen soll. Er zieht mit einem Anlagen-ISDN-und DSL-Anschluss in diese Räume. Die Frage ist nun ob er die Nummern des Anlagenanschlusses zu einer Virtuellen Anlage portieren soll. Es sitzen 4 Leute in dem Büro und ein Fax. Er würde sich gerne die Anschaffung einer TK-Anlage und die damit zusammenhängende Kabellage sparen. Also als Telefone lassen sich bestimmt IP-Modelle anschaffen - aber was wird aus dem Fax?

    Gibt es Anregungen? Also die Bedienung und der Anschluss sollten möglichst einfach sein; vielleicht lässt sich ja auch ein Apparat am heimischen DSL-Anschluss in diese virtuelle Anlage einbinden?
     
  2. foschi

    foschi Guest

    "Fax über VoIP" im WAN ist zur Zeit nicht stabil handhabbar (zumindest kenne ich niemanden, der das stabil im Einsatz hat), daher benötigt man IMHO eh noch einen leitungsgebundenen Telefonanschluß.

    Bei 4 Telefonen ist IMHO der Aufwand, ein VoIP-System einzurichten, verglichen mit einem "08/15-Baumarkt-TK-System" viel zu hoch (d.h. zu teuer). Der Wunsch, eine "externe" Nebenstelle ins System einzubinden ginge z.B. per Rufumleitung (ok, bei abgehender Wahl erscheint eine andere Rufnummer als aus dem Büro).

    Wenn es denn VoIP sein sollte: entweder Asterisk-Server (kann auch "klein" gemacht werden), eine HorstBox (so zukünftige FW mehr TK-Features unterstützen) als Asterisk-Appliance, oder ein Lancom-Gerät. Alle mit externem S0, intern analogen Ports und einem integrierten SIP-Server.

    Als Endgeräte (Systemtelefone) kannst Du alle Geräte verwenden (Thomson, Cisco, Linksys, Snom, Polycom, ...); wenn Du am Asterisk auf ein Besetztlampenfeld mit Pick-Up (bei 4 Endgeräten nicht wirklich notwendig, denke ich) Wert legst bleiben Dir zur Zeit nur Snom-Endgeräte.
     
  3. oliverbuck

    oliverbuck Guest

    Bei 4 Telefonen reicht wohl auch gerade noch ne Fritz-Box Fon 5050, 7050 oder 7170...
    2-4 Telefone ISDN
    0-2 Telefone analog
    1 Fax analog

    1 DSL-Anachluss
    1 ISDN oder analog Telefonanschluß

    Anbindung der externen Nebenstelle über eine weitere Box 5010 o.ä.
    Wenn man dann den gleichen Provider auf beiden Anschlüssen hat sind die internen Gespräche ja auch kostenlos...
     
  4. teneco

    teneco Neuer User

    Registriert seit:
    19 Okt. 2004
    Beiträge:
    58
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    6
    Beruf:
    Dipl. Ing. Nachrichtentechnik
    Ort:
    Berlin
    Leider nein: die FritzBoxen kann man nicht an nem Anlagenanschluß betreiben; müßte also wenn dann eine HorstBox sein - aber das Teil scheint mir noch nicht ganz ausgereift zu sein. Die Lösung sollte wartungsarm oder fernwartbar sein und nicht viel Technikgeraffel am Rand zu stehen haben.
     
  5. florianr

    florianr Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8 Nov. 2004
    Beiträge:
    2,351
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Aber wozu denn einen Anlagenanschluß?

    Ihr könnt doch die benötigten Rufnummern und Leitungen via VoIP realisieren.

    Dazu dann einen analogen Anschluß oder ISDN als Fallback und vorallem für Fax.

    Allerdings dann nur max. 2 Gespräche gleichzeitig via S0. Zusätzlich könnte man noch ein analoges Gerät anschließen, falls dringend ein drittes Gespräch geführt werden muss. Halte ich nicht für ideal, außer zwei Gespräche reichen aus!
     
  6. teneco

    teneco Neuer User

    Registriert seit:
    19 Okt. 2004
    Beiträge:
    58
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    6
    Beruf:
    Dipl. Ing. Nachrichtentechnik
    Ort:
    Berlin
    #6 teneco, 9 Feb. 2007
    Zuletzt bearbeitet: 9 Feb. 2007
    naja, es ist ein Umzug: den Anlagenanschluß hatte er in seinem alten Büro bereits; in dem neuen Büro gibt es noch gar keinen Telefonanschluß - also liegt es nahe, dass die Telekom ihm erst einmal seinen Anschluss dort installiert (mit seinen alten Nummern).
     
  7. florianr

    florianr Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8 Nov. 2004
    Beiträge:
    2,351
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Aber wenn er VoIP nutzen möchte, sollte er die Rufnummern doch zu einem VoIP Anbieter portieren lassen. Am neuen Standort schaltet er dann einen neuen analog (oder eben ISDN Anschluß) mit DSL, dann kann man eben im "Notfall" und zum faxen noch übers POTS telefonieren.
     
  8. teneco

    teneco Neuer User

    Registriert seit:
    19 Okt. 2004
    Beiträge:
    58
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    6
    Beruf:
    Dipl. Ing. Nachrichtentechnik
    Ort:
    Berlin
    Naja, es soll auch mal wieder schnell, zuverlässig und preiswert gehen. POTS muß er ja wegen des neuen Anschlusses eh bemühen. Und für VoIP gibt es ja noch kein schlüssiges Konzept (deswegen ja dieser thread) - wohin also portieren. Ich bin ja für den umgekehrten Ansatz: alte Nummern beim Festnetz lassen und gleichzeitig auf zu neuen VoIP Ufern...
     
  9. florianr

    florianr Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8 Nov. 2004
    Beiträge:
    2,351
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Was ist denn vorhanden an Telefon Technik?

    Ist eine ISDN Anlage vorhaden? Dann würde ich zunächst mal diese weiter betreiben und u.U. eine Fritz Box o.ä. testweise zusätzlich anschließen, dann kann man schon mal abgehend über VoIP Telefonieren und für interne Zwecke z.B. zum ausprobieren mal eine VoIP Rufnummer einrichten.

    Wenn alles neu angeschafft werden muss ... Naja dann muss man sich eben entscheiden, ob man jetzt auf VoIP setzt, dann braucht man eben einen Asterisk, mit ISDN Karte, die man am Anlagenanschluß betreibt und an dem man dan die benötigte Anzahl von VoIP Telefonen anmelden kann.
    Oder eben doch noch mal eine kleine ISDN Anlage anschaffen.
     
  10. mfehleisen

    mfehleisen Mitglied

    Registriert seit:
    24 Juni 2004
    Beiträge:
    581
    Zustimmungen:
    1
    Punkte für Erfolge:
    18
    Beruf:
    Geschäftsführender Gesellschafter (www.ucs-team.de
    Ort:
    71364 Winnenden
    Hm, Faxen über VoIP ... intern geht das bei einem entsprechenden Netzwerk und einem guten ATA schon, extern aktuell (wie foschi schon sagte) eher net.

    Zu den anderen Punkten, eventuell wäre folgendes eine Lösung:

    1) Portierung des Nummernblockes zu QSC auf ein IPfonie extended (SIP-Accounts mit DDI - auf Deutsch Rumpfnummer mit entsprechenden Durchwahlen)
    2) Bestellung eines QSC Complete (2mbit down / 1mbit UP SDSL mit 1x ISDN für Fax, feste IP-Adressen usw. inklusive)
    3) Kauf einer gewünschten $Software-PBX (z.B. Starface - Serverlizenz mit 5 User für 1188,81 EUR brutto - Hardware für Server - ein kleiner P4 oder Athlon64, 2 HDs in Raid1, 1 x ISDN-Karte, 2 Netzwerkkarten [1x interne + 1x externe IP für Homeoffice]).
    4) Kauf der entsprechenden IP-Telefone ... ich würde SNOM-Geräte nehmen, als ATA ein Sipura fürs Fax.

    -Matthias