VoIP-Dienst Jajah wird mobil

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VoIP-Dienst Jajah wird mobil
Kooperation mit Opera und Symbian erschließt 80 Mio. User

Menlo Park/Oslo (pte/06.04.2006/13:40) - Der VoIP-Dienstleister Jajah will seinen Service nun auch mobil nutzbar machen. Mit der vereinbarten Kooperation mit Handy-Browser-Hersteller Opera und Betriebssystem-Entwickler Symbian erschließt sich der Skype-Konkurrent damit 80 Mio. potenzielle Mobiltelefonanwender, die derzeit von Symbian oder Opera Gebrauch machen. Dem Unternehmen zufolge soll das webbasierte Telefonie-Service ab Mai 2006 mobil verfügbar sein und Anwendern erhebliche Einsparungen bei anfallenden Handygebühren bieten.

Bei Opera wertet man die neue Kooperation als weiteren Schritt, das Internet in seinem gesamten Umfang mobil zu machen. "Unsere Mission mit dem Opera-Mini-Browser ist es, Internet-Anwendern die Nutzung aller webbasierten Applikationen auch auf Mobiltelefonen zu ermöglichen", erklärt Opera-Sprecher Eskil Sivertsen gegenüber pressetext. Er geht davon aus, dass Opera-affine Mobilfunkbetreiber kein Problem mit dem neuen Service haben werden, da die Jajah-Applikation nicht vorinstalliert sei und Opera auch nur die technischen Voraussetzungen für die Verwendung des VoIP-Dienstes schaffe.

Im Gegensatz zu Skype wird die VoIP-Lösung von Jajah beinahe vollständig über die Internet-Infrastruktur des Unternehmens abgewickelt. Die Internetverbindung des Anwenders wird nur zur Aktivierung des Telefonats im Web benötigt. Jajah stellt dann eine Verbindung zum Mobiltelefon oder Festnetz des Anrufers her, mit der das Telefonat abgewickelt werden kann. Mobilfunkbetreiber müssen bei dem angebotenen VoIP-Service allerdings auch nicht durch die Finger schauen. Zwar entgeht ihnen gerade bei Gesprächen ins Ausland einiges an Telefongebühren, die für die Mobiltelefonverbindung anfallende und von Jajah automatisch abgerechnete Gebühr wird an die Betreiber aber weitergegeben.

Netzbetreiber haben das wirtschaftliche Potenzial von mobilen VoIP-Diensten schon länger erkannt und versuchen ihrerseits bereits kräftig am Kuchen mitzunaschen. Erst im Februar hatte Anbieter Hutchison 3G eine offizielle Kooperation mit Skype verkündet (pressetext berichtete), die den VoIP-Dienst auf mobilen Endgeräten zugänglich machte. Die Vorteile für 3G liegen bei der Lösung dabei im verbrauchten Datenvolumen, für das wiederum die Nutzer aufkommen müssen.

Quelle: pressetext.de
 
Also über Skype kostet ein Gespräch über ein UMTS Handy in die USA 1,2 ct. Jajah verlangt dafür aber über 20 ct. Ich versteh jetzt nicht wie Jajah günstiger als Skype sein soll.
 
Das spezielle Mobiltelefon Service von Jajah wird es auch erst ab Mai 06 geben. Was das dann kosten wird weißt Du doch heute noch gar nicht!
 
Jajah stellt dann eine Verbindung zum Mobiltelefon oder Festnetz des Anrufers her

Damit dürfte ja auch wohl klar sein das Jajah die Kosten für einen Verbindungsaufbau zum Mobilfunknetz an seinen Kunden weitergeben dürfte.
Dafür berechnet Jajah zur Zeit 20 cent. Ich kann mir nicht vorstellen, das dieser Preis bis Mai bis auf unter 2 cent fallen wird.
Allerdings wird man für diesen Service nicht unbedingt eine UMTS Faltrate benötigen.
 
Wenn sie nicht billiger werden, werden sie wohl kein Geschäft machen, daher kann ich mir nicht vorstellen, dass sie auch in Zukunft für dieses spezielle Service 20ct verechnen können.

Wenn ich die ganze Sache richtig verstehe, besteht ja der "Trick" darin, dass sowohl der Anrufer als auch der Angerufene in Wirklichkeit von Jajah angerufen werden. Angerufen werden kostet ja normalerweise nichts, das heißt, Jajah müsste eigentlich nur den Aufwand für den Zusammenschluss dieser beiden Anrufe verrechnen und der dürfte eigentlich nicht höher sein als beim Festnetz. Daher kann ich mir zumindestens vorstellen, dass sie auch für den Mobilfunk nicht wesentlich mehr verlangen als fürs Festnetz.

Aber wir werden ja sehen!
 
Für ein Anruf in das Mobilfunknetz sind doch Interconnectgebühren von mindestens 11,2 ct an den Mobilfunkbetreiber abzuführen. Dann würde Jajah ja bei jeder angefangenen Minute 10 ct draufzahlen, wenn sie im Gegenzug nur 1,2 ct pro Minute berechnene würden.
Oder muß Jajah die nicht bezahlen???
Wär mir jedenfalls neu!:-Ö
 
Ich habe ja keine Ahnung, was Jajah verrechnen wird! Sie müssten aber auf jeden Fall einen Preisvorteil gegen die Standardtarife aufweisen. Sonst wäre es - so wie Du sagst - nicht attraktiv.
Wenn sie auch 10ct Interconnect Gebühren zahlen müssen, ginge sich wohl immer noch ein Tarif um die 15ct aus.
 
Kinners, wozu sollten sich Jajah mit Symbian-Entwicklern zusammentun, nur um auf herkömmliche Art und Weise ein Handy anzurufen? Die wollen einen Client fürs Handy basteln, dieser wird natürlich über UMTS/GPRS-Daten berauschende Gespräche abwickeln. Durch die Ping-Zeiten werden wir an frühere Satellitentelefonate erinnert und preislich wird es noch viel teuerer, da Daten bekanntlich noch teuerer sind als Sprache, es sei denn man hat zufällig gerade die Eplus-Flatrate gebucht.
 
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