VoIP in kleiner Firma einführen

der_robo

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Hallo Leute,

VoIP kenne ich bisher nur von meiner FRITZ!Box, ich nutze VoIP bei 1&1 damit schon mehrere Jahre.

Ein Kunde von mir, für den ich u. a. den ganzen PC-Kram erledige, denkt jetzt auch über VoIP nach, allerdings sind das andere Dimensionen, da ist es mit einer FRITZ!Box nicht getan. Bisher hatte ich mit seiner Telefonanlage nichts zu tun, aber es gibt offensichtlich nicht besonders viele Leute, die sich mit der Materie auskennen und auch greifbar sind. Nun werde ich mich da wohl auch noch einarbeiten müssen ...

Es tun sich natürlich jetzt eine Menge Fragen auf.

Er hat momentan einen Anlagenanschluss mit 6 B-Kanälen und eine TK-Anlage von Agfeo. Nun taucht erst einmal das Problem auf, dass an der TK-Anlage keine Ports mehr frei sind. Es gäbe wohl noch die Möglichkeit, den Türöffner rauszuschmeissen, um nochmal eine Karte mit weiteren Ports einbauen zu können.

Nun habe ich von diesem VoIP-Gateway von AVM gelesen, mit dem sich die bestehende Telefonanlage weiter nutzen lässt. Nur stellt sich die Frage, ob dies angesichts obiger Tatsache sinnvoll ist. Andererseits hat er schon eine Menge Geld in die TK-Anlage und Systemtelefone gesteckt.

Erstmal zum "externen" VoIP. Da braucht man ja erst mal einen Provider. Was für Provider kämen da in Frage und sind diese Abhängig vom DSL-Provider? Bei mir ist es ja so, dass ich sowohl DSL als auch VoIP von 1&1 habe. Ist das im Firmenkundenbereich auch so? Wie wird sowas technisch gelöst? Bleibt der Anlagenanschluss und die Telefonnummer bestehen? Letztendlich geht es darum, Kosten zu sparen, d. h. für ausgehende Gespräche VoIP zu nutzen. Lassen sich da überhaupt Kosten sparen oder ist das im Firmenkundenbereich anders?

Nun zum "internen" VoIP. Gesetzt den Fall, er schmeisst die bisherige TK-Anlage raus, was dann? Eine VoIP-fähige TK-Anlage? Oder Asterisk? Wenn man Asterisk einsetzt, mit welcher Hardware telefoniert man dann und wie verbindet man diese mit dem Asterisk-Server? Der bisherige Komfort der Systemtelefone soll natürlich erhalten bleiben (Rufnummernanzeige, Anruferliste, Gruppenschaltungen, An- und Abmelden von der Gruppe, etc.). Insgesamt handelt es sich um ca. 20 Arbeitsplätze, die versorgt werden müssen, dann kommen noch zwei FRITZ!Cards dazu (Fax, AB) und ein richtiges Fax (analog), es werden also auch S0- und Analoganschlüsse benötigt.

Wie ihr seht, habe ich von VoIP über die FRITZ!Box hinaus keine Ahnung, drum bitte ich um Nachsicht, wenn ich vielleicht doofe Fragen gestellt habe. Ich hoffe, ihr könnt mir ein wenig auf die Sprünge helfen.

cu, Robo :)
 
Für 20 Arbeitsplätze benötigt man eine sinnvolle Anlage, die über den Heimgebrauch hinausgeht... bei Agfeo gibt es nichts mit VoIP in diesem Bereich. Bei Auerswald gibt es nun die COMmander Basic.2 mit zwei VoIP-Kanälen (weitere Module erscheinen noch). Alternativen wären fertige Asterisk-Lösungen mit entsprechenden Endgeräten.

Die bestehende Anlage auf VoIP "aufzurüsten" wird nicht so ganz einfach funktionieren, vor allem wenn keine freien ext. S0-Ports mehr verfügbar sind. Diese sind erforderlich, um VoIP-Gateways anzukoppeln (siehe hier: http://wiki.ip-phone-forum.de/gateways:start ). Mit der bestehenden Investition in Systemtelefone wird das nicht harmonieren...

Für sechs Kanäle wäre eine neue Anlage möglich (Auerswald, Asterisk-Lösung) oder eben ein Asterisk als VoIP-Gateway. Die Investition für 20 IP-Phones plus Asterisk-Server mit ISDN und VoIP nach draußen dürfte so im Bereich von ab EUR 4.000 liegen. Dazu kommen die Providerkosten. Anbieter mit günstigen Minutenpreisen kannst Du recht einfach finden... Flatrates werden schwieriger bis unmöglich zu finden sein.

Mit den ganzen Optionen, die Du allerdings im Bereich des Nutzungskomforts aufzählst, würde ich eher zu einer Auerswald-Anlage klassischer Art mit analogen und ISDN-Endgeräten tendieren, die über VoIP-Gateways initial nur etwas, zunehmend mehr VoIP nutzen kann. Schau Dir hierzu die COMmander Basic an.

--gandalf.
 
Hi Robo,


ich empfehle Dir Vlines Anlagen die sind für dieses Szenario bestens geeignet.

Link


Grüße


Timm
 
Also ich würde mal nach einem TK-Anbieter suchen, der eine beraten kann. Vielleicht sogar mal den jetzigen Telefonanbieter.

Bei uns in der Firma haben wir uns letztendlich für eine teure aber recht ausgereifte Lösung von Cisco entschieden. Unsere Firma hat aber auch mehr Arbeitsplätze zui versorgen (50+) und Büros im Ausland. Sollten wir irgendwann mal der Lizenzgebühren für Cisco überdrüssig werden, kann man eine Asteriks einsetzen und die Cisco-Telefonevon dem Skinny-Protokol auf SIP upgraden.

Ciscohardware und Service ist teuer aber auch sehr zuverlässig.

Grüße
Christoph

PS. Cool an den Ciscotelefonen ist der original 24 Kilingelton. Echtes Jack Bauer feeling.
 
...warum immer die vorhandene Anlage rausschmeissen, wenn es nur um die Nutzung von VoIP geht. Eine echte Kosteneinsparung durch Nutzung von VoIP zum telefonieren gibt es wohl kaum. Eine ordentliche LCR-Tabelle in der AGFEO leistet da viel. Sollten mehr Teilnehmer gebraucht werden, kann man zB. ein Asterisk an einen internen S0-Bus der AGEFO hängen und es gibt so zusätzliche neue Teilnehmer und auch neue externe VoIP-Leitungen.
 
RudatNet schrieb:

Hmmm ... das geht auch nicht wirklich in die Tiefe ...

gandalf94305 schrieb:
Alternativen wären fertige Asterisk-Lösungen mit entsprechenden Endgeräten.

Die da wären?

gandalf94305 schrieb:
Die bestehende Anlage auf VoIP "aufzurüsten" wird nicht so ganz einfach funktionieren, vor allem wenn keine freien ext. S0-Ports mehr verfügbar sind. Diese sind erforderlich, um VoIP-Gateways anzukoppeln

Ich dachte, diese Gateways werden zwischen NTBA(s) und TK-Anlage geschaltet?

gandalf94305 schrieb:
Mit den ganzen Optionen, die Du allerdings im Bereich des Nutzungskomforts aufzählst, würde ich eher zu einer Auerswald-Anlage klassischer Art mit analogen und ISDN-Endgeräten tendieren, die über VoIP-Gateways initial nur etwas, zunehmend mehr VoIP nutzen kann.

Eine klassische TK-Anlage rauszuwerfen, um sie durch eine andere klassische Anlage zu erstezen, an der dann natürlich auch die alten Systemtelefone nicht passen, ist meiner Ansicht nach nicht besonders sinnvoll. Wenn schon eine Neuinvestition fällig wird, dann kann man doch gleich in eine neue, zukunftsorientierte Technik investieren.

caspritz78 schrieb:
Also ich würde mal nach einem TK-Anbieter suchen, der eine beraten kann.

Kennst du einen in der Gegend von Schwangau, der auch wirklich Ahnung von der Marterie hat?

blauerpeti schrieb:
...warum immer die vorhandene Anlage rausschmeissen, wenn es nur um die Nutzung von VoIP geht.

In diesem Fall ist die alte TK-Anlage ja "voll".

blauerpeti schrieb:
Eine echte Kosteneinsparung durch Nutzung von VoIP zum telefonieren gibt es wohl kaum.

Genau das habe ich ja gefragt!

blauerpeti schrieb:
Eine ordentliche LCR-Tabelle in der AGFEO leistet da viel. Sollten mehr Teilnehmer gebraucht werden, kann man zB. ein Asterisk an einen internen S0-Bus der AGEFO hängen und es gibt so zusätzliche neue Teilnehmer und auch neue externe VoIP-Leitungen.

Hmmm ... und das harmoniert, wenn man 2 verschiedene Systeme gemischt betreibt? Kann ich mir jetzt irgendwie nicht vorstellen.

cu, Robo :)
 
wenn ihr noch einen internen S0 an der Agfeo frei habt, dann lass dir doch einfach testweise einen asterisk mit einer einfachen Grundkonfiguration anschließen..und dann mal schauen wie harmonisch das wird..
 
blauerpeti schrieb:
wenn ihr noch einen internen S0 an der Agfeo frei habt, dann lass dir doch einfach testweise einen asterisk mit einer einfachen Grundkonfiguration anschließen..und dann mal schauen wie harmonisch das wird..

Und Gruppenschaltungen und so Kram funktioniert dann auch? Auch von der TK-Anlage zu Asterisk und umgekehrt?

cu, Robo :)
 
Na ja, an einen internen S0 würde ich den Asterisk definitiv nicht anschliessen... wenn, dann an einen externen S0-Port. Damit wären jedoch die bisherigen Funktionen der Tk-Anlage erhalten plus ein VoIP-Gateway übernimmt Routing Festnetz/VoIP.

Wenn die bestehende Anlage am Ende ist bezüglich Ausbau, wäre dies jedoch der Punkt, über eine neue nachzudenken ;-)

--gandalf.
 
Meine Meinung: ..externer S0-Bus-->Asterisk-->Agfeo bedeutet immer Mehraufwand für ISDN-Karten und Konfiguration der Anlage wie auch Konfiguration des Asterisk.
Beim internen Anschluss bleibt die Konfiguration der Anlage, bis auf die Vergabe einer internen MSN für den Asterisk, unverändert. Es änderts sich also für die meisten Teilnehmer nix...und die bewährte AGFEO behält die "Oberhand"... Mann kann so VoIP "ganz sacht" im Unternehmen einführen...hat so indirekt eine Erweiterung interner Teilnehmer wie auch externer (VoIP) Leitungen.
 
Mann kann so VoIP "ganz sacht" im Unternehmen einführen...hat so indirekt eine Erweiterung interner Teilnehmer wie auch externer (VoIP) Leitungen.
Wer aber nennt
"Raustelefonieren via einen anderen "internen Teinehmer"
(und dann später mal normales Raustelefonieren via Externem Asterisk (egal ob VoIP oder ISDN)
ganz sacht? :gruebel: Ich nenne das komplett geändertes Telefonhandling und damit ganz schön unsacht...
Ich würde doch gandalf zustimmen und einen Asterisk vor die Agfeo hängen. Am Anfang meinetwegen erst einmal nur externes Festnetz, dann Stück für Stück (Nummer für Nummer) auf VoIP umstellen. Das nenne ich sacht.
 
Wer aber nennt
"Raustelefonieren via einen anderen "internen Teinehmer"

..keine Ahnung was du damit meinst....

ich find es jedoch ganz sacht. Wenn die Teilnehmer an meiner AGFEO per VoIP telefonieren wollen, wählen Sie halt zwei Ziffern mehr..und für extern über ISDN bleib alles beim alten, also 20 vorhanden Teilnehmer müssen sich nur merken: "Wenn über VoIP, dann zwei Ziffern mehr wählen"...und für VoIP-Telefone entscheidet eine <Null> mehr wo´s lang gehen soll. Was ist daran bitte
komplett geändertes Telefonhandling
..aber egal..ich würde immer am internen Anschließen
 
Die Entscheidung, ob man per VoIP oder Festnetz telefoniert, sollte von Kosten und Zielen abhängig gemacht werden, nicht von der Laune der Anwender, welche Ziffern sie heute wählen möchten.

Außerdem haben die Kopplungen über einen internen Port Nachteile (z.B. bei der Signalisierung einer eingehenden/abgehenden Rufnummer sowie der Integrationsfähigkeit in ein LCR).

Letztendlich liegt die Entscheidung beim Einrichter der Anlage... und die Nutzer zeigen durch ihre Akzeptanz bzw. Fehlen davon, was nun läuft. ;-)

--gandalf.
 
....im Zeitalter von Telefon-Flat für Festnetz, Mobilfunk und WAS_WEISS_ICH_ NOCH-Flat und deren vernüftigen Einsatz spar ich mir den tägliche Stress mit LCR Tabellen, und gönne den Teilnehmern Ihre Laune... alles andere lässt sich lösen...

...und dazu kommen auch noch die kostenlosen Gespäche innerhalb gleicher VoIP-Netze..selbst in deiner Signatur stehen mehrere VoIP-Anbieter
 
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