VoIP in vernetztem Haus

Beachy

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Hallo zusammen,
ich habe zwar schon die Suche bemüht, aber irgendwie hab ich nichts passendes gefunden.
Außerdem hab ich kein passendes Forum gefunden.
Deswegen stell ich jetzt einfach mal hier meine Frage.

Folgende Ausgangsposition:
Neubau direkt neben dem Elternhaus. Dort ist ein ISDN-Anschluss inkl. DSL.
Den Neubau werde ich per LAN-Kabel mit dem Elternhaus verbinden. Als Telefonanschluss werde ich anfangs nur einen normalen analogen Telefonanschluss nehmen. Außerdem habe ich vor, zunächst den bestehenden DSL-Anschluss über das LAN zu benutzen. Der Neubau selbst wird verkabelt und per Patchpanel sollen dann die Dosen je nach Verwendungszweck gepatched werden. Anfangs werden wohl nur wenige (2-3) analoge Telefone angeschlossen, später vielleicht etwas mehr.

Natürlich möchte ich auch VoIP nutzen, kenn mich da allerdings nicht so gut aus. Würde gerne auf eine Telefonanlage verzichten, sondern einfach nur irgendeine FritzBox oder was ähnliches verwenden und gut is. Vielleicht gibts da ja was kombiniertes?

Wär super, wenn mir jemand ein paar Tipps geben könnte, wie ich vorgehen sollte und welche (bezahlbaren) Geräte zu empfehlen sind.
DANKE schomal im Voraus!!!

Gruß
Frank
 
Hallo Beachy und willkommen im Forum :-)

Als Verkabelung solltest Du im Neubau in alle wesentlichen Räume 2xCAT5 oder CAT6 legen... in Büros oder Räume mit Rechnern auch 4 Leitungen. Wie Du schon beschreibst, ist es sinnvoll, diese Leitungen alle auf ein Patchfeld im Keller zu legen. In diesem Raum sollte auch der Breitbandanschluß (T-Com oder auch Kabel-Anschluß) liegen, damit später alle Optionen offen sind.

Telefon analog oder per ISDN und LAN (100 Mbit) sind problemlos über diese Infrastruktur zu nutzen.

Zwischen den Gebäuden empfehle ich, ein 4-8er Bündel von Glasfaseradern zu legen, da so Potentialprobleme vermieden werden. Dazu ist nur ein optischer Repeater auf beiden Seiten erforderlich.

Bezüglich VoIP kommt es darauf an, wie viele Telefone Du wirklich anschließen willst... An welche Zahl hast Du gedacht? Abhängig davon geht es dann um eine lokale Tk-Anlage oder IP-Telefone oder eine Kombination davon...

--gandalf.
 
Anders als Gandalf würde ich die Häuser erst einmal "nur" mit nem CAT-7-Kabel verbinden. 1GB sind schon ne Ecke ;)
Um auf Nummer Sicher zu gehen, lege das Kabel komplett in ein 4cm-Abflussrohr und lege zusätzlich einen weiteren Draht (1,5qmm Litze) dazu als Zugdraht, falls du später mal erweitern willst/musst.
Durch das Rohr ist das Kabel schon gut gesichert und du hast die Möglichkeit bequem, also ohne Graben zu schaufeln, später weitere Kabel nachzuziehen. Mache bitte nur keine scharfen Abwinkelungen in das Rohr (also lieber 2x45°, als 1x 90°).
Ansonsten kann ich Gandalfs Ausführungen nur zustimmen.
 
Hallo gandalf, hallo novize.

Danke schonmal für eure Antworten. :)

Die Cat-Dosen sind so geplant, wie gandalf das angesprochen hat. Hab auch schon 500m Cat7-Kabel dafür rumliegen. Da fällt mir gleich was dazu ein. Auf einer Standarddose sind ja zwei RJ45-Buchsen.
Kann man da ohne Bedenken zwei Nutzungsmöglichkeiten (natürlich jeweils mit einem eigenen Kabel) drauflegen, z. B. LAN und Telefon oder gibts da irgendwelche Probleme?

Das mit dem Glasfaserkabel hatte ich tatsächlich schon mal in Erwägung gezogen, allerdings sind da die Geräte und auch die Kabel nicht gerade billig. :heul:
Ich weiß, man könnte jetzt sagen, dass es das beim Hausbau auch nicht mehr rausreißt, aber trotzdem.
Gibt es das Potentialproblem eigentlich wirklich bzw. hat das schon mal jemand erlebt? Oder gibt es evtl. Geräte, mit denen man zwei Geräte in einem Kupfer-LAN gegeneinander absichern kann (so ne Art Überspannungsschutz)?
Die Kabel zwischen den zwei Gebäuden werden auf jeden Fall in einem Panzerleerrohr verlegt, egal ob Glasfaser oder Kupfer.

Das mit den Telefonen ist so ne Sache. Anfangs werden es wohl eher weniger (2-3), später evtl. mehr (Fax usw.), je nachdem ob mal ein professionelle Büro o. ä. eingerichtet wird.
 
Beachy schrieb:
Auf einer Standarddose sind ja zwei RJ45-Buchsen.
Kann man da ohne Bedenken zwei Nutzungsmöglichkeiten (natürlich jeweils mit einem eigenen Kabel) drauflegen, z. B. LAN und Telefon oder gibts da irgendwelche Probleme?
Absolut nicht... ich habe hier im Haus (Altbau saniert) insgesamt 32 Leitungen und die Konvention, daß immer der linke Anschluß Ethernet, der rechte Telefon (analog oder ISDN) ist. Einzige Ausnahme: Erdgeschoß Diele - Systemtelefon und Anrufbeantworter. Im Home Office sowie dem Office meiner Frau sind jeweils zwei Doppeldosen, so daß mehr angeschlossen werden kann ;-) Alles wurde bereits mehrfach wild umgepatcht :-)

Beachy schrieb:
Das mit dem Glasfaserkabel hatte ich tatsächlich schon mal in Erwägung gezogen, allerdings sind da die Geräte und auch die Kabel nicht gerade billig. :heul:
Ich weiß, man könnte jetzt sagen, dass es das beim Hausbau auch nicht mehr rausreißt, aber trotzdem.
:mrgreen: Würde ich auch so sehen... zumal das wirklich eine langfristige Investition ist... aber es muß ja nicht sein. Du solltest dann ein Bündel von 4-6 CAT7-Leitungen vorsehen. Das braucht etwas mehr Platz, aber hilft schon mal für später.
Beachy schrieb:
Gibt es das Potentialproblem eigentlich wirklich bzw. hat das schon mal jemand erlebt? Oder gibt es evtl. Geräte, mit denen man zwei Geräte in einem Kupfer-LAN gegeneinander absichern kann (so ne Art Überspannungsschutz)?
Beidseitige Erdung und im Haus jeweils einen Potentialausgleich für alle Steckdosen und sonstigen Geräte vorsehen...

Ich verwende auch noch vor meinen wichtigen Geräten eine USV, um irgendwelche Effekte auszuschließen.

Beachy schrieb:
Die Kabel zwischen den zwei Gebäuden werden auf jeden Fall in einem Panzerleerrohr verlegt, egal ob Glasfaser oder Kupfer.
Vor allem Knabbertiere sind die Feinde jeder Verkabelung. :rolleyes:

Beachy schrieb:
Das mit den Telefonen ist so ne Sache. Anfangs werden es wohl eher weniger (2-3), später evtl. mehr (Fax usw.), je nachdem ob mal ein professionelle Büro o. ä. eingerichtet wird.
Das dachte ich mir, daher die Nachfrage. :p Normalerweise wirst Du in jedem Stockwerk ein Telefon haben wollen, plus eins im Home Office/Büro, plus vielleicht noch die Eltern nebenan, die dann auch noch die 16 Mbit/s DSL-Internetleitung nutzen werden :mrgreen:

Also: auf Ausbau vorbereiten. Für mich war die Lösung eine ISDN-Anlage mit Option, später eine VoIP-Lösung anzukoppeln. Vorteil dieser Lösung ist, daß man recht einfach ein paar günstige Analogtelefone anstöpseln und gezielt an den wesentlichen Punkten im Haus ISDN- oder Systemtelefone einsetzen kann. Auch Türöffner können so integriert werden und man braucht keine separate (typischerweise Siedle-)Anlage.

Alternativ könnte man auch ein paar VoIP-Telefone direkt und ohne konventionelle Tk-Anlage vorsehen. Dann brauchst Du nur einen Router nach draußen. Der Konfigurationsaufwand (insbesondere LCR oder VoIP-Routing für verschiedene Anbieter) könnte damit jedoch höher sein als in der ersten Variante.

--gandalf.
 
Hallo zusammen,
als ich unseren Anbau (bei meinen Eltern) geplant, bzw. verkabelt habe, war mir in keinster Weise bewusst, was man schönes per Netzwerk usw. anstellen kann. Deshalb wurden vor knapp 10 Jahren vorsorglich (leider recht dünne) Lehrrohre, vom neuen Vorratzimmer aus, sternförmig in jedes Zimmer verlegt.
Heute würde ich den Durchmesser deutlich größer wählen (Wobei 4cm Abflussrohr schon heftig sind, oder?).
Zu unserem Fernseher z. B. liegen mittlerweile zwei 5mm-Sat-Kabel (eigentlich nicht ausreichend, besser 7mm Kabel verwenden) und ein Cat-5-Kabel. Resultat: Lehrrohr absolut voll, geht aber noch.
Nächste Anwendungsmöglichkeit einer rel. grossen Telefonanlage:
Babyphonbetrieb. Der größte Vorteil ist, dass diese Art von Babyphon absolut störungsfrei funktioniert, da kein Funk benötigt wird.
Dies sollen nur zwei Beispiele für die Nutzung eines Netzwerks sein, und deulich machen, dass man flexibel bleiben muss.
Deshalb mein Rat: Da man nicht in die Zukunft sehen kann, variabel mit vernünfitg grossen Lehrrohren, jeden Raum vorsorgen. Und das in jede sinnvoll nutzbare Ecke der Räume.
Gruss Reimund
 
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