Die Verwirrung wird immer größer... *puh*
Zunächst mal kann der Client seinen Port frei wählen. Ich kenne keinen Provider, der einen bestimmten Client-Port voraussetzt und nur diesen zuläßt. Dieser Client-Port (für SIP) muss ggf. durch eine Portweiterleitung auf den Client durchgereicht werden, wenn sich noch ein NAT-Router zwischen Client und Internet befindet. "Ggf." deshalb, da es auch Router gibt, die automatisch solche Mappings erzeugen, wenn sie erkennen, daß hier jemand per SIP mit einem Server im Internet kommuniziert.
Zu dem Provider: wird die Adresse des Registrars als IP-Adresse angegeben, so wird automatisch der Port 5060 als Default ergänzt. Im Fall von Backbone.ch (sipcall und ein paar andere Reseller) also 212.117.200.148. Wird der Registrar als Name angegeben, dann muss man zwei Fälle unterscheiden: mit Angabe eines Ports wird dieser verwendet. Ohne Angabe eines Ports erfolgt vom Client i.a. (konfigurations- und geräteabhängig) ein SRV-Lookup im DNS, so daß bestimmt werden kann, welche Server unter welchem Port zuständig sind. Als Registrar könnte man also auch backbone.ch angeben. Dies würde per SRV-Eintrag auf voipgateway.org:5060 abgebildet und damit genau wieder auf 212.117.200.148:5060.
Bei voipbuster.com werden gleich mehrere SRV-Einträge hinterlegt, so daß der Client sich einen aussuchen kann oder im Falle von Nichterreichbarkeit ein Alternativserver versucht wird.
Vorsicht jedoch mit solchen Spielereien: der Registrar kann sehr wohl erkennen, ob jemand sich mit
[email protected] oder
[email protected] registriert. Ein Server könnte auf die beiden User unterschiedlich reagieren.
Also gilt: es sollten immer Registrar und Proxy entsprechend der Empfehlung des Providers verwendet werden, sonst kann es Überraschungen geben. In den meisten Fällen wird man an der Domain des Providers SRV-Records finden, so daß die Domain als Registrar-Angabe jedoch schon ausreicht.
--gandalf.