Hallo zora,
gut, dass du dir Gedanken über deine Sicherheit im Umgang mit dem Internet machst. Wenn das mal alle tun würden.
Der Begriff "VPN" bedeutet hier vereinfacht, dass du eine sichere (verschlüsselte) Verbindung zwischen zwei Endpunkten aufbaust welche entfernt voneinander liegen und du trotzdem virtuell beide Endpunkte in einem und demselben Netz bzw. an einem und demselben Ort hast.
Und hier kommen wir zu dem Unterschied, der wohl noch unklar ist.
Bei der Nutzung eines VPN zwischen deinem mobilen Rechner ("außerhäusig" betrieben an einem fremden WLAN) und deiner Fritz!Box als zweiten VPN-Endpunkt befindest du dich netzwerktechnisch immer innerhalb deines eigenen Home-Netzes und du gehst über deinen eigenen Internetzugang ins Internet. => genau das, was du ja willst. Der Verkehr über das fremde und meist ungesicherte WLAN ist somit geschützt.
Bei der Nutzung eines kommerziellen VPN-Dienstes steht dessen VPN-Endpunkt irgendwo in einem Rechenzentrum. Selbstverständlich kannst du darüber auch wie gewohnt ins Internet gehen. Und selbstverständlich ist diese Verbindung (nur innerhalb des VPN!) verschlüsselt. Aber der eigentliche Grund, ein kommerzielles VPN zu nutzen ist, dass du dir raussuchen kannst, in welchem Land der VPN-Endpunkt steht. Damit kann man bspw. irgendwelche Dienste erreichen, welche mit einer deutschen IP nicht erreichbar sind (wegen Geoblocking usw.). Manche Nutzer glauben auch daran, dass sie über ein derartiges VPN "anonym" im Netz unterweg sein können. Wenn du das nicht "benötigst", ist dieses VPN also überflüssig.
Sicherheit:
Bei der Verschlüsselung ("Abhörsicherheit") beider Varianten kannst du davon ausgehen, dass sie für die Vertraulichkeit der von uns transportierten Daten völlig ausreichend sind. In beiden Fällen musst du einem Anbieter (entweder AVM oder dem kommerziellen VPN-Anbieter) vertrauen. Und in beiden Fällen gehst du ja nach deiner eigenen Fritz!Box bzw. nach dem VPN-Provider wieder "offen" ins Netz.
MfG Peter