Wake on LAN im WLAN mit Raspi oder ähnlich?

Centauri39

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Sorry, wenn der Betreff nicht ganz gelungen ist, ich erkläre im Folgenden, worum es mir geht.

Mein PC läuft eigentlich auch über WLAN, aber da ich ihn ferngesteuert starten können will, also mit Wake-on-LAN (=WOL), hängt er zusätzlich per LAN an einer Fritzbox 7590.

Nun habe ich aber auch noch noch ein Notebook, nur im WLAN hängt und deshalb kein WOL kann.

Ich dachte, vielleicht wäre es möglich, einen "Raspberry Pi" (=Raspi) oder was ähnliches im WLAN einzubinden und zugleich am LAN des Notebooks anzuschließen,
sodass ich dem Raspi das WOL-Signal über WLAN schicken kann und dieser es dann quasi per LAN an das Notebook weiterschickt.

Ich suche also nach einem Weg, wie ich ein kleines Gerät wie den Raspi oder etwas ähnliches dauerhaft laufen lasse und das Notebook nur bei Bedarf ferngesteuert starten kann.

Wer hat bitte eine Idee, wie man das realisieren könnte?
 

Novize

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Das für‘s WOL notwendige Magic-packet geht nur fix über die MAC-Adressen zu einem adressierten Netzwerkadapter. Die lässt sich nicht per WLAN übertragen und auch nicht irgendwohin weiter leiten oder irgendwohin routen. Macht ja auch keinen Sinn, da am weitergeleiteten Adapter die im Packet enthaltene MAC-Adresse nun falsch ist. ;)
Du kannst nur versuchen auf dem RasPi ein Script laufen lassen das beim Empfang eines bestimmten Datenpakets seinerseits ein Magig-Packet an den PC zu schicken.
 

PeterPawn

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Das ginge dann mit einem Arduino auch noch preiswerter (10 EUR vs. 35 EUR - preiswerter (z.B. beim Zero W) fehlt dann wieder der Ethernet-Port beim RasPi) ... der kann per WLAN auf ein passendes Kommando warten (das kann sogar ein "magic packet" sein, solange es nicht ihn selbst wecken soll -> reine Programmierung und ich würde hier auch wieder auf einen (authentifizierten) HTTP-Request o.ä. setzen) und dann als HID (emuliertes Keyboard o.ä. - eben ein "Human Interface Device") per USB das Notebook wecken, wenn man dieses so einstellt, daß dieses Device das auch ausführen darf (also das Aufwecken aus irgendeinem Suspend-State für dieses Device erlaubt wird).

Jedenfalls dann, wenn man nicht ohnehin einen RasPi herumliegen hat ... so ein Arduino reicht dann vollkommen. Noch kleiner (z.B. ESP8266) wird es dann aber schwierig, obwohl ich letztens irgendwo auch einen "Software-Stack" für eine USB-Emulation über GPIO bei einem 8266 gesehen habe im GitHub - ich weiß nur nicht mehr, wo das genau war und ob da auch eine HID-Emulation dabei war.

EDIT: Sorry, ich habe oben den WiFi-Shield für Arduino (oder ATMega o.ä.) vergessen, gibt's für unter 4 EUR - zumindest solange man nichts einzeln kauft, dafür habe ich gerade keine Preisvorstellung.
 

Theo Tintensich

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Eigentlich sollte "Wake over WiFi" genauso funktionieren, wie WoL, doch dazu muss die Firmware des WiFi-Interfaces und auch das OS des Computers mitspielen. Und hier sind sie, obwohl WoWiFi wohl gleichzeitig mit dem WoL definiert wurde, nicht viel weiter gekommen.

Wichtigste Voraussetzung ist es, dass das OS dieses Wecksignal mitbekommt, also das WiFI-Interface nicht komplett schlafen legt. Bei Win-10 Rechnern gibt es wohl welche, die das unterstützen.

(Das Wort 'Eigentlich', am Anfang meines Textes, sagt es aber schon)
 
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PeterPawn

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Theo Tintensich

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deren WLan ohne Strom funktioniert...
Ohne Strom auf der Leitung (am Netzwerkinterface) funktioniert WoLAN auch nicht.
Das Interface muss natürlich mit Strom versorgt werden.
 

Centauri39

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Also meine Überlegung war, wie Novize auch schon meinte, dass ich ein kleines Gerät wie Raspi/Arduino oder so ähnlich, nonstop laufen lasse und per LAN mit dem Notebook verbinde. So könnte ich auf den Raspi per WLAN zugreifen und das WoL-Signal von dort aus zum Notebook schicken.

Die Anmerkungen zum "Mitspielen des OS" können nicht zutreffen, da im Moment des WoL noch gar kein OS geladen ist.
Auch WoWiFi kann nur funktionieren, wenn der WiFi-Adapter unabhängig vom Notebook läuft, also auch im runtergefahrenen Zustand des Notebooks noch Strom bekommt.
Um das sicherzustellen, braucht das Notebook einen LAN-Adapter, der immer Strom bekommt.
Dass so ein Adapter im Notebook verbaut ist, dürfte eher unwahrscheinlich sein, da dabei der Akku auch im runtergefahrenen Zustand leergezogen würde und das insofern nur im Netzbetrieb verantwortbar wäre.

So gesehen wäre es wohl geschickter, wenn man dem Einschalter des Notebooks ein Schaltsignal liefern könnte, das einfach den Fingerdruck auf den Schalter nachbildet und das Notebook auf diese Weise hochfährt.
Da sehe ich allerdings schlechte Chancen, da man das wohl nur über einen Hardware-Eingriff an dem Einschalter realisieren könnte, also quasi, dass man dort eine Überrückung anlötet, die über ein vom Raspi/Arduino gesteuertes Relais laufen kann.
 

pw2812

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Die Anmerkungen zum "Mitspielen des OS" können nicht zutreffen, da im Moment des WoL noch gar kein OS geladen ist.
Das kann so sein, muss es aber nicht. Natürlich kann das OS bereits "laufen", es könnte doch z.B. im Standby sein.

So gesehen wäre es wohl geschickter, wenn man dem Einschalter des Notebooks ein Schaltsignal liefern könnte, das einfach den Fingerdruck auf den Schalter nachbildet und das Notebook auf diese Weise hochfährt.
Da sehe ich allerdings schlechte Chancen, da man das wohl nur über einen Hardware-Eingriff an dem Einschalter realisieren könnte, also quasi, dass man dort eine Überrückung anlötet, die über ein vom Raspi/Arduino gesteuertes Relais laufen kann.
Das klingt "komplex". Aber ist das wirklich notwendig? Denn...

Dass so ein Adapter im Notebook verbaut ist, dürfte eher unwahrscheinlich sein, da dabei der Akku auch im runtergefahrenen Zustand leergezogen würde und das insofern nur im Netzbetrieb verantwortbar wäre.
...die mobilen Geräte wie z.B. Notebooks erkennen doch jetzt auch schon, ob sie im Netz- oder Akkubetrieb sind.
 

Centauri39

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Natürlich kann das OS bereits "laufen", es könnte doch z.B. im Standby sein.
Ok, das mag sein.
Ich ging jedoch von einem Szenario aus, wo man unterwegs ist (z.B. Urlaub, Klinikaufenthalt, etc...) und auf sein zu Hause zurückgelassenes Notebook zugreifen will.
Das Notebook so lange im Standby zu halten, ist vermutlich eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher hat man es zuvor komplett runtergefahren bzw. ausgeschaltet.

die mobilen Geräte wie z.B. Notebooks erkennen doch jetzt auch schon, ob sie im Netz- oder Akkubetrieb sind.
Ich zweifel jedoch daran, dass diese Erkennung mit der WoL-Fähigkeit zusammenhängt. Letztere ist nur dann gegeben, wenn eine LAN-Karte verbaut ist, die immer Strom bekommt, also eine eigene Stromversorgung hat, die unabhängig von restlichen Notebook arbeitet.
Diese wiederum müsste dann so ausgelegt sein, dass sie die Karte nur im Netzbetrieb versorgt.
Würde sie das auch im Akkubetrieb tun, wäre die Funktion auf die Laufzeit des Akkus begrenzt.


An der Stelle...
"Dass so ein Adapter im Notebook verbaut ist,..."
...meines vorherigen Beitrages meinte ich einen Adapter, der immer läuft. Ein solcher würde immer Strom ziehen und den Akku leeren.
Insofern gehe ich davon aus, dass Laptop-LAN-Karten eher nicht WoL-fähig sein dürften oder diese Funktion zumindest nur optional bzw. umschaltbar verfügbar ist.
 

PeterPawn

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Dann nimm einfach einen USB-GbE-Adapter und hänge das Teil an sein eigenes Netzteil (also das Notebook ist hier gemeint). Daß sich ein Gerät nur aus max. S5 wecken läßt (was ja schon mal heißt, daß das Gerät (und damit auch seine Peripherie, die entsprechend eingestellt ist) eine aktive Stromversorgung hat), versteht sich von selbst ... warum aber sollte irgendein Ethernet-Adapter seine eigene Energieversorgung haben?

Das läßt sich über ACPI genau konfigurieren, welche Peripherie wie "fest" schläft bzw. mit Strom versorgt wird und wenn ein Notebook keine Energie mehr kriegt, weil der Akku leer ist und kein Netzteil angeschlossen wurde, geht eben auch kein WoL mehr, fertig. Wenn beim Desktop das Netzteil mit dem Kippschalter ausgeschaltet wurde, geht da auch kein WoL - logisch.

Da unterscheiden sich Desktop-Systeme und Notebooks auch nicht wirklich ... ob WoL überhaupt verwendet werden kann, um ein Gerät aus S5 zu wecken, stellt man normalerweise über das BIOS erst einmal ein - weil die Ethernet-Ports heute meist auf dem Mainboard integriert sind. Früher war das ein "Patchkabel" (zweiadrige Steckverbindung, wie bei anderen Anschlüssen auf dem Mainboard, z.B. LEDs) vom LAN-Adapter zum Mainboard und ggf. noch zusätzlich eine Einstellung im BIOS, ob das Signal am WoL-Anschluß des MB berücksichtigt werden sollte oder nicht bzw. aus welchem "sleep state" geweckt werden darf.

Wer das bei seinem Notebook nicht finden kann und das Teil dann trotzdem an ein Ethernet-Kabel hängt (möglichst noch mit GbE, was einen deutlich höheren Stromverbrauch nach sich zieht, wobei die meisten LAN-Adapter beim Warten auf ein eventuelles WoL-Paket auch die Betriebsart "runterdrehen"), während das Netzteil für das Notebook nicht angeschlossen wird, der wird manchmal schneller mit der Realität (in Form eines leeren Akkus) konfrontiert, als ihm lieb ist - wenn das Notebook WoL tatsächlich unterstützt. Denn dann braucht es wirklich mehr Energie ... nur wen juckt das in diesem Falle (wenn man WoL verwenden will)?

Ich sitze hier z.B. gerade neben einem (i.d.R. ungenutzten) Acer-Notebook, das mir auch keine Einstellmöglichkeiten zum WoL im BIOS bietet ... und trotzdem läßt es sich mit einem beherzten "ether-wake" problemlos aus dem Schlaf (S3) reißen - es läuft mit W10 und das ist so eingestellt, daß ein Magic-Packet per Ethernet-Adapter es auch aufwecken darf. Der angeschlossene Switch verrät mir auch, daß das Gerät, während es schläft, den Ethernet-Adapter auf 10FDX (also 10 MBit/s, Fullduplex) umschaltet und trotzdem verbraucht es dann natürlich mehr, als wenn das Ethernet-Kabel gar nicht angeschlossen ist.

Ob das Netzteil am Ende angeschlossen ist oder nicht, interessiert für die WoL-Unterstützung tatsächlich nicht ... solange das Gerät genug Saft hat, startet es auch im Akku-Betrieb, wenn ein passendes "magic packet" eintrifft. Das gilt selbst für den S4-State (also "Hibernate" im W10) - aus S5 (W10 "Shutdown") läßt es sich aber auch nicht aufwecken ... wobei Dir das mit den meisten anderen PCs (bis hin zu Desktop-Systemen, wenn die nicht tatsächlich noch gesonderte BIOS-Einstellungen haben und damit vom OS unabhängig sind) auch so ergehen wird. Deine Idee, ein Gerät per WoL aus S5 zu holen, funktioniert tatsächlich nur mit den wenigsten - i.d.R. muß dazu vorher erst mal ein System geladen gewesen sein, das dann max. bis S4 heruntergefahren wurde.

Das ganze "Remote Management" macht aber überhaupt nur richtig Sinn, wenn das Gerät mit einer (verläßlichen) Energiequelle verbunden ist ... denn die verbleibende Laufzeit hängt von so vielen unterschiedlichen Faktoren ab (angefangen mit dem Ladezustand beim Aufwecken bis zur "Verbrauchskurve" im Betrieb), daß das ansonsten die reinste Wundertüte ist.

Auch kann man bei vielen Notebooks nur dazu raten, den Deckel offen zu lassen, wenn man plant, das Gerät aus der Ferne zu starten - selbst wenn dann der Stromverbrauch (bis zum Abschalten des Monitors durch das OS) erst einmal höher sein wird nach dem Start. Will man den Deckel lieber schließen, sollte man zumindest mal prüfen, wie sich das Gerät erwärmt, wenn dann tatsächlich mal "Betrieb gemacht wird".

Oft braucht es neben Lüftungsschlitzen, Heatpipes und Ventilatoren auch noch die Möglichkeit, über die Tastatur (und das Gehäuse um diese herum) weitere Wärme an die Umgebung abzugeben und wenn man es aus der Ferne benutzt, bemerkt man event. Hitzeprobleme bei geschlossenem Deckel eben auch nicht direkt (sonst hört man meist die Lüfter schon heulen, wenn man davor oder daneben sitzt).
 
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Novize

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Ich frage mal anders herum:
Willst Du denn auf (bestimmte) Daten zugreifen oder auf bestimmte Programme (z.B. via Teamviewer)?
Für Datenzugriff kann ich Dir nur ans Herz legen, nimm ein NAS und lege die Daten da drauf - dann hast Du dort auch immer ein Backup. Diese Dinger lassen sich i.d.R. immer per WOL starten, das Zeug braucht also auch nicht durchgehend laufen. Einige lassen sich per putty o.ä. wieder ausschalten, ansonsten per http-Oberfläche oder Zeitschaltung... Möglichkeiten gibt es viele. ;)
Willst du auf bestimmte Programme zugreifen, überdenke Dein Konzept. so etwas ist eigentlich immer die schlechteste Lösung ;)
 

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