Was bringt Dich zum Wechsel des DSL-Anbieters?

Baghee

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Ich stöbere täglich durch dieses Forum und lese überall von Problemen beim Wechsel des DSL-Anbieters. Ein Moderator antwortet auf die Frage, ob ein DSL-Ausfall von 4 bis 6 Wochen beim Wechsel des DSL-Anbieters normal sei, sogar rundheraus mit einem "Ja, ist es.".

In einem anderen Thread hier im Forum lese ich, dass der Wechsel zwischen zwei Anbietern schief gegangen ist, weil der neue Anbieter wohl die Kündigung beim alten Anbieter versaut hat und der Kunde darf deshalb jetzt bis zur Klärung der Situation (wahrscheinlich drei Monate bis zum nächsten Kündigungstermin) monatlich ZWEI Grundgebühren bezahlen, wenn er seinen DSL-Anschluss nicht gefährden will. Das macht wohl jegliche Ersparnis auf die nächsten zwei Jahre zunichte.

Mich würde es vor dem Hintergrund dieser Katastrophen-Meldungen mal interessieren, was Dich zum Wechsel des Anbieters gebracht hat oder bringen würde, oder um es konkreter zu fragen: Wie gross müssen für dich die Vorteile des neuen Anbieters sein, um die Probleme bei einem Anbieter-Wechsel auf sich zu nehmen?

Ich selbst habe vor rund einem halben Jahr den Anbieter (nicht ganz problemlos, aber jedenfalls ohne DSL-Ausfall von der T-Com zu CongStar) gewechselt und spare dadurch monatlich jetzt rund 15 Euro.

Der nächste Wechsel steht bei mir wohl an, wenn Kabel Deutschland hier bei uns das Internet-Angebot ausgebaut hat - dann bin ich aber in der Lage, für die kurze Übergangsfrist von maximal 7 Wochen ZWEI DSL-Anschlüsse zu betreiben, da KD für ihren Anschluss die Telekom-Leitungen nun mal nicht benutzt. Ich werde also auch dann definitiv keinen DSL-Ausfall zu befürchten haben, den alten Anschluss erst dann kündigen, wenn der neue bereits läuft und nochmals ca. 10 Euro monatlich sparen. Dafür werde ich sogar schnelleres DSL bekommen, allerdings auf meinen Festnetz-Anschluss verzichten müssen, den ich ohnehin nur noch für Fax und als Backup betreibe - telefonieren kann ich per VoIP oder bei einem Ausfall des Internet-Anschlusses per günstigem Mobilfunk-Discounter; und Fax benötige ich nur noch so selten (bei Dokumenten-Empfängern mit unbrauchbarem E-Mail-Account), dass ich das auch auf anderem Wege regeln kann.

So, meine Gründe für einen Wechsel habe ich genannt: 15 und 10 Euro monatliche Ersparnis, wenn KEIN DSL-Ausfall zu befürchten ist. 4 bis 6 Wochen Ausfallzeit wäre für mich ein No-Go.



Also: Wo liegt die Motivation bei euch? Günstige Hardware? Zusätzliche Voice-Flatrate (Wieviel spart ihr dadurch wirklich, wie hoch war eure Telefon-Rechnung vorher?)? Niedrigere Grundgebühr? Wie hoch muss die monatliche Ersparnis sein, um sich diesen Stress anzutun?
 
Zuletzt bearbeitet:
Gründe für einen Wechsel:
- Altanbieter weigert sich, aktuelle Konditionen an Altkunden weiterzugeben
- 60EUR Prämie + 1 oder 2 Monate Grundgebühr Befreiung beim Neuanbieter
- 5 EUR Ersparnis pro Monat
- etwas höherer Upload

Die Ersparnis wird also nicht so deutlich ausfallen. Aber wir haben beim alten Anbieter freundlich angefragt, ob wir (nach Ablauf der MVL) die Neukundenkonditionen bekommen können. Die Absage war recht unfreundlich.
IMHO hilft dann nur Konsequenz. Nur wenn Kunden weggehen, wird reagiert.
 
Ersparnis und weniger Unnützes

Klares Argument, was schon angesprochen wurde, ist eine Ersparnis.

Ich denke mal, dass viele hier noch in einem DSL-Vertrag sind, der zu Vertragsbeginn einen Analog/ISDN-Anschluss als Voraussetzung hatte und (genutzt oder nicht) monatlich gut zu Buche schlägt.

Weiterhin find ich nicht so toll, dass viele Anbieter jetzt nur noch große Pekete schnüren, die Leistungen beinhalten, die viele Kunden überhaupt nicht nutzen (wollen), aber den Paket-Preis aufblähen.
 
Also so groß wie Du tust sind die Risiken ja nun auch nicht. Dass es bei den Mengen an Kunden, die z.Zt. ihren Anbieter wechseln auch bei einigen zu Schwierigkeiten kommt, ist doch normal. Wer keine Probleme hat, meldet sich auch nicht hier, und die meisten "Probleme" sind im Moment die langen Wartezeiten auf den Schalttermin - ohne DSL Ausfall. Die größeren Probleme scheint es eher (zumindest bei mir im Bekanntenkreis) bei Umzug zu geben, weil sich z.B. ein Provider nicht in der Lage sieht, an beiden Standorten für eine Übergangszeit DSL bereitzustellen und der neue Anschluss erst beantragt werden kann, wenn der alte abgeschaltet ist - so macht man sich Freunde.

Meine Wechselgründe waren einfach: Meine alte Konfiguration war mittlerweile zu teuer (T-Net + T-DSL 2000 + Congster Flat = 42 Euro) und ich hatte die Wahl zwischen dem "Mit ihrer Leitung ist keine höhere Geschwindigkeit möglich"-Anbieter für 35 Euro und 2 Jahren MVLZ, einem Resale-Anbieter oder einem anderen Vollanschluss-Anbieter. Und da waren die kurzen Kündigsfristen und die schnellere Leitung bei Alice ein wesentliches Argument, mehr als der Preis. Besonders da ich die letzten Jahre sowieso schon de facto nur über dus.net telefoniert habe.
 
... Wie gross müssen für dich die Vorteile des neuen Anbieters sein, um die Probleme bei einem Anbieter-Wechsel auf sich zu nehmen? ...
Bei mir hat schon eine teure Hotline und ein paar Tage Ausfall ohne Kompensation gereicht. Wenn jemand wie die Telekom ein gutes, weil Probleme aufnehmend und bearbeitend, Forum unterhält, finanziell in den AGBs garantiere Mindestreperaturzeiten hat und eine kostenlose Hotline zur Verfügung stellt, dann ist das ein Grund zum Wechsel.
 
Ich wollte nach Ablauf der 24 Monate MVLZ nicht weitere 12 Monate verlängern bzw. beim Wechsel in einen Komplettanschluss erneut 24 Monate MVLZ.

Beim Wechsel von meinem alten Freenet-Tarif mit Resale-DSL in den Alice Max Fun analog (Anschluss mit HN-Technik) stieg meine Geschwindigkeit von 6Mbit/s auf 16Mbit/s bei monatlicher Kostenersparnis von ca. 18¤.
Die Umstellung klappte übrigen mit einem DSL-Ausfall von knapp einem Tag ohne Probleme. Vertragsende bei Freenet 17.01.2008 und am 18.01.2008 wurde gegen 9.00 Uhr Alice geschaltet.
Der Hauptgrund für meinen Wechsel war die Vertragslaufzeit und erst in zweiter Linie die Kostenerparnis (ich hätte auch, sogar noch vor Ende der MVLZ, für ca. 15¤ monatlich weniger in einen Komplettangebot bei Freenet wechseln können).

mfG
h1watcher
 
vorher: 1@1, 3000 (von 6.000)
nachher: carpo, 10.000(von 16.000)
 
Gründe - viele!

50% - unzufrieden mit DSL, da Leidensweg 16k->6000-> schlechtes 2000 bei Arcor. Jetzt bei O2 bis 10.000 möglich mit ADSL2+ zu günstigerem Preis! Preis-/Leistungsverhältnis war bei Arcor grottenschlecht, also muß man den Punkt noch in techn. und preisliche Unzufriedenheit unterteilen.

20% - Bestandkundenbenachteiligung, Knebelverträge, Vertragsbindung von 12 auf 24 Monate geändert

30% - unzufrieden mit Service, reine Veräppelungsanstalt, teure Hotline
 
Ganz einfach:

28 ¤ Freenet (DSL6029/580/Flat)
25 ¤ ISDN-Anschluß T-Com
43 ¤ Gesamt

nun

33 ¤ O2 (DSL8000/1024/Flat - Festnetz-Flat - Flat ins O2-Handynetz - O2-Handy's meiner Familie telefonieren untereinander kostenlos.)
T-Com-free!
 
Danke, dass ihr euch hier so freimütig zu dem Thema äussert. Ich hoffe, einige Anbieter lesen hier mit und ziehen ihre Lehren daraus.

Einige Gründe kann ich ganz leicht nachvollziehen.

Insbesondere wenn mein alter Anbieter mich verärgern würde - z. B. durch Verweigerung der Neukunden-Konditionen nach Ablauf der bisherigen Vertragsdauer oder durch sonstige bestandskundenfeindliche Aktionen, durch schlechten Service o. ä. - würde ich aus purem Trotz zur Not sogar die DSL-Auszeit in Kauf nehmen, um den Anbieter zu wechseln.

Andererseits bin ich definitiv nicht willens, für jeden popeligen Euro Ersparnis oder die fünfte neue Fritz!Box den Anbieter zu wechseln - schon gar nicht, wenn damit eine lange MVLZ einher geht.



@KuniGunther:

Sorry, das sehe ich anders. Wenn schon die Fachpresse mehr oder weniger regelmäßig über diese Problemfälle berichtet und die Anbieter sich untereinander verklagen oder die RegTP anrufen, um eine Lösung für ein Problem zu finden, glaube ich nicht, dass das Problem nicht erwähnenswert ist.

Es ist sicher richtig, dass nur die Problemfälle zur Diskussion stehen. Aber ich selbst habe in Verbindung mit meinem eigenen Wechsel noch für zwei andere Anschlüsse den Anbieter wechseln wollen - und nicht ein einziger dieser drei Wechsel verlief problemlos. Einer dieser Wechsel wurde zwischenzeitlich storniert, der zweite Wechsel ist bis heute, nach einer Bearbeitungszeit von insgesamt einem halben Jahr, noch nicht abschliessend bearbeitet. Das ging so weit, dass der Anbieter selbst nicht mehr wusste, wer den Kunden denn nun eigentlich mit DSL versorgt!

Probleme beim Wechsel scheinen mir daher eher die Regel als die Ausnahme zu sein.
 
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