[Frage] Was haltet ihr von Freetz auf der Box oder Linux extern

Was würdet Ihr bevorzugen?

  • Freetz/Freetz-NG/modfs auf der FritzBox

    Stimmen: 3 37.5%
  • externes Freetz/Freetz-NG/modfs (auf einem Repeater/Powerline/etc)

    Stimmen: 0 0.0%
  • externer Raspberry (oder ähnliches)

    Stimmen: 5 62.5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    8

WileC

Mitglied
Mitglied seit
28 Nov 2007
Beiträge
315
Punkte für Reaktionen
5
Punkte
18
Hallo Liebes Forum,

ich wollte einfach mal von Euch wissen, was ihr so bevorzugen und wo ihr die Vor- und Nachteile sehen würdet. Entweder Freetz (modfs) auf der FritzBox laufen zu lassen, oder extern z.b. Freetz-NG auf einem Repeater/Powerline-Adapter oder gleich einen Raspberry mit einem Ubuntu?

Ich persönlich habe lieber Freetz direkt auf der Box, damit auch Scripte vom ONLINECHANGED angestoßen werden können. Dies wird extern natürlich schwieriger, vorallem wenn sich nach einem neuen Verbinden der Box die IP nicht ändert... Ich nutze lediglich einen cron, dnsmasq und den syslogd.

Wie seht ihr das?
 

PeterPawn

IPPF-Urgestein
Mitglied seit
10 Mai 2006
Beiträge
13,086
Punkte für Reaktionen
997
Punkte
113
FRITZ!OS mit Erweiterungen auf der FRITZ!Box ... ansonsten wird das mit der Integration in SmartHome-Umgebungen (zumindest in andere als die AVM-eigenen) nämlich nie etwas.

Zwar kann man z.B. auch über TR-064 in der Theorie eine Art "Geo-Fencing" anhand der WLAN-Reichweite einrichten (weil das Hinzufügen/Entfernen eines WLAN-Gerätes eine Änderung der "HostNumberOfEntries"-Variablen auslöst, über die man sich per Event-Subscription benachrichtigen lassen könnte), aber leider funktioniert das nur "sehr launig" und wenn das betreffende Gerät zuerst im Mesh noch "weitergereicht" wird, ist das häufig reine Glückssache, ob man das Event kriegt oder nicht (so meine Tests).

Ähnliches gilt für Anrufinformationen (das Lauschen am TCP-Port 1012 per Telnet-/Text-Protokoll ist nicht wirklich effektiv zur Anrufererkennung, weil es eben nicht "message-basiert" ist und man exakt im richtigen Moment auch lauschen muß am Port) bei eingehenden Rufen und ähnlichem ... auch sind die Schnittstellen bei AVM eher "Plissee" (nach Heinz Erhardt ist das ein Synonym für "Vielfältigkeit") und eine einheitliche und auf offene Standards ausgerichtete Schnittstelle (z.B. MQTT o.ä.) fehlt bei der FRITZ!Box gänzlich (gut, auch TR-064 ist eine "offene Spezifikation", aber keine, die im SmartHome-Bereich irgendwie Relevanz entwickeln konnte).

Man ist in einem "Lock-In" gefangen ... das wenige, was über TR-064 "offiziell" abgefragt/gesteuert werden kann, ist zwar immer noch vergleichsweise viel (zumindest beim Vergleich mit anderen Herstellern), aber weit von einer "offenen Architektur" entfernt und so wird man (m.E. auch in der Zukunft, wenn's bei AVM nicht doch noch einen "Urknall" gibt und man plötzlich (freiwillig) die Integration mit anderen SmartHome-Systemen (und nicht nur "AHA" bzw. irgendwelche Sensoren/Aktoren, die DECT-ULE sprechen) vorantreibt) nicht wirklich darum herumkommen, das FRITZ!OS (in Maßen) auch künftig "aufzubohren" ... aber eben nur, um sie um zusätzliche Schnittstellen/Funktionen (der bereits vorhandenen Daemons) zu erweitern.

Aus der Box einen "richtigen Computer" machen zu wollen, betreibt AVM schon zur Genüge ... und zwar so sehr, daß man sogar dazu übergehen mußte, sich für die Senkung von Latenzen auf eigene Mechanismen im Kernel zu stützen - ich wage mal die These, daß es ansonsten bei der Performance reichlich düster aussähe und daß andere Hersteller - bei der Verwendung derselben SoCs - diesen eben deutlich weniger Aufgaben aufbürden und damit auch nicht so schnell "kritisch" werden, was die Auslastung und Reaktionszeiten angeht.

Daher bin ich auch definitiv kein Fan von "dauerlaufenden Diensten", die man zusätzlich auch die Box bringt ... wobei es eben immer darauf ankommt, worum es sich da handelt. Ein filternder DNS-Server (wie Pi-Hole) oder ein SQL-Server (o.ä.), können am Ende der kleine Schubs sein, der die FRITZ!Box über die Klippe stürzt ... ein SSH-Server für einen Shell-Zugang braucht nur so viele Ressourcen, wie der "tippende Mensch" an der Console belegen kann (selbst wenn jedes einzelne eingegebene Zeichen übertragen würde in einem eigenen Paket) und muß schon naturgemäß auf dem Gerät arbeiten, auf das man am Ende zugreifen will.

Letztlich hängt es auch immer davon ab, was die Box sonst noch so zu tun hat, wie weit man ihr zusätzliche Arbeit aufbürden kann. Daher gibt es m.E: auch kein "generelles Rezept", was man auf der Box zusätzlich laufen lassen kann und was nicht - das, was früher den "Charme" der durchlaufenden Router für zusätzliche Dienste ausmachte (wenig Stromverbrauch, 24/7 für Dienste verfügbar), können heutzutage Einplatinen-Rechner ebenso und - je nach Leistungsfähigkeit - auch zu einem ähnlichen Preis aufs längere Sicht gerechnet.

Nur kann man das mit Deinen "Umfragewerten" nicht abbilden, was hier "mein Standpunkt" ist ... dazu bräuchte es noch den Punkt: "FRITZ!Box mit eigenen Änderungen, aber ohne zusätzliche (Server-)Dienste + Einplatinen-Rechner für diese Zusätze".
 
  • Like
Reaktionen: WileC

koyaanisqatsi

IPPF-Urgestein
Mitglied seit
24 Jan 2013
Beiträge
12,499
Punkte für Reaktionen
323
Punkte
83
Moinsen


Freetz Cross Compile Umgebung in einer VM.
Angefangen mit 7113er Firmware basteln, dass war ein Spass (Speichermangel, kein USB).
...da war ein "Minimal Image" schon eine Kunst :cool:
Mit einer 7360 SL sahs wegen USB besser aus, aber nicht mit Speicher (RAM).
Ein Asterisk direkt auf der FRITZ!Box kann aber leider auch nicht alles hinbiegen, was Fritz!Seitens nicht "SIP Aware" ist.

Leider machte es dann zu späteren Zeitpunkt AVM den externen Entwicklern etwas schwerer, so dass grössere Projekte, wie ich es zum Beispiel bei "Sensor and Switch" erlebt habe, auf Raspberry oder andere Apache 2/PHP Umgebungen zogen, und somit auch leichter zu pflegen sind.

Und so würd ich am Liebsten für alle Drei stimmen, geht aber keine Mehrfachauswahl. (?)
...also den letzten Stand, Sicher ist Sicher.
 

zelgius

Neuer User
Mitglied seit
24 Sep 2018
Beiträge
18
Punkte für Reaktionen
3
Punkte
3
Am liebsten Freetz auf der Box. Leider sind meine Fähigkeiten derzeit noch zu limitiert um meine Wunschvorstellung dort auch mit reinzupacken. Daher nutze ich derzeit z.B. Raspberry Pi für Pi-Hole und Strongswan (Ikev2). Openmediavault z.B. hingegen würde ich in Zukunft auch weiterhin extern betreiben.
 

Insti

Mitglied
Mitglied seit
19 Aug 2016
Beiträge
383
Punkte für Reaktionen
29
Punkte
28
oder gleich einen Raspberry mit einem Ubuntu?
Das wird von mir bervorzugt. Ehrlich gesagt finde ich freetz total unnötig und kompliziert zu bauen. Habe neulich freetz-ng auf meinem Ubuntu installiert und wollte mal ein einfaches Images für die 7530 bauen. Nachdem der Rechner fast 2 Stunden kompiliert hat musste das ganze noch als in.memory erstellt werden. Zum Schluss ließ sich das trotzdem nicht flashen über die Windows Powershell.
Bei einem Ubuntu da wird mit "apt" das installiert was gebraucht wird und es funktioniert auch.