[Frage] Wechsel von ADSL+ISDN auf VDSL/Kabel+VoIP. ISDN-Telefone & TK-Anlage behalten?

maxsm

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Hallo,

ich plane gerade den Umstieg von ADSL+ISDN auf VoIP & VDSL oder Kabel. Ich bin bisher gut drum rum gekommen mich näher mit ISDN und Telefonanlagen zu beschäftigen und könnte nun etwas Hilfe und ein paar Ratschläge gebrauchen.

Derzeit werden mehrere COMfortel 1200/2600 ISDN-Telefone, ein Fax und ein AB über eine Auerswald COMpact 5000R betrieben.
Die Endgeräte sind im Gebäude verteilt und über ein Patchpanel mit der TK-Anlage verbunden.

Ich suche eine Lösung um sowohl die Endgeräte als auch die TK-Anlage weiterhin verwenden zu können, außerdem wäre ich froh wenn mir der ganz große Konfigurationsaufwand erspart bleiben würde ;)

Die Anforderung sieht wie folgt aus:
  • Bis zu 7 zeitgleiche Telefonverbindungen
  • Sehr hohe Zuverlässigkeit des Faxgeräts
  • Geringe Ausfallzeiten während der Migration

Ist das überhaupt zu realisieren? Was für Hardware brauche ich um zuverlässig Faxen zu können und 7 zeitgleiche Telefonverbindungen bereitzustellen?

Welche Herangehensweise empfiehlt sich um die Ausfallzeit während der Migration gering zu halten?

ADSL und die ISDN Leitungen kommen derzeit von Vodafone, falls nichts dagegen spricht würde ich einfachheitshalber auch dort bleiben. Sollte es gute Gründe dagegen geben würde auch ein Wechsel zu anderen Providern infrage kommen.

Vielen Dank im Voraus!
 

NDiIPP

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Ich suche eine Lösung um sowohl die Endgeräte als auch die TK-Anlage weiterhin verwenden zu können, ...
Das sollte kein Problem sein, so etwas ist ja mittlerweile "Alltag". Mit der verwendeten TK-Anlage (COMpact 5000R) hätte man sogar (mindestens) 2 Möglichkeiten:
  1. Entweder fast alles so lassen wie es ist und lediglich ein geeignetes Mediagateway (VoIP>ISDN, bei 7 Kanälen braucht es einen Gateway mit min. 4 S0-Bussen, bspw. ein Zyxel Gateway 400, Lancom 884, Bintec be.IP 4isdn oder man schaut auch mal bei beroNet, Patton oder Yeastar nach geeigneten Gateways*) vor die Anlage anschließen (dann muss zumindest an dieser normalerweise auch nichts rekonfiguriert werden) oder
  2. die Anlage rekonfigurieren (ggf. ist dann noch der Erwerb zusätzlicher VoIP-Lizenzen notwendig) und diese registriert sich in Zukunft direkt beim VoIP-Provider (oder alternativ an einem vorgelagerten SIP-Regisitrar bspw. eines IADs) und ISDN extern entfällt bei der TK-Anlage.

*)
Wobei ich es in Erinnerung habe, das bei der 5000R auch nur max. 3 externe S0-Busse (und somit max. 6 Kanäle per ISDN nach extern) möglich sind, das kollidiert dann mit dem Wunsch nach nach 7 Kanälen... Würde aber bedeuten, das jetzt schon nicht mehr als 6 gleichzeitige Verbindungen möglich sind, zumindest wenn aktuell nach extern weder SIP noch FXO-Ports genutzt werden.



ADSL und die ISDN Leitungen kommen derzeit von Vodafone, falls nichts dagegen spricht würde ich einfachheitshalber auch dort bleiben. Sollte es gute Gründe dagegen geben würde auch ein Wechsel zu anderen Providern infrage kommen.
Ob man bei Vodafone bleibt oder nicht ist auch davon abhängig, welche Anschlusstechnologien und Anbieter am betreffenden Standort verfügbar sind und wie die Anforderungen aussehen.
 
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Theo Tintensich

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Die 7 gleichzeitigen Telefonverbindungen wären das "Problem"
Wie wird das bisher gelöst?

Bei Auerswald steht zu einem Vodafon-SIP-Trunk Anschluss die folgende Konfiguration:

Damit sollte mit einem einfachen Router die 5000R externe per VoIP-Anschluss und Intern mit den ISDN-Telefonen funktionieren können.

Der problemlose FAX-Betrieb hängt von allen im VoIP-Verkehr beteiligten ab, und dass kann 'interessant' werden.
 
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RealHendrik

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ADSL und die ISDN Leitungen kommen derzeit von Vodafone, falls nichts dagegen spricht würde ich einfachheitshalber auch dort bleiben. Sollte es gute Gründe dagegen geben würde auch ein Wechsel zu anderen Providern infrage kommen.
Im Prinzip kann man bei Vodafone bleiben. Es gibt aber Anbieter, die die gleiche bzw. sogar bessere Leistungen für deutlich geringere Kosten bieten.

Mir stellen sich noch ganz andere Fragen: Benötigt ihr wirklich sieben gleichzeitige Externverbindungen? Oder andersherum gefragt: Wieviele Endgeräte habt ihr derzeit produktiv eingesetzt?

Und: Faxgeräte in VoIP-Umgebungen sind - prinzipbedingt - nicht mehr "sehr hoch zuverlässig". Bei solider Konfiguration der Umgebung (Faxgerät, Telefonanlage, VoIP-Anschluss usw.) kann man ganz passabel damit arbeiten, aber es gibt Empfehlungen, nicht mehr als fünf oder sieben Seiten in einem Rutsch zu versenden. Außerdem ist die Zuverlässigkeit natürlich auch von den Zielgeräten abhängig.

Was den Ausfall während der Migration angeht, so gibt es die gesetzliche Verpflichtung für die Anbieter, den auf maximal einen Werktag zu begrenzen (§ 46 TKG). Erfahrungsgemäß läuft das sehr viel schneller, man ist i.d.R. mit zwei bis drei Stunden dabei. Ich habe aber auch schon sehr viel schnellere Umstellungen erlebt: "mein" Rekord liegt bisher bei weniger als 15 Minuten zwischen Abschaltung ISDN und Funktionsfähigkeit des VoIP-Anschlusses.
 
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maxsm

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  1. Entweder fast alles so lassen wie es ist und lediglich ein geeignetes Mediagateway (VoIP>ISDN, bei 7 Kanälen braucht es einen Gateway mit min. 4 S0-Bussen, bspw. ein Zyxel Gateway 400, Lancom 884, Bintec be.IP 4isdn oder man schaut auch mal bei beroNet, Patton oder Yeastar nach geeigneten Gateways*) vor die Anlage anschließen (dann muss zumindest an dieser normalerweise auch nichts rekonfiguriert werden) oder
  2. die Anlage rekonfigurieren (ggf. ist dann noch der Erwerb zusätzlicher VoIP-Lizenzen notwendig) und diese registriert sich in Zukunft direkt beim VoIP-Provider (oder alternativ an einem vorgelagerten SIP-Regisitrar bspw. eines IADs) und ISDN extern entfällt bei der TK-Anlage.
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Die erste Möglichkeit klingt aufgrund des geringen Aufwands verlockend, sie zweite Lösung sieht allerdings sauberer aus. Hast du Zeit und Lust mir die wesentlichen Unterschiede der beiden Optionen zu erklären? Insbesondere würde mich interessieren ob es Unterschiede in der Informationssicherheit gibt.

Wobei ich es in Erinnerung habe, das bei der 5000R auch nur max. 3 externe S0-Busse (und somit max. 6 Kanäle per ISDN nach extern) möglich sind, das kollidiert dann mit dem Wunsch nach nach 7 Kanälen... Würde aber bedeuten, das jetzt schon nicht mehr als 6 gleichzeitige Verbindungen möglich sind, zumindest wenn aktuell nach extern weder SIP noch FXO-Ports genutzt werden.
Du hast absolut recht, es sind 3x S0-Ports nach extern verbaut. Ich habe die Information aus einer E-Mail übernommen und hatte bisher noch keine Möglichkeit mir die Anlage anzugucken. Wenn's bisher noch niemanden aufgefallen ist werden auch zukünftig 6 Kanäle ausreichen.

Die 7 gleichzeitigen Telefonverbindungen wären das "Problem"
Wie wird das bisher gelöst?
Die Angabe der 7 bestehenden Kanäle war eine Fehlinformation.

Der problemlose FAX-Betrieb hängt von allen im VoIP-Verkehr beteiligten ab, und dass kann 'interessant' werden.
Ich hab's mir fast gedacht. Was das Thema betrifft habe ich bereits eine Menge Geschichten gehört, allerdings selten welche mit einem happy end.
 

maxsm

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Im Prinzip kann man bei Vodafone bleiben. Es gibt aber Anbieter, die die gleiche bzw. sogar bessere Leistungen für deutlich geringere Kosten bieten.
Ob man bei Vodafone bleibt oder nicht ist auch davon abhängig, welche Anschlusstechnologien und Anbieter am betreffenden Standort verfügbar sind und wie die Anforderungen aussehen.
Laut Vodafone Verfügbarkeitscheck ist an der Adresse nur Kabel möglich, dafür aber mit 1000/50. Am Telefon war von VDSL mit 25 Mbit die Rede.
Telekom stellt laut Verfügbarkeitscheck Glasfaser bis zu 1000/500 im DeutschlandLAN SIP-trunk Tarif bereit und tatsächlich stolpert man Fast über den Glasfaserkasten wenn man das Gebäude verlässt.

Inzwischen denke ich dass sich ein DeutschlandLAN SIP-trunk Tarif am besten eignet. Den könnte ich wahrscheinlich parallel zu dem ADSL+ISDN in Betrieb nehmen, dann die Rufnummer(n) von Vodafone zur Telekom schieben und letztendlich den Vertrag bei Vodafone auslaufen lassen. Das sollte eigentlich problemlos möglich sein, oder?

Was den Ausfall während der Migration angeht, so gibt es die gesetzliche Verpflichtung für die Anbieter, den auf maximal einen Werktag zu begrenzen (§ 46 TKG). Erfahrungsgemäß läuft das sehr viel schneller, man ist i.d.R. mit zwei bis drei Stunden dabei. Ich habe aber auch schon sehr viel schnellere Umstellungen erlebt: "mein" Rekord liegt bisher bei weniger als 15 Minuten zwischen Abschaltung ISDN und Funktionsfähigkeit des VoIP-Anschlusses.
Das ist eine richtig gute Info, wusste ich bisher noch nicht.
 

NDiIPP

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... sie zweite Lösung sieht allerdings sauberer aus.
Ja, die zweite Lösung würde ich aufgrund der bisher bekannten Informationen auch bevorzugen. Die erste Lösung hatte ich sozusagen nur der Vollständigkeit halber erwähnt (und könnte man in diesem Fall vielleicht als "Notlösung" bezeichnen). Ich denke da spare ich mir jetzt einfach mal das aufzählen detaillierterer Unterschiede. Ist ja letztlich auch keine ganz neue Fragestellung und wurde in den letzten Jahren schon häufiger (imo auch in Foren) diskutiert... ;)
 

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Hallo!

Wenn die vorhandene TK-Anlage inkl. der Systel bis dato Zufriedenstellend funktioniert hatte, muss man nicht unbedingt, nur weil man "Extern mit VOIP" Zwangsbeglückt wird, sofort die Anlage tauschen.
Warum es gerade 7 nach Extern gleichzeitig sein sollen bleibt mir ein Rätsel, aber mit einem dementsprechenden Router für die vorhandenen dzt. 3 ISDN-Basis Anschlüsse, läuft das dann nach der Umstellung "fast ganz normal" wie früher.
 

NDiIPP

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Wenn die vorhandene TK-Anlage inkl. der Systel bis dato Zufriedenstellend funktioniert hatte, muss man nicht unbedingt, nur weil man "Extern mit VOIP" Zwangsbeglückt wird, sofort die Anlage tauschen.
Das hat hier bisher wohl auch noch keiner vorgeschlagen. Wäre bei der Anlage des TO, wenn sie den Anforderungen weiterhin genügt, wohl auch unnötig.
 

Theo Tintensich

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NDiIPP

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Sorry @Theo Tintensich aber ich kann da nirgendwo einen Hinweis darauf finden, das empfohlen wird die Anlage zu tauschen... Bin ich blind?
 

Theo Tintensich

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OK, NDiIPP, dann habe ich deinen Teil misstverstanden.
 

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Die Frage dazu o. danach, wurde aber bereits vom TE selber erstellt, in seiner "Titel-Frage"!
 
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