@gantim:
Unabhängig davon, ob man das angekündigt hat oder nicht - wer mit Beta-Firmware irgendwann und irgendwo dumm dasteht, der sollte entweder VORHER alles das testen, was er verwendet/braucht oder gleich ganz auf den Einsatz von Labor-Firmware verzichten, wenn er auf Funktionen ANGEWIESEN ist.
Da jetzt einen SKANDAL drin zu sehen, daß AVM da überhaupt Änderungen vorgenommen hat, ohne sich zuvor die Zustimmung einzelner Benutzer einzuholen (und nein, Du hast das nicht (direkt) selbst skandalisiert, sondern nur in den Status eines Bugs erhoben und erwartest offenbar (immer noch), daß man es wieder rückgängig macht - andere haben sich da deutlicher zu AVM und der "Software-Qualität" eingelassen), verkennt in meinen Augen die Realitäten.
Alleine von Deiner 7530AX wurden (lt. router-faq.de:
https://www.router-faq.de/?id=fbinf...outer-faq.de/?id=fbinfo&hwf=fb7530ax#fb7530ax) mehr als 2,5 Mio. Stück produziert und nun überlege mal, welchen Anteil daran (und wir reden von EINEM einzelnen Modell; über alle von der Änderung betroffenen Modelle sind das noch mal deutlich mehr) diejenigen haben, die eben NICHT hier aufschlagen, weil sie die Änderung gar nicht bemerken.
Und mir persönlich ist es tatsächlich vollkommen egal, ob AVM bei der (vermutlich getroffenen) Entscheidung bleibt oder nicht - ich plädiere nur dafür, daß nicht jede (nicht ausführlichst kommunizierte) Änderung, die für den einen ein Problem darstellt (bei seinem EIGENEN Szenario, in dem er das Gerät einsetzt), auch für alle anderen FRITZ!OS-Benutzer als solches anzusehen ist und es eben kein Bug sein MUSS. Es ist ja (für mich jedenfalls) sogar sehr unwahrscheinlich, daß so eine Änderung "versehentlich" erfolgt.
Auch die Feststellung, daß AVM die Firmware in ihren Funktionen immer mehr beschneiden würde, mag nach Deiner Ansicht ja richtig sein - ich sehe da dennoch bei fast allen Änderungen seitens AVM deutliche Vorteile für die Mehrzahl der Nutzer (und mir wird hoffentlich niemand ernsthaft unterstellen wollen, ich wäre "Fan-Boy" und/oder stünde AVM generell unkritisch gegenüber) und das sind diejenigen, die wirklich zählen und die AVM im Auge haben sollte.
Wenn da jemandem, der sich ja offenbar am Ende zu helfen wußte, die Verwendung von (von ihm nicht ausreichend getesteter) Labor-Firmware auf die Füße fällt - so what? DAS Risiko bist Du ja (hoffentlich) bewußt eingegangen und es gibt garantiert auch noch weitere (bisher nicht dokumentierte oder überhaupt nur bemerkte) Änderungen, die eben für Dich nicht zu einem - so ausgeprägten - Problem wurden.
Die Ursache Deines Problems ist doch mittlerweile klar erkannt - soll die Frage "Bug oder nicht?" jetzt tatsächlich in diesem Thread (der sich ja nicht mal explizit von Beginn an auf die Labor-Reihe bezog, es mußte ja erst mal im Verlauf herausgearbeitet werden, daß es sich um ein Labor-Problem handelt) entschieden werden?
Wenn das mit einer eingehenderen Konfiguration weiterhin zu lösen ist, dann BRINGT diese Änderung denjenigen, die nur eine simple VPN-Verbindung herstellen wollen - um mal mit dem Zaunfeld "Home Assistant" zu winken - eben durchaus Vorteile … Zugriffe auf SMB-Protokolle sind erst einmal unterbunden, solange der Benutzer die Verbindung nicht explizit so konfiguriert, daß das nicht der Fall ist. Wer sich die (WireGuard®-)Konfiguration im FRITZ!OS genau ansieht, wird feststellen, daß da eben nicht nur zwischen Einzelplatz und Site-to-site unterschieden wird, wie das bei IPSec war bzw. ist (und auch das stimmt ja eigentlich nicht mal) - in meinen Augen ist so eine VPN-Verbindung, die auch SMB transportieren soll, durchaus "speziell".
Und es gibt bei SMB und allem anderen, was darauf aufbaut, genug Angriffsmöglichkeiten … nicht umsonst basieren die meisten Windows-(Netzwerk-)Lücken, die sich remote ausnutzen lassen, auf SMB (und RDP), denn auch (Windows-)RPC basiert zu einem größeren Teil auf SMB, das sind die (üblicherweise versteckten) IPC$-Freigaben. Wenn da mal wieder eine größere Lücke bekannt wird, ist es aber zu spät, um erst mal alle AVM-VPN-Benutzer ihre Konfigurationen ändern zu lassen. Ein Security-Prinzip ist es auch, mit so wenig Angriffsfläche wie möglich zu operieren und da gehört das Blockieren von Diensten, die nicht benötigt werden, dazu - im Profi-Bereich dann eben mit einer "richtigen" Firewall.
Und zu
reject_not_encrypted - AFAIK stammt dieser Parameter noch aus der Zeit des "AVM-MPR" und "KEN!" und hat schon lange keine Funktion mehr in der VPN-Implementierung im FRITZ!OS (Zertifikate gehen m.W. auch nicht mehr, selbst wenn es Parameter dafür gibt). Mir ist es jedenfalls nie gelungen, damit IRGENDEINE Box nach 06.xx zum Transport von unverschlüsseltem Traffic über ein externes Interface zu überreden - dazu mußte man bei IPSec ein unverschlüsseltes Proposal-Set auswählen.