[Frage] zwei Router an einem DSL-Anschluss

Schmolle-2

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Hallo, mein Sohn hat inzwischen die 20 überschritten und ich möchte ihm ermöglichen seine eigenen Server und netzwerkweiten Werbeblocker zu betreiben. Ich nutze einen DSL-Zugang von 1&1 bei Nutzung des Telekomnetzes. Meine Vorstellungen sind folgende: Ein DSL-Modem stellt die Verbindung zum Internet her. Der Firewall des Modems ist deaktiviert. Danach kommt ein Splitter gefolgt von je einem Router mit aktiviertem Firewall. Über IP-V6 sollte doch jeder Router separat aus dem Internet erreichbar sein (DynDNS ist natürlich aktiviert). Jeder kann in seinem Router entsprechende Freigaben einrichten. Da ich kein Netzwerexperte bin, hätte ich gern die Meinungen und Hinweise von solchen gehört.
 
Warum du das Thema mit DSL unter LTE einsortiert hast, erschließt sich mir nicht ;)

Ein Modem wird nicht reichen. Nimm statt dessen einen Router und klemm die anderen zwei dahinter. Wenn du keine besonderen Anforderung hast, könnte auch ein Router, eine Fritz!Box genügen. Du kommst dann mit deinen Geräten ins Gastnetzwerk und dein Sohn nutzt das normale.
 
Das Thema gehört hier nicht rein. Da habe ich nicht aufgepasst. wie verschiebe ich den Beitrag jetzt?

Der Antwort kann ich erst einmal nicht folgen. Rein technisch gesehen besteht doch ein Router aus drei Komponenten: Modem, Switsch, WLAN-Hotspot. Was macht das interne Modem anders. Was wäre der technische Hintergrund?
 
Das ist nicht korrekt. Ein Router ist ein Gerät, was zwischen verschiedenen Netzen routet. Also z.B. zwischen dem Internet und deinem Heimnetzwerk. Es gibt Modelle, die noch ein Modem, einen Switch und einen WLAN Access Point mitbringen.

Die von mir erwähnte Fritz!Box hat die Möglichkeit zwei Heimnetze zur Verfügung zu stellen. Das "normale" und einmal das Gastnetzwerk.

Ein Modem ist - start vereinfacht - bei DSL nur eine Art Medienübersetzer, von 2-Draht-DSL zu Ethernet.
 
Breitbandanschlüsse / Allgemein Breitbandanschlüsse

-- Zusammenführung Doppelpost gemäß Boardregeln by stoney

Ich nutze derzeit eine 7530AX von Fritz. Bei Nutzung des Gastnetzes würde die Abhängigkeit von den Einstellungen meiner Fritzbox erhalten bleiben. Genau das möchte ich ja beenden.
Mir ist auch keine Fritzbox bekannt, die ohne Modem daherkommt, egal ob DSL, Kabel oder Glasfaser.
Modem steht einfach nur für Modulieren, Demodulieren. Bei DSL wird die Telefonleitung als Träger genutzt. Ein Signal mit hoher Frequenz wird auf die Kupferleitung aufmoduliert bzw. demoduliert.
 
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Mir ist auch keine Fritzbox bekannt, die ohne Modem daherkommt
FritzBox 4040, 4050, 4060, 4690

Genau das möchte ich ja beenden.
Dann bleibt es bei 3 Routern. Nummer 1 an der DSL Leitung, Nummer 2 und 3 dahinter. Einmal für dich, einmal für deinen Sohn.

Alternative: 2 Router. Nummer 1 an der DSL Leitung mit dem Gastnetzwerk für dich und Nummer 2 im "normalen" Netz dahinter für deinen Sohn.
 
Weitere Alternative:
Du lässt deinen Sohn einfach "machen".
Du genießt das von seinem AdGuard oder Pihole vom Müll befreite Internet und freust dich über seine Erfolge mit seinen eigenen Serverdiensten.

Einen evtl. aus dem Internet erreichbaren Dienst sollte man sowieso so einrichten, dass er möglichst schwer angreifbar ist - das gilt auch im eigenen Netz. Und einem Familienangehörigen sollte man ja auch entsprechendes Vertrauen aussprechen.

So handhabe ich das mit meinem Sohn. Nur, dass dieser mittlerweile 50+ Jahre alt ist und unsere sehr weit entfernten Hausnetze transparent per VPN verbunden sind.
Und Geheimnisse hinsichtlich unserer IT gibt es eh keine mehr. Mittlerweile frage ich ihn mitunter öfter, als er mich... .

vy 73 de Peter
 
Mittlerweile frage ich ihn mitunter öfter, als er mich...
Ja, ein bekanntes Problem... Aber jeder hat sein Spezialgebiet. Das ist auch gut so...
Wenn das beim TO anders sein sollte müsste er über eine getrennte Leitung nachdenken...
 
Im Prinzip hast du recht. Allerdings liegt es nicht an mangelndem Vertrauen. Er ist als Fritzboxnutzer angelegt und hat alle Rechte. Mittlerweile sind über 20 Geräte im Heimnetz, darunter z.B. IP-TV, wo auch sein Fernseher darunter ist. Auch er möchte das funktionierende System nicht zerschießen. Desweiteren würde er gleiche Server einrichten wollen, welche ich schon mit der IP-Adresse meines DSL-Anschlusses nutze. Es geht einfach um die Möglichkeit der technischen Umsetzung. Es ist nun einmal ein riesiger Unterschied ob man mit einem System gewachsen ist oder etwas funktionierendes in die Hände bekommt.

[Edit Novize: Beiträge gemäß der Forumsregeln zusammengefasst]

FritzBox 4040, 4050, 4060, 4690
Wieder was gelernt. Auch Fritz bietet Router ohne Modem an. Laut Wissensdatenbank benötigen die ein externes Modem.

Betreibe ich dieses im Bridge Modus, gebe ich die Zugangsdaten in der Fritzbox ein. Wie verhält es sich, wenn ich die Verbindungsdaten über das Modem eingebe und dieses die Verbindung unabhängig vom Router aufbaut (PPPOE)? Ich habe mal den Support bei Fritz kontaktiert. Ich hinterlasse das hier, wenn eine Antwort kommt.
 
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Das Problem ist, dass es keine Trennung von DSL-Anbieter und Datentarif mehr gibt. Früher konnte man an einem DSL-Modem zwei Router mit eigenen Zugangsdaten betreiben und hatte dann quasi getrennte Anschlüsse, die sich die Datenrate teilen. Das geht seit längerer Zeit nicht mehr. Deshalb ist in Eurem Fall nur ein zweiter Anschluß oder ein Router (z.B. Fritzbox) in einfacher Konfiguration und für jeden eine weitere Fritzbox dahinter möglich. Um Portfreigaben, Portweiterleitungen, Dyndns und dergleichen einzurichten, braucht trotzdem jeder Zugriff auf den Hauptrouter und muss wissen, welche Ports und Funktionen der andere schon nutzt, um die eigenen Dienste anders zu konfigurieren. Bei IPv6 stimmt es, dass alle Geräte ihre eigene IP haben und von aussen erreichbar gemacht werden können, aber es ist auch noch viel IPv4 in Benutzung, besonders im Heimnetz (Smart-Home-Geräte) und beim Zugriff von Aussen (Hotel-Wlan oder Datenroaming).
 
Hallo, heute kam nun die Antwort von Fritz!:

"vielen Dank für Ihre Anfrage an den FRITZ!-Support.

An einem DSL-Anschluss möchten Sie gern ein DSL-Modem verwenden. Über einen Splitter sollen zwei FRITZ!Box-Geräte genutzt werden.

Das ist ein interessantes Einsatzszenario. Da das Modem kein Routing macht wäre als erstes die Frage an welcher Stelle die Internetzugangsdaten, die Sie vom Provider bekommen haben, eingeben.
Wenn Sie die Internetzugangsdaten nicht im Modem eingeben, dann brauchen Sie zwei Mal Zugangsdaten vom Provider - sonst wird das sowieso nichts mit den IPv6-Adressen.

Wenn die Internetzugangsdaten im Modem eingegeben werden, dann müssten Sie zunächst mit dem Provider die Netzwerkgröße vom IPv6-Netz klären. Entsprechend dann bitte das Modem einstellen. Die FRITZ!Box würde dann per DHCP die IP-Adressen beziehen.

Da die Firewall in den FRITZ!Box-Geräten aktiv sein soll, sind dies getrennte Netze.

Im übrigen braucht die FRITZ!Box eine IPv4-Adresse für die Internetverbindung, es kann sich dabei aber auch um eine nicht öffentliche IPv4-Adresse handeln.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihres Vorhabens.

Freundliche Grüße aus Berlin
xxxxxxxx (FRITZ!-Support)°

So wie ich das sehe, ist hier Experimentieren angesagt.

Mitarbeiternamen zensiert by stoney
 
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Der erste Vorschlag ist nicht umsetzbar, da ein Anschluss nicht mit zwei Zugangsdaten genutzt werden kann (wurde bereits erwähnt). Der zweite Vorschlag ist nichts anderes als zwei oder drei Router zu nutzen (AVM verwechselt hier Modem und Router).

Ich bin auch der Meinung, dass persönliche Daten, wie z.B. der Name der Mitarbeiterin, nicht in ein öffentliches Forum gehört und wenn überhaupt nur anonymisiert wiedergegeben werden sollte.
 
So wie ich das sehe, ist hier Experimentieren angesagt.
Wüsste nicht, was es da zu experimentieren gäbe. Entweder man verwendet einen Router (entweder mit integriertem xDSL-Modem oder zusätzlich separatem xDSL-Modem) der von sich aus bereits mehrere Netzwerke zur Verfügung stellen kann, Port basiert oder per VLAN (bspw. Modelle von Draytek, Lancom, Ubiquiti usw. oder was OpenWRT basiertes, alternativ auch eine Fritzbox wenn deren Gastnetzfunktion ausreichend ist), oder man verwendet eben mehrere Router hintereinander (Routerkaskade).

Sowas wie Modem + Splitter dahinter ist jedenfalls nicht möglich.



Edit:
Auch Fritz bietet Router ohne Modem an.
Und bei fast alle Fritzboxen mit integriertem Modem lässt sich dieses deaktivieren und ohne das integrierte Modem verwenden. Wird u.a. bei FTTH-Anschlüssen schon seit Jahren so gemacht.

Laut Wissensdatenbank benötigen die ein externes Modem.
Jein. Es gibt ja nicht nur xDSL-Anschlüsse… Oder eben im Falle von Routerkaskaden, da braucht es auch kein externes Modem.
 
Zuletzt bearbeitet:
Über IP-V6 sollte doch jeder Router separat aus dem Internet erreichbar sein
Würde ein VPS mieten (bsp. IONOS VPS XS) und seinen Server mit Wireguard dauerhaft verbinden. Die Geräte im Heimnetzwerk sind dann über die externe VPS ip erreichbar. Für 12€ miete im Jahr sparst du dir einen extra Router und die Stromkosten dazu.
 
Das geht, denn 1&1 erlaubt die Mehrfach-Einwahl. Du kannst ein externes DSL-Modem nehmen, dahinter ein Switch und dann zwei Router (mit jeweils ihrer Firewall). Problem ist dann QoS, also wenn Dein Sohn saugt, wirst Du Störungen in Deinem Internet haben. Könnte man aber vielleicht in den Griff bekommen (vermutlich eher durch den Switch). Müsste man ausprobieren. Hat wohl noch niemand wirklich gemacht.

Deine FRITZ!Box 7530 AX kannst Du behalten: „fritz.box → Internet → Zugangsdaten → (Reiter) Internetzugang → (Taste) Verbindungseinstellungen ändern → Internetzugang: Über ein externes Modem“. Dein Sohn bräuchte dann einen weiteren Router, z.B. eine gebrauchte FRITZ!Box 7520 oder 4040.

Welche DSL-Geschwindigkeit habt Ihr? Dann kann man direkt ein DSL-Modem empfehlen. Die Digitalisierungsbox Basic bietet DSL-Modem auf allen LAN-Ports. Ist gebraucht über Kleinanzeigen.de oder eBay.de-Auktion manchmal schon kostenlos zu haben, nur Versand bzw. Vorbeifahren ist zu zahlen. QoS automatisch? Glaube ich nicht.
Ich nutze derzeit eine 7530AX von Fritz.
Die kannst Du behalten, und könntest Dir sogar das DSL-Modem sparen. Du aktiviert PPPoE-Passthrough unter „fritz.box → Internet → Zugangsdaten → (Reiter) Internetzugang → (Taste) Verbindungseinstellungen ändern“. Dein Sohn müsste sich dann nur einen weiteren Router beschaffen und auf PPPoE umstellen (und kein VLAN-Tagging machen), also wieder 7520 oder 4040. Nachteil dieses Ansatzes: Dein Sohn kann jederzeit in Dein Heimnetz, indem er umstöpselt (also das LAN-Kabel oder PPPoE auf DHCP umschaltet). QoS in dem Fall? Keine Ahnung!

Der nächste alternative Ansatz über eine Router-Kaskade geht nur dann, wenn Ihr Euch nicht bei IPv4 in die Quere kommt:
  • IPv4
    • fritz.box → Internet → Freigaben → (Reiter) Portfreigaben → (Taste) Gerät für Freigaben hinzufügen. Hier entweder (nur) bei IPv4 allgemein „Exposed Host“ oder gezielter unten die Taste „Neue Freigabe“.
  • IPv6
    1. fritz.box → Heimnetz → Netz → (Reiter) Netz-Einstellungen → (Taste ganz unten) weitere Einstellungen → (Taste) IPv6-Einstellungen → DHCPv6-Server in der FRITZ!Box für das Heimnetz aktivieren: DNS-Server und IPv6-Präfix (IA_PD) zuweisen
    2. fritz.box → Internet → Freigaben → (Reiter) Portfreigaben → (Taste) Gerät für Freigaben hinzufügen → Firewall für delegierte IPv6-Präfixe dieses Gerätes öffnen.
Auch hier wieder, der Sohn kann durch einfaches Umschalten auf Dein Heimnetz, also wenn er den Router abschaltet und stattdessen den Modus IP-Client verwendet. Willst Du auch das verhindern, brauchst Du drei Router.
 
Nö, jedenfalls bei mir (Vectoring = Telekom und L2-BSA = Versatel). Ich dachte, der Thread-Ersteller meint damit das DSL-Netz als solches = Telekom Deutschland. Oder meinte er L3-BSA? Selbst dann, ist das sicher, dass bei L3-BSA die Mehrfach-Einwahl nicht geht?
 
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