jimmy2308 schrieb:
Jetzt möchte ich meine alte 7050 im Dachgeschoss über ein Netzwerkabel anschliessen, damit ich dort auch ein Telefon anschliessen kann.
Willst Du darüber nur telefonieren oder auch den Netzwerkanschluß benutzen, also ins Internet? Ich gehe mal von letzterem aus. Die "einfachste" Lösung ohne Nebenwirkungen ist die doppelte Nutzung des Netzwerkkabels. Für die Netzwerkverbindung sind lediglich vier Adern (1,2,3,6) des Kabels notwendig. Die anderen vier Adern (4,5,7,8 ) stehen für die Benutzung als Telefonverbindung (idealerweise per ISDN) zur Verfügung. Man könnte auch bei freier a/b-Schnittstelle an der 7170 eine direkte Verbindung zur FritzBox schalten. Somit wäre die zweite Box im Dachgeschoß komplett überflüssig. Man umgeht damit auch das lästige Problem, daß die zweite Box einen IP-Wechsel nicht mitbekommt. Leider hast Du keine Angaben darüber gemacht, welche Anschlüsse an der ersten Box noch zur Verfügung stehen.
erste Variante (ISDN):
Benötigt werden Cat5-Installationsleitung und zwei Doppel-Ethernet-Dosen. Eine Dose installierst Du in der Nähe der 7170 die andere im Dachgeschoss. Dann legst Du an den Dosen die Netzwerkadern auf den Kontakten 1, 2, 3, 6 der einen Buchse auf (nach EIA/TIA T568A auf 1 die weiße Ader des grün/weiß-Paares, auf 2 die grüne Ader des grün/weiß-Paares, auf 3 die weiße Ader des orange/weiß-Paares und auf 6 die orange Ader des orange/weiß-Paares)
Auf der Anschlußleiste der zweiten Buchse legst Du auf 3, 4, 5, und 6 die restlichen Adern auf (Empfehlung: 3 weiß des weiß/blau-Paares, 6 blau, 4 weiß des weiß/braun-Paares und 5 braun).
Wie Du sicher festgestellt hast, werden die Kontakte 3 und 6 in beiden Buchsen benutzt. Das ist auch der Pferdefuß dieser Angelegenheit, denn Du darfst nachher im Betrieb die Buchsen nicht verwechseln, denn auf der ISDN-Leitung liegen 60V an. Und das mögen die Netzwerkkarten irgendwie nicht. Ein weiterer Nachteil ist, daß der ISDN-Bus terminiert werden muß, man aber die Widerstände nicht auf Ethernet-Dosen aufgelegt bekommt. Es ist dann über einen Zwischenstecker zu terminieren.
In dieser Variante schließt Du entweder den Rechner an die LAN-Buchse an und eine ISDN-Telefon an die andere Buchse. Oder Du schließt die 7050 entsprechend an, und an diese dann den Rechner und ein (oder mehrere) Analogtelefon(e). Vorteil dieser Aktion: Du kannst sowohl per VoIP als auch per Festnetz telefonieren (abgehend und ankommend!). Es sind nur die entsprechenden MSN auch VoIP-Rufnummern als Festnetznummern zu konfigurieren (keine VoIP-Accounts, das macht alles die 7170).
zweite Variante (analog): Die Netzwerkbuchse belegst Du wie bei Variante 1. Die zweite Buchse belegst Du nur die Adern 4 und 5 mit den gleichen Adern wie oben. An die Netzwerkbuchse schließt Du den Rechner an und an die andere Buchse entweder über Adapter das a/b-Telefon oder meistens passen auch die RJ12-Stecker in die RJ45 Buchsen. Bei vielen Telefonen werden die mittleren Adern genutzt und es geht so. Wenn nicht, dann mußt Du Dir ein entsprechenden Kabel crimpen (lassen). An die Buchse bei der 7170 mußt Du dann natürlich einen Analoganschluß dieser Fritzbox anschließen.
Ist sehr umfangreich, weil möglichst ausführlich geworden und liest sich sicherlich schlimmer, als die ganze Installation ist. Eine Zeichnung wäre sicherlich einfacher. Solch eine Doppelbelegung einer Netzwerkleitung läuft bei mir schon seit mehreren Jahren (schon seit Vor-FritzBox-Zeiten) problemlos, weil ich nicht mehrere Leitungen legen konnte. Die Alternative hierzu ist die Verlegung einzelner Leitungen für die entsprechenden Zwecke. Wenn noch Fragen sind, nur zu.
Gruß Telefonmännchen