Genau sowas dachte ich dann ja auch, nachdem ein paar Formulierungen darauf hindeuteten.
Der Punkt ist einfach technischer Art. Im Fall von TCP versuchst Du eine Verbindung mit dem anderen Endpunkt zu öffnen. Kommt die Verbindung zu Stande, d.h. Du bekommst ein dementsprechendes Antwortpaket, weißt Du, dass der Port offen ist. Kommt keine Antwort, kann das einmal daran liegen, dass keiner da ist, der Dir eine Antwort geben kann (das Programm, das für die Antwort zuständig ist, läuft nicht) oder dass eine Firewall irgendwo unterwegs das Paket einfach wegwirft.
Eine Antwort wie "Ich habe das Paket durchgelassen" oder "es ist hier angekommen, aber niemand will es" gibt es nicht, d.h. sowas wie ein Pakettracking beim Paketdienst (d.h. es gibt schon sowas, aber nur als spezielles Protokoll und nicht bei normalen Verbindungen). Es ist eher wie bei Funkgeräten: Du weißt nur, dass die Verbindung funktioniert, wenn Dir jemand antwortet. Wenn nicht, kann es eine Störung sein oder niemand ist da.
Man kann umgekehrt eine Firewall allerdings so konfigurieren, dass sie ein Paket nicht einfach nur wegwirft, sondern eine Antwort "Paket nicht angenommen" zurückgibt. Dies macht man aber normalerweise nach außen hin nicht, da es das Scannen von Ports erleichtert.