CATI-Studio: 10 Kanäle mit insg. 10.000 Minuten oder Allnet-Flatrate

Lars-Daniel

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Hallo!

Wir betreiben ein CATI-Studio im wissenschaftlichen Bereich und benötigen 10 Kanäle zusätzliche für die kommerzielle Benutzung.

Wir haben durchschnittlich 10.000 Minuten im Monat (über alle 10 Kanäle), 60% davon sind deutsches Festnetz, 40% deutscher Mobilfunk.
Da ich Asterisk verwende, kann ich einen SIP-Trunk oder 10 Einzel-Accounts einbinden (letztere benötigen natürlich CLIP No-Screening).

Angebote mit 10.000 Minuten sind schwer zu bekommen, eine Allnet-Flatrate mit einem SIP-Trunk schon gar nicht.
Kennt vielleicht jemand Anbieter, welche dies anbieten?

Besten Dank
Lars-Daniel
 
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SalehTelecom

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Hallo,
es Stimmt eine Allnet-Flatrate dieser Art wird nicht Angeboten.
Kann aber Trotzdem helfen, wie liegt die Preisvorstellung bei 10.000 Minuten/Monat für Festnetz und Mobilfunk ?
Gruß
Saleh
 

Olaf Ligor

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easybell "Fair Flat L" mit 5000 Min. ins dt. Festnetz & 2000 Min. in dt. Mobilfunk
Davon dann zwei Verträge ergeben 10k FN- und 4k-Mobil-Minuten für ca. 120€ netto zzgl. Kosten für die Trunks.
 

SalehTelecom

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Easybell bietet also 120 € plus 4.90 € Netto, ich glaube zwar nicht daß die Minuten alle Abtelefoniert werden, aber das Angebot ist doch ok , günstiger kann es über mich gehen !
 

Lars-Daniel

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Danke, aber EasyBell kommt leider nicht für uns in Frage:

Produkte, bei denen Leistungen pauschal abgegolten werden (z. B. Flatrates), werden nicht für Mehrwertdienste- und Telekommunikationsdiensteanbieter und nicht für Anbieter und Betreiber von Massenkommunikationsdiensten, insbesondere Anbieter oder Betreiber von Faxbroadcastdiensten, Call-Center-, Telefonmarketing-Leistungen und Marktforschungsdienstleistungen angebote
 

RealHendrik

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Obacht: Für gewerbliche Nutzer gibt es bei praktisch keinem Anbieter eine echte Flatrate, also "all inclusive". Sobald das Stichwort "gewerblich" fällt, sind es höchstens "Fair Flats", was nur eine hübsche Umschreibung für Minutenpakete sind. Und die dürft ihr gewerblich nutzen... Also kommt Easybell doch für Euch infrage.
 

Olaf Ligor

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Es betrifft Marktforschungsdienstleistungen und die Leistungen aus den Fair Flats werden pauschal abgegolten und das "z.B." ist dann eher nebensächlich bis verwirrend. Und da es den Passus in den Privatkunden-AGB gar nicht gibt, ist das kein Copy&Paste-Fehler. Eigentlich ist da ein Minutenpaket bezahlt worden und die Nutzung prinzipiell egal. Ich würde einfach mal anfragen.
 

Lars-Daniel

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Haben wir schon, daher kannte ich den Eintrag ja. In der Tat müssten wir auf Minutenpakete umsteigen.

Ärgerlich ist halt, dass man schlichtweg nicht kalkulieren kann, wie viele Minuten man für ein Projekt braucht. Wir haben das aus der Vergangenheit probiert. Die Menschen verhalten sich komplett anders - manche wollen schnell fertig werden, manche sind froh, mit jemanden zu telefonieren.

IN der Regel verfallen die Minutenpakete zum Monatsende. Wenn dann nur 40% abgerufen wurden, haben wir 60% Verlust. Das nicht nicht fair :)
 

RealHendrik

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Nochmal zum allgemeinen Verständnis: Fair Flats sind keine Flatrates, sondern Minutenpakete. Insofern können die auch von Marktforschungsdienstleistern genutzt werden: Minutenpaket aufgebraucht - normaler Tarif weiterzahlen.

Stimmt: Die Minutenpakete (um das verwirrende Wort "Fairflat" zu vermeiden) gelten immer genau für einen Monat, vom ersten bis zum letzten Tag. Aber man kann damit relativ konkret kalkulieren. Nehmen wir mal das von Olaf angenommene Beispiel:

Ihr habt zwei Accounts mit jeweils 5.000 FN und 2.000 MF. Damit könnt ihr - gleichmäßig auf die Anschlüsse verteilt (das ist Sache Eurer PBX) - über 166 Stunden ins deutsche Festnetz und über 66 Stunden ins Mobilfunknetz anrufen. Kosten tut Euch dieser Account exakt EUR 126,38 zuzüglich Umsatzsteuer. Solltet ihr von diesem Minutenkontingent nur 40% nutzen, bleibt der Preis gleich. Das sind also quasi Fixkosten.

Mal angenommen, ihr bucht die ganze Sache ohne Minutenpakete (in diesem Fall reicht ein Account mit zehn Kanälen) und bezahlt die Minuten genau nach Eurem Bedarf, dann beläuft sich Eure monatliche Rechnung mit 4.000 Minuten FN und 1.600 Minuten Mobilfunk auf EUR 168,99 zuzüglich Umsatzsteuer. Was ist also an Minutenpaketen unfair? (Mal angenommen, ihr telefoniert die vollen 10.000 FN und 4.000 MF, dann beliefe sich die monatliche Rechnung übrigens auf EUR 416,19.)

Andere Modellrechnung mit Eurer im ersten Beitrag erwähnten Vorgabe: 10.000 Minuten, 60 % Festnetz, 40 % Mobilfunk - dann beläuft sich Eure Monatsrechnung mit nur einem Anschluss und einem Minutenpaket L auf EUR 236,23. Nutzt ihr mit dem gleichen Vertrag nur 40 % dieser Vorgabe, sind die Verbindungskosten komplett vom Minutenpaket abgedeckt und der monatliche Betrag beläuft sich auf EUR 63,19...

Übrigens: Echte Flatrates sind für die Netzbetreiber eine Mischkalkulation. Genaugenommen kostet sie jede einzelne Verbindungsminute Geld. (Das ist übrigens der Grund, warum gewerbliche Teilnehmer keine echte Flatrate benutzen dürfen.) Eine echte Flatrate ist sozusagen eine Wette des Anbieters mit dem Kunden: Wetten, dass ihr nicht so viel telefoniert, dass wir bei den pauschal kassierten Beträgen für die echte Flat draufzahlen? In 90 % der Fälle gewinnt der Netzbetreiber diese Wette. Die Verluste bei den übrigen 10% der Kunden (wegen Vieltelefoniererei) werden von den 90 % Wenigervieltelefonieren mitbezahlt. Der Netzbetreiber gewinnt praktisch immer...
 
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Lars-Daniel

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Ich habe extra einen Smiley ans Ende gesetzt, weil mir schon klar ist, dass es eine Mischkalkulation ist. Schön wäre aber, wenn man einen Teil der deutlich zuviel bezahlten Minuten mitnehmen könnte.

Ich hätte ja kein Problem damit 20-30% jeden Monat jeden Monat Verlust daraus einzufahren. Aber nehmen wir an, die Quote ist schon nach 5 Tagen statt 20 Tagen erreicht, weil 100% der Leute direkt abgenommen und geantwortet haben. Wenn dann kein Projekt bis Monatsende mehr ansteht, ist auch unsere Kalkulation kaputt.

Das ist schwierig.
 

RealHendrik

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Da hast Du natürlich recht. Aber es ist schließlich nicht nur für Euch eine Kalkulationsfrage, sondern eben auch für den Telefonanbieter. Nun werdet ihr aber bei erwarteten 10.000 Minuten Telefonie auch einiges daran verdienen, und zwar sicher mehr als die erwähnten EUR 126,38 im Monat (mit der Empfehlung von OIaf). Nehme ich zumindest an. Was ist Euch letztendlich lieber? Indifferente Telefonkosten, die je nach Aufkommen dann auch mal EUR 400,- im Monat sein können, aber in der Gewissheit, wenn es mal nicht so gut läuft, nur einen zweistelligen Betrag bezahlen zu müssen? Oder eben doch einen kaum variablen und damit fest kalkulierbaren Betrag von knapp 130 Euro, so dass ihr keine Überraschungen erlebt!?

Und mal ganz abgesehen davon, wenn 20...30 % Verlust pro Monat - von 130 Euro! - schon ein Problem für Euch darstellen, dann solltet ihr mal grundsätzlich Eure Kalkulation überprüfen! Was macht ihr eigentlich mit Mitarbeitern, die tagelang erfolglos in der Gegend herumtelefonieren, ohne einen einzigen Klienten zu erwischen, der Euch letztendlich brauchbare Daten liefert?
 

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