DSL-Verbindungsabbrüche nach Erdarbeiten

Ozymandias

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Hallo zusammen,

in meiner Straße werden gerade Leerrohre für Glasfaser (von einem anderen Anbieter) gelegt. Dabei wurde vor meinem Wohnblock der Gehweg geöffnet. Dort liegt auch mein DSL-Kupferkabel auf einer Strecke von ~ 90 Meter vom Hauptverteiler (HVt 55, ehemalige Ortsvermittlungsstelle, in Sichtweite) direkt unter dem Gehweg entlang in den Keller meines Wohnblocks. KvZ (Verteilerkästen) sind an meinem Anschluss nicht beteiligt. Es ist ein sogenannter A0-Punkt.

Die Gesamtleitungslänge wird von der Fritzbox mit ~ 127 Meter errechnet, bei einer Leitungsdämpfung von 8 und 6 dB im Download bzw. Upload.
Von der Entfernung kommt das inkl. Inhouse-Strecken sehr gut hin. Bei der Erdleitung handelt sich um ein papierisoliertes Kabel mit Bleimantel und Stahlarmierung, Verlegejahr ca. 1959/1960. Am APL im trockenen Keller kommen 10 DA an, davon sind 7 DA mit Endleitungen beschaltet.

Die Arbeiten sind vor meinem Wohnblock mittlerweile beendet. Es kommt seitdem zu spontanen, sehr starken, impulsartigen Störungen (d.h. die Störabstandsmarge fällt innerhalb 1-2 Sekunden stark ab, von 22 dB auf bis zu 6 dB), die Folge ist fast immer eine Neusynchronisation.

Die Unterbrechungen dauern zwischen 5 und 20 Minuten, danach synchronisiert das Modem wieder. Sehr ärgerlich im Homeoffice und bei Telefonaten.

Der Anschluss war schon immer auffällig hinsichtlich der plötzlichen Schwankungen der Leitungskapazität (s.u.), es wurde nach einem Erdblitz in der Nähe vor einiger Zeit schlimmer, ging aber noch ohne Abbrüche. Leider kommen seit den durchgeführten Erdarbeiten jetzt willkürliche Abbrüche hinzu, die ich nicht tolerieren kann.


Ich monitore die Leitungswerte kontinuierlich, mittels Homeassistant und dokumentiere mit Screenshots aus der Fritzbox.

Dauerzustand:
1. Die Leitungskapazität im Download hat einen permanenten Jitter von ca. 1.000 kbit/s.
2. Das Spektrum zappelt in den Download-Frequenzblöcken ab ca. 6 MHz deutlich (siehe Jitter, Punkt 1); im Upload ist es dagegen stabiler mit einigen sehr schmalbandigen Einkerbungen.
3. Der DPBO-Bereich (hier gleicht das Vectoring nichts aus) zappelt nicht. Wenn dort Veränderungen sind, dann senkt oder hebt sich das Spektrum in diesem Bereich gleichförmig.

1. DSL-Spektrum normal.png
Spektrum


4. DSL-Werte.png
DSL-Leitungswerte


3. DSL-Statistik.png
Statistik (1 Woche)


Störzustand bzw. Ablauf:

1. Die Leitungskapazität steigt zunächst kurzzeitig (30-40 Sekunden lang) sehr stark an, auf bis zu 136.000 kbit/s im Download.

2. Es folgt ein rasanter Fall der Leitungskapazität (innerhalb von 1-2 Sekunden) auf einen sehr tiefen Wert, die Störabstandsmarge fällt mit... Ist der Fall tief genug, erfolgt eine Neusynchronisation.

3. Erfolgt kein Abbruch, steigt die Leitungskapazität wieder auf ~ 119.000 kbit/s an. War der Fall nicht so tief, erfolgt dieser Anstieg sehr schnell. Ging es tiefer runter, erfolgt auch der Anstieg langsamer (die "Erholung" dauert bis zu 15 Minuten).

6. DSL-Störungen.png
Plötzliches Ansteigen und Abfallen der Leitungskapazität (Störungen der letzten Tage)


4. Für die Dauer von Störungen, die gerade eben nicht zum Abbruch führen, weist das Spektrum eine bemerkenswerte Wellenform auf. Das Spektrum erholt sich danach sofort wieder.

2. DSL-Spektrum Wellen.png

Powerline verwende ich nicht - kann aber nicht ausschließen, dass die Nachbarn sowas betreiben.
Geräte/Maschinen, die so etwas verursachen, konnte ich nicht identifizieren. Es ist keine Regelmäßigkeit bei den Störungen zu beobachten (gleiche Uhrzeit, gleicher Abstand usw.).


Als Fehlerursache kann ich ausschließen:
- TAE-Dose (wurde durch eine hochwertige Netzwerkdose ersetzt und mit professionellem LSA-Werkzeug korrekt auf 4/5 aufgelegt. Kontrolle wurde gemacht.)
- DSL-Anschlusskabel zur Fritzbox (ist ein 20 cm kurzes Netzwerkkabel, ich habe verschiedene probiert)
- Fritzbox 7530 AX (wurde samt Netzteil getauscht)
- Anschluss Endleitung am APL (wurde neu aufgelegt)
- Endleitung (ist aus einem Stück durchgehend vom APL zur Dose 1-2Y(ST)Y...ST III BD 2x2x0,6) ohne Abzweigungen, geschirmt



DSL-Spezialisten bitte vor, was meint ihr zur möglichen Fehlerursache? Insbesondere im Hinblick auf den kurzen Leitungsweg, dem Anstieg der Leitungskapazität vor dem Störfall und dem wellenförmigen Spektrum?

- Wasser im Erdkabel / abgesoffene Muffe
- Zeitweise Aderunterbrechung
- Isolationsfehler
- Schlechte Kontaktierung am HVt 55
- ...

Ich mag solche Fehler nicht... Geht - geht nicht - geht... Wie soll ich das bloß entstören lassen?

Ich habe noch nicht bei 1&1 angerufen, da geht's wieder mit "Welche LED leuchten/blinken?", Router-Reset, TAE tauschen, Router tauschen usw. los. Mehrfach und immer wieder in einer Endlosschleife. Ich hatte das Vergnügen bereits zwei Mal. Und natürlich ist, wenn denn jemand kommt, der Anschluss gerade synchron.
 
Das sieht sehr nach einem Störer aus. Kannst du die Störung mit dem Ab- und Anschalten irgendwelcher Verbraucher in Verbindung bringen? Gibt es PV Anlagen in der Nachbarschaft, und wurde vielleicht kürzlich eine neue in Betrieb genommen? Gibt es Funkanlagen, Wetterstationen, Krankenhäuser oder Flughäfen in der Nähe?

Die Basisfrequenz des Störers ist bei gut 2 MHz, und ab da sieht man jede Oberwelle deutlich im Spektrum bis 15 MHz, also bis in die 7. Oberwelle. Die Empfangsrichtung ist stärker betroffen, als die Senderichtung.
 
Moin,

kannst Du am APL mal die freien Adern gegeneinander und gegen Erde auf ISO (Messspannung ab 100V) messen? Die Bleikabel wurden früher auch mal gerne durch Wurzeln gequetscht oder der Blitz ist ein- und ausgetreten. Zu der Zeit hat man sich ja noch mit klassischer Telefonie begnügt. Die war natürlich recht robust. Wenn die Datenrate nicht wirklich gebraucht wird stelle ich die Störsicherheit immer gerne auf den Maximalwert. Die Netzbetreiber haben heute leider kaum noch Jemanden der sich damit auskennt. Bei uns wurde zuletzt eine ganz Länge getauscht weil niemand mehr ein Messgerät bedienen kann/will oder weil es billiger ist.

Ich habe hier ca. 250 FB im Monitoring und kann leider berichten das dir Netzqualität/Stabilität nicht gerade zunimmt - leider.

Viel Erfolg

Andreas
 
Hier in der Wohnanlage wohnen so viele Menschen, Da kann ich das an keinen Geräten festmachen.

Einer hat hier ein Balkonkraftwerk, ca. 100 Meter entfernt. Und das hat er noch nicht lange.
Dieses würde ich ausschließen: Das stark wellige Spektrum (der zweite Screenshot bei Punkt 4 Störungsablauf) ist ja nur ganz kurz für ein paar Sekunden zu sehen, und in der Stärke wie hier gezeigt super selten.
Ein störender Wechselrichter würde doch länger stören und nicht nur selten und in kurzen Schüben. Und auch nicht nachts, wenn die Sonne nicht scheint.
Die Sache mit dem kurzzeitig welligen Spektrum war vor vielen Jahren schon mal genau so, da gab es noch keine Balkonkraftwerke.
Aber ich pack mal den SDR-Empfänger aus und schau mal bei 2 MHz... Das hatte ich schon mal gemacht und nichts gefunden.

Mich irritiert, dass vor dem Einbruch der Leitungsqualität (dafür nehme ich die von der Fritzbox geschätzte Kapazität zur Hilfe), die Leitungsqualität kurz ansteigt.

Nehmen wir mal an, das Erdkabel hat starkes Übersprechen/Crosstalk (aus welchem Grund auch immer!) und das Gerät auf der anderen Leitung verliert den Sync. Das würde erklären, warum die Leitungskapazität bei mir in dem Moment ansteigt, in dem das andere Modem nicht mehr sendet (andere Leitung ist ruhig = weniger Crosstalk). Dann synchronisiert das andere Modem neu, was bei mir voll durchschlägt und mich u.U. weg haut.
Kann Crosstalk dermaßen hoch sein? Vielleicht bei einem beschädigten Erdkabel?
Es ist ja auch sehr kurz bis zum DSLAM, regelt ein intaktes Modem die Pegel denn selbst runter?

Edit:
Isolationsmessungen kann ich nicht machen, ich hab kein Gerät für sowas (und eigentlich habe ich am APL nichts verloren, bin froh, dass ich weiß, welche DA meine ist).
Der APL ist ebenso alt wie die Leitung und kann lt. Telekom aufgrund des Kabeltyps nicht durch einen neuen ersetzt werden, weil die Adern darin verlötet seien und das ganze dann im Innern vergossen worden sein soll. Das ist Technik, die viel älter ist als ich.

Die 7530 AX hat leider keine Regler bei der Störsicherheit.
Sync-Rate begrenzen ist deaktiviert, trotzdem synct er nicht mit ~ 100 MBit, wie es eigentlich normal ist. Also hat jemand den Port schon nach unten konfiguriert.
Wenn ich da DSL 100 buche, was ich kostenfrei tun könnte (Treuebonus), wird die Leitung sicher noch instabiler als jetzt schon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Selten so super dokumentierte Störungen gesehen!

Mir fällt die etwas zu heftige DBPO-Lücke auf. So wenig am Beginn des Spektrums sieht man eher selten.
Im Vergleich mein absolut störungsfreies 100er VDSL bei Leitungslänge 146 m:
Spektren.png
 
Dieses würde ich ausschließen: Das stark wellige Spektrum (der zweite Screenshot bei Punkt 4 Störungsablauf) ist ja nur ganz kurz für ein paar Sekunden zu sehen, und in der Stärke wie hier gezeigt super selten.
Die PV Anlagen waren auch eher als Grundrauschen gedacht. Du schreibst ja, Einbrüche gab es früher auch schon, aber erst seit einiger Zeit führen sie zum Abbruch. Wenn sich das Grundrauschen erhöht, dann reicht der Einbruch nun und drückt das System über die Kannte: Syncabbruch.
Aber ich pack mal den SDR-Empfänger aus und schau mal bei 2 MHz... Das hatte ich schon mal gemacht und nichts gefunden.
Die Störung ist leitungsgebunden. Da wirst du in der Luft nichts finden.
Mich irritiert, dass vor dem Einbruch der Leitungsqualität (dafür nehme ich die von der Fritzbox geschätzte Kapazität zur Hilfe), die Leitungsqualität kurz ansteigt.
Deshalb die Frage nach Schaltvorgängen.
Nehmen wir mal an, das Erdkabel hat starkes Übersprechen/Crosstalk (aus welchem Grund auch immer!) und das Gerät auf der anderen Leitung verliert den Sync. Das würde erklären, warum die Leitungskapazität bei mir in dem Moment ansteigt, in dem das andere Modem nicht mehr sendet (andere Leitung ist ruhig = weniger Crosstalk).
Bei Vectoring und vielen Teilnehmern wird sich das nicht so stark auswirken, und vor allem nicht so frequenzselektiv und nicht so dynamisch. Die SNR geht kurz rauf und dann auf den alten Wert runter, aber die sie schlägt nicht so weit über die Strenge in beide Richtungen.
 
Von 22 dB auf 6 dB oder niedriger (Syncabbruch) in so kurzer Zeit muss ja schon ein immenses Störsignal (Impuls) sein. Wie soll das in die Leitung kommen, wenn nicht an einer defekten Stelle? Ich stell mir das schon so vor, dass man das als Knacken in der Leitung hören müsste (wie in zu Analogzeiten). Ein langsam zunehmendes Rauschen ist es eher nicht.

Wenn ich könnte, würde ich gern zum HVt und "meine" Trennleiste mal putzen. Als ich letztes Mal die Gelegenheit hatte, dem daran lötenden Techniker über die Schulter zu sehen, sahen die Kontakte schon sehr räudig aus. Das war jemand, der noch die EMD-Technik kannte, sich die Prüfstecker für die Trennleiste selbst bauen konnte. Er hat mir bei der Entstörung netterweise schön viel erklärt.

Geräte, die schalten, gibt's im Allgemeinbereich des Gebäudes einige (in die Wohnungen der anderen Bewohner kann ich ja schlecht schauen): Fernwärme-Tauscher ("Boiler") im Keller, mit zeitgesteuerter Umwälzpumpe. Aber das ist's nicht, die Schaltzeiten kenne ich.
Gemeinschafts-Waschmaschinen gibt's auch noch, zumindest mit der in meinem Kellerbereich hängt es nicht zusammen, das habe ich schon gecheckt.
Ansonsten bin ich, was andere Geräte/Maschinen angeht, leider im Blindflug unterwegs.

Es macht übrigens überhaupt keinen Unterschied, ob ich die Schirmung der Endleitung auflege und ob einseitig oder beidseitig... das juckt das Signal und den Störer gar nicht.

7. DSL-Spektrum min_max nach 8 Stunden.png
Hier nochmal ein Spektrum mit Min-Max nach 8 Stunden Sync. Die letzte Unterbrechung hat diese starke Wellenkurve im Minimum natürlich gelöscht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Von 22 dB auf 6 dB oder niedriger (Syncabbruch) in so kurzer Zeit muss ja schon ein immenses Störsignal (Impuls) sein. Wie soll das in die Leitung kommen, wenn nicht an einer defekten Stelle?
Bei dir zu Hause.

Hier nochmal ein Spektrum mit Min-Max nach 8 Stunden Sync.
Ein gewisses Grundrauschen ist dauerhaft vorhanden. Ab und zu kommt es zu einem starken Impuls. Schaltnetzteile für Computer oder LEDs, Trafos oder Elektromotoren sind typische Verdächtige.
 
Die Suche geht weiter...
Also, ein Gerät, was gelegentlich anläuft und dabei einen Störimpuls verursachen könnte.
Da fällt mir in meiner Wohnung nur meine Kühl-Gefrierkombination ein. Da hab ich eine Energie-Verbrauchsmessung gestartet, um zu sehen, von wann bis wann der Kompressor läuft. Anspringen des Kompressors und die Störimpulse passen aber zeitlich nicht zusammen.


Log:
Gestern Abend gab es einen Anstieg der Leitungskapazität, der sich etwas anders verhielt als gewöhnlich.
Denn er hielt ca. 30 Minuten an (links im Screenshot zu sehen). Währenddessen stieg der Rauschabstand im Download sogar höher als der im Upload.

Gerade eben gab's wieder einen fetten Störimpuls (aber ohne Abbruch), die Leitungskapazität stieg kurz an, wie immer, fiel dann stark, um dann über einen längeren Zeitraum von ca. 90 Minuten stufenweise wieder anzusteigen (rechts im Screenshot zu sehen).
DSL Verlauf mit längerer Hochphase und großem Störimpuls.png
Was ich mich frage: War die fette Störung der Leitung nur ein kurzer Impuls, und das Modem / die Linecard regelt in solchen Fällen nach und nach vorsichtig wieder hoch - oder war die Beeinflussung zeitlich länger (eben 90 Minuten) mit abnehmender Intensität? Ich kann mir den Grund für den langsamen, stufenweisen Anstieg nicht erklären, dazu fehlt mir das Fachwissen. Die Antwort könnte jedoch ein Wegweiser für die Störer-Suche sein.

Das Spektrum während der "Erholungsphase" sah übrigens so aus:
DSL-Störung Spektrum 0.png
 
Was ich mich frage: War die fette Störung der Leitung nur ein kurzer Impuls, und das Modem / die Linecard regelt in solchen Fällen nach und nach vorsichtig wieder hoch - oder war die Beeinflussung zeitlich länger (eben 90 Minuten) mit abnehmender Intensität?
Definitiv letzteres. Auf Anhieb fällt mir der Ladevorgang eines E-Fahrzeugs ein mit starker Belastung eines Akkus einer PV Anlage: Der Wechselrichter tanzt Samba, die Belastung sinkt mit Abfall der Akku-Kapazität der PV Anlage und steigendem Ladezustand des Fahrzeugs.
 
Hmm... Vor einiger Zeit wurden direkt vor dem HVt-Gebäude zwei Ladesäulen für E-Autos installiert. Dazu wurde meiner Wohnung u.a. der Strom abgestellt.
Leider kann ich die E-Ladesäulen von meiner Wohnung aus nicht sehen. Aber das wäre eine plausible Erklärung.
 
So, weiter geht's.

Zu den Ladesäulen: Die haben schicke Zähler installiert, leider zeigen die nur die verbrauchte und die geladene Energie an. Keine Zeiten zum letzten Ladevorgang. Da hier kein Inverter beteiligt ist, sondern ein Gleichrichter (OBC), ist die Störungsursache wahrscheinlich nicht dort zu suchen.


Heute Nacht zog ein Regengebiet über meinen Wohnort. Laut Regenradar ging es um 23:00 Uhr los mit den Niederschlägen.
In der Aufzeichnung passierte das:
DSL-Störung Regen.png

Das lenkt meinen Verdacht doch wieder in Richtung "schadhaftes Erdkabel".
 
Das lenkt meinen Verdacht doch wieder in Richtung "schadhaftes Erdkabel".
Nö, das hast Du bei jeglichem Kabel, auch bei unbeschädigtem usw bei DSL immer. Blitze sind schon ziemlich durchdringend, DSL-Leitungen schon immer hervorragende Blitzzähler gewesen. ;)
Eine kleine "Undichtigkeit" beeindruckt die durch Blitze hervorgerufene EMF nicht mal ansatzweise. Da diese dicken alten Erdkabelbündel oft auch nicht abgeschirmt sind (das war früher für schnöde Telefonie nicht wichtig, die Verseeilung reichte locker), kommen Blitze bzw deren Felder eh locker durch, egal, wie der Außenmantel aussieht
 
Nur, dass es nicht geblitzt hat... Es hat ausschließlich geregnet. Woher ich das weiß? Warnwetter-App, da kann man im Radar zeitlich zurück scrollen ;-)
Ich geh mittlerweile von einem Kabel-/Trassenschaden aus, der durch die Erdbauarbeiten verschlimmert wurde.
 
Der weitere Verlauf dieses Tages sieht bis jetzt so aus.
Letzter Niederschlag war um 11 Uhr.

20260727_172300 DSL-Verlauf 25h.png
 
Und wer hat bis ~13:00 Uhr die Leitung frei gelegt, gereinigt, getrocknet, wieder zu gebuddelt und den Gehweg wieder hergerichtet?
Wenn das Problem mit Regen zusammen hängen würde, wäre das Problem nicht schlagartig mit Einsetzen des Regens aufgetreten und vor allem nicht so schnell wieder verschwunden. ;)
Wenn in das Kabelbündel wegen defekter Außenummantelung einmal Wasser rein kriecht, dann bleibt das da verdammt lange drin. Sind da schadhafte Stellen bis zur Kupferseele der Dopeladern, dann ist das in kürzester Zeit verrottet und das Kabel ist komplett Schrott.
 
... und das Kabel ist komplett Schrott.
[OT]
Ich kann mich noch schwach erinnern, wie ich vor ~55 Jahren als Lehrling (*) der Fernmeldetechnik gelernt habe, wie ein abgesoffenes Papier-Blei-Kabel mit der Lötlampe getrocknet wird. Natürlich nur dann, wenn der Schaden noch nicht zu groß war. Aber versucht haben wir es fast immer.
Ich gehe davon aus, dass dies nicht nur in der ddr üblich war. Und heute kann das garantiert keiner mehr.
(*) Für die Jugend zur Erklärung: Das ist der, den man heute Azubi nennt.
[/OT]
 
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Ich werd einfach mal beobachten, ob es bei weiteren Niederschlägen wieder auftritt.

Ich bin kein Freund von KI, habe Gemini aber mal den ganzen Sachverhalt inklusive der Screenshots zu futtern gegeben. Es kam der Hinweis auf einen Wasserschaden oder Isolationsfehler im Erdkabel.

Interessant fand ich dabei die Interpretation des Spektrums aus #1, Punkt 4 bei den Störungen. Die U-förmigen Ausschnitte im Spektrum deutet die KI als Phasenauslöschung aufgrund einer Signalreflektion. Diese könne durch starke Verformung des Kabels oder eine Beschädigung/Eindringen von Feuchtigkeit zurückzuführen sein. Und das auch nur zeitweise, weil Feuchtigkeit durch den fließenden Strom und die dadurch entstehende Hitze verdampfen würde, dann würde das Kabel wieder Feuchtigkeit nachziehen usw...
Meiner Meinung nach hat eine normale VDSL-Leitung keine Speisespannung anliegen, die diesen Effekt erzeugen könnte - aber wer weiß, wie die anderen DA im Kabel beschaltet sind.
 
weil Feuchtigkeit durch den fließenden Strom und die dadurch entstehende Hitze verdampfen würde
Hui, überschätze die fließenden Ströme nicht (ja, solche sind notwendig, um Signale/Frequenzen zu übermitteln). Wenn die in der Lage wären, Hitze zu entwickeln und die Kabel zu trocknen, wären alle Telefonkabel und alle DSLAMs schon längst weggebrannt.
Da fließen Milliampere, keine Ampere, das alles bei geringen Spannungen, da trocknet absolut nichts, weil keine Leistung anliegt.
Tu Dir einen Gefallen und lies und interpretiere nicht so selektiv, um Dir Deine Theorie zu bestätigen ;)

[Edit]
Erkläre lieber mal, wenn der Regen ca 23:00 Uhr anfing, wieso auf den Punkt genau um 0:00 Uhr die Störung loslegte?
Nein, das ist nur mit irgendwelchen um 0:00 Uhr geschalteten Geräten erklärbar.
Mein Hinweis auf DSL als Blitzzähler ist quasi genau das, was hier in dieser oder andere Form Dein Signal beeinflusst; Irgendwelche starken elektromagnetischen Störungen. Wasser kann solche kurzen Flanken im Kabel niemals erzeugen. Die Linecard kann und wird auch niemals so massiv dagegen regeln können.

Ich bin zu 100% bei @frank_m24
Das sieht sehr nach einem Störer aus
Du hast irgendwo einen starken Störer. Nur der erklärt das immer wieder sehr schnelle und massive Auftreten der Störungen und ganz kurz danach ist alles wieder gut. Das ist nicht mit einem defekten Erdkabel erklärbar. Störungen(wie Wassereinbruch) dort würden sich über Stunden/Tage langsam aufbauen und geringer werden
 
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