Frage zu Aufbau TK Anlage für 40 Teilnehmer

phpman

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11 Aug 2006
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Hallo zusammen,

ich hab folgende Aufgabenstellung:

TK Anlage für 40 Teilnehmer:

Neuverkabelung eines Altbaus (Hotel) mit Cat6e Kabel (je Zimmer 2x Cat6e 1x Telefon 1x Internet) + 2x Cat6e für AP im Flur

Je Stockwerk gibt es 10 Zimmer

Ich wollte ansich einen Stockwerksverteiler mit dem ich je Stockwerk die Cat6e Kabel über einen Verteiler leite jedoch möchte das der Auftraggeber nicht
also muss alles gesammelt in´s Kellergeschoss.

Nun die Frage bezgl. TK da heute in der Regel alles über LAN Kabel verläuft (früher hab ich da nur Telefonkabel verlegt ;-) )
die Frage welche TK Lösung ich hier am Ende einsetzen sollte/kann.

Wie gesagt:

40 Zimmer in einem Haus

Zusätzlich kommt dann später noch:

3 Zimmer in Angrenzendem Haus (über den Hof)

sowie

ca. 20 Zimmer in nochmal Angrenzendem Haus (über den Hof)

die Zwei Zusätzliche sind aber erst eine option für ca. 2-3 Jahre.

Was würdet Ihr mir hier als Lösung empfehen?

Bezgl. Verkabelung ist alles noch offen da erst die Ständer für die Wände stehen aber bis in ca 3 Wochen die Kabel fertig drin sein müssen.

Hoffe Ihr könnt mir hier weiterhelfen.

Gruß, Harald
 
fertige Lösung oder Asterisk System (Selbstbau) ?
 
Meine Empfehlung wäre, jemanden dazuzuholen, der sich speziell mit dem Thema Hotel-Telefonanlagen auskennt. Dein Kunde (so lese ich das raus) bezahlt Dich ja offenbar für eine Komplettlösung und Du (so lese ich das raus) hast in dem Umfeld keine Erfahrung, d.h. das Risiko ist groß, dass da nachher Murks beim rumkommt.

Du kannst da eine Telefonanlage hinsetzen (welche auch immer Du willst), baust irgendwas, das man an der Rezeption beim CheckOut nachgucken kann, wie viel ein Gast vertelefoniert hat (so wie früher, Rezeptionist drückt drei Knöpfe und dann kommt ein EVN aus dem Drucker) und fertig.

Oder Du verbindest die Anlage mit dem Gesamt-System mit entsprechenden Schnittstellen zum Hotel-System (Fidelio o.ä.). Checkt der Gast ein, erfährt die Telefonanlage automatisch den Namen (für eine persönliche Anrede z.B. beim Anruf im Restaurant, ohne im PC gucken zu müssen) und bei Firmen-Stammkunden werden z.B. auch vorher abgestimmte Zielwahl-Tastenbelegungen automatisch eingespielt. Das Hotel-System bekommt direkt jeden Anruf mit und kann ihn berechnen, oder entscheidet anhand der hinterlegten Kreditkarte o.ä., welcher Gast überhaupt für Auslandsgespräche freigeschaltet ist und wer nicht (oder z.B., ob der Kunde über seinen Fernseher oder Laptop das Business-Paket PayTV+Internet+Tel-Flatrate gebucht hat o.ä.). Das Zimmermädchen kann am Telefon den Minibar-Verbrauch oder ihre Zimmer-fertig-Meldung eintippen. Und am Telefon hinterlegte Weckaufträge werden bei CheckOut des Gastes automatisch wieder gelöscht.

Dazu kommt die Endgeräte-Auswahl (auf manche Zimmer kommen mehrere Geräte - Schreibtisch/Bett/Bad), die optisch, technisch (Verkabelung einschl. evtl. Stromzufuhr) und kaufmännisch (Gerätepreis) auch bei nem eher kleineren 60 Zimmer-Hotel eine Rolle spielt.
 
@DukeFake: wäre mir in dem Fall für´s erste mal egal. da ich für´s erst nur mal die Verkabelung vorsehen muss.

Eine Selbstbaulösung wäre aber auch interessant
 
@jodost: muss Dir in diesem Fall teilweise zustimmen muss aber meinen Beitrag in der Form doch eher korrigieren.

Das mit "Hotel" Minibar etc. trifft hier nicht zu, da es sich um eine Zimmervermietung für Monteure etc handelt.
Sprich hier mietet der Gast Pauschal ein Zimmer mit Bett / Kleiner Küche / Bad. eine Minibar / Hausmädchen gibts nicht.

TV wird je Zimmer über SAT Bereitgestellt, Wunsch des Kunden war nur als Bonus (da er keine Lsung für das Thema Internet (Störerhaftung) gefunden hat
als Alternative jedem die Möglichkeit per Telefon Flat auch in´s Ausland telefonieren zu können. Die Zusätzliche Leitung für Internet / WLAN habe ich nur
dazugeplant da ein Kabel mehr oder weniger mach´s auch nicht aus.

Bezugnehmend auf die Hotelsoftware hier wurde seites Kunde bis dato keine Lösung angefragt da er das noch "so" machen will da es ja kein klassisches Hotel sein wird.

Kunde zahlt: 1 Woche x X (EUR) x Person (all inkl.) b.B: 10EUR pro Person * 7 Tage = 70 EUR pro Person pauschal. Essen Minibar etc gibts nicht Selbstversorgung

Somsit wäre hier im Moment nur das Thema Verkabelung abzuhaken rest folgt !
 
Die Elmeg Hybird 300 hat eine integrierte Hotel Applikation.

http://www.bintec-elmeg.com/de/elmeg-hybird-300-29,11566.html

Integrierte Hotel Applikation
Die integrierte Hotel Applikation ist vorgesehen für kleine und mittlere Hotels und Pensionen und ist eine geschlossene Lösung mit eigenem Admin-Zugang.

Die Funktionen sind:

Check in – / out: Freigeben / Sperren der Wahlberechtigung
Zimmerstatus (Reinigung) kann über das Zimmertelefon gesetzt werden
Ausdruck der Verbindungsdaten mit individuellen Rechnungskopf
Konfigurierbarer Kostenfaktor für Verbindungen
Information über vorhandene Nachrichten am Zimmertelefon (MWI)
Rezeptionstelefon mit Zimmer-Funktionstasten
Weckruf zu den Zimmertelefonen
 
@Kalle2006: das klingt auch Interessant und könnte für die gewünschte Anforderung ausreichen.

Meine Frage @ALL ist im Moment, ob die oben genannte Verkabelung ausreicht detailierte Abstimmung ob Asterisk oder Fertige Anlage stehen dann als zweites an.
Da dasa System erst wenn alles umgebaut wurde in Betrieb gehen wird ca. 1-2Jahre. Somit ist erst nur das Thema Verkabelung zu klären ob für das eine oder andere ausreicht?
 
beim gewerblichen Kabeleinsatz noch überlegenswert:
- Brandschutzklasse
- FTP/UTP
 
Meine Frage @ALL ist im Moment, ob die oben genannte Verkabelung ausreicht detailierte Abstimmung ob Asterisk oder Fertige Anlage stehen dann als zweites an.

dazu müsste man in die Zukunft sehen können.

Wenn auf einer Etage 10 Monteure sind, von denen ein paar per Smartphone Skype nutzen wollen, dann reicht ein WLAN-AccessPoint pro Etage wohl aus. DECT für's Personal wird es in Eurem Szenario wohl nicht geben. Heißt, das zweite Kabel ist reine Reserve.

In den Zimmern hast Du zwei Kabel eingeplant, Telefon braucht so oder so (egal ob IP-Telefon oder billige analoge Endgeräte) nur ein Kabel, ein zweites für Internet für die Gäste, reicht.


Ich kenne genug "richtige" Hotels, die das vor fünf Jahren noch genauso kalkuliert haben. Dann kamen Netbooks/Smartphones/Tablets/eReader und in ein paar Jahren sind vielleicht auch Uhren, FireTV-Stick, ... genauso selbstverständlich im WLAN. Mit der Menge an Endgeräten umzugehen, dafür gibt's mehrere Methoden, z.B. durch ein dichteres Netz an AccessPoints => da brauchst Du mehr Kabel.

Und der Hotel-Fernseher hängt per SetTop-Box auch nicht mehr am Koax-Kabel, sondern am Ethernet-Port. Was in Hotels die SetTop-Box ist, ist in vielen Wohnungen bereits der SmartTV für Mediatheken oder Netflix usw., was vielleicht auch in ein paar Jahren in einer Ferienwohnung zum guten Ton gehört. Dann ein Kabel zu wenig zu haben ist blöd, weil vielleicht beim Durchschleifen die PoE-Speistung wegfällt (= ein Netzteil mehr pro Zimmer), mit etwas Pech brauchst Du 'nen 5-Port-Switch pro Zimmer.


Was davon jetzt Euch konkret betrifft, müsst Ihr selbst beurteilen.
 
Reservekabel CAT7 legen.
 
das zweite CAT-Kabel zu den Access Points könnte durchaus für ein DECT-Multicell-System nützlich sein. Denn auch wenn nur selbst mitgebrachte Reinigungskräfte eingesetzt werden, so gibt es bestimmt jemand der hin und wieder durch das Haus sehen muss und über die interne Kommunikation erreichbar sein möchte. Falls es dich betrifft: Meldeleitungen (Einbruch, Rauchmelder etc) nicht vergessen
 
@AGD: ja die Brandmeldeanlage hat mich eben noch getroffen muss auch noch als Verkabelung rein da andere wurde nicht gewünscht aber wart mal ab was noch vergessen wurde.
Momentan sieht die Planung so aus:

je Stockwerk

10 SAT Anschluss
10x Telefonkabel 2x4 (für was auch immer was drin ist ist drin)
26x Cat7

macht bei 4 Stock

40x SAT
40x Telefonkabel
104x Cat7 Leitung

Würde dann auf:

2x 48 port 1x 24 port 19" Patchfeld mit dem Cat7 gehn
1x 48 port 19" Patchfeld RJ11 bzw. RJ 45
SAT Verteiler für 40 Anschlüsse

Kundenwunsch alles muss gekappt werden können (SAT / LAN / Telefon)

Das Thema TK nach den Patchfeldern ist ein anderes Thema.
 
Nachtrag: Die Elmeg Hybird 300 geht nur bis maximal 60 Benutzer. Wegen der Erweiterungsmöglichkeiten im angrenzenden Haus müsste man dann die Hybird 600 nehmen.
 
@Kalle2006: beim Einsatz der Elmeg würde aber meine geplante Verkabelung s.o. auch funktionieren oder muss ich hier was berücksichtigen ?
 
So, machen wir das Ganze doch mal strukturiert, und ohne den Vertrieb... ;-)

@phpman: Wenn Du eine "Home-Run"-Verkabelung machen willst, musst Du auf die max. Länge der festinstallierten Kabel für Ethernet achten (EN50173, "Anwendungsneutrale Verkabelungssysteme", 90m fix, jeweils 5m an beiden Enden für Patchkabel). Falls das bauseitig nicht geht, dann kannst Du nicht OHNE Datenschrank dazwischen.

WENN Du eine solche Verkabelungsinfrastruktur planst, dann bitte so flexibel für die nächsten 10 Jahre wie möglich, aber nicht zu aufwendig (Kosten). Ich würde grundsätzlich nur noch Netzwerk-Kabel verlegen, da diese mit allem beschaltet werden können was in der Telco/Netzwerk-Schiene so anfällt. Parallel dazu musst Du entscheiden, ob Du andere Verteilsysteme (Coax) zukünftig zusätzlich nutzen willst. Systeme für rechtliche Anforderungen (Brandmelde, Notausgang usw. sollte der Architekt/Elektriker unabhängig von Dir bereits bauseitig geplant und bemaßt haben). IMHO ist die Dienstleistung (das Verlegen) der preisbestimmende Faktor, weniger das verwendetet Material.

Je "Zimmer" würde ich zwei LAN-Kabel vorsehen, je nach gewünschter Zimmernutzung heute/morgen ggf. auch 4 LAN-Kabel.

Du sprichst von WLAN-Versorgung. Diese zu bemaßen geht mit Erfahrung oder Ausleuchtungsmessung. Diese bedingt die Anzahl AccessPoints an den sinnvollsten Standorten, und damit den Kabelweg.

Zimmer/anderer Gebäude gehören eigentlich (wenn man es richtig machen will, Potentialtrennung usw) in LWL angebunden. Hier wirst Du spätestens in die Längenrestriktion der Ethernet-Systeme laufen.

Materialien und Preise sind abhängig vom gewünschten Hersteller der Komponenten - hier ist die Bandbreite recht groß (von Luxus wie Dätwyler bis zu low-cost wie Allnet, und viele andere).

Wenn Du die strukturierte Verkabelung fertig hast, kannst Du eigentlich jedes System für Telefonie, WLAN, DECT, IP-TV usw nutzen.

Das wären die passiven Komponenten. Hinzu kommen noch so Dinge wie Switches, Verstärker (Coax) usw.
 
Hallo Foschi,

Danke da Du meine Planung so mal abgenommen hast :-)

Im Moment denke ich kommen wir definitiv nicht über 90m raus. (wenn ich mal so über den daumen rechne) Bauplän hab ich eben per Fax erhalten.

Würdest Du lieber 4x Simplex oder 2x Duplex Kabel legen ? (Dose Voll Aufgelegt = 2 Kabel) = 2 Dosen = 4 Kabel

Wegen dem SAT Kabel der Kunde will das so was soll ich machen.

Brandmelder / Rauchmelder Kabel brauch ich nur um den Rauchmelder mit Strom zu Versorgen, da die Rauchmelder per Funk vernetzt werden sollen aber egal 4 Adriges BMZ Kabel leg ich so rein. Soll lt Kunde / Architekt alles im Untergeschoss zusammen laufen.

Mit TK Anlage bin ich noch nicht weiter.
 
Hallo Foschi,

Danke da Du meine Planung so mal abgenommen hast :-)
Gern, kein Problem. Mache das Thema öfter... :-)

Würdest Du lieber 4x Simplex oder 2x Duplex Kabel legen ?

Das hängt vom Verkabelungssystem und vom Verkabeler ab. Einfacher ist es mit Duplexkabel, je nach Biegeradien. Günstiger dürfte Simplex-Kabel sein. Im Endeffekt gleicht sich das oft durch die Verkabelungsarbeiten aus. Ich habe in letzter Zeit immer nur noch mit Duplex-Kabeln gebaut.

Wegen dem SAT Kabel der Kunde will das so was soll ich machen.

Na, ist ja technisch kein Problem. Kommt halt je Zimmer eine Dose mehr, und die entsprechende Menge Kabel halt.

Brandmelder / Rauchmelder Kabel brauch ich nur um den Rauchmelder mit Strom zu Versorgen, da die Rauchmelder per Funk vernetzt werden sollen aber egal 4 Adriges BMZ Kabel leg ich so rein.
Würd ich auch. Bitte prüfen, ob die Stromversorgung der Brandmelder ebenfalls farbig kodiert werden muss.

Mit TK Anlage bin ich noch nicht weiter.

Da unterhalten wir uns dann später drüber - da gibts hier oder von mir ein paar passende Vorschläge.
 
Die Kostensumme ist das Planungskriterium

Dass man in einem solchen Hotel > Monteursquartier IP-Telefone einsetzt, halte ich für eine Illusion! Allein von den Kosten der Zi-Telefone und deren Stromverbrauch, die Infrastruktur dafür ist auch zu aufwändig.
Pro Stockwerk sollten doch 2 oder 4 Kat-7-Kabel ausreichen, die Telefonie würde ich darüber nicht machen wollen, außer man will IP-Telenieren.
Bzgl. TV lässt sich das ganze auch sehr vereinfachen wenn man die richtige Topolgie nimmt.
Bezweifeln möchte ich aus Erfahrung mit gut situierter Kundschaft dass die Telefonie wichtig wäre, die denn eher nebensächlich bei Monteuren ist, die haben meist ihr Handy dabei, wenn sich das ganze in DE abspielt natürlich.
Pro Stockwerk 4x Kat-7-Kabel, 2x davon in Nutzung > 1x über Switch auf die Zimmer und 1x für WLAN so denn das überhaupt von Belang wird!
Einen Kostenplan oder Budgetvorgabe hast du schon?
Denn daran orientiert man sich zur Ausführungsplanung, wenn das Geld vorn und hinten nicht reicht ist jede Techniklösung obsolet.
 
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