Wie ich angemerkt habe, setzt die Telekom nur XGPON und nicht XGS-PON ein, […]
Das ist falsch! Auch die Telekom setzt auf XG
S-PON und nicht auf XG-PON!
XG-PON hat sich nicht durchgesetzt und es gibt auch kein FRITZ!Box-Modell, welches XG-PON unterstützt (also weder die 5530, 5590, 5630 XGS noch die 5690 XGS).
Und BTW: Nur weil man auf XGS-PON setzt bedeutet das schließlich nicht automatisch bzw. zwangsläufig, dass man symmetrische Bandbreiten anbieten muss.
Daß sie es parallel zu GPON anbieten müssen, liegt daran, dass natürlich nicht alle Kunden in einem Cluster XGPON zum relativ hohen Telekompreis buchen wollen.
Das macht nicht nur die Telekom so sondern auch andere Glasfaser-Netzbetreiber in GPON Bestandsnetzen, bspw. auch die DG. Und das hat auch nichts mit den angebotenen Bandbreiten bzw. Tarifen zu tun sondern liegt primär daran, dass man nicht alle Bestandskunden von GPON auf XGS-PON umrüsten will bzw. kann. Das Argument die Kunden bleiben größtenteils nur bei den kleinen/günstigeren Tarifen (<=1.000Mb/s) ist dagegen keines, denn technisch betrachtet können auch diese kleinen Tarife über XGS-PON geschaltet werden. Andere Netzbetreiber (wie die DG) machen das auch. Nur die Telekom scheint da bisher eine feste Grenze zwischen GPON und XGS-PON bei den Tarifen zu ziehen (das hat aber keine technischen Gründe).
Also bei bestehenden GPON-Netzen wird bei Aufrüstung XGS-PON parallel geschaltet (das hat man ja bei der Entwicklung der xPON-Standards schließlich nicht umsonst berücksichtigt, dass man mehrere xPON-Evolutionen parallel betreiben kann über unterschiedliche Wellenlängen, damit bei Aufrüstung nicht alle Kunden auf einmal umgerüstet werden müssen).
Nur bei neu aufgebauten Netzen wird ggf. von Anfang an auf XGS-PON gesetzt und GPON entfällt, bspw. ebenfalls bei der DG zu sehen. Oder wenn die DG die ganz alten AON-Gebiete aufrüstet, auch das ist dann XGS-PON only und GPON wird dabei komplett übersprungen.