Das eigene Video vom Startvorgang wurde gleich mitgelöscht?
Wie schon geschrieben - die 7590 AX hat ein GRX-SoC, das ist MIPS und da gibt es (anders als bei einer 7520) keinen PBL und SBL, den man überschreiben könnte.
Dort liegen zwei Kopien des Bootloader-Codes (falls eine defekt sein sollte, was bei NAND-Flash passieren kann) an unterschiedlichen Adressen in der Bootloader-Partition. Kann die Box von der primären Adresse nicht gestartet werden (der Schaden wird von einem Pre-Loader festgestellt), wird die zweite Kopie verwendet.
Sowohl der Pre-Loader als auch die zwei EVA-Kopien liegen (iirc, ich müßte erst einen Dump eines GRX-Bootloaders suchen) in derselben Partition - wenn die wirklich gelöscht wäre, dürfte eigentlich nicht mal mehr die Power-LED leuchten, denn die ist ja ebenfalls softwaregesteuert und hängt nicht wirklich direkt an der Stromversorgung. Und afaik wird die Bootloader-Partition in EVA auch als MTD2 geführt - das ist das erste MB im 512 MB großen NAND-Flash. Meines Wissens ist die 7590 AX letztlich auch nur eine 7590 mit neuem WLAN (zumindest die V1) - also sollten die Erkenntnisse zur 7590 (im Bezug auf den Loader) auch noch passen.
Selbst wenn da irgendetwas nach MTD6 geschrieben wurde (bei boxmatrix.de gehen die Definitionen im EVA-Environment nur bis MTD5 bei der 7590 AX), sollte das ja MTD2 nicht ruinieren. Abgesehen davon verstehe ich inzwischen so einiges nicht mehr - irgendwo stand etwas von "Linux-Kommandos" (iirc beim inzwischen entfernten Link zu irgendeinem Video) und jetzt wurde der Total Commander verwendet, den es m.W. gar nicht für Linux gibt.
Außerdem fehlt immer noch die Auflistung der verwendeten Kommandos (vielleicht war ja tatsächlich auch ein FTP-PUT für MTD2 dabei, aber das weiß ja niemand so genau bisher) und zwar eine vollständige(!) - wie soll man sonst einschätzen können, was da wirklich passiert sein kann.
Im Recovery-Thread habe ich VERSCHIEDENE Wege beschrieben, wie man Netzwerk-Interfaces für den Recovery-Vorgang präparieren kann - eigentlich dürfte nur bei einem der drei am Ende ein "Netzwerkkabel wurde entfernt" das Ergebnis sein (nämlich bei statisch konfigurierter Adresse mit aktiviertem Media-Sensing) und wenn der eben nicht funktioniert, probiert man die beiden anderen. Einer davon ist der mit dem Switch, den
@NDiIPP schon angeführt hat … und das dann einfach mal kurz zu filmen, sollte für niemanden heute mehr ein größeres Problem darstellen.
Die ständige Wiederholung der Beteuerung "geht nicht" bringt jedenfalls niemanden weiter und keine neuen Erkenntnisse - vermutlich hat inzwischen jeder verstanden, daß es da ein Problem gibt. Nur hat sich dessen Beschreibung seit #1 nicht entscheidend verbessert und die Ursache ist nach wie vor unklar … aber ein "Netzwerkkabel wurde entfernt" als Fehlermeldung deutet eben darauf hin, daß da falsche Einstellungen für die Netzwerkkarte verwendet werden und selbst mit statisch konfigurierter Adresse ist es am Ende nicht garantiert, daß der (vermutlich ja mit Windows arbeitende) PC innerhalb der ersten 5 bis 10 Sekunden mit der automatischen Netzwerkerkennung fertig wird, wenn da nicht nur eine IPv4-Adresse gebraucht wird … heutzutage gibt es weitere IP-Protokollvarianten und neuere Windows-Versionen versuchen auch immer wieder, selbst zu erkennen, ob es sich um ein öffentliches oder ein privates Netzwerk handelt, um passende Beschränkungen im Netzwerk aktivieren zu können. Da sind dann auch schnell mal einige Sekunden vergangen und der Switch in der Box vielleicht schon wieder deaktiviert (was beim Start der Box ja normal ist).
Und letzten Endes fehlen mir hier auch immer noch die Angaben aus der
ftp.log des Recovery-Programms - schon die Auswahl des richtigen Interfaces kann bei einigen PCs (wir wissen nicht mal, um was für ein Gerät es sich handelt und auch das OS ist ja nur geraten) zur Herausforderung werden - z.B. wenn da zwei Ethernet-Interfaces existieren oder eines für 2,5 GB verwendet wird. Es gibt so viele denkbare Fehlerquellen … wenn wir nicht nur raten sollen (und ICH will das nicht), dann braucht es schon deutlich mehr Fleisch am Knochen.
ICH würde das Gerät jedenfalls noch nicht wegwerfen - nur braucht es schon die "Mitarbeit" desjenigen, der das Problem hat und davon ist hier für meinen Geschmack noch viel zu wenig zu sehen. Wir haben mittlerweile so viele Optionen, was man weiter probieren könnte (außer "Henkel anschweißen"), aufgezeigt und dennoch ist noch nichts anderes als "geht nicht mehr" dabei herausgekommen.
Also: Verkabelung mit Switch und Video vom Herstellen der Stromversorgung - und zwar so, daß man alle Statusanzeigen (sowohl die LEDs der Box als auch vom Switch) sehen kann und gleichzeitig auch das FTP-Protokoll des Recovery-Programms und zwar vom zweiten Anlauf, nachdem man zuvor ALLE Freigaben in der Windows-Firewall für AVM-Recovery-Porgramme gelöscht hat und dem (frisch von AVM geladenen) Recovery-Programm beim ersten Startversuch den Netzwerkzugriff sowohl für private als auch für öffentliche Netzwerke erlaubt hat. Ist zwar alles schon beschrieben im verlinkten Thread, aber wohl "nicht durchgedrungen" … jedenfalls noch kein Grund, das Kind gleich in den Korn zu werfen.