Fritz!Dect 301, sehr lange Aufheizphase, da Regler das Ventil nicht voll öffnet

Hallo zusammen,
bin über die Internetsuche zu diesem Thema hier auf dieses Forum gestoßen und bin "erleichtert", dass ich nicht alleine da stehe mit Problem 440 -> 301.
Eine richtige Lösung gibt es wohl nicht, aber zumindest bin ich den Weg gegangen, den 440 nicht mehr als Temperaturgeber für die drei 301 zu benutzen.
Die dürfen jetzt, nach einer Offset-Anpassung um 1 grad, jeder für sich arbeiten, was besser und vor allem schneller klappt als mit dem 440.

An dieser Stelle mal Riesen Lob an die Teilnehmer dieser Diskussion mit ihren akribischen Ausarbeitungen, Vorschlägen und Kritiken. Hab
das selten so erlebt.


Nun, was immer noch nicht so recht funktionieren will, ist, dass wenn ich auf 22 grad stelle, die 301er mir absolut verweigern, auf 22 grad
aufzuheizen. Die drei Teilnehmern regeln stur auf 21,5 grad, jeder nach seinem internen Thermometer, auch nach Stunden ändert sich nichts mehr.
Ein in der Mitte des Raum aufgestelltes Thermometer und auch das entkoppelte 440er zeigen und bestätigen mir die 21,5 grad. Das zumindest
zeigt mir eine gelungene Offset-Anpassung, erklärt aber nicht das Verhalten.
Vor der Offset-Anpassung war es übrigens das gleiche, nur um 1 grad kälter.
Warum auch immer, ein halbes grad mehr im Sollwert oder den Offset nochmal um ein halbes grad anzupassen scheint mir die einzige Abhilfe zu sein.
Kann ich mit leben, ist aber nicht vergleichbar mit allen anderen elektronischen Heizkörperthermostaten, die ich bis jetzt hatte. Die da wären:
  • Technoline 3010 (mit Beleuchtung)
  • Sygonix HT 100
  • eQ3 Max! mit Raumthermostat
  • Comet Dect
Die haben das alle besser gemacht und so langsam habe ich eine Ahnung, warum die Fritz! 301 und auch 302 mittlerweile regelrecht verscherbelt
werden auf diversen Internetanzeigenmärkten. Vom 440 ganz zu schweigen.
Auch das "adaptive Heizen" ist für mich eher nur ein Werbegag und kaschiert eher das träge Heizverhalten, als das was nützen würde.
Aber, immerhin sind sie sehr viel leiser als andere.

Was ich noch los werden wollte, da mich nämlich auch die Ventilstellung interessiert hat:
Bei den 301er mit SW Stand 5.08 und 302er mit 5.18 sieht der Weg ins "Untermenu" so aus, dass man "Informationen" anwählt (beim 302er das Kreis-Symbol
mit dem i drin) und wenn einem dann dort der SW-Stand angezeigt wird, drückt man nochmal 3 sec die Menu-Taste, anschließend kann man sich mit
den plus und minus Tasten durch verschiedene Bildschirme klicken.

Jetzt fällt mir noch eine Frage ein:
Bei einem der Anzeigen wird ein "FW: LOW" angezeigt (siehe Bild), weiß jemand was das bedeutet? Mit der Fenster-Auf-Erkennung kann es nichts
zu tun haben, die steht an dem betreffenden Regler auf Mid.

Bis dann mal,
Micha
 

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  • Fritz 302.jpg
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Funktioniert bei euch die Tastenkombination am 301er noch, um die Detailinformationen mit der Ventilstellung einzusehen? Bei mir (Firmware 05.21) funktioniert sie nicht.
 
solltest du ggf. mal auf 5.25 updaten und dann nochmals schauen
 
Die 5.21 ist die neueste Version für den Fritz!DECT 301.

Die Tastenkombination ist jetzt Menü -> Informationen -> OK -> Menü (lang). Dann wird ein weiterer Screen angezeigt, und man kann mit + und - mehrere dieser erweiterten Informationen (auch Ventilstellung) durchschalten.
 
Hast recht, bin über die Updatemeldung des DECT302 gestolpert
 
Auch ich bin beim Suchen nach dem Problem mit dem 440er über diesen Thread gestolpert. Über Jahre hinweg wird das Problem von AVM ignoriert. Danke dafür.

Aber mal einige andere Gedanken:
a)
Ich habe aus versehen ein Thermostat "zerstört" (ich bin dagegen gekommen und dann ist die Halterung gesplittert. Das Thermostat an sich ist i.O., ich kann es "nur" nicht mehr befestigen.

Ich nutze jetzt dieses Thermostat als "Temperaturgeber" (anstatt des 440) und es funktioniert wesentlich besser!

b)
Im Schlafzimmer funktioniert das mit dem 440 völlig i.O., In anderen Zimmern nicht. Ich vermute nun, dass es was mit dem Temperaturunterschied zu tun hat. Wenn der Temperaturunterschied zu groß ist versagt der 440: Im Schlafzimmer habe ich nachts 18 Grad und heize morgens auf 20 Grad hoch. Da kann ich nicht meckern. Im Bad habe 18 Grad und hätte morgens gerne 23 Grad. Selbst mit 2 Stunden Vorlauf ist der gerade auf 20 Grad angekommen. Diagnose wie hier beschrieben: Das Ventil wird nicht voll aufgemacht.

(Mir kommt jetzt die Idee per Heimautomatisation die Boostfunktion von extern zu triggern. Das teste ich mal...)
 
Mir ist auch aufgefallen, dass der 302 recht lahm startet und deshalb das Aufheizen zu lange dauert. Es dauert recht lang, ehe er das Ventil weiter öffnet und er nährt sich da recht langsam. Hier wurde ja auch schon vorgeschlagen, dass es ideal wäre, wenn er mit einem Boost starten würde und dann später zurückregelt. Fertig gibt es das nicht, aber ich habe einen netten Workaround:
1. Ich habe eine zusätzliche Vorlage erstellt, in der die identischen Zeiteinstellungen enthalten sind, jedoch anstatt mit der gewünschten Soll-Temperatur mit maximaler Temperatur (max bzw. 28grd.).
2. die normale Zeitsteuerung habe ich in einer weiteren Vorlage abgespeichert.
3. Über eine Routine wird die "Boost-Variante" aktiviert, wenn nachts die Temperatur durch die Nachtabsenkung unter einem bestimmten Wert singt, bei mir unter 21grd.
4. Morgens startet dann die Boost-Routine mit deren Zeitprogramm mit dem Heizen mit voller Leistung, da dort ja "max." als Soll-Temperatur hinterlegt ist.
5. Ist die Solltemperatur erreicht, wird über eine weitere Routine die Vorlage mit dem normalen Zeitprogramm und der normalen Solltemperatur aktiviert. So wird bis dahin voll geheizt und dann bei erreichen der Solltemperatur (oder, falls gewünscht, etwas drunter) auf die normale Solltemperatur umgeschaltet und der normale Regelkreislauf begint.

So habe ich, auch Batteriesparsam, zuerst im Boost-Betrieb die volle Heizleistung und dann den normalen Regelbetrieb, also eine Art deadbeat-Regelkreislauf.

Für die Urlaubsschaltung muss man berücksichtigen, dass man die beiden Umschaltroutinen ann deaktivieren muss, z.B. über eine Szene dazu!
 
Sollte er nicht in Abhängigkeit von der Abweichung gleich weiter öffnen (also morgens, wenn die Nachtabsenkung vorüber ist)?
 
Ja, aber bei mir handelt es sich um ein großes Wohnzimmer im Reihenhaus mit nur kleiner Heizung. Da es ein Mittelreihenhaus ist, reicht ein kleiner Heizkörper, um die Temperatur zu halten, er braucht aber lange, um die Bude auf die Solltemperatur zu kriegen. Aufgrund der guten Dämmung sinkt die Temperatur bei der Nachtabsenkung nur wenig ab (von 22,5 auf 21grd), daraus ergibt sich eine nur geringe Differenz zur Solltemperatur. Deshalb macht er das Ventil nur ein bißchen auf und öffnet es mit der Zeit immer mehr, das Aufheizen dauert dadurch ewig.
 
Dann beende halt die Nachtabsenkung früher, damit es beim Aufstehen bereits etwas wärmer ist.
Die Nachtabsenkung bringt in dem Bereich ja sowieso kaum was, bei trägen Systemen ist es ohnedies nicht sinnvoll.
 
man kann übrigens die 3 unterschiedlichen Temperaturverläufe gut sehen:
1. Direkt am Ventil die Temperaturkurve ohne Offset.
2. In der Fritzbox / App beim Thermostaten die Temperaturkurve inkl. Offset, z.B. v. d. externen Sensor wie dem Taster.
3. In der Fritzbox / App u. direkt am Taster die Temperaturkurve nur für den Taster
 
Dann beende halt die Nachtabsenkung früher, damit es beim Aufstehen bereits etwas wärmer ist.
Die Nachtabsenkung bringt in dem Bereich ja sowieso kaum was, bei trägen Systemen ist es ohnedies nicht sinnvoll.
die Nachtabsenkung spart am meisten, je länger sie dauert. Wenn ich nur kürzer absenke und bereits früher anfange zu heizen, ist der Spareffekt entsprechend geringer. Es ist ein falscher Mythos, das Absenken nichts bringt, weil das Aufheizen entsprechend mehr Energie verbraucht. Heizen verbraucht linear mehr Energie. Der Myhtos kommt evtl. aus dem Autobereich, wo doppelte Geschwindigkeit exponentiell mehr Energie verbraucht.
Mit der Trägheit des Systems hat das nichts zu tun, die erfordert nur eine Zeitschaltung, die die Trägheit entsprechend berücksichtigt.
 
Nein, da es kaum einen Unterschied macht, weil sie ja eben NICHT so schnell aufheizt. Also ob deshalb zw. 5-6 nix oder kaum was passiert oder erst um 6 volle Pulle ist irrelevant.
Und dem Mythos unterliegst du, da er auf alte schnell abkühlende Bauten abzielt und nicht gut isolierte Wohnungen.
Du kannst ja die Absenkung zudem früher beginnen lassen, da es ja eh nicht so schnell abkühlt.
 
im Prinzip ist es wie mit einem Einer, der Löcher an der Seite hat, gleichmäßig über die Fläche verteilt. Je höher der Wasserstand, je mehr Wasser fließt über die Löcher ab. Je höher ich die Raumtemperatur also halte, um so mehr Energie insgesamt muss ich aufwenden. Wenn ich auch nur eine Zeitlang die Temperatur absenken kann (also weniger Wasser im Eimer habe), desto weniger Energie verliere ich (desto weniger Wasser geht im Eimer verloren). Die Dämmung und wie gut ein Raum auch ohne Heizung vorübergehend warm bleibt ändern nichts an der möglichen Einsparung durch eine temporäre Absenkung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schön einfache Sicht, die aber u.a. die für das Wiederaufheizen praktisch immer nötige Anhebung der Vorlauftemperatur völlig unberücksichtigt lässt.
Man kann das alles (mit großem Aufwand) per Dämmwerk-Software berechnen, wo ich dir einen meiner Kollegen (3 davon sind Dr.-Ing.) empfehlen könnte. Deutlich billiger wird es, mal eine Heizperiode zum Vergleich die Nachtabsenkung sein zu lassen.
 
es ist tatsächlich nicht viel komplizierter, auch die von Dir erwähnte Anhebung der Vorlauftemperatur ändert an dem Eimervergleich nichts. Egal wie Du die Energie zur Verfügung stellst, eine zeitlang nicht heizen spart. Du würdest ja auch nicht wochenlang im Urlaub durchheizen und glauben, das spart nichts. Einzig durch Nichtlinearitäten kann sich das Ergebnis verändern. Solche gibt es u.U. in bestimmten Konstallationen bei Brennern in Einfamilienhäusern z.B.. Um aber solche Effekte mit zu berücksichtigen müsste man schon eine Steuerung über alle Räume und den Brenner haben, die das alles berücksichtigt. Bei Mehrfamilienhäusern und Fernwärme gilt das alles aber nicht. Das ist aber schon sehr sehr speziell und für die allermeisten Anwendungsfälle nicht relevant.
 
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