Fritzbox 7390, VoIP Telekom, nach kurzer Zeit: (RTP) port unreachable

kayman

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Folgende Problematik: Internetzugang geht (15MBit). VoIP über die Telekom nur eingeschränkt. Es gehen immer wieder RTP Pakete verloren, was sich in unschönen Unterbrechungen des Telefongesprächs bemerkbar macht. Warum ist der RTP Port der Fritzbox manchmal für einige Sekunden nicht erreichbar? Ich sehe da keinen Grund. Während meiner Tests fand kein anderer Traffic statt. Es gab also genügend Bandbreite ins Internet.

Hier mal ein Auszug aus dem tcpdump:
Code:
12:43:15.270546 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.290192 IP fritzbox.meine-domain.de.7078 > 217.0.3.144.15314: UDP, length 172
12:43:15.291060 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.303325 IP fritzbox.meine-domain.de.sip > 217.0.16.42.sip: SIP, length: 4
12:43:15.303647 IP fritzbox.meine-domain.de.sip > 217.0.16.234.sip: SIP, length: 4
12:43:15.309993 IP fritzbox.meine-domain.de.7078 > 217.0.3.144.15314: UDP, length 172
12:43:15.310928 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.330157 IP fritzbox.meine-domain.de.7078 > 217.0.3.144.15314: UDP, length 172
12:43:15.330854 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.333851 IP fritzbox.meine-domain.de.sip > 217.0.16.42.sip: SIP, length: 4
12:43:15.334186 IP fritzbox.meine-domain.de.sip > 217.0.16.234.sip: SIP, length: 4
12:43:15.349935 IP fritzbox.meine-domain.de.7078 > 217.0.3.144.15314: UDP, length 172
[Bis hierhin ist noch alles gut]

12:43:15.350813 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.370808 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.391067 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.411014 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.431037 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.450678 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.470945 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:15.490861 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
[Jetzt werden noch Pakete an die Fritzbox verschickt, aber nicht mehr beantwortet]

12:43:27.082281 IP fritzbox.meine-domain.de > 217.0.3.144: ICMP fritzbox.meine-domain.de udp port 7078 unreachable, length 208
12:43:27.100816 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:27.101234 IP fritzbox.meine-domain.de > 217.0.3.144: ICMP fritzbox.meine-domain.de udp port 7078 unreachable, length 208
12:43:27.120800 IP 217.0.3.144.15314 > fritzbox.meine-domain.de.7078: UDP, length 172
12:43:27.121192 IP fritzbox.meine-domain.de > 217.0.3.144: ICMP fritzbox.meine-domain.de udp port 7078 unreachable, length 208
[nun gibt es die ICMP Fehlermeldungen. Der Port auf der Fritzbox scheint nicht mehr erreichbar]

Zur Konfiguration: Ein DSL Modem baut die Verbindung zum Internet auf. Das Modem hängt an einem Linuxserver mit zwei Netzwerkkarten und verfügt über eine statische Route in das Intranet. Das Intranet ist an der zweiten Netzwerkkarte angeschlossen. Dahinter hängt ein Cisco Switch und dann die Fritzbox. An der Fritzbox sind die Telefone.

DSL Modem <--> Linux Rechner <--> Switch <--> Fritzbox

Im DSL Modem gibt es ein Portforwarding auf die Fritzbox für SIP und RTP. Der Linuxrechner macht kein NAT. Das DSL Modem hat eine statische Route in das Intranet gesetzt.
 
Im DSL Modem gibt es ein Portforwarding auf die Fritzbox für SIP und RTP. Der Linuxrechner macht kein NAT. Das DSL Modem hat eine statische Route in das Intranet gesetzt.
Sowas kann nur ein Router. Ein Modem kann weder Portforwarding noch Routen.
Schließ einfach mal die Fritzbox direkt an die DSL-Leitung an und prüfe, ob der Fehler dann auch auftritt.
 
Beim DSL Modem habe ich mich einfach an der Herstellerbezeichnung orientiert: DSL-321b ADSL2+ Ethernet Modem. Da ist natürlich noch "Schnickschnack" eingebaut.

Habe die Fritzbox mal testweise direkt an den DSL Anschluß gehängt --> alles super.
Habe die Fritzbox mal direkt über das DSL Modem betrieben --> alles super. Das finde ich allerdings komisch, denn die Portweiterleitungen für SIP und RTP vom DSL Modem zeigen nun ins Nirwana und nicht mehr auf die Fritzbox (da andere IP Adresse). Trotzdem hat alles funktioniert. Ob da ein STUN Server im Hintergrund werkelt?
Dann die Fritzbox wieder ganz normal ins Heimnetz gestellt. Immer noch alles super. Komisch!
Nun die Portweiterleitungen auf dem DSL Modem gelöscht. Siehe da, funktioniert noch immer.

Ich werde jetzt mal abwarten, wie es sich entwickelt.
 
Ein DSL-Modem ist nur 'dumme' Hardware, die das DSL-Signal in ein Ethernet-Signal umsetzt.
Ein echtes Modem filtert nichts, es ist für den Datenverkehr durchlässig, als wenn es nicht vorhanden wäre.
Ein echtes Modem bekommt auch keine IP-Adresse aus dem Internet zugewiesen. man kann auf seiner Ethernet-Seite dem Modem eine IP-Adresse geben, die aber nur für die Konfiguration nutzbar ist.
Erst der Router, der das Ethernet-Signal vom Modem bekommt, bekommt auf seine WAN-Seite eine IP-Adresse aus dem Internet zugewiesen.

Der Unterschied zwischen einem DSL-Modem und einem Kabel-Modem besteht nur in der unterschiedlichen 'WAN'-Seite. Beide sind für den Datenverkehr komplett durchlässig.
 
Es ist ein Router, der auch als Modem verwendet werden kann.
Als Modem arbeitet es nur, wenn, wie auf Seite 26 beschrieben, das gerät im Bridge-Modus steht.
 
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