[Gelöst] FritzBox 7490 - RaspberryPI im Heimnetz aus Gastnetz erreichbar

Es ist also offenbar tatsächlich eine direkte (nicht "geNATtete") IP-Verbindung aus dem Gastnetz, wenn da die IP-Konfiguration der Box die richtige ist. Das wäre für mich der nächste zu prüfende Punkt, das sollte irgendwo in der Support-Datei bei dem Punkt mit der IP-Konfiguration stehen.

Und damit wäre dann vermutlich auch die Frage der Freigabe vom Tisch, denn auch bei NAT-Hairpinning sollte das ja dann über die IP-Adresse der FRITZ!Box als Gateway im Gastnetz umgesetzt werden und nicht direkt von der IP-Adresse im Gastnetz kommen. IPv6 ist damit auch erst mal raus …

Die Support-Datei sollte man auch tatsächlich nicht 1:1 hier veröffentlichen - aber wie schon geschrieben gut weglegen, damit man auch immer wieder darin nachsehen kann. Hier wäre das Ganze sicherlich sofort "erklärt", wenn da die Netzwerk-Maske um ein Bit zu kurz wäre - nur sollte dann die (automatische) IP-Konfiguration im Gastnetz (denn da läßt sich dauerhaft gar nichts einstellen, das wird dynamisch ermittelt (anhand der Konfiguration und statischer Routen) und nur noch angezeigt) da gar nicht erst das 179er-Netz auswählen, sondern auf eines aus 172.16.0.0/12 ausweichen.

EDIT: Beim Prüfen der IP-Konfiguration sollte man auch alle Endpunkte (also Server und Client) berücksichtigen, da eine falsche Maske eben zur (lokalen) Suche per ARP führt und nicht der Weg über das Gateway genommen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist also offenbar tatsächlich eine direkte (nicht "geNATtete") IP-Verbindung aus dem Gastnetz, ...
Bei manchen FW-Versionen der FritzBox ist es so, dass das NATen (Portweiterleitung) der IP-Verbindung im _Heimnetz_, auch/zusätzlich eine Portfreigabe (v4-Firewall) für den direkten Zugriff aus dem Gast-Netz ins Heim-Netz zur Folge hat.
Das wird dann schon über die IP-Adresse (192.168.179.1) der FRITZBox als gateway im Gast-Netz, gemacht:
Code:
:~ $ ip r g 192.168.178.44
192.168.178.44 via 192.168.179.1 dev eth0 src 192.168.179.20 uid 1000
    cache
 
Starte auf deinem PI im Heim-Netz, vor dem Portscan mit nmap aus dem Gast-Netz (... mit der source-IP-Adresse 192.168.179.14):
Code:
sudo tcpdump -vvveni eth0 src host 192.168.179.14
Die Aufzeichnung beinhaltet die Verbindung via ssh mit Zertifikat und anschließendem Exit vom Linux-Laptop aus
 

Anhänge

@klp55tsch:
Was sind denn
manchen FW-Versionen der FritzBox
genau?

Das gezeigte Kommando wäre ja "ausgeschrieben" ein ip route get <addr> und auf dem Client im Gastnetz exakt so zu erwarten, denn der Client SOLL ja auf dem Weg zur IP-Adresse 192.168.178.44 den Weg über das Gateway im Gastnetz (192.168.179.1) nehmen und dabei verwendet er sein Interface eth0 mit der Absenderadresse 192.168.179.20 - das ist ja auch eine "gelernte" Route (cloned/cached) und kein statischer Eintrag (bzw. das get veranlaßt den Kernel überhaupt erst, die Route zu ermitteln und zu speichern, wenn sie nicht gerade erst ermittelt wurde und ohnehin noch gespeichert ist).

Was das Gateway damit jetzt macht, entscheidet der Client ja gar nicht länger allein - das Gateway kann jetzt (a) seinerseits einfach routen (was es aufgrund der Isolation der Netze NICHT machen sollte) oder es führt (b) für die weiterzuleitenden Pakete eine "network address translation" (NAT) aus und ersetzt die ursprüngliche Absender-Adresse in den Paketen durch seine eigene, womit es für das angesprochene Gerät so aussieht, als käme die Verbindung vom Gateway.

Das weißt Du vielleicht selbst, ich erkläre es dennoch noch einmal so ausführlich, da ja sicherlich (heute oder in der Zukunft) auch noch andere mitlesen (und damit wir am Ende von derselben Sache reden). Wenn es die Absender-Adresse durch die eigene ersetzt, muß es sich parallel dazu merken, woher die ursprünglichen Pakete kamen, damit die Antworten auch wieder dorthin gesendet werden können (connection tracking).

Ich verstehe also letztlich nicht so wirklich, was Du mit #22 sagen willst (stimmst Du zu, daß die Verbindung NAT verwenden SOLLTE oder nicht und ist das HIER nun eine mit oder ohne NAT), daher zur Präzisierung:

Was genau wolltest Du uns mit dem Anzeigen der Route zu einem Gerät im Heimnetz von einem anderen Gerät im Gastnetz zeigen? Oder woher stammt das gezeigte Kommando und seine Ausgabe sonst?

Welche Firmware-Version (Modell und Version) ist das genau, für das Du diese Feststellung triffst? Weiter vorne ist mal eine 08.03 erwähnt, aber kein Modell - oder gilt das (nach Deiner Erfahrung) für ALLE Modelle mit 08.03 (und ggf. auch weiteren Versionen, dann für welche noch - das muß ja keine vollständige Aufzählung sein, nur irgendetwas, was man nachstellen kann)?

Welche Erfahrungen hast Du denn bei Dir hinsichtlich von Zugriffen (welchen?) aus dem Gastnetz ins Heimnetz gemacht (wieder bezogen auf die Abhängigkeit von Versionen) - wird da NAT über die Gateway-Adresse gemacht oder nicht? Es würde vielleicht auch ohne NAT funktionieren, aber dann eher "zufällig", solange die Box auch das Standard-Gateway im Heimnetz ist - denn eine explizite Route ins Gastnetz dürften die meisten Geräte im Heimnetz nicht haben und damit das Standard-Gateway nutzen.

Bei NAT funktioniert auch das wieder, denn da gehen die Antworten dann direkt an das Gateway über die Route für das lokale Netzwerk. Dennoch wäre die Isolation zwischen Gastnetz und Heimnetz dahin, wenn solche Zugriffe per Routing funktionieren und auch mit NAT sollte das auf genau den DNS-Service beschränkt sein (ggf. noch DoT).

Wie genau sieht diese "Portfreigabe (v4-Firewall)" in der Firmware des Routers aus? AFAIK steht ja auch in den Supportdaten ziemlich haarklein, was da im "connection tracking" in den Hardware-Tabellen der Paket-Beschleunigung eingetragen ist. Ich kann mir das auch gerne selbst ansehen, aber eben nur, wenn ich wenigstens einen konkreten Anhaltspunkt habe für den Fakt, daß eine solche Weiterleitung (mit oder ohne NAT) existiert und bei welcher Version man mit welchen Einstellungen suchen sollte.

Denn ich verstehe auch nicht so richtig, warum Du einmal davon schreibst, daß ALLE Ports erreichbar wären in so einer Konstellation und andererseits von einer "Portfreigabe" (i.d.R. ja auf einzelne Ports/Dienste beschränkt) und dann nicht gleich von einem "exposed host", wo wirklich alles, was keinem anderen Ziel zugeordnet werden kann, an diesen Host geht (da dann ggf. auch mit der Adresse des originalen Absenders).

Wenn die FRITZ!Box da tatsächlich ein Routing(!) ohne "connection tracking" zwischen Gast- und Heimnetz machen sollte, wie könnte sie dann zwischen Antworten auf "Requests" aus dem Gastnetz und direkt aus dem Heimnetz ausgelösten Verbindungswünschen unterscheiden und zuordnen, welche Pakete woher und wohin zulässig sind und welche die Isolation zwischen diesen Netzen unterlaufen?

Es ist sicherlich denkbar(!), daß da bei fehlerhafter Implementierung die Isolation tatsächlich nicht funktioniert - das sollte sich ja dann, mit den nötigen präzisen Informationen, auch nachstellen lassen.

Das mit dem DNS-Server ist auch noch so eine Sache - eine gesonderte Angabe des DNS-Servers für das Gastnetz ist m.W. gar nicht vorgesehen, es müßte also per DHCP entweder der "lokale DNS-Server" aus den LAN-Einstellungen annonciert werden oder die eigene IP-Adresse der Box.

Ist es die Server-Adresse im LAN, ist das vom Gastnetz nur per NAT erreichbar (so SOLLTE es jedenfalls sein, das wäre dann tatsächlich ein Grund für eine (gezielte) Freigabe für den DNS-Service und - in meinen Augen - eine unnötige Schwächung der Isolation, denn Forwarder ist ja die "native" Arbeitsweise des DNS-Servers im multid (mithin implementiert) und für die lokale Zone ist er direkt SOA, solange kein anderer lokaler Server konfiguriert ist) und wenn es die Adresse der Box selbst ist, ist sie der DNS-Forwarder und es bräuchte erst recht keine (IP-)Weiterleitungen, wie ich am Beginn des Threads versucht habe zu erklären.

Was wird denn tatsächlich per DHCP im Gastnetz bekanntgemacht? Bei der gezeigten Konfiguration der (von der FRITZ!Box verwendeten) DNS-Server (Bild in #12) sollte ja, sofern nicht noch andere Festlegungen bei den LAN-Einstellungen erfolgen, die FRITZ!Box per DHCP als DNS-Server gesetzt sein bzw. das wäre die passende Konfiguration, wenn der Pi-Hole dann seinerseits öffentliche IP-Server als Uplink nutzt. Spezielle Auflösungen, die nur im Netz des Providers gelten (z.B. die Adressen von SIP-Servern), sind dann allerdings nicht auflösbar, wenn die öffentliche DNS-Zone dazu nichts enthält.

Das mit der DHCP-/DNS-Konfiguration richtet sich auch als Frage an @rerhafnhabu - zumal es hier vielleicht sogar um zwei unabhängige Probleme gehen könnte, angesichts der doch recht unterschiedlichen Symptome (alle Ports vs. nur SSH ist erreichbar).
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit der DHCP-/DNS-Konfiguration richtet sich auch als Frage an @rerhafnhabu
In den Netzwerkeinstellungen ist sowohl für IPv4 als auch bei IPv6 die Fritz!Box eingetragen, bei IPv6 ist
Code:
Nur DNS-Server zuweisen
FRITZ!Box wird als DNS-Server via DHCPv6 bekannt gegeben.
aktiviert.

Die FritzBox sollte also der alleinge DNS-Server sein, im Pi-Hole sind für die externen DNS Server feste IP hinterlegt.
Code:
cat /etc/resolv.conf
# Generated by resolvconf
nameserver 192.168.1.1
nameserver fd00::ca0e:14ff:fec2:2908
nameserver 2003:xxxx:xxxx:xxxx:ca0e:14ff:fec2:2908
 
Dann gibt es auch keinen Grund, warum da eine IP-Weiterleitung aus dem Gastnetz in das Heimnetz für DNS-Abfragen existieren sollte - da ist dann ja der DNS-Server in der FRITZ!Box der Forwarder. Wenn Du das mit einer Shell auf der FRITZ!Box prüfen willst, kannst Du ja mal von einem Gerät im Gastnetz eine DNS-Abfrage ausführen lassen (für irgendeine bisher nicht im Cache gespeicherte Auflösung) und mit aicmd multid dnsd … in den Cache des DNS-Servers schauen - Einträge können dort nur dann vorhanden sein, wenn er die Abfrage "übernimmt" und nicht direkt weiterleitet.

Aber das ist eben nur der Soll-Zustand - warten wir mal ab, was da noch zu finden ist. Auch an Dich wären ja noch "Fragen" offen:
  • zur Konfiguration der Netzwerk-Interfaces der FRITZ!Box inkl. Bridge-Interfaces, des RasPi (ggf. mit Firewall-Einstellungen, weil offenbar nur der SSH-Service erreichbar ist) und des Client-PC - wenn man wirklich Schritt für Schritt vorgehen und die möglichen Ursachen nach und nach ausschließen will (dann muß man eben auch jede Annahme noch einmal prüfen)
  • ob etwas bzw. was genau in der Supportdatei steht hinsichtlich des CT (connection tracking), während die SSH-Verbindung aus dem Gastnetz auf den RasPi besteht (danach bringt es nichts mehr, die TCP-Verbindung wird beim FIN-Paket gleich wieder abgeräumt und davor fehlt sie ohnehin). Da interessiert auch nur die Verbindung zum SSH-Server, da sollte JEDE (noch aktive) Verbindung über den Router aufgeführt sein - das ist aber anhand der Ports leicht in der Supportdatei zu finden (soweit ich weiß, steht es noch drin - wobei ich nicht ganz auf dem aktuellsten Stand bin und immer häufiger erst selbst nachsehen muß, was ich hier (noch) nicht getan habe).
 
Welche Firmware-Version (Modell und Version) ist das genau, für das Du diese Feststellung triffst? Weiter vorne ist mal eine 08.03 erwähnt, aber kein Modell - ...
Ich habe mit der FritzBox 6591-cable (FW-Version 8.03) getestet.
Wer die Isolation zwischen Heim-Netz und Gast-Netz testen will, kann das mit der Portweiterleitung auf der FritzBox im Heimnetz, sniffen (tcpdump, Wireshark, ...) auf dem Gerät im Heim-Netz und Portscan aus dem Gast-Netz machen/probieren.
Im Gast-Netz wird die default route (mit 192.168.179.1 als gateway) für das Routing ins Heim-Netz benutzt.
 
Danke für Modell und Version, aber irgendwie verstehe ich nur Bahnhof (vielleicht kenne ich mich ja auch nur zu wenig aus) - was genau soll man denn unter
kann das mit der Portweiterleitung auf der FritzBox im Heimnetz, sniffen (tcpdump, Wireshark, ...) auf dem Gerät im Heim-Netz und Portscan aus dem Gast-Netz machen/probieren.
verstehen? (Ich interpretiere das in der Folge mal so, wie ich es verstanden zu haben glaube.)

Ich persönlich würde das jedenfalls auf der FRITZ!Box selbst mitschneiden (auf der Schnittstelle lan für das Heimnetz und auf guest für das Gastnetz - das geht inzwischen auch parallel), denn da hat man dann alle Pakete im Mitschnitt und nicht nur diejenigen, die sich das Gerät, auf dem man den Mitschnitt ausführt, selbst aus dem Datenstrom herauszieht, wenn die Aufzeichnung nicht gerade im "promiscuous mode" erfolgt (was auch nicht alles beinhalten muß, denn da ist ja noch der Switch in der Box dazwischen und der ist nun mal kein Hub … WLAN ist noch einmal eine ganz andere Baustelle). Auch für den vorgeschlagenen Portscan bräuchte man schon noch ein paar zusätzliche Infos, von Protokollen (ICMP, UDP, TCP) bis hin zu Portnummern (die bei Dir funktioniert haben).

Und meine Fragen zielten ja eigentlich nicht darauf ab, wie man die Isolation testen kann - ich wollte (wenn möglich) wissen, wie genau sich diese vermutete/postulierte "Portweiterleitung für alles" manifestiert und wonach ich dabei in den Supportdaten suchen müßte. Deine Aussage war ja ziemlich eindeutig:
Mit z. B. F!OS 8.03 und wenn das Gerät aus dem Heimnetz als upstream-DNS-Server (wie beim TE) in der FritzBox eingertragen ist, sind aus dem Gast-Netz alle Ports des Gerätes im Heim-Netz erreichbar.

Aber die Angabe/Bestätigung EINER der Firmware-Versionen hilft schon mal weiter (wenn auch nicht klarer geworden ist, was Du uns mit dem Kommando zur Route nach 192.168.178.44 eigentlich zeigen wolltest - daß die Route da (bei korrekter Konfiguration) über das Gateway führen sollte, ist ja sicherlich unstrittig) … das sollte ich ja dann mit der 08.03 für meine 6690 ebenso nachstellen können (wird etwas dauern, aber das interessiert mich dann doch sehr), es sind ja beides Puma7-Geräte und die AVM-Zugaben sind nahezu identisch, was zu den gleichen Ergebnissen führen sollte.

Im Gast-Netz wird die default route (mit 192.168.179.1 als gateway) für das Routing ins Heim-Netz benutzt.
Was immer noch keine KLARE Auskunft darüber beinhaltet, ob das - nach Deiner Ansicht und/oder Erfahrung - nun tatsächlich simples Routing (so liest sich das jedenfalls) oder NAT über die LAN-Adresse der FRITZ!Box ist/sein sollte und ob da tatsächlich ALLE Ports (und Protokolle, zumindest unterschieden nach UDP, TCP, ICMP) bei Dir erreichbar sind, was ja nicht den Bedingungen (bzw. Ergebnissen) bei @rerhafnhabu entspricht, wenn dort ausschließlich TCP/22 funktioniert.

Auch das in #16 gezeigte nc-Kommando (ich rate mal, daß das ein netcat sein soll: https://linux.die.net/man/1/nc) zeigt ja eigentlich nur, daß da eine Verbindung aufgebaut wurde - was aber nicht zu erkennen ist, wäre die Angabe, von welcher IP-Adresse diese Verbindung bei der 192.168.178.13 jetzt einging und ob da tatsächlich die IP-Adresse aus dem Gastnetz ankam oder die des Gateways nach NAT (und ob das nur eine zufällig gewählte Portnummer war oder ob dafür auch eine IPv4-Freigabe im FRITZ!OS vorhanden war, die nichts mit DNS o.ä. zu tun hatte).

Daß da generell der Zugriff möglich ist, wenn es für das Gerät im Heimnetz eine - vom Benutzer eingetragene - Portfreigabe gibt, ist auch nicht weiter verwunderlich (das darf ja bei NAT-Hairpinning durchaus auch aus dem Gastnetz funktionieren), nur sollten da nicht alle Ports offen stehen, wie Du in #16 schreibst … und auch längst nicht irgendwelche anderen Geräte im Heimnetz, für die KEINE IPv4-Freigabe konfiguriert wurde, egal wo die noch eingetragen sind als (DNS- oder was auch immer)Server. Und tatsächlich sollte die auf dem Server eingehende Verbindung eigentlich nicht von einer IPv4-Adresse aus dem Gastnetz kommen … DAS ist (für mich) immer noch der Knackpunkt, den ich mir nicht erklären kann (ohne weitere Informationen, s.o.), der aber auch so gewollt sein KÖNNTE (wenn da eben kein NAT erfolgt, wofür es aber (m.E.) gute Gründe geben würde).

Du schreibst aber in #16 i.V.m. #22, daß da automatisch(!) eine Freigabe (in der "v4-Firewall") angelegt würde, wenn das Gerät in der FRITZ!Box als Upstream-Server für DNS eingetragen wäre und daß diese dann für ALLES gelten würde … und DAFÜR hätte ich gerne die genaue(!) Erklärung, wie Du das festgestellt hast und wie man das nachstellen kann.

Denn DAS wäre dann tatsächlich ein gravierendes Problem, wo die Trennung zwischen Gast- und Heimnetz aufgehoben wäre. Nur hat das (AFAIK) bisher noch niemand hier in dieser Ausprägung beobachtet und selbst bei @rerhafnhabu ist das ja - nach den bisherigen Ergebnissen - SO nicht der Fall … die Freigabe für den Pi-Hole auf TCP/22 existiert ja wohl auch bei ihm und nur die scheint zu funktionieren. Das wäre auch noch einen (kurzen) Test wert - das temporäre Deaktivieren der Portfreigabe in der FRITZ!Box sollte die Konfiguration ja nicht entscheidend ändern.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was ich davon nachstellen kann - mit der passenden Firmware-Version. Die Tatsache, daß da für ein im Heimnetz freigegebenes Gerät eine (gezielte, nur für den freigegebenen Dienst spezifizierte) Portweiterleitung vom Gastnetz ins Heimnetz angelegt wird (mit IPv4, Protokoll und Portnummer), ist jedenfalls auch keine wirkliche Überraschung - das Gastnetz dient ja nur dazu, unkontrollierte(!) Verbindungen zwischen Heimnetz und Geräten im Gastnetz zu unterbinden … selbstverständlich bleibt die Frage, warum da bei jemandem die Verbindung von einer Adresse im Gastnetz ausgeht (oder überhaupt ausgehen kann) und ob das wirklich so sein soll.

Wenn das ein Windows-Gerät mit 24er-Maske und aktivierter Firewall wäre als Ziel, würde das auch erst mal (ohne explizite Firewall-Konfiguration im Windows) daran zerschellen, daß die Verbindung nicht aus dem eigenen Netzwerk-Segment käme (das würde auch für Linux-Firewalls mit mehreren Zonen gelten). In meinen Augen ein weiterer Grund (neben der Route zurück ins Gastnetz), warum die Box da (S)NAT machen sollte/müßte.

Wenn sie KEIN NAT (mehr?) macht und die (gewollte) SSH-Freigabe ist die eigentliche Ursache des "Problems", dann löst sich das Ganze wieder in Wohlgefallen auf, denn das dürfte (nein: sollte nach meiner Ansicht) gewünschtes Verhalten sein (immerhin macht die Box AFAIR inzwischen auch NAT-Hairpinning wieder korrekt, zumindest was die Tatsache angeht, daß das nicht erst nach extern geht). Was nicht dazu passen würde, wäre die Möglichkeit, bei der Abfrage des DNS-Servers im Gastnetz (auf der FRITZ!Box und nicht direkt beim Pi-Hole) Informationen aus dem LAN (Heimnetz) zu erhalten (das sind getrennte Zonen und die Heimnetz-Zone ist für das Gastnetz tabu) oder auf andere als die explizit freigegebenen Dienste zugreifen zu können - DA sollte die Isolation greifen.
 
Und meine Fragen zielten ja eigentlich nicht darauf ab, wie man die Isolation testen kann - ich wollte (wenn möglich) wissen, wie genau sich diese vermutete/postulierte "Portweiterleitung für alles" manifestiert und wonach ich dabei in den Supportdaten suchen müßte. Deine Aussage war ja ziemlich eindeutig:
Die Portweiterleitung (NAT4) im Heim-Netz, kann man ja für jeden Port (1 bis 65535) konfigurieren. D. h. man kann jeden dieser Ports für den Zugriff aus dem Gast-Netz (192.168.179.0/24) ins Heim-Netz (192.168.178.0/24) "konfigurieren" bzw. benutzen.
Ich denke nicht, dass eine Portweiterleitung (NAT4) für den Zugriff aus dem v4-Internet ins Heim-Netz, die Isolation zwischen Heim-Netz und Gast-Netz aufheben soll/muss (, ... was aber bei meiner FB6591 mit FW 8.03, der Fall ist).
Auch Hair-Pinning (... Zugriff im Heim-Netz via externe/öffentliche IPv4-Adresse der FritzBox (als border device), auf weitergeleitete/lauschende Ports im Heim-Netz) sollte die Isolation zwischen Heim-Netz und Gast-Netz nicht aufheben, oder?
U. a. habe ich z. B. auch so:
Code:
:~# tcpdump -c 50 -vvveni eth0 src net 192.168.179.0/24
tcpdump: listening on eth0, link-type EN10MB (Ethernet), snapshot length 262144 bytes
20:27:29.560274 ##:##:##:d3:0a:d6 > xx:xx:xx:62:3c:ae, ethertype IPv4 (0x0800), length 78: (tos 0x0, ttl 63, id 0, offset 0, flags [DF], proto TCP (6), length 64)
    192.168.179.3.50216 > 192.168.178.13.41832: Flags [S], cksum 0xcc6f (correct), seq 1676878276, win 65535, options [mss 1416,nop,wscale 6,nop,nop,TS val 1067865959 ecr 0,sackOK,eol], length 0
20:27:29.564178 ##:##:##:d3:0a:d6 > xx:xx:xx:62:3c:ae, ethertype IPv4 (0x0800), length 66: (tos 0x0, ttl 63, id 0, offset 0, flags [DF], proto TCP (6), length 52)
    192.168.179.3.50216 > 192.168.178.13.41832: Flags [.], cksum 0x18e4 (correct), seq 1676878277, ack 2828063323, win 65535, options [nop,nop,TS val 1067865967 ecr 627331783], length 0
20:27:29.565804 ##:##:##:d3:0a:d6 > xx:xx:xx:62:3c:ae, ethertype IPv4 (0x0800), length 66: (tos 0x0, ttl 63, id 0, offset 0, flags [DF], proto TCP (6), length 52)
    192.168.179.3.50216 > 192.168.178.13.41832: Flags [F.], cksum 0x18e3 (correct), seq 0, ack 1, win 65535, options [nop,nop,TS val 1067865967 ecr 627331783], length 0
20:27:29.569202 ##:##:##:d3:0a:d6 > xx:xx:xx:62:3c:ae, ethertype IPv4 (0x0800), length 78: (tos 0x0, ttl 63, id 0, offset 0, flags [DF], proto TCP (6), length 64)
    192.168.179.3.50216 > 192.168.178.13.41832: Flags [.], cksum 0xecde (correct), seq 1, ack 1, win 65535, options [nop,nop,TS val 1067865972 ecr 627331783,nop,nop,sack 1 {8:9}], length 0
20:27:29.570975 ##:##:##:d3:0a:d6 > xx:xx:xx:62:3c:ae, ethertype IPv4 (0x0800), length 60: (tos 0x0, ttl 63, id 0, offset 0, flags [DF], proto TCP (6), length 40)
    192.168.179.3.50216 > 192.168.178.13.41832: Flags [R], cksum 0xdc33 (correct), seq 1676878278, win 0, length 0
^C
5 packets captured
5 packets received by filter
0 packets dropped by kernel
auf einem Gerät im Heim-Netz, getestet. Mit icmp funktioniert es nicht. Mit UDP habe ich nicht getestet, aber ich gehe davon aus, dass es mit UDP (... weil auch OSI-Schicht 4/Transport) genau so funktioniert wie mit TCP.
 
Ich habe die Lücke gefunden!
Es ist eine Dateifreigabe, wenn ich diese deaktiviere, ist alles so wie erwartet.
Die ist dafür dass ich das Webinterface einer fremden Homematic CCU2 via ssh Reverse Tunnel auf meinem Rechner anzeigen kann.
Sollte sich jedoch trotzdem nicht auf das Gastnetz auswirken, oder?
2025-08-07 07_23_11-FRITZ!Box 7490 – Mozilla Firefox.png2025-08-07 07_32_31-FRITZ!Box 7490 – Mozilla Firefox.png

Sorry, wenn ich für Verwirrung gesorgt habe.
 
  • Wow
Reaktionen: Erforderlich
Ja, klar.
Ist halt noch früh am Morgen.:rolleyes:
 
Warum sollte die ganze Welt auf den offenen weitergeleiteten Port zugreifen können, nur just deinen Gästen soll dies verwehrt bleiben?
Da melden sich dann bestimmt einige, denen das auch wieder nicht Recht ist.
Und so wird der Weg halt abgekürzt, damit es nicht über draußen laufen muß.
Vielleicht lieg ich da ja völlig falsch (dann klärt mich bitte auf), aber so mein vereinfachter Zugang zu dem Problem.
 
Ja, aber ....
Bei Port 31222 hätte ich da noch ein gewisses Verständnis an den Tag gelegt, aber Port 22?
 
Warum sollte die ganze Welt auf den offenen weitergeleiteten Port zugreifen können, nur just deinen Gästen soll dies verwehrt bleiben?
Naja, die Gäste können so, aus dem bzw. via Internet den Port 31222 _und_ direkt aus dem Gast-Netz, auch den Port 22 benutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Achso, das ist dann weniger glücklich gelöst, aber im Grunde bleibts halt trotzdem nur ein offener Port, egal ob über den einen oder anderen. Zugriff hast so oder so.
 
Letztlich ist das unsymmetrisch gelöst bei der Freigabe "reverseTunnel": Für IPv4 wird extern eine abweichende Port-Nummer verwendet, für IPv6 aber die Standard-Port-Nummer. Da würde ich lieber auf dem PI die Port-Nummer des sshd auf 31222 zu ändern, dann kann man das nach außen hin einheitlich gestalten. Im Gegenzug müsstest man natürlich im LAN dann auch immer die abweichende Port-Nummer angeben.
Vielleicht bewirkt diese Umstellung auch, dass der Port 22 aus dem Gastnetz dann nicht mehr offen ist.
 
Gute Idee!
Ich hatte auf dem Raspberry in sshd_config sowieso einen weiteren Port wegen des IPv6-Zugriffs angelegt,
dann kann ich diesen ja auch für IPv4 verwenden.
Erwartungsgemäß wurde jetzt der "neue" Port im Gastnetz offen und Port 22 ist geschlossen.

Mich hat der offene Port 22 im Gastnetz eigentlich auch nicht gestört, ich war nur darüber verwundert.
Bin da eigentlich nur drauf gekommen, weil am Laptop versehentlich das "falsche" WLAN aktiv war.
 
Mit dem Windows-ssh kann ich mich ohne Zertifikat nicht anmelden, erreicht wird der Raspi jedoch.
Die Windows-ssh scheint einen Key zu finden, der nicht zum Konto auf dem PI passt.
Du kannst mal den Aufruf probieren mit
ssh 192.168.1.81 -o PubkeyAuthentication=no um die Anmeldung mit Key zu verhindern oder der Benutzername passt nicht, also
ssh [email protected] mit/ohne Option-o PubkeyAuthentication=notesten.

P.S.: Eigentlich wird bei SSH das Private-/Public-Key-Verfahren verwendet und kein Zertifikat.
 
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