Fritzbox mit Gigaset als Aufzug-Notruftelefon

onki69

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Hallo,

Ich möchte ein älteres Gigaset in unserem Aufzug als Notruftelefon einrichten (Haus mit 4 Familien).
Ich hab zwei Boxen im Einsatz, die über Netzwerkkabel verbunden sind. Die zweite als IP-Client. Dort ist dann ein DECT-Gerät eingerichtet welches über VOIP an die primäre Box geht, da kein DECT-Empfang zu den Boxen besteht (bzw. die Fitzes eine grottige DECT-Reichweite haben).
Im Aufzug selbst wollte ich das Telefon ausgeschaltet deponieren mit Batterien und Kurzanleitung dabei, da in nunmehr 22 Jahren noch nie ein "Notfall" diesbezüglich war und vmtl. nicht sein wird.
Beide Boxen hängen an einer USV, sodass auch bei Stromausfall Funktion gegeben ist (zumindest solang ich noch einen ISDN-Anschluss hab:cool:).
Die Nebenstelle würde ich so einstellen, das nur der Aufzug-Notdienst bzw. der Notruf möglich ist (keine eingehenden Gespräche).

Hat jemand schon mal so etwas realisiert und wie schaut es aus, wenn man das Mobilteil einschaltet?
Findet das Mobilteil die Basis zuverlässig oder sollte ich auf Dauerbetrieb gehen?
Fritzfon ist schwierig, da hier keine Batterien passen und ein Akku unsinn ist (garantiert leer wenn er gebraucht würde).
Empfang im Aufzug ist bei der derzeitigen Position der Basis in allen Stockwerken OK.

Gruß
Onki

P.S. Gibt es eigentlich Infos, wie lange ein IP-basierter Anschluß bei Stromausfall funktioniert (lokale Stromversorgung vorausgesetzt)?
Die Outdoor DSLAMs haben AFAIK ja keine Pufferung.
Wir haben in unserem Feuerwehrhaus extra einen Analoganschluss als Plan B am Ersatz-Funktableau installiert und der wird ja bald Geschichte sein. Der Analoganschluss (mit Wählscheibentelefon) hat mit 1999 beim Sturm Lothar den Hintern gerettet als wir stundenlang Komplett-Stromausfall hatten. Ich hatte echt rote Ringe am Finger, weil ich dauernd den Krisenstab in Stuttgart zwecks Stromaggregaten für unsere Teilorte anrufen musste. Die waren 3 Tage ohne Strom.
GSM muss ja auch nur eine Stunde funktionieren. An solche Szenarien denken die *********** leider nicht.
 
Gibt es da keine Vorgaben für den Aufzugnotruf? Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine "Bastellösung" abgenommen wird.

Bei der Feuerwehr sollte ihr euch keine Sorgen machen. Der Analoganschluss bleibt wie er ist.

jo
 
In der Aufzugskabine wird es doch Licht geben...? Also könntest du statt der Batterien ein normales Ladegerät installieren.
@ Rollo: Vorgeschrieben ist wohl nur eine Notfallklingel, die aber nichts nutzt, wenn der Aufzugfahrer allein zu Hause ist.
 
Hallo,

Stromversorgung wäre machbar, ist aber aufwändig, da ich noch ein Netzteil verdeckt einbauen muss.
Möchte es halt so einfach wie möglich halten.

Eigentlich benötigt man wegen einer EU-Richtlinie ein Notrufsystem, das auf eine Leitstelle aufgeschaltet ist.
Die TÜV-Prüfer sind da bei Aufzügen in Privathäusern nicht so kritisch.
Eine Notrufmöglichkeit ist daher sicher besser als eine einfache Klingel (die eh niemand hört, wenn keiner zu Hause ist). Und die Gigasets kann man mit 2 AA-Zellen betreiben.

Werd mir das nochmal anschauen.

Gruß
Onki
 
Häufig ist oben auf der Kabine ein Steckdose (für Reparaturbeuchtung). Da könnte das Netzteil rein und dann das NV-Kabel nach unten führen, fertich...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mobiltelefon mit externer Antenne?
 
Moin

:confused:
Gibt es eigentlich Infos, wie lange ein IP-basierter Anschluß bei Stromausfall funktioniert (lokale Stromversorgung vorausgesetzt)?
Das ist eine gute Frage. Ich nehme mal an, das mit "lokale Stromversorgung vorausgesetzt" eine USV der Endgeräte gemeint ist...
...die Gegenstellen genauso ausgerüstet sind, oder nicht von Stromausfall betroffen.

Ich vermute mal, ein CB-Funk Handteil wäre da autarker.
 
Wenn Deine Geräte laufen funktioniert zunächst auch der Anschluß, VSt und Outdoor DSLAM haben eine Notstromversorgung.
 
Ich weiß nur, dass Aufzüge zum Großteil aus Metall bestehen und dass aus diesem Grund sowohl DECT als auch Mobilfunk fast nicht rauskommt.
Bei Wahl von Mobilfunk ist es so, dass mittlerweile die meisten Prepaid-Karten nach relativ kurzer Zeit der Nichtnutzung deaktiviert werden.
Insofern ist DECT vermutlich doch die vorzuziehende Lösung, zumindest sofern man nicht einen Mobilfunkvertrag abschließen will.

Egal wie - Vertrauen zu den Aufzugfahrern gehört da schon dazu, dass die das nur im Notfall benutzen.
 
Ich kann nur für Aufzüge in Hotels sprechen und dort würde der Tüv solche Bastellösungen mit einer Stilllegung des Aufzuges quittieren.

Aufzüge müssen mit echten Analog (POTS) oder GSM (hier gibt es auch strenge Vorschriften) betrieben werden. So ist es jedenfalls bei unseren Kunden welche Aufzüge und Brandmeldeanlagen betreiben.

IP-Anschlüsse haben dort nichts zu suchen.
 
DA wäre alles andere ja auch seehr komisch, wobei in Hotels mit ständig besetzter Rezeption ja auch ein Kontakt dorthin reichen würde...

In wieweit ein 4-Parteien-Haus hier als Privat bezeichnet werden kann ist mir aber auch nicht ganz klar...
 
Hallo,

wieder mal Theorie und Praxis.
Theorie war, das unsere damalige Hausverwaltung ein Riesentheather wegen der fehlenden Notrufmöglichkeit veranstaltet hat, die Aufgrund irgendeiner EU-Richtlinie Vorschrift werden sollte.
Der Hausverwalter-Vollpfosten ist zum Glück Geschichte.
Praxis ist, das der TÜV den Aufzug seit Jahren abnimmt und das ohne Probleme. Sicher ist dann eine eigene, DECT-basierende Notrufmöglichkeit besser als gar keine.
Und viele kleinere Mehrparteienhäuser haben solche Lösungen im Einsatz laut unserer aktuellen Hausverwaltung.

Das Problem mit den abgehenden Anrufen hätte ich über eine Nummernsperre in der Fritzbox gelöst. Das ermöglicht dann nur Telefonate zum Aufzug-Notruf, zu den Aufzugswärtern (also u.a. mich) oder zum Notruf (112) selbst.
Eine Notbeleuchtung (manuell einzuschalten mit Batterien und LED basiert) sollte dann auch noch her, damit man in der Kabine überhaupt was sieht bei Stromausfall.
Kennt da jemand was selbstklebendes, wo der Ein/Aus Schalter nachleuchtet?
Das ist ja auch so ziemlich der einzige Einsatzfall für das Telefon.

Gruß
Onki
 
Bei Liedl gab es letzte Woche eine Art "Schrankbeleuchtung", die deine Ansprüche sogar übertrifft:
Batteriebetrieben, mit Dämmerungsschalter und Bewegungsmelder!
Als "Notbeleuchtung" schaltet sich die LED-Beleuchtung nur ein, wenn das Licht im Aufzug aus ist und sich jemand darin bewegt!

Joe
 
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