Fritzbox mit PoE betreiben: PoE-Injektor und PoE-Splitter

ibu

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Moin.

Ich möchte eine FB 7530 als Mesh Repeater (MR) via PoE betreiben. MeshMaster (MM) ist eine FB 6670.

Ich habe hier einen Injektor (IN) von Unify (siehe Bild) und einen Splitter (SP) von 10Gtek (siehe Bild).

Eigentlich sollte das korrekte Anschließen ja sehr simpel sein.

MM <-> IN Buchse LAN

IN Buchse PoE <-> SP Buchse PoE

SP RJ45 Stecker -> MR Buchse LAN 1
SP Rundstecker -> MR Rundbuchse 12V

Tut nicht.

Mache ich etwas falsch?

Einen PoE Tester besitze ich nicht.

Danke für euren Rat : )

IMG_9014.jpeg


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IMG_9013.jpeg
 
Moin.
Kann es evtl. sein, dass der PoE Injektor und der Splitter nicht zusammen passen? Meine Vermutung anhand der Bilder ist, dass der Injektor 24V ins LAN Kabel einzuspeist, der Splitter aber 38V - 57V erwartet bzw. benötigt.
Zweite Vermutung ist, dass der DC Stecker des Splitters vielleicht nicht richtig zur Fritzbox passt. Ich habe einige IP Kameras mit Netzteil und deren Stecker passt zwar mechanisch in eine Fritzbox, aber die Kontaktierung ist nicht gegeben.
 
Danke. Das klingt plausibel. Ich dachte, der Output sei bei PoE standardisiert.

Ich muss mir also einen anderen Injektor kaufen. Oder einen andereren Splitter.

Der DC-Stecker des Splitters geht etwas schwer rein, müsste aber Kontakt haben. Mit Messerschieber außen gemessen passt es exakt. 5,5mm. Der Splitter hat laut Datenblatt am inneren Kontakt 2,1mm. Bei der Fritzbox muss ich zum originalen Netzteil nochmal suchen, was dort der Durchmesser des inneren Kontaktes ist.
 
Der Stecker für die Fritzbox müsste 5.5 und 2.5mm sein.... wenn ich mich richtig erinnere.
Bei dem Splitter, falls du einen neuen aussuchst, auf die 12V Ausgangsspannung achten.
 
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Die dort beschriebene Fritzbox ist selbst PoE fähig. D.h., dass diese Fritzbox gar keinen DC Stecker hat, sondern nur über den LAN Stecker per PoE stromversorgt wird.
Ob der dort genannte Injektor mit deinem Splitter funktioniert, weiß ich leider nicht. Der Mikrotik Injektor gibt dieselbe Spannung an PoE raus, wie seine eigene Versorgungsspannung. Deshalb funktioniert die bei Fritz beschriebene Konstellation mit einem originalem Fritzboxnetzteil und der FB6860.
 
Ich habe mal 4 gebrauchte Injektoren von Unity geschenkt bekommen (das Modell mit 24V PoE-Output, welches ich im Ausgangsposting erwähnt habe). Mal sehen, ob es Splitter gibt, die mit dieser Spannung klar kommen. Oder ist von 24V bei einer Leitungslänge von 30m abzuraten und man geht dann generell auf die höheren Spannungen?
 
Mit doch einmal mit einem Multimeter am Stecker, ob die 12V ankommen.
Die 12W sind halt schon recht eng bemessen, obgleich eine 7530 als Repeater nur 4-6W bei mir verschlingt (weiß allerdings nicht den benötigten Startstrom, vermutlich aber nur unwesentlich höher falls überhaupt).
 
Am Stecker es Splitters kommt nix an (per Multimeter gemessen). Vermutlich ist 24V zu wenig und er reagiert gar nicht.

Kann jemanden einen Splitter für die FB empfehlen, der 24V kann?

Kann jemand einen günstigen PoE-Tester empfehlen? Kann auch beides von aliexpress sein.
 
Ich hab es bei mir ganz anders gelöst.
Wenn dir eine 100Mb/s LAN-Verbindung reicht, dann verwende die Pin 1-2-3-6 fürs LAN und 4+5 (+12V) bzw. 7+8 (Masse) für die Übertragung der 12V vom Original-Netzteil.

Dazu entweder ein passendes LAN-Kabel basteln und die 4 Drähte nicht in den Stecker sondern zum Netzteil verbinden.
Auf der anderen Seite dann die selben 4 in den Stecker der Fritzbox.
Wenn du keinen passenden Stecker hast, kannst auch das Netzteil abzwicken und die Drähte direkt anlöten zum Netzteil bzw. Stecker (der paßt dann auch garantiert).

Alternativ kannst dir auch zwei LAN-Splitter zulegen, Bastelei bleibt die selbe, mußt das 30m LAN-Kabel dabei aber nicht angreifen. Auch kommt diese Lösung ohne Crimpwerkzeug für einen LAN-Stecker aus.
Sowas in der Art: https://www.conrad.at/de/p/digitus-...j45-stecker-1x-rj45-stecker-grau-2335565.html
An der gemeinsamen Buchse kommt beidseits dein 30m Kabel.
Vorne einseitig ein LAN-Patchkabel beidseits zur jeweiligen LAN-Buchse am Switch (oder was auch immer) bzw. die Fritzbox LAN1 und andererseits bastelst dir ein Kabel für die 12V-Versorgung (hier wird ebenfalls Pin 1-2 und 3-6 genutzt, die anderen sind unbeschaltet).
Auch hier kannst das Netzteil (mittig) abzwicken und an dein ebenfalls abgezwicktes LAN-Patchkabel auf Pin 1+2 sowie 3+6 verbinden. Box-seitig die andere Hälfte vom Patchkabel nehmen und genauso verfahren aber den Stecker verbinden.
 
@Grisu_

Das ist grundsätzlich eine schöne Lösung. Wäre es für mich selber und hätte ich weder Splitter noch Injektor, würde ich es wohl auch so versuchen.
Aber ich teste das für eine kleinen Verein. Der braucht potentiell mehrere Fritzboxen. Und da will ich nix löten oder basteln, weil Zuverlässigkeit wichtiger ist als ein paar eingesparte Euros.
 
Der braucht potentiell mehrere Fritzboxen. Und da will ich nix löten oder basteln
Wenn nicht "gebastelt" werden soll, warum denn dann der Umbau der Stromversorgung auf PoE? Und warum werden dort mehrere Fritz!Boxen benötigt?
 
Du wirst auf beiden Seiten stärkere Geräte brauchen: Der Injektor bietet nur 24V/0,5A... Das ist zu wenig und der Splitter hat nur 1A Ausgangsstrom, sehr knapp... Ohne DECT, WLAN und USB könnte es reichen, aber dann weiß ich nicht, was du mit der FB dort willst...
 
Danke für den Hinweis. DECT und USB wird in dem Verein nicht benötigt. WLAN schon. Aber ich werde also nach einem stärkeren Paar Ausschau halten.

Wie gesagt: wenn jemand was Günstiges von Aliexpress empfehlen kann, gerne.
 
Wenn dir eine 100Mb/s LAN-Verbindung reicht, dann verwende die Pin 1-2-3-6 fürs LAN und 4+5 (+12V) bzw. 7+8 (Masse) für die Übertragung der 12V vom Original-Netzteil.
Hier werden 30m Kabel erwähnt. LAN ist auch bei doppelter Belegung recht dünn, vermutlich hast du dann 0,1 qmm. Das sind dann bei den 60 Metern Adernlänge ein erheblicher Widerstand. Hast du bei dir mal gemessen, wieviel an der Box ankommt? Da ist zwar noch eine Spannungsregelung in der Box, aber die könnte schon durch eine zu niedrige Eingangsspannung an die Grenzen kommen...
 
Stimmt, sollte sich aber noch ausgehen können.
Macht bei doppelter Leitung (je 2 Adern) 5 Ohm auf 30m (hin und retour), was bei 12V und 4W (7530 als Repeater) etwa 0,33A ergibt und somit einen Spannungsverlust von 1,65V.
Damit sollte die Box noch klarkommen können über 10V.
In meiner Anwendung sind es nur 10m und es hängt auch ein anderes Teil dran, das ich so versorge.
 
PoE ist nicht PoE:
Wenn ich das richtig sehe, ist der PoE-Einspeiser (injektor) eine "billige / ungenormte (propritäre)" passive PoE-Variante, die die Spannung auf 4/5 <=> 7/8 auflegt, der Splitter hingegen einer nach der korrekten Norm "IEEE 802.3af" mit Spannung auf 1/2 <=> 3/6, das kann nicht einmal ansatzweise klappen...
Das verträgt sich nicht miteinander. Schaue, dass Du einen Einspeiser nach der gleichen Norm 802.3af bekommst, dann sollte es auch mit dem Splitter klappen.
=> Bei dem billigen und riskanten passiven PoE wird ganz stumpf die Speisespannung auf die beiden Adernpaare 1/2 <=> 3/6 bzw hier 4/5 <=> 7/8 geballert, ohne Rücksicht auf Verluste und Schaden am Netzwerkgerät. Bei IEEE802.3af hingegen wird eine ganz schwache und ungefährliche Spannung auf das Nertzwerkkabel gegeben, die gerade ausreicht, um den PoE-Spitter zu versorgen. Dieser handelt dann mit dem Einspeiser die gewünschte Spannung/Strom aus und erst danach wird Leistung auf die Leitung gegeben. Der Splitter gibt auch erst dann Leistung an den Spannungsausgang ab. Vernünftige Gerätepaare erwarten beim Einspeiser nebenbei 42..57V und diese wird auch benötigt, um den Strom und damit den Spannungsabfall auf der dünnen Netzwerkleitung so gering wie möglich zu halten. Am Splitter wird diese hohe Spannung dann mit Hilfe eines Spannungswandlers wieder auf die benötigte Spannung reduziert.
Fazit: Besorge Dir eine passende PoE-Gerätekombi und schon klappt es mit der Fernspeisung (die Leitungslänge sollte der Norm nach auch keine 30m überschreiten!)
 
Zuletzt bearbeitet:
Leitungslänge sollte der Norm nach auch keine 30m überschreiten!
Max. 30m bei 802.3af ist leider nicht korrekt, es ist 100m!

Übrigens kosten die günstigsten 802.3af-Switches nur wenige EUR mehr als ein einfacher 802.3af-Injektor.
Wer wenig Aufwand treiben möchte und sowieso das Ethernetkabel hinter Schränken o.ä. "verlegen" muss, kann auch einfach eine Euro-Verlängerung für das FritzBox-Netzteil nehmen. Die gibt es bis 20m Länge zu kaufen.
 
Max. 30m bei 802.3af ist leider nicht korrekt, es ist 100m!
Ja, das ist oft als (theoretisches) Max so angegeben, doch bezieht sich das dann auf wirklich kleine Verbraucher, denn auch da schlägt irgendwann der Leitungsverlust zu. Ich habe ausreichend 802.3af-PoE-Geräte (Kameras, Switche usw) verbaut, bei denen die Hersteller aufgrund der zu erwartenden Leistungsaufnahme oft auf max 30m Leitung verweisen, daher mein Hinweis auf die möglichst geringere Leitungslänge...
(Ich schrieb ja vorsichtig von "sollte", nicht von "geht def. nur bis...") ;)
 
Ich dachte, der Output sei bei PoE standardisiert.
Das ist er auch, wenn man einen PoE-Injektor verwendet der (wie der Splitter) nach 802.3af/at arbeitet. Der Ubiquity-Injektor tut dies jedoch nicht, dies ist ein passiver bzw. proprietärer für Ubiquity-Equipment.

Ich habe sowas in Verbindung mit einer 7530 und ähnlichem PoE-Splitter auch schon installiert. Allerdings an einem PoE Ethernet-Switch, der nach 802.3af arbeitet.

Die dort beschriebene Fritzbox ist selbst PoE fähig. D.h., dass diese Fritzbox gar keinen DC Stecker hat, sondern nur über den LAN Stecker per PoE stromversorgt wird.
Ob der dort genannte Injektor mit deinem Splitter funktioniert, weiß ich leider nicht.
Ja aber die betreffende Fritzbox unterstützt (wie dein PoE-Splitter) die bekannten PoE-Standards 802.3af/at. Daher dürfte das auch mit deinem Splitter funktionieren.

Kann jemanden einen Splitter für die FB empfehlen, der 24V kann?
Ich empfehle eher den Injektor zu tauschen und einen handelsüblichen PoE-Injektor oder PoE-Switch zu nehmen der 802.3af/at unterstützt.

Dein PoE-Injektor dürfte zudem sowieso zu schwach sein. I.V.m. dem zu erwartenden Spannungsabfall über die Netzwerkleitung (wenn etwas länger) werden die 24V mit 0,5A kaum ausreichen, um eine 7520/7530 betreiben zu können.
 
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