Fritzbox mit PoE betreiben: PoE-Injektor und PoE-Splitter

Danke für deine Hinweise zum Ubiquity-Injektor.

Ich habe heute einen gebraucht erworbenen Injektor TP Link TL-SG108PE (802.3af/at) eingesetzt, zusammen mit dem vorhandenen Splitter.

Funktionierte auf Anhieb einwandfrei bei dem 30m Cat7 Patchkabel.

Der Rundstecker ging naturgemäß schwer drauf, aber man zieht ihn ja auch nicht ständig ab.

Die Lösung gefällt mir sehr gut. Ich werde sie auch für weitere Mesh-Clients im Verein verwenden.

Als Splitter mit 2A fand ich diesen von Revodata für 15€.

Falls ihr günstigere empfehlen möchtet: gern.
 
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Danke für den Input hier aus dem Thread, ich hatte seit längerem überlegt wie ich meine 5690 Pro mit auf den FI/LS meines Serverschranks im Keller bekomme. Somit kann ich die Powerstation vom Server mit nutzen für den Router und brauche keine zusätzliche Versorgung im Falle eines Stromausfalls.

Ich habe mir gestern beim großen A mal einen POE++ Injector (60W) und einen Revodata Splitter allerdings mit 3A (36W, aufgrund der höheren Leistungsaufnahme der 5690 Pro) bestellt und werde die Kombo mal ausprobieren. :)
 
einen gebraucht erworbenen Injektor TP Link TL-SG108PE (802.3af/at)
Bei der Beschaffung von gebrauchten TL-SG108PE bitte immer auf die Versionsnummer achten. Die TL-SG108PE v1.x und v2.x unterstützen nur 802.3af mit bis zu 15.4W pro Port und einem PoE Power Budget von 55W. Erst ab dem TL-SG108PE v3.x wird auch der PoE Standard 802.3at mit bis zu 30 W pro Port und einem PoE Power Budget von 64 W unterstützt. Welche Versionsnummer steht denn eigentlich auf dem Aufkleber unten am gebrauchten TL-SG108PE?
 
Ich bin nicht vor Ort. Das Webinterface (per VPN) zeigt (Firmware hatte ich aktualisiert):

Firmware Version1.0.1 Build 20260330 Rel.42395
Hardware VersionTL-SG108PE 5.0
 
Das ist eine Version V5 und die unterstützt auch den PoE Standard 802.3at. Als gebraucht bzw. günstig kann man beim TL-SG108PE durchaus zugreifen, bei einem Neukauf sollte unbedingt der ES208GP bevorzugt werden. Alle TL-SG108PE sind mittlerweile bei TP-Link "End of Life Products".
 
Ich hatte vor dem Kauf kurz auf der Website von TP Link nachgesehen. Dort wird das Modell SG108PE ganz normal gelistet. Der ES208GP wird auf dieser Übersichtsseite zu Switches nicht aufgeführt.

Am Rande 1: Ist es richtig, dass man den PoE-Ausgang eines Switches nicht an einem Geräte ohne PoE-Eingang verwenden darf?

An Rande 2: Ist es richtig, dass Fritz Mesh ein proprietäres Protokoll ist und keine Mesh-Clients von anderen Herstellern existieren, die sich vollwertig in dieses Mesh einfügen lassen?
 
Dort wird das Modell SG108PE ganz normal gelistet.
Models
Version
Regional
Specifications
Description
EOS
Notifacation
EOS
Date
TL-SG108PE
5.0​
UN​
8-Port Gigabit Easy Smart Switch with 4-Port PoE+
16/3/2026​
16/9/2026​
TL-SG108PE
5.6​
UN​
8-Port Gigabit Easy Smart Switch with 4-Port PoE+
28/1/2026​
28/7/2026​
TP-Link End of Life Products. Quelle:

Der ES208GP wird auf dieser Übersichtsseite zu Switches nicht aufgeführt.
Die neuen Serien der Switche sind jetzt unter Omada bzw. Omadanetworks zu finden.

dass man den PoE-Ausgang eines Switches nicht an einem Geräte ohne PoE-Eingang verwenden darf?
Ein aktiver PoE Port an einem Switch erkennt ein normales Gerät ohne PoE automatisch und schaltet den Strom ab,

dass Fritz Mesh ein proprietäres Protokoll ist
WLAN Mesh Systeme verschiedener Hersteller sind normalerweise nicht miteinander kompatibel, da jeder Hersteller proprietäre Protokolle zur Steuerung nutzt.
 
Am Rande 1: Ist es richtig, dass man den PoE-Ausgang eines Switches nicht an einem Geräte ohne PoE-Eingang verwenden darf?
Nein, das ist falsch. Ein PoE-Out Port nach 802.3af/at kann auch ganz normal für Geräte ohne PoE-In genutzt werden. Im Standard wird schließlich beschrieben, wie die Aushandlung stattfindet (wenn es dich Interessiert einfach mal selbst nachlesen) und es wird erst die volle Spannung auf den Anschluss gegeben, wenn ein PoE-Gerät erkannt wird.

Anders sieht das dagegen bei proprietären PoE-Injektoren aus (wie dem zuerst von dir verwendeten von Ubi), diese dürfen (bzw. sollten) tatsächlich nicht an "normale" Ethernet-Clients angeschlossen werden, weil die einfach ungeprüft die Spannung auf die Adern legen, ohne Kontrolle/Aushandlung.

Klar, i.d.R. funktioniert es auch bei den proprietären bzw. passiven PoE-Injektoren dennoch ohne Probleme, weil ja an den Ethernet-Anschlüssen Übertrager zum Einsatz kommen und somit die Spannung i.d.R. dennoch keine (direkten) Probleme verursacht. Aber ausgelegt/gedacht sind die Übertrager dafür letztlich auch nicht, also macht man das nicht.

An Rande 2: Ist es richtig, dass Fritz Mesh ein proprietäres Protokoll ist und keine Mesh-Clients von anderen Herstellern existieren, die sich vollwertig in dieses Mesh einfügen lassen?
Ja, das ist richtig. Und BTW: "Mesh" ist letztlich nur ein vom Marketing (mehrere Hersteller) missbrauchter Begriff der u.a. Begriffe wie WLAN-Controller/Management, AP-Steering und Band-Steering "irgendwie" für Laien zusammenfasst. Kurzum, man kann WLAN-Repeater und WLAN-APs auch ohne "Mesh" installieren/betreiben.
 
Es gibt sehr wohl einen herstellerübergreifenden Mesh-Standard genannt EasyMesh.
Jedoch kaum verbreitet und AVM/Fritz macht da sowieso (zumindest dzt.) nicht mit.
 
EasyMesh ist ein Standard der Wi-Fi Alliance (wi-fi.org), wo Fritz Mitglied ist.
Irgendwann wird man bei Fritz auch feststellen, dass man ohne ständiges Monopol-Gehabe mehr verkaufen kann als mit. Der Smarthome-Umschwung auf Matter ist ein deutliches Zeichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Letztlich ist auch EasyMesh imo leider ein Missbrauch des Begriff Mesh, denn mit einem (echten) Mesh-Netzwerk hat weder EasyMesh noch das Mesh von AVM/FRITZ! etwas zu tun. Aber das nur mal so am Rande…

Ich mache in der Praxis zudem die Beobachtung, das "moderne" WLAN-Clients i.d.R. gar nicht so sehr auf AP-/Band-Steering angewiesen sind, die schaffen das i.d.R. schon selbst ganz gut den passenden AP bzw. Band auszuwählen. Und in den Fällen wo es dann doch mal nicht klappt, hilft dann i.d.R. eben auch das AP-/Band-Steering nicht weiter (weil vermutlich vom jeweiligen WLAN-Client sowieso ignoriert).
 
Ist es richtig, dass man den PoE-Ausgang eines Switches nicht an einem Geräte ohne PoE-Eingang verwenden darf?
Neben den Verneinungen hier lies doch bitte mal meine vereinfacht geschriebene Erklärung zum aktiven PoE in Beitrag #17
Da ist das schon beantwortet bevor Du das gefragt hast ;)
 
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Ich habe u.a. meine zuvor genutzte 7490 per POE-Splitter betrieben. Der Splitter war ähnlich wie der in #21 genannte von Revodata und war auch in der Preisklasse.
Aktuell speise ich SmartHome-Hubs von Ikea und Paulmann über PoE-Splitter (5V-USB-C-Ausgang), habe aber noch 12V-Splitter hier liegen. Für meine 5690 Pro sind sie leider nicht mehr geeignet.

Zur Speisung nutze ich einen TP-Link 1210 MPE. Der versorgt gerade zwei kaskadierte passive PoE-Switches mit PoE-PassThrough, die beiden oben genannten SmartHome-Hubs und zwei Yealink IP-Telefone.
Bislang beschwert sich der Switch nicht aufgrund Überlastung.
 
@tango501 Tenda TEG1105PD (--> https://www.amazon.de/dp/B08VDWSHFL / https://www.amazon.de/dp/B0B9FH71S6 ).

Das Limit sind max. 12,95W pro Port, aber nur 22W gesamt, bei einem versorgenden Port mit mind. 30W.

*edit 22:31*
Ich habe die beiden kaskadiert, da ich an deren Position einen 8-Port-Switch mit mindestens einem PoE-PassThrough-Port für ein IP-Telefon brauche.
Leider habe ich noch keinen 8-Port-Switch mit PoE-PassThrough gefunden :( (Hinweise nehme ich gerne an).
 
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