Gebühren ohne Gesprächsaufbau. Kann das sein?

ToniPolster

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Hallo,

habe jetzt zum ersten mal eine Abrechnung via E-Mail erhalten (Freenet-IPphone Plus).
In der Rechnung (pdf) sind keine Einzelverbindungen aufgeführt. Ich habe aber den Verdacht das zuviel berechnet wird.

Kann es sein, das wenn man einen Anruf tätigt aber kein Gespräch zustande kommt, trotzdem eine Gebnühr von 1. Minute berechnet wird?

Habe soetwas mal gehört. Wenn ja ist das OK?

MfG
Jörg
 
Ja.
Nein.

:-)

Ja - das passiert.
Nein - es ist nicht O.K.

Bei Freenet kannst Du die Einzelverbindungen online einsehen. Führe mal Protokoll, wenn der Gegenüber nicht abgenommen hat und vergleiche.
Man hat das Gefühl, daß die Provider annehmen, daß bei den paar Cent keiner widerspricht - schon weil die Beweislast ja auf Kundenseite liegt.

Interessant wäre zu wissen, wie die auf einen Widerspruch reagieren. Sollte sowas vor Gericht landen und sich herausstellen, das - wie hier im Forum auch schon festgestellt wurde - Abrechnungen systematisch fehlerhaft sind, kann das die ganze Thematik Anscheinsbeweis für Telefonabrechnungen zumindest bei VoIP-Anbieter kippen... Ein spannendes Thema...

Aber, wie gesagt, i.d.R. sind es ja nur ein paar Cent im Monat und da macht keiner einen Aufstand.

P.S. Es werden Entgelte berechnet, nicht Gebühren - auch wenn sie sich noch so hoheitlich aufführen, sind die Provider keine hoheitlichen Einrichtungen und daher nicht zum Einzug von Gebühren ermächtigt (Entgelte=Zivilrecht, Mahnung, Zahlungsbefehl, Klage, Rechtstitel und dann Volltreckung <-> Gebühr = öffentliches Recht = bei Nichtzahlung ohne Klage sofort vollstreckbar!).
 
Kann es sein, das wenn man einen Anruf tätigt aber kein Gespräch zustande kommt, trotzdem eine Gebnühr von 1. Minute berechnet wird?

Wenn ein Anschluß besetzt ist , kann das leider durchaus mal passieren! :(
Insbesondere, wenn der Angerufene ISDN hat und z.B. die Funktion "busy on busy" aktiviert hat.
Manche (ältere?) Geräte/Anlagen können dann den Ruf nicht direkt über den D-Kanal abweisen, sondern improvisieren ein "Besetzt", indem sie einmal kurz abheben und dann sofort wieder auflegen! Somit ist das Gespräch aber dann leider trotzdem offiziell zustande gekommen und kostet Gebühren!
 
RudatNet schrieb:
Manche (ältere?) Geräte/Anlagen können dann den Ruf nicht direkt über den D-Kanal abweisen, sondern improvisieren ein "Besetzt", indem sie einmal kurz abheben und dann sofort wieder auflegen! Somit ist das Gespräch aber dann leider trotzdem offiziell zustande gekommen und kostet Gebühren!

Das ist dann aber nicht die Schuld des VoIP Service-Providers.

ToniPolster schrieb:
In der Rechnung (pdf) sind keine Einzelverbindungen aufgeführt. Ich habe aber den Verdacht das zuviel berechnet wird.

Den EVN kannst du online einsehen! Einfach auf freenet.de surfen, auf iPhone klicken, einloggen und dann links auf "Meine Daten" klicken und da gibt es dann "Rechnungen/EVN". Das sollte dir dann wohl weiterhelfen.
 
In dem Fall ist es sogar richtig, Entgelte zu erheben - die Verbindung wird ja entgegen genommen.
Ich habe aber definitiv eine Verbindung, wo ich mein eigenes Handy angerufen habe (wollte die Rufnummernübermittlung testen), dieses klingelte, ich habe aufgelkegt, das Handy hörte auf zu klingeln (so solls ja auch sein) und in meiner Abrechnung war 1 Minute Telefonat zum Handy drin! Das ist auf jeden Fall unberechtigt gewesen. Im Gegensatz zu Festnetztelefonaten, wo es dann eben mal ein Cent ist, ist es bei Anrufen aufs Handy ja ziemlich teuer, das summiert sich schon.
 
Andre schrieb:
Ich habe aber definitiv eine Verbindung, wo ich mein eigenes Handy angerufen habe (wollte die Rufnummernübermittlung testen), dieses klingelte, ich habe aufgelkegt, das Handy hörte auf zu klingeln (so solls ja auch sein) und in meiner Abrechnung war 1 Minute Telefonat zum Handy drin!

Das ist mir bei Freenet noch nicht passiert! Du benutzt 1&1 ja? Wenn das mal kein Grund fuer die eigentlich nur bei Freenet so bevorzugte Fristlose Kuendigung ist.

Ok, dass war zynisch. Nun mal ernsthaft - Das wuerde ich im Auge behalten. Problem ist wie will man sowas seinem Provider klar machen? Beweisen wird schwer, ausser die Calls werden mit 0 sekunden gelistet und trotzdem gebillt. Dann kann man ja sagen, schaut her 0 sekunden und trotzdem soll ich zahlen. Ansonsten wuerde ich nicht fordernd vorgehen sondern klaerend. Einfach dem Provider mitteilen wie es ist, kein Geld zurueck verlangen aber Besserung in der Zukunft - das ist doch auch was wert.
 
Naja, das war nur einmalig, ich verwende für Telefonate aufs Handy normalerweise Call-by-Call und das eine Mal war nur zum Ausprobieren. 100% sicher, daß es nicht an 02 liegt, kann man da natürlich auch nicht sein.
Für Festnetz habe ich die phoneflat, da ist es sowieso egal.
 
Andre schrieb:
Naja, das war nur einmalig ...Ausprobieren... nicht 100% sicher... sowieso egal.

Na dann ist das alles ja hinfaellig und uninteressant. Bleibt die Frage ob ToniPolster etwas findet.
 
So würde ich das nicht sagen. Das es für mich (im Moment) egal ist, heist nicht, daß dies zukünftig auch so ist. 100% sicher ist nix. Ich glaube nicht, daß es bei mir an O2 liegt, aber auch über die hört man so einiges, weshalb man es nicht ausschließen darf.

Exakte Log-Software würde helfen, den Gegenbeweis bei fehlerhafter Abrechnung anzutreten. Hast Du zufällig einen Computer im Dauerbetrieb? Dann kann man darauf via ">telnet fritz.box -f c:\fbf.log" mal alle Aktionen der FBF mitprotokollieren und das Log dann bezüglich der Telefonate auswerten und mit dem EVN von freenet vergleichen.
 
Ich meinte auch vielmehr das es nicht klar ist wie reprodizierbar das problem ist. Bei einem einmaligen 'zufall' waere es nicht so schlimm.

Grundsaetzlich hast du natuerlich recht - grade bei so einer neuen Technik wie VoIP waere das vorkommen solcher Probleme zumindest Ansatzweise verstaendlich - wenn auch nicht vertretbar.
 
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