[Frage] Gespräche von Fritzbox auf Handy vermitteln

ip_001

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Zu diesem Thema wusste ich nicht, nach welchem Stichwort ich suchen sollte und hoffe auf Hilfe. ;-)

Zu meinem Festnetzanschluss habe ich 3 Telefonnummer geschalten. Ich habe eine Flatrate in das Fest- und Mobilfunknetz für den Festnetzanschluss. Mein Handytarif hat keine Telefonieflat, aber eine Internetflat.

Ist es möglich, Gespräche wie folgt oder ähnlich aufzubauen:

1. Übergabe der fremden Zielrufnummer an die Fritzbox
2. Fritzbox ruft meine mobile Rufnummer an
3. Nehme ich das Gespräch an, vermittelt die Fritzbox das Telefonat an die fremde in Schritt 1 übergebene Zielnummer

Mein Internetkontingent des Mobilfunkvertrages möchte ich nicht für die Telefonie nutzen. Es soll direkt eine Telefonverbindung via Mobilfunk aufgebaut werden (ohne FRITZ!App Fon oder anderen SIP-Client).

Ziel ist als, die Flat vom Festnetztelefon auch für mein Mobiltelefon zu nutzen. Da ich auch keine Flat für Festnetz in meinem Mobilfunkvertrag habe, kommt also Callthrough auch nicht in Frage.

Vielen Dank!
 
Was genau bedeutet 1... ?

Ein externer Anruf kann per Rufumleitung/Wahlregel behandelt werden, das kann zB eine Weiterleitung des externen Anrufes an dein Handy sein.
 
Ich versuche 1. noch mal anders zu beschreiben.

Wenn ich unterwegs bin und ein längeres Telefonat zu einem anderen Mobilfunkanschluss führen möchte, kostet mich die Telefonie über meine Mobilfunkvertrag Geld. Also suche ich einen Weg, das Telefonat über die Fritzbox von der Ferne aus zu initiieren. Ich muss der Fritzbox mitteilen, mit welcher Nummer ich verbunden werden möchte. Die Fritzbox wählt also meine Mobilfunknummer und sobald ich das Gespräch annehme, wählt oder vermittelt die Fritzbox das Telefonat zu der fremden Mobilfunknummer. Also eine Art Dreierkonferenz die von der Fritzbox ausgelöst wird.

Kann man das jetzt etwas besser verstehen? ;-)
 
Du wählst dich per VPN in dein Netzwerk und rufst dann per Fritz!Fon app die gewünschte Nummer an.
Voila
 
Das nennt sich Callback-Service und war auch eine Zeitlang nach der Deregulierung in D im Angebot. Man rief eine "toll free"-Nummer (oder zumindest eine nationale im jeweiligen Land, wo man sich gerade aufhält) an, übermittelte dabei seine Rufnummer und ggf. noch Autorisierungen und der Server rief dann zurück. In diesem zweiten Gespräch konnte man dann per DTMF die gewünschte Zielrufnummer eingeben und wurde verbunden ... das Gespräch wurde dann zu den Konditionen des Callback-Service-Providers abgerechnet.

Das kann die FRITZ!Box aber von sich aus nicht ... man könnte es vermutlich irgendwie selbst bauen - wobei das mit Asterisk deutlich einfacher ist (ginge auch auf der Box).

Die wichtigste Frage dabei ist, was man als "Trigger" verwendet (GUI-Seite, App, Anruf) und wie man ggf. die zusätzliche Angabe der Nummer macht. Man könnte natürlich beim Eingang eines Anrufs von einer definierten Mobilfunknummer auf einer ansonsten ungenutzte Festnetz-Nummer am eigenen Anschluß einfach einen solchen Call(-back) zur Mobilfunknummer ausführen und dann von dort die zu wählenden Ziffern per DTMF (mit Timeout oder "Abschlußkennzeichen" wie #) einsammeln, bevor man den zweiten Kanal aufbaut. Hat man ohnehin eine gesonderte App (die kann dann natürlich auch Telefonbücher irgendwo nutzen, usw.) oder eine GUI-Seite, kann man die Nummer natürlich gleich mit abfragen ... das wäre dann wohl "der erste Schritt" aus der Eingangsfrage, in dem die Nummer übermittelt wird.

Am einfachsten (und billigsten obendrein) ist so etwas wohl wirklich mit Asterisk - entweder auf der Box selbst oder auf einem RasPi, der als SIP-Client an der FRITZ!Box hängt, wenn diese die Verwaltung der "öffentlichen Telefonie" übernehmen soll. Als "schlüsselfertige Lösung" kenne ich das aber auch nicht ... wobei Call-Flows (für die "extensions.conf" oder worüber man das konfigurieren möchte) für solche "Callback-Services" sicherlich zu finden sein werden im Netz, wenn man sich das nicht selbst zutraut. Wobei die zu erwartenden monetären Vorteile schon einigermaßen heftig sein müßten (was bei den meisten wohl eher nicht der Fall wäre), damit sich der zu treibende Aufwand am Ende wirklich rentiert. Zwar ist die Anschaffung z.B. eines RPi3B mit allem drum und dran vielleicht schon in einem Monat kein Thema mehr, wenn man damit 50 EUR spart ... aber die Umsetzung und das Aneignen des notwendigen Wissens braucht ja auch noch (Arbeits-)Zeit und da lohnt sich das dann nur noch als "Hobby-Projekt" (selbst wenn es "schlüsselfertig" wäre, ist der "Bedarf" dafür sicherlich auf bestimmte Kombinationen von Fest- und Mobilfunk-Tarifen begrenzt).
 
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Umgekehrt wird es aber schwierig. Also angerufen werden. Ich hatte das vor Jahren komfortabel eingerichtet, allerdings mit einem alten Nokia Telefon. Den besten internen Sip-Client hatte das E71. Danach ging es wieder bergab.
Ohne Sipclient geht es bestimmt auch mit vielen Klimmzügen.
Mein Telefon war immer registriert und klingelte brav bei Anrufen. Falls ich einmal keine Verbindung hatte ging der AB der FB ans Telefon. Einfach und funktioniert.
 
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Sehr gute Antwort. Vielen Dank dafür!

Einen Raspberry den ich für FHEM nutze, hätte ich da. Ich recherchiere mal weiter, welcher Aufwand für meinen Fall notwendig ist. Wobei das Monetär-Argument stark wiegt. ;-) Der Begriff Callback-Service hilft mir hier bestimmt weiter.

Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich dienstlich mit dem Avaya IP Agent zu tun habe und der genau diese Funktion erfüllt. Deshalb die Idee, es auch privat mit einer ähnlichen Lösung zu versuchen.
 
@eisbaerin : Erwischt, lies Post #1, letzten Absatz ;)


Mit Asterisk lassen sich solche lustigen Sachen bestimmt erledigen.
Die Nummern für Dial() lassen sich auch hübsch dynamisch auslagern/einlesen, zum Beispiel mit DB().
 
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