[Frage] Handy an Smart 4 Plus als Nebenstelle einbinden

Öhrwin

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Hallo zusammen,

an einer Fritz!Box lässt sich ein Smartphone über die Fritz!Fon-App wie eine Nebenstelle einrichten.
Das ist für Hörgeräte- oder CI-Träger, wie mich, eine super Lösung direkt mit unseren Hörsystemen, Anrufe über das Festnetz zu tätigen.
Jetzt bin ich von einem Teilnehmer meiner Selbsthilfegruppe gefragt worden, ob dies so auch mit seinem Smart 4 Plus Router möglich ist.
2016-2018 soll die Telekom dafür die HomeHandy-App zur Verfügung gestellt haben, wurde ab leider eingestellt.
Hat hier jemand eine vergleichbare Lösung?

Gruß vom Öhrwin
 
die Telekom dafür die HomeHandy-App
Ist damit etwa die App "HomeTalk" gemeint? Diese App wurde 2019 eingestellt.
Alternativ kann man auf SIP Apps wie Linphone ausweichen, um weiterhin per WLAN zu telefonieren.
 
Sorry, Du hast recht, „HomeTalk“ ist gemeint.
Ich habe absolut keine Erfahrung mit der Einrichtung von SIP-Telefonie.
Funktioniert das neben einem DECT-Fon am gleichen Anschluss?
 
Ich baue aus verschiedenen Gründen den Telekomschrott nur ab. Für Normalnutzer darf es immer eine Fritzbox sein und gut ist das. Im Profibereich dann gerne LANCOM...
 
Funktioniert das neben einem DECT-Fon am gleichen Anschluss?
Ja, aber nicht zuverlässig. Das hat aber nichts mit dem DECT Telefon zu tun.

Moderne Smartphones wollen Akku sparen und beenden deshalb Apps, die im Hintergrund laufen nach einer sehr kurzen Zeit. Bei Apple sind es 30 Sekunden. Wenn du also über die App nur ausgehend telefonieren möchtest, dann kann das wunderbar funktionieren. Wenn du auch Anrufe empfangen möchtest, wirst du Probleme haben.
 
Danke für die Infos!
Zuverlässigkeit ist hier ganz wichtig. Die Anlage steht bei einem älteren Ehepaar, die bisher nur über DECT-Telefon telefonieren.
Mittlerweile hat der Mann Cochlea-Implantate (kurzgesagt, 12 Elektroden statt 15.000 Rezeptoren in jedem Ohr) ... ein etwas anderes Hören. Da er mit dem Handy mit beiden Ohren lauschen kann, möchte er das auch gern im Festnetz nutzen. Seine Frau wird aber weiterhin das DECT-Gerät nutzen. Vielleicht ist es ihm eine FritzBox wert ;-)
 
Wenn es nur um Bluetooth geht, es gibt auch DECT Mobilteile mit Bluetooth, zB das E720HX von Gigaset. Das arbeitet auch mit dem Speedport zusammen.
 
Die meisten (alle?) DECT-Telefone mit Bluetooth unterstützen m.W.n. nicht das dafür benötigte ASHA. Dafür braucht es dann also schon ein passendes Smartphone.

Neben Linphone würde ich auch noch Baresip als SIP-Client nennen/empfehlen. Bei Android-Devices kann man bestimmte Apps auf Wunsch auch von der Akkuoptimierung ausnehmen. Ob das allerdings das Problem wirklich löst (bzgl. eingehender Anrufe), weiß ich auch nicht (nicht selbst getestet, zudem es dbzgl. je nach Hersteller des Andorid-Gerätes auch noch entspr. Anpassungen seitens der Hersteller gibt, die darauf Einfluss haben, ggf. ist man hier mit einem Pixel-Modell noch mit am besten dran), ich nutze baresip i.d.R. nur für ausgehende Anrufe (übrigens auch i.V.m. einer Fritzbox, weil ich mit der FritzApp Fon nicht (mehr) so zufrieden bin). Aber Vorsicht, nicht alle Android-Devices unterstützen ASHA (auch wenn die Anzahl in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist).

Edit:
Oder benötigen CIs nicht zwingend das ASHA-Profil? Ich kenne nur "normale" Hörgeräte und mit diesen funktioniert es nur, wenn ASHA unterstützt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mich jetzt auf die Aussage der Gigaset Webseite verlassen. Dort wird beim E720HX mit einer Hörgeräteanbindung via Bluetooth geworben.
 
Derzeit gibt es keinen wirklichen Standard für die Anbindung von Hörgeräten und den Sprach/Sound-Prozessoren bei Cochlea-Implantaten. Während Phonak mit seinen Schwestern - und dazu gehört unter dem Dach von Sonova auch der CI-Hersteller Advanced Bionics (AB) - mit der Einführung der Marvel-Plattform auf BT Classic für Telefonie und Streaming sowie BT LE für die "Fernsteuerungs-App" gesetzt hat und mit der aktuellen Infinio-Plattform wohl auch auf BT LE-Audio und AuraCast einschwenkt, setzen andere Hersteller, wie z.B. GN Resound mit Cochlear und Starkey mit Med-El auf MFI und ASHA. Bei den Hörgeräten eröffnen sich jedes Jahr neue Möglichkeiten. Leider kann diese Entwicklung nicht einfach auf CI übernommen werden, da komplexe Freigabeverfahren bei Medizinprodukten wohl sehr zeitaufwändig und teuer sind. Beim CI liegen die Produktzyklen bei etwa 5-6 Jahren.

So ist vermutlich auch zu erklären, warum Sprachprozessoren aktuell noch meist nur eine Bluetooth-Verbindung zulassen. AB wird "demnächst" einem neuen Soundprozessor auf den Mark bringen, der dann vermutlich auf die - inzwischen schon wieder veraltete - Lumity-Plattform aufbaut. Phonak-Hörgeräte mit dieser Plattform konnten 2 BT-Verbindungen halten und entsprechend umschalten. Darauf warten CI-Träger sehnsüchtig.

Bis dahin sind schnurlose Telefon mit BT nicht wirklich praktikabel im Gegensatz zur Fritz!App Fon oder eben der von mir gesuchten Alternative.

Auf jeden Fall sage ich hier Danke für Eure Gedanken und Eure Unterstützung!
 
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