ISDN Einwahl auf Fritzbox ????

Die FBF kommt an eine alte Draytek Vigor 2200X. So um 1-5€ bei eBay.

Der Draytek lässt Verbindungen per ISDN zu - Ein- und ausgehend. Uff, dass ist schon Jahrzehnte her, dass ich das mal selbst genutzt habe. Seinerzeit gab es diese 12-Pfennige-je-angefangene-Stunde-Option bei ISDN, meine Eltern hatten das. Ich hingegen hatte schon DSL (1.000, das war damals das Maximum). Wenn ich bei meinen Eltern war, habe ich mich dann über deren ISDN am Vigor eingewählt und konnte über diese Verbindung weiter ins Internet. 12 Pfennige/h war damals für Internet ziemlich günstig.

Hier brauchts dann natürlich die umgekehrte Richtung. Der Vigor baut eine Internetverbindung auf, wenn die FBF Daten aus dem Internet anfordert. Also Freetz auf die FBF, Callmonitor installiert. Mit Callmonitor (Anruf von eigener Nummer auf die MSN, die zum Triggern dient) die FBF dazu veranlassen, Daten aus dem Internet zu ziehen (am Besten mit wget die AktualisierungsURL eines DynDNS-Anbieters ziehen - dann wird gleich die IP mit aktualisiert). Dann geht der Viogor online. Nun kann man anhand der DynDNS auf die FBF zugreifen. 5 Minuten nach der letzten Aktivität geht der Vigor wieder offline (wird im Vigor eingestellt, Timeout nach einer eingestellten Zeit der Inaktivität). Die FBF hat dann natürlich Zugang über LAN1.

Wenn das mit dem Offline-gehen schief geht, kann es natürlich teuer werden. Idealer Weise bringt man daher an der FBF ein elektronisches Lastrelais an Stelle der Internettelefonie LED an. Per 1. Triggercall LED einschalten, mit 2. Triggercall wieder aus. Man kann natürlich mit dem 1. Triggercall auch ein Script starten, das 1. die LED anschaltet, 2. eine Minute wartet (auch ein Router braucht Zeit, zu booten) 3. per wget DynDNS aktualisiert, 4. 5 Minuten wartet und 5. die LED wieder aus schaltet.
Vorteil: der Draytek hat nur 6 Minuten Stromverbrauch am Tag.
Primärseitiges Schalten mit elektronischem Lastrelais ist natürlich wg. 230V eine Sache, die man nur unter Einhaltung der VDE-Vorschriften machen darf (Der obligatorische Warnhinweis).
 
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Ja, aber es ist dafür immer ein zusätzliches Gerät (Rechner) notwendig. Die Fritzbox alleine kann das nicht bzw. nur in Verbindung mit dem von mir erwähnten Ethernet-Analogmodem, bei dem aber wiederum das Problem besteht, dieses per Telefonanruf anzusprechen. Bei einem Rechner dürfte das leichter lösbar sein. Ich bezweifle aber, dass Wake on Call mit einem Softmodem funktioniert.

Das Aufwecken des Rechners mittels Wake on Call hat aber einen gravierenden Nachteil: wer die Nummer wählt (und sei es auch nur versehentlich), weckt den Rechner auf. Daraufhin stellt dieser eine Internetverbindung her, die Kosten verursacht. Man muss also penibel darauf achten, dass der Rechner bei Inaktivität von allein wieder herunterfährt. Ansonsten bleibt er dauernd online und der Anschlussinhaber bekommt eine gesalzene IbC-Rechnung.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Der Vigor 2200X ist ein Ethernet ISDN-Router. Für den Preis, den er bei ebay kostet ein wahnsinnig gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Einen weiteren Rechner braucht man dafür nicht!

Auf die Fritz-Box kommt freetz mit callmonitor. Sowohl die Fritz-Box, als auch der Vigor kommen an ISDN (den Vigor kann man auch am internen S0 der FBF betreiben, wenn in der FBF nur ISDN-Telefonie eingerichtet ist, dann sollte sie durchreichen).
Die FBF hängt per LAN1 an einem LAN-Port des Vigor. Im Callmonitor wird ein Script aufgerufen, wenn von einer definierten Nummer (Festnetz vom anderen Wohnort oder Handy) ein Anruf auf die fürs Schalten vorgesehene MSN eingeht. Dieses Skript schaltet zunächst eine ansonsten unbenutzte LED an, wartet eine Minute und holt dann per wget eine Dyndns-update-URL. Dann ist die FBF übers Internet zu erreichen (über den Vigor, dort Portfreigaben auf die FBF einrichten). Nach festgelegter Zeit (z.B. 5 Minuten) oder Triggeranruf auf eine andere MSN wird die LED ausgeschaltet, der Vigor geht aus - dann ist naturgemäß auch Internet beendet.

Selbstbau: Statt LED elektronisches Lastrelais (quasi LED + Fototriac) an die FBF löten. VDE-Vorschriften beachten.
Oder: LED normalerweise an, bei Anruf aus, nach 6 min wieder an. LED auslöten aus FBF, an ein Kabel dran und mit Klebeband an einen billigen Dämmerungsschalter kleben. Ist LED aus, geht Dämmerungsschalter an (an dem hängt das Vigor Netzteil). Geht LED an, ist Vigor wieder aus.

10-15€ Bastelaufwand und Problem ist gelöst.

Wake on call ist also nicht erforderlich, "versehentliche Anrufe" gibts nicht (immer von und an überprüft). Wenn man das automatische Aus vernünftig einstellt (6-15 Minuten) und normalerweise früher aus triggert, ist eine Kostenexplosion ausgeschlossen.
Runterfahren beim Vigor ist nicht erforderlich, es wird ganz banal der Strom gekappt.

EDIT: Nach Hinweis von Kunterbunter, dass momentan kein wirklich billiger 2200X online ist:
Es gibt auch Vorgänger und Nachfolgermodelle (z.B. 2600X), Manchmal steht auch kein X in der Artikelbeschreibung, sondern "ISDN".
Im Zweifelsfall das pdf-Handbuch laden und schauen, ob das Modell das gewünschte kann.
Das 2200X war ohne DSL-Modem. Es gibt aber auch Modelle mit ADSL-Modem + ISDN-Fallback. Gerade die will heute keiner mehr - ADSL (max 1000) statt ADSL2+ Modem und keine Möglichkeit, ein anderes vor zu schalten. Für den Zweck, nur das ISDN-Fallback zu nutzen, its aber geradezu ideal.
 
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