@ lone star:
Das ist sowieso klar, dass diese Billig-Angebote wirklich den Markt kaputt machen und zu Lasten von Qualität und Zuverlässigkeit gehen. Aber den Verbraucher ändert man nicht. Abgesehen davon, merken viele schon bereits, dass sie mit einer billigen FritzBox von Freenet wohl gewaltig an der falschen Ecke gespart haben. Schlechter Service rächt sich eben irgendwann. Das werden auch billig Anbieter schnell merken, wenn ihnen die Kunden weglaufen, das Image dahin ist, und sie mit Klagen von Verbraucherschutz-Organisationen überschwemmt werden. Der Durchschnitts-Kunde ist nicht blöd.
@ docfred:
Von einem VoIP-Zwang für Breitband-Anbieter ohne Festnetz halte ich garnichts. So werden Kunden doch wieder gezwungen, ein gebundletes Angebot zu nutzen.
Es müsste für jeden VoIP-Anbieter bestimmte gesetztlich vorgeschriebenen Standards geben, ohne die er garnicht erst sein Angebot auf den Markt bringen kann. So verhindert man, dass jeder dahergelaufene Studi sein Studium mit einem selbstgebauten Asterrisk finanziert, oder Gross-Anbieter wie UI mit Billig-Angeboten den Markt überfluten - denn diese Angebote sind ja nur möglich, weil es diese Standards nicht verpflichtend gibt.
Es einfach zu lassen würde Stillstand bedeuten. Die BNA täte gut daran, sich mit der Festlegung von Mindeststandards zu beeilen. VoIP-Anbieter ohne eigenes DSL-Angebot haben dann dafür zu sorgen, dass ihre Anbindung top ist (Dus.net hat das ja angeblich schonmal sich zertifizieren lassen). Es gibt ja auch mittlerweile einen Knotenpunkt im NEtz für VoIP-Traffic. Das müsste ausgebaut werden, und wird auch weiter geschehen, wenn man nicht alles abwürgt durch Verbote, sondern durch Mindeststandards, die es einzuhalten gilt.
Jetzt halte ich es für den richtigen Zeitpunkt sowas einzuführen, wo einige VoIP-Anbieter ernsthaft versuchen als Festnetz-Alternative aufzutreten. Es geht doch nur darum alles in die richtigen Bahnen zu lenken.
Generelle Verbote halfen da nicht IMHO.