Nötige Netzwerkausstattung und das einbinden analoger Geräte

sparrow242

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Hallo Forum,

ich hoffe ich bin hier richtig.
Momentan trag ich mich mit dem Gedanken in einem Mittelständischen Betrieb die Telefonanlage zu ersetzen.
Um nun alle Möglichkeiten "abzuklopfen" bin ich dabei auch auf Asterisk gestoßen. Nun ist meine Frage: Was braucht man für eine Grundaustattung an Netzwerktechnik innerhalb des Betriebes um Asterisk einsetzen zu können.

Hier ein paar Grunddaten:
Das Netzwerk ist ein normales 100 Mbit Netzwerk mit ca. 25 PC-Arbeitsplätzen. Der Traffic hält sich in Grenzen da ein Großteil der der Arbeit in einem ERP verrichtet wird, also keine großen Datenübertragungen zwischen Server und Client.

Zu ersetzen wäre eine Telefonanlage die über 6 Amtsleitungen (also 3 NTBAs) verfügt und es gibt 20 - 25 Telefone im Betrieb, und zusätzlich einige Faxgeräte und Mobilteile.

Meine Frage: Reicht das 100Mbit-Netz für Asterisk theoretisch aus?

Die Telefonanlage ist veraltet und muss ersetzt werden, an Asterisk ist verlockend, dass es sich um quelloffene Software handelt. Außerdem kennen bestimmt viele das Problem, dass externer Support manchmal zur Kostenfalle werden kann.

Es geht mir hier erstmal nur um die Frage ob das bestehende PC-Netwerk so verwendet werden kann, damit ich Asterisk nicht von vornerein ausschließen muss, oder ob es andere "Stolpersteine" geben könnte.


Vielen Dank für etwaige Antworten.


Markus
sparrow242
 
Zuletzt bearbeitet:
Grundsätzlich reicht ein 100 Mbit Netzwerk für 25 Teilnehmer an Asterisk locker aus.

Die von Dir gestellten Anforderungen lassen sich mit Asterisk lösen, allerdings solltest Du dabei zwei Punkte nicht aus den Augen verlieren

  1. Wenn Du in Deiner Firma niemanden hast, der sich sehr gut mit Asterisk auskennt, solltest Du die Frage des Supports klären und dafür ggf. einen externen Supporter zur Hand haben
  2. die Faxgeräte würde ich nicht zwingend über den Asterisk laufen lassen, da die Fax-Thematik bei Asterisk bis heute noch nicht wirklich zuverlässig (im Sinne von 100% Verfügbarkeit) gelöst ist.
 
Hallo Betateilchen,

vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Ich gehe davon aus, dass wir auf jeden Fall externen Support brauchen und einen Dienstleister engagieren. Wobei ich noch ganz am Anfang stehe und mich erstmal mit der Materie von Asterisk beschäftigen müsste um mir eine Vorstellung davon machen zu können.

Wie genau könnte man denn das Problem mit den Faxgeräten umgehen?
Im Augenblick läuft eine Anlage von Alcatel, die Anschlüsse für die Faxgeräte sind Analoge Anschlüsse die aber durch die Anlage verteilt werden.
Nun sind die eingehenden Leitungen nicht wirklich in der Nähe von den NTBAs.
Allerdings geht mir auch gerade auf, dass das ein Problem werden könnte. Für Asterisk würde man ja diese LAN-Telefone anschließen (SIP-Phones?), nur wie macht man das mit Faxgeräten?
Gibt es da einen LAN->Analog-Wandler, oder sollte man dann versuchen die bisherigien Fax-Buchsen direkt mit einer Anlog-Leitung zu verbinden und Asterisk außen vor lassen?

Nochmals danke!

Gruß

Markus
sparrow242
 
Ah ok, ich versuchd das eben zu verstehen:

SPA-3000 ist quasi das VoIP-Gerät das bei Asterisk angemeldet wird und die Box sorgt dafür, dass das angeschlossene, analoge Gerät angesprochen wird.

Das hier ist in etwa genauso zu verstehen, richtig?
 
Nein, die Auerswald-Box ist etwas anderes.

Grundsätzlich ist der Betrieb von Billig-ATAs keine gute Idee, um darüber Fax zu realiseren. Deine Faxgeräte würde ich per Patton SmartNode 4524 anbinden, Deine ISDN-Anschlüsse per Patton SmartNode 4638. In Zusammenhang mit Asterisk kannst Du damit ein TK-System aufbauen, bei dem auch das Thema Fax kein besonderes Thema mehr ist.

Alternativ könnte man auch die ISDN-Ports mittels BeroNet BN4S0 und die analogen Ports mittels Sangoma A200/A400 realisieren.

ATAs von Sipura, Linksys & Co sind IMHO Spielzeug; es kann per G.711-Codec über IP mit einer Faxübertragung funktionieren, muss aber nicht. Ich setze da entweder auf TDM-Switching oder auf die Übertragung zwischen den Pattons.

Eine räumliche Nähe von Faxgerät zu ISDN NTBA ist auch nicht notwendig; entweder nutzt man die vorhandene 2-Drahtverbindung zum Anschalten des Faxes an den Asterisk-Server/das Patton-GW, oder man schaltet per IP das Patton-GW dorthin wo die Faxgeräte stehen.

Zu Deinem LAN: wenn Du nicht grade einen Baumarkt-Switch und eine kaputte Kat5-Verkablelung verwendest, sondern ein normal geswitchtes vernünftiges Netz, so sollte die Infrastruktur für einen Betrieb von PC- und Telefonie-Clients ausreichend sein (so nicht Werbeagentur mit massiven Datentransfers zwischen Clients und Server=hoher Netzlast).

Grundsätzlich gibt es beim Thema Asterisk diverse weiter Stolpersteine (Endgeräte, Systemfunktionalitäten), die Du entweder selbst herausfindest, oder Dir professionell umschiffen/lösen lässt.
 
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