[Problem] Nach VPN-Verbindung telefonieren nicht mehr möglich

Ich verstehe eure Antworten nicht. Ich habe geschrieben, dass ich nicht anonym bin, auch wenn ich VPN benutze. Warum erklärt ihr mir dann, dass ich nicht anonym bin, auch wenn ich VPN benutze? Und was soll die Häme?

→ Mein Punkt war, dass ich mit sehr geringem Aufwand eine Schicht an Komplexität hinzufüge. Das reicht mir als Argument pro-VPN. Es geht mir um die Zeitdifferenz.
 
Du hast also mit sehr geringem Aufwand eine Schicht an Komplexität hinzufügt, allerdings funktioniert nun die Festnetz-Telefonie nicht mehr.
(#1)
 
Naja, jein. Festnetz-Telefonie funktioniert nur dann nicht mehr, wenn ich es direkt in der FritzBox mache. Bei VPN im Rechner ist alles fein.

Fragen an das Forum waren:
1. Warum ist das so? Was genau passiert da? (Nach Starten vom VPN in der FritzBox funktioniert es für eine Weile, und beim nächsten Re-Connect mit dem SiP-Server gibt es einen DNS-Fehler.)
2. Kann ich das anders umgehen, als mit einer langen allowed-IP-Liste?

An beiden Antworten bin ich nach wie vor interessiert...
 
[Edit Novize: Überflüssiges Fullquote gelöscht - siehe Forumsregeln]
Genau das denke ich auch, und für genau diesen Zweck habe ich mir nun auch VPN eigerichtet. In diesem Thread habe ich nun auch erfahren, warum die Telefonie dann nicht mehr funktioniert, wenn ich VPN zentral auf dem Router laufen lasse. Also für bestimmte Anwendungen das VPN nur auf dem Laptop, und nicht auf dem Router.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die zusätzliche Verschlüsselung gilt aber nur bis zum VPN Provider. Danach ist alles genauso unverschlüsselt, als wenn du es direkt absenden würdest. Das ist das größte Wolkenluftschloss-Argument, dass sich die VPN Anbieter ausdenken konnten. Es ist echt erstaunlich, wie viele darauf hereinfallen. Du biegst von der Hauptstraße ab, damit dich niemand sieht, fährst einmal und den Block und dann wieder auf die Hauptstraße und fährst genauso weiter, wie vorher. Außer dem Umweg hast du nichts erreicht. Wirklich GAR NICHTS.

Na ja, immerhin kann dein eigener Provider nicht sehen was du so treibst...
Oder halt eine Behörde, die da einfliegt und das wissen will.
Und am Entschlüsselungspunkt - also beim VPN-Provider irgendwo in der Pampa -
deinen Kram abzugreifen, das sollte schwer möglich sein.

Um bei der (falschen) Analogie "Du biegst von der Hauptstrasse ab und fährst einmal um den Block usw." zu bleiben, richtiger wäre:
"Du fährst in einen (nicht einsehbaren) Tunnel, an dessen Ausfahrt (in der besagten Pampa) man keine Kameras oä hat, und letzten Endes auch keinerlei Hoheit.
Man kann ab Eingang Tunnel (also schon ab dem LAN) nicht mehr sehen,
mit wem & wohin du fährst."
So in etwa wird ein Schuh draus, und das ist sehr viel mehr als "GAR NICHTS".
 
Na ja, immerhin kann dein eigener Provider nicht sehen was du so treibst...
Oder halt eine Behörde, die da einfliegt und das wissen will.
Stimmt, der eine erste Provider bleibt erst einmal außen vor, der Provider am VPN-Ausgang jedoch weiß es dafür. Und die Behörden, hier in Gestalt von div. Geheimdiensten betreiben verdammt viele Überwachungsknoten am VPN-Ausgang kommerzieller Betreiber und im Verdachtsfall auch bei einzelnen Personen und ihrem privaten VPN. Die und wissen bei Bedarf recht gut, was Du treibst…
Nur innerhalb des Tunnels bist Du geschützt. Ab dem Ausgang nicht mehr! VPN ist hier bildlich nichts weiter als ein elend langes Netzwerkkabel zu Deinem privaten LAN bzw zum Exit-Punkt des alles wissenden Providers.
Um bei Deinem Tunnelbild zu bleiben, sind an den Ausfahrten der Tunnel jede Menge Behörden-Kameras.
In der ct war mal ein spannender und frustrierender Artikel, wie Behörden da mitlesen, Ziele erfassen und dann tiefer in die Überwachung einsteigen…
 
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Und am Entschlüsselungspunkt - also beim VPN-Provider irgendwo in der Pampa -
Wie kommst du darauf, dass der VPN Provider irgendwo in der Pampa ist? Wenn jemand in der Mitte sitzt, dann der VPN Provider, weil alles andere würde ihn unnötig Geld kosten.

deinen Kram abzugreifen, das sollte schwer möglich sein.
Der Nachteil ist: Es muss niemand abgreifen. Der VPN Provider stellt es freiwillig zur Verfügung oder wertet es selber aus. Immer dran denken: Wenn etwas für dich umsonst ist, bist du das Produkt. Und ja, es steht auf der Webseite des VPN-Providers, dass er das nicht tut. Kann man glauben. Sollte man aber nicht.

Nehmen wir mal folgenden Tagesablauf an: Du stehst morgens auf, checkst die wichtigsten Social Media Daten, fährst mit dem Bus ins Büro (dabei surfst du deine Lieblings-News-Seiten ab), arbeitest, in der Mittagspause kurz Mails gecheckt und noch etwas bei Amazon bestellt, abends dann wieder im Bus nach Hause, ab ins Sport-Studio und ein paar Posts davon auf Facebook, und danach noch mit den Kumpels ein Bier in der Stammkneipe (=> Insta).

Normalerweise bist du zu Hause im WLAN deines Providers, unterwegs im Mobilfunknetz, im Büro im Netz deines Arbeitgebers, im Sportstudio in deren Netz, und in der Kneipe auch in deren Netz. Heißt: dein Heimnetz Provider sieht deine Zugriffe auf Social Media, dein Mobilfunk Provider sieht die Zugriffe auf die News Seiten, dein Arbeitgeber den Zugriff auf dein Mail Konto und was du bei Amazon bestellst, der Provider deines Sport-Studios sieht dein Facebook Konto und der Provider deiner Stammkneipe deinen Insta Zugriff. Aber keiner von denen sieht alles.

Und jetzt nutzt du ein VPN. Jeder Zugriff auf jeden deiner Dienste läuft über die: Amazon, Facebook, Insta, den ganzen Tag über. Und noch schlimmer: Auf Basis der Quell-Adresse, von denen aus der Datenverkehr ins VPN kommt, sehen sie auch noch, wann du zu Hause bist, wann unterwegs, wann im Büro, in der Kneipe oder beim Sport. Sie können deinen Tagesablauf exakt nachbilden, kennen deine Hobbys, deine bevorzugten Aufenthaltsorte und was du im Internet kaufst. Sie haben den perfekten digitalen Zwilling von dir. Als einziger in dem ganzen Spiel, denn alle anderen sehen immer nur Bruchstücke davon.
 
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Nehmen wir mal folgenden Tagesablauf an:
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Sie haben den perfekten digitalen Zwilling von dir.

WLANs von anderen nutze ich nicht. Mein Handy geht desweiteren ausschliesslich über VPN in meine Firewall & Proxy zuhause, von dort aus gibt es u.a. eine feste VPN-Verbindung und Routen (mit Split Tunnel) zu einem Router von einem Kumpel privat auf einer Insel weit weit weg (die Pampa), und von da aus dann erst unverschlüsselt raus ins Internet, mit dem seiner wechselnden IP.

Ist nicht das Schnellste, geht aber, und es gibt keine Bewegungsdaten o.ä.. Meine Mails holt mein Mailserver von zuhause aus ab, über die normale IP des Providers. Der Arbeitgeber (den ich nicht habe) zB sähe mich also immer im Homeoffice (bzw mit dt. IP, wenn er das traced). Facebook und Co sehen auch nicht viel, ausser das, was durch meine Account-Aktivitäten sowieso klar ist. Aber die hält man ja per se dumm. Ich nutze solche Accounts dann auch nur auf Englitsch, dann riecht es nicht gleich so nach einem Deutschen auf dem Bermudas :)

PS: Am besten finde ich es immer, wenn Leute ihre Fotos hoch ins Internet laden, und dann total entsetzt sind, wenn ihre Fotos plötzlich im Internet sind ;)
 
ne Lösung gibts leider noch immer nicht, oder?
Also aktives Wireguard VPN z.B. zu NordVPN und funktionierende SIP Telefonie?
 
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Doch, das ist möglich, also aktives Wireguard VPN z.B. zu NordVPN und funktionierende SIP Telefonie z.B. zu 1&1.
 
Weil 1&1 die nomadische Nutzung von SIP Accounts erlaubt (bedeutet, dass die Telefonie immer auch durch den Tunnel geroutet wird) oder aufgrund eeiner Einstellung in der Fritzbox?
 
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