[Frage] Neubau und Einstieg in VoIP

Matthias182

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier und daher kurz was zu mir. Ich heiße Matthias und würde mich selbst als VoIP-Anfänger beschreiben. Seit einiger Zeit entwickele ich aber ein besonderes Interesse für dieses Thema. Das liegt daran, dass wir gerade ein Haus bauen und ich mich mit dem Thema Telefon beschäftige.

Zum Hintergrund. Ich habe das Ganze Haus bereits strukturiert verkabelt (Cat7). Als ich die Verkabelung damals geplant habe, hatte ich Telefon ehrlich gesagt nur bedingt im Blick. Wir haben heute in unserer Wohnung einen analogen-Anschluss und eine Fritzbox an der ein DECT-Telefon und ein ISDN-Telefon angeschlossen sind. Nun will man uns bei den Anbietern meist nur NGN-Anschlüsse anbieten und damit hat das Thema dann auch erst begonnen.

Da wir ohnehin neue Telefone für das Haus kaufen wollen, möchte ich auch gleich VoIP hausintern nutzen. Eine gewisse Vorstellung davon habe ich, aber weiß ich noch nicht genau, wie ich das technisch umsetzen kann.

Ich habe in allen Räumen im Haus Netzwerk-Doppeldosen installiert. Ich möchte nun die Möglichkeit haben beliebig in eine Dose ein Telefon einzustecken und es zu nutzen. Ohne Neukonfiguration oder ähnliches. Geht das überhaupt? Die Telefone sollen also ins Netzwerk eingebunden sein (VLAN). Benötigen tue ich in jedem Fall ein oder zwei Mobiltelefone. Alle anderen können schnurgebunden sein.

Überlegt hatte ich mir außerdem, eine VoIP-Telefonanlage anzuschaffen, an der alle Telefone angeschlossen werden können. Dort sollten auch die VoIP-Anbieter eingetragen werden, nicht im Telefon selber.

Ein Extra, das aber für mich nicht zwingend notwendig ist, wäre die Fähigkeit der Telefonanlage auch analoge/ISDN-Anschlüsse zu verwalten.

Die Hauptfrage, die sich mir nun stellt, welche Hardware nehme ich dafür? Telefonanlage, Telefone?

Als VoIP-Anbieter habe ich bisher Easybell im Auge. Das Angebot scheint mir in Ordnung zu sein und hier im Forum lese ich auch darüber nicht zu viel negatives.


Danke und Gruß
Matthias
 
Die Fritzbox (zumindest die aktuellen Modelle) stellen einen SIP-Server zur Verfügung, mit dem VoIP-Netzwerktelefone genutzt werden können. Der "Amtsanschluss", also analog, ISDN oder VoIP spielt dabei keine Rolle.
Bedenke aber, dass jedes Telefon einen Platz der Netz-Anschlussdose belegt und ein entsprechend großer Switch vorhanden sein muss. Da jedes Telefon auch eine Stromversorgung benötigt, wäre zu überlegen, einen Switch mit PoE (Power over Ethernet) zu kaufen, der alle Telefone zentral mit Saft versorgen kann. Eine Extra-Anlage ist nicht unbedingt notwendig.
 
Eine Fritzbox möchte ich ungern, auch wenn viel der Meinung sind, dass sie gut sind und ihren Zweck voll und ganz erfüllen.

Der Platzbedarf ist mir klar, das habe ich so vorgesehen. Deshalb eben auch in jedem Raum eine Doppeldose.

PoE werde ich auch ohnehin nutzen. Ich habe mehrere WLAN-Aps im Haus eingeplant, die alle über PoE mit Strom versorgt werden. Genau vorgesehen sind 2 Switche jeweils mit 24 Ports (einmal mit PoE, einmal ohne).

Warum brauche ich keine extra Anlage? Ich dachte ich brauche eine Anlage, um die Telefone im Netz zu verbinden. Wie würdest du das machen?
 
In Ordnung, das hatte ich nicht richtig gelesen.

Jetzt fehlt mir aber doch noch ein hinweis, wie man es am sinnvollsten macht.

Wie würdet ihr das für euch selbst umsetzen?
 
Du kannst die IP-Telefone auch direkt bei einem VoIP-Provider deiner Wahl registrieren.
Oder eben beim SIP-Server der Fritzbox, die letztlich die Funktion einer "Light-" Telefonanlage übernehmen würde. DECT-Fone würden sich in diese Umgebung auch gut integrieren lassen. Ob die Fritzbox als "Anlage" ausreicht, hängt von letztlich von deinen Anforderungen ab.
 
Wobei ich zu bedenken gebe, das die Fritzboxen nur eine seehr begrenzte Anzahl an simultanen Sprachkanälen haben (3-5) - wovon ein IP-Telefon in Verbindung mit einem IP-Provider immer gleich 2 Kanäle belegt :(

Heißt, das bei max. 2 paralellen Gesprächen b.z.w. einer Konferenz Schluß ist.

Warum sollen die Telefone eigentlich nicht direkt beim Provider angemeldet werden ?

Viele IP-Telefone bieten die Möglichkeit mehrere Accounts anzumelden - Du kannst also auch einen Account beim VoIP-Provider anmelden, und einen 2. Account für interne Kommunikation nutzen - als interne "Zentrale" kannst Du einen der Wlan-APs mit DD-WRT flashen, und den Milkfish-SIP-Server nutzen - bei einem Router ohne integrierten ATA und IP-Telefonen, kannst Du so viele paralelle Gespräche führen, wie es Bandbreite und Provider (man kann auch mehrere Free-Provider nutzen) erlauben ;)
 
Wie schon gesagt, eine Fritzbox möchte ich ohnehin nur sehr ungern. Also lasst uns die Mal von der Liste streichen.

Ich hatte an eine VoIP-Telefonanlage gedacht, weil:
- zentrale Verwaltung der SIP-Accounts in der Anlage
- Interne Gespräche
- Anschluss eines Fax-Gerätes

Als WLAN-AP setze ich die von Ubiquity ein. Da möchte ich kein DD-WRT drauf flashen.

Interressant finde ich die Idee, dass die Anzahl der Leitungen "unbegrenzt" ist. Das würde also bedeuten ein normal Router und nur IP-Telefone, die man eigenständig konfiguriert. Habt ihr einen Vorschlag für Endgeräte?

Was passiert wenn ich in dieser Konstellation mal kein VoIP mehr möchte?
 
Ein Extra, das aber für mich nicht zwingend notwendig ist, wäre die Fähigkeit der Telefonanlage auch analoge/ISDN-Anschlüsse zu verwalten.
Das wäre mit ner FB auch möglich.
Es fehlt eine Begründung, warum du eine FB nicht möchtest... nur um dies mal nachvollziehen zu können...
 
Was passiert wenn ich in dieser Konstellation mal kein VoIP mehr möchte?
Dann musst du dich mit diesem Wusch aber beeilen. In 3-4 Jahren gibts nichts anderes mehr.

- zentrale Verwaltung der SIP-Accounts in der Anlage
- Interne Gespräche
- Anschluss eines Fax-Gerätes

Alle diese Forderungen lassen sich mit der Fritzbox erfüllen.
 
Die ist aber nun mal von der Liste gestrichen. Für die Wahl einer anderen VoIP-Telefonanlage müsste man nun wissen, wieviele Telefone und wieviele gleichzeitige externe Verbindungen diese können muss.
Reicht diese hier aus?
 
Wegen dem Router - was wird es den für ein Inet-Anschluß ?

ADSL, VDSL oder DOCSIS ?

Als DECT-Basis evtl. die "Grandstream DP715" - kann 5 VoIP-Accounts, 5 Mobilteile und 4 Gespräche gleichzeitig - leider kein G.722.

Wegen der Schnurtelefone bräuchte man mal noch ein par Infos über die Anforderungen - Konferenz mit wie vielen Teilnehmern - Video Ja/Nein etc. - ca. Preislage.
 
Das ist alles auch eine Preisfrage. Ich habe mir eine Elmeg Hybird 120j geleistet und damit geht sowohl ISDN als auch Analog als auch VoIP nach innen sowie nach außen. Für DECT - Mobilteile gibt es eine (oder mehrere) Dect over IP - Basis.
 
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