Powerline zwischen GF-Modem und Router

martinbee

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Ich überlege, eine Powerline-Lösung zwischen Glasfasermodem im Keller und geplantem Routerstandort (Fritzbox) im 1.OG einzusetzen, da der
Kabelweg aufwändig zu realisieren wäre.
Nun wäre die Powerline auf der WAN Seite des Hausnetzes und über dieses Szenario geben Handbuch und FAQ keine Infos.
Wer hat das so im Einsatz und kann berichten?

Wichtig wäre mir:
* Vollständige Übertragung des Datenverkehrs, Transparent aus Sicht des Modems
* Kein Routing, Transport idealerweise auf Ethernet-Ebene (OSI Layer 2)
* Wartung der Powerline aus dem Hausnetz (IP Vergabe für die Powerline-Geräte und Zugriff über manuelle Routing Einträge im Router)
* Dauerbetrieb 24/7 für mehrere Monate ohne Absturz
Lässt sich das (mit Fritz) so umsetzen oder muss ich doch bohren?

VG Martin
 
eine Powerline-Lösung zwischen Glasfasermodem im Keller und geplantem Routerstandort (Fritzbox) im 1.OG einzusetzen
Wird Powerline bereits im Haus eingesetzt und funktioniert dort die Übertragung problemfrei?
Lässt sich das (mit Fritz) so umsetzen
Welche Datenrate soll künftig per Powerline übertragen werden? Ggf. sind Powerline Adapter von einem anderem Hersteller erforderlich.
 
Vorsicht bei Powerline, die Nettodatenraten bzw. Nutzdatenraten sind meilenweit von den absurden Hersteller-Fantasiewerten entfernt.
Selbst bei Fritz schreibt man leider anders als bei WLAN ständig über "bis zu" ohne irgendwelche Hinweise auf die Realität.
Dass die "theoretischen" 2400 bei Devolo kompletter BS sind, folgt schon aus den 1Gbit/s-Ports.

Den GF-Hausanschluss würde ich möglichst nicht über den Powerline-Flaschenhals führen. Ist da nicht noch ein Telefon- oder Koaxkabel vorhanden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn dein Provider mit DHCP arbeitet, geht das nicht. Der Grund ist, dass sich die Powerline Modems die IP vom Glasfaser-Anbieter krallen und keine mehr für den Router übrig bleibt. Heißt: Sobald man ein solches Konstrukt in Betrieb nimmt, kommt man nicht mehr ins Internet,

* Wartung der Powerline aus dem Hausnetz (IP Vergabe für die Powerline-Geräte und Zugriff über manuelle Routing Einträge im Router)
Und das geht definitiv gar nicht, denn dann sind wir wieder beim Thema "Vermischung von WAN und LAN.". Das hatten wir gerade erst:
Kurzzusammenfassung: Wenn du den Powerline-Adaptern eine IP aus deinem Heimnetz gibst, baust du dir eine gigantische Sicherheitslücke in dein Netz und lädst jeden anderen Nutzer deines Providers ein, sich auf deinen Heimnetzgeräten umzusehen, als ob er bei dir zu Hause wäre. Wir haben Beispiele im Forum, wo das passiert ist, die sind im ensprechenden Thread verlinkt.

Dazu noch die Bandbreiten-Probleme, da kann es nur eine Empfehlung geben: Lass es.
 
: Wenn du den Powerline-Adaptern eine IP aus deinem Heimnetz gibst
Die Powerline Adapter ohne WLAN Funktion arbeiten auf der Sicherungsschicht (Layer 2) und verhalten sich wie ein Switch. Sie benötigen keine eigene IP Adresse, um die Daten transparent von der Steckdose X zur Steckdose Y weiterzuleiten. Eine IP Adresse ist für diese Powerline Basisgeräte ohne WLAN Funktion nicht erforderlich,
 
Wenn dein Provider mit DHCP arbeitet, geht das nicht. Der Grund ist, dass sich die Powerline Modems die IP vom Glasfaser-Anbieter krallen und keine mehr für den Router übrig bleibt. Heißt: Sobald man ein solches Konstrukt in Betrieb nimmt, kommt man nicht mehr ins Internet,

Und das geht definitiv gar nicht, denn dann sind wir wieder beim Thema "Vermischung von WAN und LAN.". ...
Für den Hinweis auf DHCP schon mal vielen Dank, da wären also für die Powerline Brücke statische IPs zu vergeben, z.B. 10.10.1.1 etc
Mit einer statischen Route im Router und nichtöffentlichen Adressen kommt es dann auch nicht zu einer Vermischung von WAN und LAN
Die Transferleistung kann in diesem Fall gering sein, es handelt sich um einen Seniorenhaushalt.

Allerdings ob das ganze Konstrukt stabil genug ist. Wenn die Powerline versehentlich zurück auf DHCP wechselt, ist alles hin.
WG Leitungen gehe ich nochmal suchen.
VG Martin
 
Ich würde irgendwie versuchen eine Glasfaser vom Keller ins 1. OG zu legen. Dann dort Modem und Router oder Router mit GF-Modem nehmen.
 
ganz ruhig. Die #5 kam bei mir nach meinem Beitrag an.
 
Warum versuchst du krampfhaft dir das Leben schwieriger zu gestalten?
Nimm 2 günstige gebrauchte Fritzboxen (7590 etwa mit 2,4-WLAN Korrektur oder Modelle ab 2021) und mach die Verbindung im Mesh per WLAN vom Keller ins OG.
Der Stromverbrauch der zusätzlichen Box ist vermutlich sogar geringer als jener der beiden PowerLAN-Adapter.
Und viel viel stabiler und sicherer sowieso ist es auch. Ebenso gestaltet sich eine mögliche Fehlersuche entsprechend einfach.
Vom Kostenpunkt wollen wir da gar nicht reden, daß es deutlich günstiger kommt.
 
die Verbindung im Mesh per WLAN vom Keller ins OG
WLAN wäre zwar grundsätzlich möglich, wobei beim Glasfasermodem im Keller idealerweise ein Fritz Mesh Set 1600 oder 4200 für die Verbindung eingesetzt werden könnte.
Wir gut aber der WLAN Empfang durch zwei Geschossdecken hindurch vor Ort noch ist, wird nur @martinbee beantworten können.
 
Ok, Keller ins 1. OG wird eng, also dann halt 3 Boxen, eine pro Etage.

Aber bitte tu dir das bißchen einmaligen Aufwand an und verlege ein LAN-Kabel.
 
Sie benötigen vielleicht keine, nehmen sich aber eine.
Sie benötigen keine IP Adresse und sie "nehmen" sich auch keine IP Adresse. Powerline-Adapter kommunizieren auf der Sicherungsschicht (Layer 2) des OSI Modells über ihre physischen MAC Adressen. Deshalb wird dort auch keine IP Adresse benötigt.
 
Wenn der TE eine stabile und zuverläßige Internetverbindung haben will, bleibt ihm nichts anderes übrig als ein Kabel Lan oder Glasfaser nach oben zu legen. Alle anderen Lösungen sind instabile Bastelkonstrukte. Lan-Kabel hat den Vorteil, das es bei Verlegen, speziell Kurven, nicht so empfindlich ist.
Bei Powerline spielt neben den Frequenzen unter anderm die Phase und die Qualität des Stromnetzes im Hause eine Rolle.
 
Also so empfindlich sind Glasfaserkabel wirklich nicht. Problem ist halt die Montage der Stecker. Auch ein Kupferkabel wird durch Knicken in seinen elektrischen Eigenschaften beschädigt.
 
Da wird dann aber wohl auch nicht die Glasfaser nur bis in den Keller gehen. ;)

Darauf kannst eingehen, wenn es vom TS so eindeutig geschrieben wurde, aber nicht wild spekulieren.
 
Es gibt tatsächlich recht preiswerte feldkonfektionierbare bzw. Schnellmontage-LWL-Stecker, die das Durchfädeln deutlich vereinfachen können.
Die passive Verlängerung der Glasfaser-Leitung wäre am Ende deutlich zuverlässiger als Powerline, wo sowieso noch die Frage offen ist, ob überhaupt die passende Phase in der Keller-Steckdose aufliegt.
 
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