Ständige Resyncs bei Anschluss von USB-Geräten!

MacPauli

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Hallo,

meine Fritz!Box 7050 ist an einen Mac-Mini von Apple über Ethernet angeschlossen. Es gibt seltsame Probleme, wenn ich an den Mac irgendein Zubehör über die USB-Schnittstelle anschließe:

Die Fritzbox führt dann immer wieder einen Resync des Modems durch, oftmals verbindet sich dann die Box mit einer sehr niedrigen Geschwindigkeit mit der Vermittlungsstelle (2000 kBit/s statt 14000). Zunächst glaubte ich an einen Zufall, aber die ständigen Resyncs hören erst auf, wenn ich das USB-Gerät wieder vom Rechner trenne. Das Problem ist reproduzierbar, es hat lange gedauert, bis ich die Ursache erkannt habe (anfangs dachte ich, der Provider sei schuld). Allerdings tritt das Problem nicht bei allen USB-Geräten auf. Bei USB-Sticks oder einem USB-Digital-Fernseh-Empfänger von Elgato oder einer USB-Web-Cam tritt das Phänomen nicht auf, wohl aber bei einer Dockingstation für mein Handy oder einem USB-Seriell-Adapter. Zudem passierte es auch bei einem USB-Hub von Belkin. An Spannungschwankungen am USB-Port kann es eigentlich nicht liegen, da alle diese Geräte eine eigene Stromversorgung haben. Das Problem tritt auf, egal ob ich die USB-Geräte direkt an den Mac anschließe oder über einen Hub. Ich habe inzwischen alle Kabel ausgetauscht, ebenso die Geräte an eine andere Steckdose angeschlossen. Zudem habe sich auch den Splitter ausgetauscht, leider alles ohne Erfolg.

Irgendwie kann ich nicht nachvollziehen, wieso ein USB-Port den Ethernetanschluss oder das Modem der Box derart stört, dass es zu einer völligen instabilen Leitung kommt. Die Resyncs treten erstaunlicherweise nicht auf, wenn ich die Fritzbox über USB am Mac betreibe. Da der Mac aber beim Erwachen aus dem Ruhezustand bzw. Stromsparmodus immer die Verbindung zum Modem verliert, ist dies auch keine Lösung.

Ich weiß, das klingt alles seltsam, aber vielleicht haben Ihr ja eine Idee, was ich da machen könnte (Die Firmware ist übrigens auf dem aktuellsten Stand).

Gruß

MacPauli
 
Hallo MacPauli, willkommen im Forum !

Deine Schilderung klingt schon fast esoterisch ;-)

Prinzipiell könnte ich mir mehrere Ursachen vorstellen:
  • Prozessor-Lastproblem der Fritzbox
  • Störeinkopplung ausgehend vom USB-Gerät/MAC auf die Fritzbox-Masse
Letzteres insbesondere wenn das DSL Signal schwach ankommt (Leitungsdämpfung hoch >20dB).

Die Unterschiede zwischen den USB Geräten könnten im Modus liegen. RS232 Konverter und Handyadapter (wird ebenfalls einen RS232 Konverter beinhalten) laufen vermutlich unter USB 1.1, die anderen Geräte unter USB2.0.

Das könnte Sinn machen, denn die USB1.1 Übertragungsfrequenzen decken sich teilweise mit den DSL Frequenzen, während die USB2.0 Übertragungsfrequenzen deutlich über dem DSL Frequenzbereich liegen.

Wenn das die Ursache ist (es gibt da in Deiner Schilderung ein paar Widersprüche), gelangen also möglicherweise per LAN-Kabel diese Störfrequenzen zur Fritzbox und aufgrund endlicher Gleichtaktunterdrückung des DSL Einganges überlagern sie sich mit dem (schwachen) DSL Signal.

Schon ein ungeschirmtes LAN Kabel probiert ?

Es gibt hier ein Forum, welches sich fast ausschließlich mit solchen Problemen befasst und i.d.R. wird dann eine Doppeldrossel zur Verbesserung der Gleichtaktunterdrückung vorgeschlagen...Vielleicht hilft es weiter...
K
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Knuffi,

vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort!!

In der Tat, ich glaube bei diesem Problem inzwischen auch schon an Esoterik! Bzgl. USB ist es leider so, dass besagte Geräte USB2.0 haben. Allerdings ist die Dämpfung vergleichsweise hoch: 18 Send-, 15 Empfangsrichtung. Ich werde mich mal um besagtes LAN-Kabel bemühen, da ich auch irgendwelche Störfrequenzen vermute. Eventuell hilft mir der Link weiter.

Nochmals vielen Dank

Gruß

MacPauli
 
Bzgl. USB ist es leider so, dass besagte Geräte USB2.0 haben.

USB2.0 ist rückwärtskompatibel zu 1.1 und erlaubt verschiedene Datenraten:

Highspeed mit 480Mbit/s (nur USB2.0)
Fullspeed mit 12Mbit/s (USB2.0 und 1.1) => z.B. RS232 bzw USB-seriell-Adapterr
Lowspeed mit 1,5Mbit/s. (USB2.0 und 1.1) => Mäuse und Tastaturen

Bei meinem USB-Seriell-Konverter ist es so, daß er als USB2.0 "kompatibel" verkauft wird (Marketing), aber trotzdem nur den ursprünglich mit USB1.1 definierten Fullspeed-Modus verwendet.
(Ältere) Handyadapter beinhalten oft nur einen USB-Seriell-Adapter, weil dieser billiger ist als ein echter USB2.0 Client-Chip.
 
Eigentlich ist es recht "einfach". Wie Du selber beschrieben hast, besitzen alle Geräte eine eingene Stromversorgung, bzw. werden wiederum an andere Geräte angeschlossen (vermutlich alle mit Stromnetzverbindung). Nur Geräte ohne weiteren Anschluß zeigen nicht das Verhalten. Da ist nicht esoterisches dran, sondern ganz banale Elektrotechnik.

Durch das Anschließen dieser Geräte schließt Du wahrscheinlich eine Brummschleife (Masseverbindung). In diese Brummschleife wird eine Störspannung induziert, die Dir Dein DSL-Signal kaputt macht. Gleiches ist in diesem Zusammenhang mit dem Verlust der CLIP-Information an analogen Anschlüssen bekannt. Die Ursachen und auch die Lösungsmöglichkeiten sind da identisch. Als erstes würde ich ein UTP-Netzwerkkabel zwischen FritzBox und Rechner probieren. Dabei handelt es sich um ein Netzwerkkabel ohne Schirmung. Somit wäre die Masseschleife unterbrochen.

Gruß Telefonmännchen
 
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