Suche einen geeigneten Router / Fritzbox

Fischers Freetz

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Hallo!

Ich möchte gerne etwas abrüsten, d.h. die Anzahl der ständig laufenden Geräte reduzieren. Zur Zeit laufen hier der Kabelrouter des 3Play-Anbieters, ein eigener Router mit OpenWRT, der das Netz mittels VLAN in 4 Subnetze teilt und somit eine rudimentäre Firewall darstellt, eine FritzBox 7390 als Telefonzentrale, und ein Raspberry als NextCloud-Server.

Die VLAN sind wichtig, weil verschiedene Geräteklassen mit verschiedenen Vertrauensstufen im Einsatz sind. (Z.B. der Router des Anbieters, mein PC, der u.a. für Online-Banking benutzt wird, und die Spielekonsolen und das Smartphone vom Junior und seinen Gästen.)

Die FB läuft als reine Telefonverwaltung und Anrufbeantworter mit 3 angemeldeten DECT-Telefonen, 1 Festnetzanschluss, 2 VoIP-Konten, und nutzt als "Internetzugang" den Router des Kabel-Anbieters. (Dieser Router kann nicht ersetzt werden, da er Eigentum des Kabelbetreibers ist!)

Der Rasberry schließlich ist mein eigener Cloud-Server und interner Medien-Server.

Mein Ziel ist es, die Anzahl der Geräte zu reduzieren. Da es aus Gründen der Sicherheit widersinnig ist, den Cloud-Server auf derselben Maschine laufen zu lassen wie die Firewall, gibt es eigentlich nur zwei Varianten:

1. Kombinieren von VLAN-Router und FritzBox
2. Kombinieren von FritzBox und Rasperry

Jeder der beiden Möglichkeiten hat natürlich ihre Vor- und Nachteile, nicht zuletzt der Preis für die erforderliche Hardware.

Ich habe gelesen, dass es Fritzboxen gibt, auf denen OpenWRT installiert werden kann. Welche Modelle sind das, und beherrschen die dann auch VLAN und DECT?

Die DECT-Telefone könnte ich durch WLAN-Telefone ersetzen, denn jeder Taschenandroide kann als VoIP-Client funktionieren. Was aber leider nicht geht, ist der ausschließliche Einsatz von VoIP-Clients, da der Festnetzanschluss über den Kabelanbieter läuft, und für mich erst ab dem Router des Anbieters als TAE-Anschluss zur Verfügung steht.

Aber ich bin nicht auf FritzBoxen fixiert, es dürfen selbstverständlich auch andere Geräte sein. Ein wichtiger Faktor ist aber auf alle Fälle der Stromverbrauch: jedes der jetzt laufenden 3 Geräte genehmigt sich unter Last maximal 5 Watt, und mehr als 15-20 Watt möchte ich auch nach der Abrüstung nicht einspeisen müssen. Ein alter PC könnte wohl in virtuellen Maschinen alle 3 Funktionen übernehmen, aber die Energiebilanz eines PC ist alles andere als "grün".

Was für Geräte könnt Ihr mir empfehlen, die für meine Zwecke in Frage kommen?

Danke im Voraus für alle Tips und Hinweise!
 

FSnyder

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Hi,

mal unabhängig von der Technik....
15 Watt (3 Geräte unter "Volllast") kosten unter 40 Euro für den Strom pro Jahr.
Selbst wenn Du es auf die Hälfte reduziert bekommst, dann reden wir von einer Einsparung von unter 20 Euro/Jahr!
Dafür ein paar neue Geräte kaufen?!
Wirtschaftlichkeit sieht irgendwie anders aus.....

Grüße
Snyder
 

KunterBunter

IPPF-Urgestein
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Fischers Freetz

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@FSnyder:

Du hast natürlich Recht, was die Kostenrechnung angeht, und die ist auch ein wichtiger Bestandteil meiner Planung. Aber zum einen möchte ich die neue Hardware, wenn ich welche anschaffe, auch länger als zwei oder drei Jahre benutzen, zum anderen muss ich auch bedenken, dass die Geräte, die ich jetzt benutze, durch ihre begrenzte Leistungsfähigkeit, insbesondere des knappen Arbeitsspeichers, irgendwann nicht mehr den Anforderungen neuerer Versionen der eingesetzten Software genügen. So z.B. der VLAN-Router, der mit den neueren Versionen von OpenWRT schon arg an seine Grenzen stößt.

Die Entscheidung für oder gegen einen Umbau ist noch nicht wirklich gefallen, ich bin quasi noch in der Beta-Phase meiner Planung und sammle erst mal Ideen und Hinweise, was machbar ist und was nicht.
 

Fischers Freetz

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Moin!

Ich wärme das Thema wieder auf, da ich das Projekt "Abrüstung" noch nicht ganz aufgeben habe. Außerdem ist sowieso gerade die alljährliche familiäre Bastelzeit angebrochen, und das schwer verdiente Weihnachtsgeld will auch unter's Volk gebracht werden. :D

Es ist gibt auf dem Gebrauchtmarkt eine Menge FritzBox-Modelle für wenig Euronen. Meine jetzige Idee ist es, maximal 100 Euro in eine gebrauchte FB zu investieren, die folgende Bedingungen erfüllt:

- von Freetz unterstützt
- 3 Ports (oder mehr) mit 1000 MBit
- Ports müssen trennbar sein als eth0, eth1, eth2 (alternativ als VLAN)
- DECT-Basis
- VoIP fähig

Dann kann ich die Funktionen des OpenWRT-Router und der 7390 in das neue Gerät zusammenführen, und habe demnächst 1 Gerät weniger zu elektrifizieren und zu warten.

Welches Modell kommt denn dafür wohl in Frage, welches würdet Ihr empfehlen?


Danke im Voraus!
 

Kalle2006

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Die Fritzboxen können kein VLAN, zumindest nicht mit der Original Firmware.
 

Fischers Freetz

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Darum schrieb ich ja auch "alternativ: VLAN".

Ich habe einiges über die Boxen gelesen, und weiß z.B. daß in einigen Modelle ein Switch verbaut ist, bei dem LAN-Port 1 getrennt wird, wenn die FB über einen anderen Router ins Netz geht, was sogar unter der Original-Firmware einstellbar ist. Mit Freetz soll es dann sogar möglich sein, bis zu 4 verschiedene Netzwerke einzurichten. Da ich mich mit den Modellen aber nicht gut genug auskenne, frag ich dann mal hier, wo Leute sind, die sich damit auskennen.
 

erik

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Da käme eigentlich nur die 7390 in Frage, die du ja schon hast. Ob und wie man mit der getrennte Netze bauen kann weiß ich nicht, als Mediaserver ist sie ganz schön langsam. Aber auch die neuesten Modelle sind da nicht besser und AVM verrammelt seine Geräte immer weiter um Sachen wie Freetz zu erschweren. Was anderes als eine modifizierte AVM-Firmware kannst Du leider nicht verwenden weil die Telefonie eine AVM-Entwicklung und nicht freie Software ist.

OpenWRT läuft auf einigen Fritzboxen, DECT und Festnetz werden aber, wenn vorhanden, nicht unterstützt.
 

Fischers Freetz

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Den Medienserver will ich auch nicht mehr auf die FB packen. Ich will nur die Trennung der internen Netze und die Telefoniefunktionen auf einem Gerät vereinen.
 

Fischers Freetz

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Aber auch die neuesten Modelle sind da nicht besser und AVM verrammelt seine Geräte immer weiter um Sachen wie Freetz zu erschweren.
Das ist sehr schade. :(

Aber wie ich sagte: es muss kein neues Modell sein, und ich bin auch nicht zu 100% auf AVM fixiert. Wenn es Router anderer Hersteller gibt, die meine Bedingungen erfüllen (>2 Ports 1000 MBit, Ports trennbar, DECT-Basis, VoIP), dann habe ich da keine Berührungsängste. Und sollten diese Einstellungen sogar mit der Original-Firmware möglich sein, dann nehme ich auch das. :)
 

Kalle2006

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Die Bintec be.IP plus kann VLAN und jeder der 5 LAN - Ports kann ein eigenes Netzsegment abbilden. Aber: Es ist kein DECT eingebaut, sondern dafür nimmt man dann die DECT-IP Basisstation Elmeg DECT150 (oder auch mehrere davon) und alternativ die Gigaset GO Box 100, wenn der Funktionsumfang der Consumer Serie ausreicht.

Nachtrag: Von WLAN - Telefonen halte ich nichts, denn das WLAN ist nicht für Echtzeitübertragungen konzipiert.
 

Fischers Freetz

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prisrak1:

Ja, das wäre eine gute Möglichkeit. Die 7490 ist gebraucht nicht wirklich teuer. Außerdem hat sie im Gegensatz zur 7390 schon USB3. Und wie ich sehe, hat sie sogar dieses Jahr noch eine neue Firmware bekommen, ist also bei AVM noch nicht zu "Abandon-Ware" geworden. Die Konfigurationsmöglichkeiten über die "ar7.cfg" sehr sehr vielfältig aus, und es sind sogar mehrere getrennte Drahtlosnetzwerke möglich. Das sieht sehr danach aus, dass ich damit meinen OpenWRT-Router ersetzen kann.

Danke für den Tip! :)

Kann die Konfiguration statt mit Konsole wohl auch über Freetz erledigt werden? Nicht, dass ich Angst vor einer Konsole hätte, bin mit Unix/Linux groß geworden, aber man kommt ja irgendwann in ein Alter, in dem man es doch manchmal gerne etwas bequemer hat. ;)
 

prisrak1

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mit Freetz ist es meiner Meinung nach einiges bequemer .
 

NDiIPP

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... und AVM verrammelt seine Geräte immer weiter um Sachen wie Freetz zu erschweren.
So würde ich das (zumindest bis jetzt) nicht betrachten. Bisher hat man eher Schwachstellen gestopft (um bestehende Angriffsmöglichkeiten zu entschärfen) welche (früher oder später, aber besser früher) sowieso geschlossen hätten werden müssen. Und bis jetzt sind auch noch nicht alle Lücken gestopft (zumindest nicht bei älteren Modellen wie der 7490). Aber warten wir mal ab, was aus dem 07.19er Entwicklungszweig wird i.V.m. neueren Boxen mit GRX5 oder IPQ-SoC...

Außerdem hat sie im Gegensatz zur 7390 schon USB3.
Was ich abschalten würde wenn sie als WLAN-AP dienen soll.

Und wie ich sehe, hat sie sogar dieses Jahr noch eine neue Firmware bekommen,
Sowohl die 7390 als auch die 7490 haben dieses Jahr neue Firmware-Versionen erhalten.

Aber dennoch würde ich von der 7390 aus verschiedenen Gründen abraten (zumindest im Rahmen einer Neuanschaffung, wenn man bereits eine 7390 besitzt sieht das ggf. etwas anderes aus). Allein schon weil mit einer 7490 das auftrennen der Netze etwas einfacher ist als bei einer 7390. Das geht auch mit der originalen Firmware (also auch ohne Freetz). Siehe auch hier:
https://www.ip-phone-forum.de/threads/fritzbox-7390-internen-switch-konfigurieren.287518/post-2185822
 

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