[Frage] Türsprechstelle mit DECT-Telefonen und/oder VOIP-Telefonen verbinden?

woj

Neuer User
Mitglied seit
22 Jan 2015
Beiträge
36
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
8
Hallo allerseits,

ich bin auf der Suche nach einer einigermassen zeitgemässen Türsprechstelle, die (aus meiner Sicht) nicht wirklich aussergewöhnlich ist. Was ich suche konnte unsere uralte Auerswald ets-2008i aus dem Jahr 1994 bereits. Nur eine Ergänzung um Video wäre wünschenswert. Ich bin erstaunt dass es 3 Jahrzehnte später keine out-of-the-box-Lösungen zu geben scheint.

Die Klingeltaste soll die DECT-Telefone an einer Gigaset Go 100 Box klingeln lassen. An diesen Telefonen soll man mit der Türstation sprechen können und im Anschluss auch den Türöffner betätigen können. Um den Türöffner anzusteuern sollte man über eine Tastenkombination am Telefon ein Web-Relais oder https/ssh-Aufru f tätigen können.

Das wäre es bereits im Wesentlichen (was die Sprechstelle betrifft).

Was ich explizit NICHT will, ist:
- Cloud
- Hersteller-spezifische Innenstationen
- Cloud
- Hersteller-spezifischen Smart-Home-Kram
- Cloud

Die Türstation selbst soll keine Video-Kamera haben, denn diese würde direkt auf die Eingangstür des Nachbarhauses schauen. Stattdessen würde ich eine separate Lösung mit IP-Kameras und NVR (frigate? scrypted?) vorsehen. Das kann man dann in zB HomeAssistant einbinden und/oder auf Tabletts an strategisch günstigen Positionen im Gebäude anzeigen. Vollkommen unabhängig von der Türsprechstelle.

Dazu ein separater (KNX-)Bewegungsmelder für den Vorgarten, der die Beleuchtung vor der Tür sowie oben genannte Tabletts für eine Anzeige des NVR aktiviert. Ebenfalls vollkommen unabhängig von der Türsprechstelle.

Das Einbinden eines Video-Streams (early-Media?) wäre wünschenswert, ist aber lediglich ein "Nice-to-have". Angeblich soll das mit einer Fritze sogar über DECT funktionieren, dann aber nur Standbild(?) Wie gesagt: Nice-To-Have!

Optisch würde uns Gira 106 (ein Sprachmodul und ein 2-Tasten-Modul) zusagen. Diese Teile haben allerdings einen proprietären Bus und die Technik ist wohl auch nicht wirklich zeitgemäss. Deutlich überteuert ist der Kram darüber hinaus auch noch. Deswegen denke ich da an eine Bastel-Lösung: die Gira-Teile ausschlachten und die Innereien durch zB einen Raspi mit Linphone(?)/Asterisk(?) und USB-Headset ersetzen. Problematisch dürfte hier allerdings sein, dass ein Headset vermutlich keine Echo-Unterdrückung hätte und das Tastmodul wohl keine echten Tasten hat sondern kapazitive Sensoren.

Nach meinem Verständnis benötige ich im Grunde doch lediglich eine (ansprechende) Aussenstation, die bem Druck auf eine Klingeltaste über voip eine interne Nummer anwählen kann. Umgekehrt benötige ich die Möglichkeit, bei bestehender Verbindung mittels DTMF einen https-Aufruf vornehmen zu können. Wieso findet man sowas nicht auf dem Markt?

Wer hat Vorschläge, wie ich hier weiterkomme?
 
Behnke Türstationen Serie 10 (SIP oder a/b). Die Serie 10 wird an IP- oder a/b fähige Telefonanlagen angebunden, Gegenstellen sind handelsübliche Telefone (Türtelefonat / Türöffnung).
 
Als Bastellösung google mal nach Klingelpaul.
 
Ich bin erstaunt dass es 3 Jahrzehnte später keine out-of-the-box-Lösungen zu geben scheint.
Klar gibt es die, aber du hast halt Anforderungen die nicht dem Zeitgeist entsprechen.

Dazu kommt, dass Festnetztelefonie im Allgemeinen und Telefonanlagen im Privathaushalt mittlerweile ein verschwindend kleiner Markt geworden sind.
Der Markt™ möchte Lösungen, die einfach zu installieren sind und - egal wie verkorkst das lokale Setup ist - immer funktionieren. Und das ist im Prinzip nur über eine Cloud-Lösung realisierbar.

Das Einbinden eines Video-Streams (early-Media?) wäre wünschenswert, ist aber lediglich ein "Nice-to-have". Angeblich soll das mit einer Fritze sogar über DECT funktionieren, dann aber nur Standbild(?) Wie gesagt: Nice-To-Have!
Ja, "Video" auf DECT-Mobilteilen kann Fritzbox als Insellösung. Das geht meines Wissens aber nur mit einer handverlesenen Kombination von Produkten, weil es dafür keine Standards gibt.
Also bei DECT-Endgeräten nur direkt an einer Fritzbox angemeldete (und speziell kompatible) FRITZ-Fon-Geräte.
Video auf DECT ist sowieso mit Vorsicht zu genießen, die Displayauflösung auf den Mobilteilen ist gering und die Datenrate ebenfalls.
Wer Video noch etwas breiter gefächert und offiziellerer kann ist Agfeo

Die Agfeo kann wohl tatsächlich auch "externe" Videostreams verarbeiten und spezifisch konfigurierbare Relais ansteuern. Agfeo-TK-Anlagen sind im Übrigen direkt an KNX abschließbar.
Bloß: Das ist mit deiner Bestandshardware nicht machbar, du müsstest das AGFEO-DECT-System sowie AGFEO DECT-Mobilteile haben.

Optisch würde uns Gira 106 (ein Sprachmodul und ein 2-Tasten-Modul) zusagen.
Es gibt generell auch Geräte bzw. generell die Möglichkeit, neue Hardware in bestehende Klingeltableaus einzubauen, wie z. B. Auerswald TFS universal plus.

Diese Teile haben allerdings einen proprietären Bus und die Technik ist wohl auch nicht wirklich zeitgemäss.
Was ist "die Technik"?
Soweit ich weiß pflegen alle Hersteller in dem Bereich (Siedle, Gira, TCS, STR, Ritto,...) weiterhin proprietäre Busse. TFE-Lösungen sind immer noch geschlossene Systeme, das machen die Hersteller schon ganz gut. Allerdings muss man sagen, dass die Firmen über den alten Klingeldraht "HD-Audio" und Video übertragen können und das bei beliebiger Topologie. Und auch hier gibt es halt auch keine (offenen) Standards auf die man setzen könnte.
Siedle hat mittlerweile Systeme/Stationen die auch irgendwas mit WLAN können - immerhin.

Deutlich überteuert ist der Kram darüber hinaus auch noch.
TFE ist teuer. Ist so, war so und wird vermutlich auch immer so sein.
Deswegen denke ich da an eine Bastel-Lösung: die Gira-Teile ausschlachten und die Innereien durch zB einen Raspi mit Linphone(?)/Asterisk(?) und USB-Headset ersetzen. Problematisch dürfte hier allerdings sein, dass ein Headset vermutlich keine Echo-Unterdrückung hätte und das Tastmodul wohl keine echten Tasten hat sondern kapazitive Sensoren.
So etwas hat sich schon jemand überlegt, nannte sich DoorPi
Das Projekt ist leider "verlassen", vielleicht hat es jemand geforkt und betreibt es weiter.
Nach meinem Verständnis benötige ich im Grunde doch lediglich eine (ansprechende) Aussenstation, die bem Druck auf eine Klingeltaste über voip eine interne Nummer anwählen kann. Umgekehrt benötige ich die Möglichkeit, bei bestehender Verbindung mittels DTMF einen https-Aufruf vornehmen zu können. Wieso findet man sowas nicht auf dem Markt?
Genau das findet man auf dem Markt, aber es ist dir sicherlich zu überteuert :)

Hier noch eine ganz einfache SIP-TFE:

Wer hat Vorschläge, wie ich hier weiterkomme?
Mir ist noch nicht 100%ig klar, was du jetzt eigentlich möchtest.
Konkrete Produktempfehlungen oder Tipps beim selber basteln?
Ist Video jetzt "nettes Addon" oder wird es benötigt?
Was ist der Kostenrahmen?
Was ist der aktuelle Aufbau und was soll wo/wie integriert werden können?

Als Bastellösung google mal nach Klingelpaul.
Gemeint ist

Der Klingelpaul realisiert rein das Klingeln, weder Sprache noch Türöffnen.
 
Ich geb Dir Recht, da gibt es nichts sinnvolles bisher. Ich suche genau dasselbe. Türsprechanlage und öffnen will ich lassen, aber eine IP Cam mit einer Anzeige triggern.

Ich nutze aktuell die Auerswald TFS102 mit a/b Schnittstelle. Geht ja auch an die Fritzbox. Mit Sip dauert mir immer zu lang bis signalisiert wird. (Liegt aber wohl eher an den Sip Türsorechstellen selbst, denn eigentlich müsst es ja sogar schneller sein)

Da gibt es diese a/b Schaltmodule, könnten die auf einem Rasbery nicht ggf. einen Trigger an einem I/O Port auslösen?
 
Hallo.
Nur wg Basteln.
Wenn Du später nur Deine Go Box hast ist am Telefon ja kein Bild.
Also Video nur nebenher.
An die Go Box kann ja nur eine neue TFE über DECT.
Oder Deine TFE a/b über einen Wandler a/b nach DECT.
 
Die Klingeltaste soll die DECT-Telefone an einer Gigaset Go 100 Box klingeln lassen.
Da steht, dass die DECT-*Telefone* an der Go Box klingeln sollen. Es steht nichts davon, dass die TFE selbst auch direkt an die Go Box angebunden werden soll.
 
Vielen Dank erst einmal an alle die bislang geantwortet haben. Ich zitiere hier erst mal nur @sunnyman, weil er die ausführlichste Antwort gegeben hat.

Klar gibt es die, aber du hast halt Anforderungen die nicht dem Zeitgeist entsprechen.
Ich finde eigentlich nicht, dass ich besonders extravagante Anforderungen habe. Beim Druck auf den/die Klingeltaster sollen die (sowieso im Haushalt vorhandenen) Telefone klingeln. Wird das Gespräch angenommen, kann über die bestehende Verbindung auch der Türöffner betätigt werden. Das konnte meine Auerswald ets2008i aus dem Jahre 1994 bereits.

Dazu kommt, dass Festnetztelefonie im Allgemeinen und Telefonanlagen im Privathaushalt mittlerweile ein verschwindend kleiner Markt geworden sind.
Stimmt. Aber so eine DECT-Installation sollte doch noch halbwegs gängig sein? Ob das dann über Go-Box oder Fritze geht ist doch zweitrangig.

Der Markt™ möchte Lösungen, die einfach zu installieren sind und - egal wie verkorkst das lokale Setup ist - immer funktionieren. Und das ist im Prinzip nur über eine Cloud-Lösung realisierbar.
Cloud bedeutet ja zunächst einmal zusätzliche (technische) Komplexität und Fehlerquellen. Von den zusätzlichen potentiellen Einfallstoren ganz zu schweigen.

Ja, "Video" auf DECT-Mobilteilen kann Fritzbox als Insellösung. Das geht meines Wissens aber nur mit einer handverlesenen Kombination von Produkten, weil es dafür keine Standards gibt.
Also bei DECT-Endgeräten nur direkt an einer Fritzbox angemeldete (und speziell kompatible) FRITZ-Fon-Geräte.
Video auf DECT ist sowieso mit Vorsicht zu genießen, die Displayauflösung auf den Mobilteilen ist gering und die Datenrate ebenfalls.
Wer Video noch etwas breiter gefächert und offiziellerer kann ist Agfeo
Wie gesagt, wäre Video lediglich ein "Nice-to-have". Auf jedem Stockwerk soll ja (unabhängig von der TFE) mindestens ein Tablet mit NVR positioniert werden, das aktiviert wird sobald sich der Bewegungsmelder im Eingangsbereich meldet.
Wenn dann zB das VOIP-Telefon im Büro ein early-media anzeigen kann wäre das schön, aber keineswegs Voraussetzung.

Die Agfeo kann wohl tatsächlich auch "externe" Videostreams verarbeiten und spezifisch konfigurierbare Relais ansteuern. Agfeo-TK-Anlagen sind im Übrigen direkt an KNX abschließbar.
Bloß: Das ist mit deiner Bestandshardware nicht machbar, du müsstest das AGFEO-DECT-System sowie AGFEO DECT-Mobilteile haben.
Eine ausgewachsene TK-Anlage (wie damals die ets2008i) möchte ich eigentlich gar nicht mehr haben. Mir fehlt gerade auch die Phantasie, wozu man KNX-Anschluss an der TK-Anlage benötigt. Den Türöffner kann man doch auch mit einem hundsgemeinen Aktor ansteuern, der kostet dann doch nur einen Bruchtelt des KNX-Moduls?

Die "Bestandshardware" ist ja recht übersichtlich: das ist im Wesentlichen die Go-Box. Die Mobilteile würden ja auch bei einer anderen DECT-Station weiter funktionieren. Mit dem Gigaset-Support war ich in der Vergangenheit eh nicht so richtig glücklich, die Übernahme durch die Chinesen wird das wohl kaum zum Besseren ändern.

Wenn also die Go-Box ersetzt werden muss, dann ist das eben so.

Es gibt generell auch Geräte bzw. generell die Möglichkeit, neue Hardware in bestehende Klingeltableaus einzubauen, wie z. B. Auerswald TFS universal plus.
So eine Auerwswald TFS hatten wir im alten Haus auch an der ets2008i. Die hatte aber fürchterliche Rückkopplungen. Beim Support bekam ich lediglich die Antwort "die muss piepsen wenn man die Hand davorhält". Dass ich genau dieses Piepsen nicht haben wollte hat man nicht verstanden.


Was ist "die Technik"?
Schau mal zB hier. Im Jahre 2024 ist man schon froh, wenn die Türklingel einigermassen zuverlässig innerhalb von 3 Sekunden funktioniert. Und das zu einem Preis, der (ohne Video) knapp an der 2k-Grenze knabbert...

Soweit ich weiß pflegen alle Hersteller in dem Bereich (Siedle, Gira, TCS, STR, Ritto,...) weiterhin proprietäre Busse. TFE-Lösungen sind immer noch geschlossene Systeme, das machen die Hersteller schon ganz gut.
:mad:
TFE ist teuer. Ist so, war so und wird vermutlich auch immer so sein.
Beim Gira 106 ist man bereits mit Steuergerät + TKS-IP-Gwateway deutlich im vierstelligen Bereich, und das OHNE video unde OHNE Aussenteile. Mit dem Sprachmodul und einem Tastenmodul kratzt man bereits an der 2k-Grenze. Wohlgemerkt: ohne Video.

Zu diesem Preis würde ich eine zuverlässige Technik erwarten. Obiger Thread aus dem KNX-User-Forum lässt da grosse Zweifel aufkommen.

So etwas hat sich schon jemand überlegt, nannte sich DoorPi
Das Projekt ist leider "verlassen", vielleicht hat es jemand geforkt und betreibt es weiter.
Ja, seit vielen Jahren "verlassen", selbst Archive nicht mehr auffindbar.

Genau das findet man auf dem Markt, aber es ist dir sicherlich zu überteuert :)
Soweit ich erkennen kann, wird hier der Türöffner direkt vom Aussenteil angesteuert?

Das ist IMHO ein absolutes No-Go.

Ich hatte es zwar nicht explizit geschrieben, weil das IMHO eine Selbstverständlichkeit ist: der Türöffner sollte von einem INNEN liegenden Relais angesteuert werden. Entweder ein (per https erreichbares) Web-Relais oder über einen KNX-Aktor, der dann ebenfalls über einen https-Aufruf erreichbar wäre. Die zugehörige URL und Zugangsdaten sollen freilich ebenfalls nicht im Aussenteil sein.

Hier noch eine ganz einfache SIP-TFE:
Im Grunde könnte das eine brauchbare Lösung sein, wenn es nicht über WLAN gehen würde. Zugangsdaten sowie WLAN-Schlüssel damit im Aussenteil. Ein No-Go.

Mir ist noch nicht 100%ig klar, was du jetzt eigentlich möchtest.
Konkrete Produktempfehlungen oder Tipps beim selber basteln?
Wenn ich ein konkretes Produkt finde, das nicht potthässlich ist und folgende Punkte erfüllen kann, würde ich das vorziehen. Wenn nicht, würde ich mich notgedrungen ans Basteln machen.
Die zu erfüllenden Punkte sind:
  • Betätigung der Klingel löst Ruf an die (sowieso vorhandenen) DECT-Telefone aus.
  • Wird der Ruf angenommen, kann über eine Tasten-Kombination auch der Türöffner betätigt werden.
  • Türöffner-Ansteuerung NICHT über Aussengerät.
  • Auch keine Zugangsdaten im Aussengerät.
Ist Video jetzt "nettes Addon" oder wird es benötigt?
Video lediglich als "nettes AddOn". Im Zweifel eben kein Video.

Was ist der Kostenrahmen?
Sollte möglichst noch im dreistelligen Bereich bleiben.

Was ist der aktuelle Aufbau und was soll wo/wie integriert werden können?
Aktuell vorhanden ist Netzwerk-Infrastruktur und eine Go-100-Box mit 6 Mobilteilen.

Ich hätte auch keinerlei Hemmungen die Go100-Box durch eine andere (DECT-)Lösung zu ersetzen.


Der Klingelpaul realisiert rein das Klingeln, weder Sprache noch Türöffnen.
Eben. Kein Gegensprechen. Kein Türöffner.

[Edit Novize: Beiträge gemäß der Forumsregeln zusammengefasst]

Da steht, dass die DECT-*Telefone* an der Go Box klingeln sollen. Es steht nichts davon, dass die TFE selbst auch direkt an die Go Box angebunden werden soll.
Genau!

Wie im Ausgangspost angedeutet, wäre mein aktueller Ansatz:

Mechanik+Lautsprecher+Mikrofon einer optisch ansprechenden handelsüblichen Aussenstation nehmen, Elektronik fachgerecht entsorgen.

In diese Mechanik USB-Headset einbauen, USB-Leitung nach innen verlegen.

Im Innenbereich Raspi mit einer VOIP-Software (möglichst eine die ohne GUI auskommt).

Die Klingeltaste sollte die VOIP-Software veranlassen eine vorkonfigurierte interne Nummer anzuwählen.

Während des Gesprächs wertet die VOIP-SW (oder ein dazwischen sitzender Asterkisk?) die DTMF-Töne aus und ruft bei Bedarf die URL für den Türöffner auf.

DTMF-Töne vom Aussenteil müssen ausgefiltert werden.

Etwas in dieserr Art sollte doch umsetzbar sein?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Etwas in dieserr Art sollte doch umsetzbar sein?
Ich finde diesen Ansatz äußerst komplex und fehleranfällig, im Vergleich zu:

Auerswald TFS-Dialog 20x
Auerswald a/b Schaltmodul
optional: parallel angebundenes Shelly 1, zur Öffnung der Tür via Webhook.
optional: zusätzlicher Gong, falls die Zeit zwischen Klingelknopf drücken und Reaktion der Mobilteile zu lang ist.
 
Bzgl. WLAN NoGo: Die Fanvil A10 kann doch auch 10/100 Mbit/s laut Beschreibung
 
Auerswald TFS-Dialog 20x
Wo genau wird da der Türöffner angeschlossen?

Abgesehen davon hatte ich ja oben bereits erwähnt, dass die tfs-Dialog ein erhebliches Rückkopplungsproblem hat. Die Sprechfunktion war für uns praktisch nicht nutzbar.

Potthässlich ist die auch noch...

[Edit Novize: Beiträge gemäß der Forumsregeln zusammengefasst]

Bzgl. WLAN NoGo: Die Fanvil A10 kann doch auch 10/100 Mbit/s laut Beschreibung
Wo genau wird der Türöffner angeschlossen?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wo genau wird da der Türöffner angeschlossen?
Dafür ist das a/b Schaltmodul. Das ist im Haus verbaut.

Die Sprechfunktion war für uns praktisch nicht nutzbar.
Ich nutze es selbst und verbaue es bei Kunden. Diesen Fehler kenne ich nicht. Darüber hinaus bietet das System diverse Einstellmöglichkeiten für Geräusche und Lautstärke.

Deine eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.
 
Ich finde eigentlich nicht, dass ich besonders extravagante Anforderungen habe. Beim Druck auf den/die Klingeltaster sollen die (sowieso im Haushalt vorhandenen) Telefone klingeln.
Das ist nicht deine Anforderung, das ist vielleicht die gewünschte Funktionalität. Anforderungen (oder im Softwareentwicklungssprech "Akzeptanzkriterien") hast du eine ganze Menge, und es kommen ja immer neue hinzu (nichts proprietäres, keine ausgewachsene TK-Anlage, nichts mit Cloud, generell nicht "zu teuer", keine in die TFE integrierte Kamera, Anbindung externer Schaltfunktionen...).
Du sagst zwar, aus deiner Sicht sei das alles selbstverständlich, aber die Realität ist eben zumindest einmal, dass es nicht so selbstverständlich ist, dass es entsprechende Produkte am Markt gibt.
Und die logische Konsequenz ist: Akzeptanzkriterien aufgeben, Kompromisse eingehen oder selber bauen (lassen).

Stimmt. Aber so eine DECT-Installation sollte doch noch halbwegs gängig sein?
Wenn es das wäre, gäbe es da vielleicht auch noch eine gewisse Vielfalt am Markt.
Gigaset ist letztlich auch pleite gegangen, weil sie mit dem DECT-Geschäft nicht mehr genug erwirtschaften konnten, und das Geschäft mit den "Smartphone Made in Germany" nicht so lief wie erhofft. Die sind ja auch nicht "übernommen" worden im Sinne von "aufgekauft", sondern sie waren schlichtweg insolvent und VTech hat die Teile gekauft, an denen sie interessiert bzw. bei denen sie - mit entsprechenden Synergieeffekten™ - eine Zukunft sehen (asset deal).
Cloud bedeutet ja zunächst einmal zusätzliche (technische) Komplexität und Fehlerquellen.
Nicht aus Sicht des Anwenders.
"Die Leute" wollen Zeug das einfach einzurichten ist / out of the box funktioniert. Und sich ggf. auch von überall einsehen/steuern lässt. Das lässt sich - einfach - über eine zusätzliche Instanz realisieren, die über das Internet erreichbar ist.
Ein wie auch immer geartetes Stück Software, "Server", o.ä. was man zu Hause laufen hat, muss hingegen auch gepflegt werden, von einem selbst.
Ich kenne das eigentlich nur in "Warum soll ich denn Updates installieren? Es funktioniert doch." Oder "Ja, kann sein dass man da mal was machen müsste, aber es läuft stabil und ich hab Angst dass nach dem Update dann irgendwas nicht mehr geht, und ich weiß auch gar nicht mehr, wie ich das damals alles mal eingerichtet habe."

Von den zusätzlichen potentiellen Einfallstoren ganz zu schweigen.
Wenn man irgendwas vom Internet aus erreichbar haben möchte, nicht über das technische Wissen verfügt und sich dann bspw. mit Portweiterleitungen auf ggf. ungepatchte Systeme tolle Umgehungsstraßen für die Firewall des Routers und Direktzugänge für Rootkits baut, ist das auch nicht besser.

Ich bin auch kein Freund von Cloudsystemen, bzw. allgemein der Abhängigkeit davon, dass wenn bei irgendeiner Firma irgendein Server umkippt oder, prominente Beispiele gibts ja genug, ein Hersteller meint, Produkt X wird einfach mal eingestellt (aktuellstes Beispiel vielleicht Bose SoundTouch), meine Türklingel nicht mehr funktioniert, aber für den Ottonormalverbraucher ist das unterm Strich die einfachere / komfortablere und ggf. auch sicherere Lösung.

Wie gesagt, wäre Video lediglich ein "Nice-to-have". Auf jedem Stockwerk soll ja (unabhängig von der TFE) mindestens ein Tablet mit NVR positioniert werden, das aktiviert wird sobald sich der Bewegungsmelder im Eingangsbereich meldet.
Deine Umsetzungsidee ist ja technisch vollständig unabhängig von der Klingelgeschichte.
Eine ausgewachsene TK-Anlage (wie damals die ets2008i) möchte ich eigentlich gar nicht mehr haben. Mir fehlt gerade auch die Phantasie, wozu man KNX-Anschluss an der TK-Anlage benötigt.
Die Agfeo kann mWn auch als eine Art Integrator über verschiedene Systeme / Protokolle hinweg dienen, bis hin zu herstelleragnostischen Protokollen wie MQTT. Davon ab kannst du von den Systemtelefonen aus KNX-Hardware komfortabel steuern. Das konnten die IIRC schon als KNX noch EIB war.
Die "Bestandshardware" ist ja recht übersichtlich: das ist im Wesentlichen die Go-Box. Die Mobilteile würden ja auch bei einer anderen DECT-Station weiter funktionieren. Mit dem Gigaset-Support war ich in der Vergangenheit eh nicht so richtig glücklich, die Übernahme durch die Chinesen wird das wohl kaum zum Besseren ändern.
Womit wir wieder beim Punkt von oben wären: Nenne mir gern einen Hersteller von DECT-Telefonen, der auf dem deutschen Markt tätig ist, selbst entwickelt, Expertise für Privat UND Gewerbe hat und auch nur ansatzweise noch so viel für Privatkunden tut und noch einigermaßen hochwertige Geräte baut wie Gigaset.

Am ehesten fiele mir noch Fritz ein, aber, wie gesagt, in sich geschlossenes System, die ganzen tollen Features hat man nur, wenn man Fritzfone an einer passenden Fritzbox betreibt. Also proprietär.
So eine Auerwswald TFS hatten wir im alten Haus auch an der ets2008i. Die hatte aber fürchterliche Rückkopplungen. Beim Support bekam ich lediglich die Antwort "die muss piepsen wenn man die Hand davorhält". Dass ich genau dieses Piepsen nicht haben wollte hat man nicht verstanden.
Es war ja jetzt auch nur ein Beispiel.
Darüber hinaus hast du nicht richtig gelesen, ich schrieb von der Auerswald TFS universal plus, was keine TFE ist, sondern ein Modul bestimmt für den Einbau in bestehende Tableaus, würde also dein "potthässlich"-Problem lösen können.

Ich schließe mich ansonsten @chrsto an: Die TFS Dialog habe ich ebenfalls mehrfach verbaut, funktioniert absolut problemlos.

Schau mal zB hier. Im Jahre 2024 ist man schon froh, wenn die Türklingel einigermassen zuverlässig innerhalb von 3 Sekunden funktioniert. Und das zu einem Preis, der (ohne Video) knapp an der 2k-Grenze knabbert...
Weiß nicht, inwiefern das ein Beleg für irgendwas sein soll. Es sind halt Berichte. Oder wie ein Kollege von mir immer sagt: Das Internet bietet einem jede beliebige Meinung :)

Ich denke, der Schluss "Das ist von Firma X und teuer, als muss ich erwarten können dass es gut ist" hat noch nie so richtig funktioniert. Jeder Hersteller baut auch mal Mist.
Im Grunde könnte das eine brauchbare Lösung sein, wenn es nicht über WLAN gehen würde. Zugangsdaten sowie WLAN-Schlüssel damit im Aussenteil. Ein No-Go.
Ein bisschen darfst du auch noch selbst recherchieren :)
Wie in #10 schon steht: Hat auch Ethernet.
Je nach Paranoia-Level: Ein WLAN das von außerhalb der eigenen Grundstücksgrenze erreichbar ist resp. darin eingebuchte, ggf. in irgendeiner Form vulnerable Geräte sind bereits ein Sicherheitsrisiko.
Es gibt BTW auch tolle Angriffszenarien die man über KNX fahren kann ;)

Man kann an jedem etwas Schlechtes finden, es ist halt auch immer die Frage, was die Schutzziele sind. Ist ja nicht so als hätte die SIP-TFE eine Tastenkombination mit der sie einem ihre Zugangsdaten vorliest.
Ich frage mich, ob es da wirklich "Besser" ist, einen LAN-Port "außer Haus" zu legen.

Aber zurück zur eigentlichen Fragestellung;
Wie ich es lösen würde:
  • Einfache SIP-TFE (wie die von Fanvil)
  • Smart Home-System nehmen, das SIP kann, das Smart Home System ist selbst SIP-Tln in der Fritzbox, gehen wir mal von Home Assistant aus (mit Symcon hab ich sowas schon umgesetzt)
  • Die SIP-TFE ruft eine Rufgruppe an, die Rufgruppe enthält alle Teilnehmer die Türrufe bekommen sollen UND Home Assistant
  • Home Assistant beantwortet den Ruf jedoch nicht, sondern nutzt lediglich das INVITE als Trigger um wem/was auch immer Bescheid geben zu können dass gerade geklingelt wird
  • Türruf wie gehabt, einfach beantworten
  • Home Assistant bekommt noch eine zweite Rufnummer. Wird es über diese angerufen, nutzt es den Zeitstempel vom Trigger, um die Tür Öffnung nur durchzuführen, wenn sie im zeitlichen Zusammenhang mit klingeln steht (kann man so implementieren, muss man aber nicht)
  • Bei Anruf auf der zweiten Rufnummer wird ein Webhook von einem IP-Relais oder wasauchimmer aufgerufen, um das Relais zu schalten.
Was man auf diese Weise nicht hat, ist das Tür öffnen per DTMF, sondern man ruft dazu eben eine besondere Türöffnungsrufnummer an. Das kann man bei Gigaset-Mobilteilen abfedern, unter dem Display gibts bei den meisten Modellen zwei frei belegbare Softkeys, da kann man dann einen mit dieser Rufnummer belegen, somit ist das dann immerhin nur ein Tastendruck.

Wenn DTMF doch unbedingt ganz dolle wichtig ist: ein Asterisk nehmen, sähe dann wie folgt aus:
  • Das Asterisk ist Tln. an der Fritzbox
  • Die SIP-TFE ruft das Asterisk an
  • Das Asterisk baut Rufe zu den Tür-Tln. auf und "brückt" beide Teilnehmer, lauscht aber auf DTMF
  • Auf diese Weise läuft die Sprache zwischen TFE und DECT-Tln, aber durch das Asterisk wir auf die DTMF-Sequenz geachtet
In dem Fall bräuchte es für dieses Projekt dann kein Smart Home System, den HTTP-Call gegen das IP-Relais kann dann auch das Asterisk machen.


Was du - unabhängig von allem - noch beachten muss, ist die Anzahl maximaler gleichzeitiger Gespräche an der Fritzbox:
Um herauszufinden was für deine Fritzbox gilt, musst du den Artikel für dein Modell öffnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: ip-phoneforum72
Ich habe ein ASI91000 SIP Türsprechmodul, als Gegenstellen benutze ich FritzFone.

Wenn man über die "Öffnen" Taste an den FritzFonen die Türöffnung betätigt, wird ein DTMF Kode gesendet, welcher das Relais am Türsprechmodul auslöst und gleichzeitig das Türsprechmodul eine Syslog Nachricht an einen einstellbaren Server senden lässt. Mit einem Heimserver etc. kann man dann (ggf. nach weiteren Prüfungen) einen per KNX angeschlossenen Türöffner betätigen.
 
Die "Tür öffnen"-Taste an den Fritzfonen ist eine Funktionalität die über die Fritzbox bereitgestellt und konfiguriert wird und sie setzt voraus, dass die TFE auch an der Fritzbox registriert ist, siehe:

Wäre ein gangbarer Weg, würde aber bedeuten, dass woj jedes Endgerät das Türklingelfähig sein soll als Fritzfon neu kaufen muss - also bis zu 6 Stück. Und alle Mobilteile dann an der DECT-Basis der Fritzbox betreiben muss, und je nach Aufstellorten ggf. noch einen Repeater benötigt - zusätzlich zu den ~200€ für das ASI91000 SIP.
 
@woj bitte gib Deinem Thread einen aussagekräftigen Thread-Titel. Einzelne Schlagwörter wie "Türsprechstelle" oder reine Produktbezeichnungen sind unerwünscht, siehe auch die von Dir abgenickten Forumsregeln. Die User sollten schon beim betrachten des Thread-Titels wissen, worum es hier geht. Also nimm z.B. eine Zusammenfassung deiner Frage.
=> 1. Beitrag => Bearbeiten => Titel ausformulieren
 
Meinen aktuellen Lösungsansatz stelle ich mal an den Anfang, damit dieser nicht in der doch länglichen Diskussion untergeht:
  • Mechanik (Aussenteil):
    • Am Liebsten hätte ich das Gira-106, das sieht richtig gut aus. Allerdings ist hier das proprietäre Busprotokoll nicht dokumentiert und die kapazitiven Tasten wird man vermutlich nicht anderweitig abfragen (GPIO) können.
    • Also werde ich wohl auf Gira tx-44 zurückgreifen müssen. Bei Weitem nicht so elegant wie Gira-106, aber (zumindest auf den Bildern) nicht so grausam wie die Atomreaktor-Bedienteile aus den 1950er der anderen Anbieter. Die Elektronik mit dem proprietären Bus kann ich nicht brauchen, wird also fachgerecht entsorgt. Lautsprecher, Mikro und Tasten werden (entweder analog oder als USB) an ein Innenteil geführt.
  • HW (innen): Raspi mit entsprechender Hardware (USB-Soundkarte (wegen Mikrofon+Lautsprecher), Verstärker, TÖ-Relais) wird im inneren (gesicherten) Bereich verbaut. Zur oben genannten Mechanik gehen lediglich Lautsprecher, Mikro, Verstärker-Spannungsversorgung. Oh, und natürlich Klingeltasten. Ob Audio analog oder als USB nach aussen geht dürfte reichlich egal sein.
  • Bei Tastendruck wird zB linphonec aufgerufen (das ist die Kommandozeilen-Version von Linphone). Diese wählt fest vorgegebene interne Nummer(n).
  • Linphone hat Config-Optionen zur Echo-Cancellation, also sollte das Rückkopplungs-Thema zumindest theoretisch lösbar sein. Gibt auch HW-Lösungen, ist aber teurer und benötigt zusätzlichen Platz. Erster Ansatz wäre also auf SW-Ebene.
  • Weiterhin gibt es bei Linphone auch die Möglichkeit der DTMF-Erkennung: damit ein Relais zu schalten sollte also möglich sein.
  • Bei Linphone gibt es auch die Möglichkeit einen Equalizer einzubinden. Damit sollte es möglich sein eventuell am Aussenteil eingespeiste DTMF-Signale wegzufiltern.
Soweit ich erkennen kann würde das alle meine Anforderungen erfüllen.

Das einzige Problem scheint mit zu sein, dass der Anruf auf eine Go-box (wegen DECT) gehen muss. An der Go-Box können sich leider keine anderweitigen SIP-Telefone anmelden.

Meine VOIP-Kenntnisse sind sehr spärlich, aber ich glaube ich würde hier eine interne PBX benötigen? Diese interne PBX würde sich beim Provider anmelden, und sowohl Go-Box als auch Raspi/Linphone würden sich an dieser internen PBX anmelden.

Alternativ könnte ich die Go-Box durch eine Fritzbox ersetzen, diese können ja sowohl SIP als auch DECT? Das sollte dann auch ohne interne PBX gehen und sollte auch einfacher zu verwalten sein als zB ein Asterisk?

Passt der Gedankengang in dieser Form halbwegs?


Nun zur Diskussion:

Deine eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.
Wo bitte habe ich geschrieben, dass das Ding Eier legen oder Wolle/Milch/Schnitzel erzeugen soll?

Meine (funktionalen) Anforderungen gehen nur wenig darüber hinaus, was bereits seit Jahrzehnten existiert:
  1. Taste wählt vorprogrammierte (interne) Nummer: Das gab es bereits zu Zeiten von Inspektor Columbo. Nannte sich damals Kurzwahltaste.
  2. Gespräch führen wenn der Ruf angenommen wird: das sollte doch eine Grundfunktion von Telefonie sein?
  3. Aktion ausführen wenn auf angerufenem Telefon bestimmte DTMF-Folge eingegeben wird. Das mag nun keine Grundfunktion eines hundsgemeinen Telefons sein. Aber unzählige Telefon-Menu-Systeme beweisen, dass das funktioniert, indem sie uns mit endlosen Menus nerven anstatt direkt zu einem Mitarbeiter zu verbinden.
Wo bitte ist das Ei? Wo die Wolle? Wo die Milch? Wo das Schnitzel?!?

Alles Grundfunktionen der Telefonie, oder nicht? Oder sollte ich mich verlaufen haben? Ich bin doch hier in einem Telefonie-Forum?

Wird das jetzt zu einer eierlegenden Wollmilchsau nur weil es so verpackt werden soll dass man (als Besucher) nicht unmittelbar Brechreiz bekommt wenn man das Aussenteil sieht?

Das ist nicht deine Anforderung, das ist vielleicht die gewünschte Funktionalität.
Und diese ist eigentlich sehr übersichtlich, siehe oben.

Anforderungen (oder im Softwareentwicklungssprech "Akzeptanzkriterien")
"nichtfunktionale Requirements" nennt man das bei uns (Hint: bin auch Entwickler, allerdings nicht im TK-Gewerk).

Oh, und es gibt durchaus "nichtfunktionale Requirements" die nicht explizit aufgeschrieben werden müssen sondern als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Bei uns nennt sich das dann "Default-Requirements".

Und ja: in manchen Firmen werden die "default Requirements" durchaus ebenfalls dokumentiert, aber "global" und nicht explizit bei jedem Projekt. Ein Projekt übernimmt automatisch alle Default-requirements, die es nicht explizit (mit Begründung) ausschliesst.

Und als allererster Punkt steht in (unseren) Default-Requirements, man soll den gesunden Menschenverstand einschalten. Ja, hier gibt es eine wachsweiche Grenze.

nichts proprietäres
Genau. Dafür gibt es Standards/Schnittstellen. zB a/b oder auch SIP/VOIP oder WasAuchImmer.

Dabei ging es mir um den proprietären Bus des Gira-106. Das 106 hätte ich echt gerne verwendet, macht optisch echt was her! Dummerweise zeigt der Hersteller keinerlei Interesse an der Fehlerbeseitigung des Gateways, mit dem man auf (wieder proprietäres?) SIP/VOIP kommt. Siehe verlinkten Thread im KNX-user-Forum.

Sorry, aber das sehe ich nicht als Option. Da nehme ich lieber die Türglocke aus Scary-Movie oder irgendwas anderes was es schon vor 200 Jahren gab. Das funktioniert immer.

keine ausgewachsene TK-Anlage
Wo bitte ist der Kontext!? Wieso benötigt man für eine TKS eine ausgewachsene TK-Anlage?

BTW: meine TK-Anlage ist Sipgate (ist Cloud, ich weiss). Soll ich diese jetzt entsorgen? Oder nur für die TKS eine zweite anschaffen?

Möglicherweise werde ich eine interne PBX benötigen, weil man an der Go-Box ja keine SIP-Telefone anmelden kann. Das muss aber doch nicht zwingend eine ausgewachsene TK-Anlage sein? Eine ausgemusterte Fritze kann doch auch SIP+DECT, das (oder etwas ähnliches) sollte es doch auch tun?

Ja!

In der Tat fehlt mir derzeit die Phantasie mir vorzustellen, wofür eine Cloud bei der TKS gut sein sollte.

Das Ding soll klingeln+quatschen+türöffnen. Und das bitte NICHT von irgendwoher auf der Welt sondern ausschliesslich lokal (und ja, Du darfst das gerne als ein neues Requirement ansehen falls das bislang noch nicht klar gewesen sein sollte...)

Also nochmal kurzgefasst: wenn es klingelt und ...
  • ... ich bin zuhause: dann wird gequatscht und evtl die Tür geöffnet. Evtl macht man die Tür auch direkt ohne Gequatsche auf (zB weil man Besuch erwartet oder man zufällig gerade neben der Tür ist)
  • .. ich bin NICHT zuhause: die Tür BLEIBT ZU! Quatschen unnötig! Wer quatschen möchte, der kennt meine Telefonnummer. Wer meine Nummer nicht kennt, mit dem WILL ich nicht quatschen!
Wie genau hilft mir eine Cloud hier weiter?

generell nicht "zu teuer"
Du siehst also den Preis von knapp 2000.- für die oben erwähnte eher schlecht als recht funktionierende Gira ohne Video als gerechtfertigt an? Für das Bisschen an "Grundfunktionalität" das ich oben erwähnt habe?

Das Haus habe ich schon, ich brauche nur noch eine (funktionierende) Klingel dazu...

keine in die TFE integrierte Kamera
Ja!

Habe keine Lust und auch keine Veranlassung die Eingangstür des Nachbarn zu filmen.

Nebenbei bemerkt, sieht das der Gesetzgeber auch so.

Wenn man mal mit offenen Augen durch die Strassen geht dann stellt man fest, dass in den allermeisten Gebäuden eine in die TKS integrierte Kamera nur sehr sehr selten (wenn überhaupt) gesetzeskonform umsetzbar ist.

Das hindert freilich niemanden daran, sich so ein Teil zu installieren. Es muss sich aber nur ein einziger Passant beschweren, dann ist das Ding schneller demontiert als es montiert wurde. Und nein: ein einfaches deaktivieren reicht definitiv nicht.

Anbindung externer Schaltfunktionen...).
?? Ich glaube hier verwechselst Du was., ich wollte keine "externen Schaltfunktionen".

Vielmehr wollte ich, dass Schaltfunktionen nicht vom Aussenteil initiiert werden können. Vereinfacht ausgedrückt: Ein beliebiger Passant soll nicht das Aussenteil abschrauben/abreissen und den Türöffner durch Überbrücken (oder Anlegen einer Spannung oder WasAuchImmer) betätigen können. Das sollte IMHO "CommonSense" sein.

Zusatzanforderung: Es soll niemand durch Diebstahl des Aussenteils zB WLAN-Passwort oder sonstige Zugangsdaten aus dem Speicher auslesen können (das wäre zB bei dem weiter oben im Thread genannten WLAN-TKS möglich). Zugangsdaten in einem Gerät zu speichern das sich in einem ungesicherten Bereich befindet und einfach mitgenommen werden kann... Das kann doch nicht ernst gemeint sein?

Du sagst zwar, aus deiner Sicht sei das alles selbstverständlich
Es gibt Sachen, die sollten einfach selbstverständlich sein, ohne das mühsam diskutieren zu müssen. Beispiele siehe oben.

aber die Realität ist eben zumindest einmal, dass es nicht so selbstverständlich ist, dass es entsprechende Produkte am Markt gibt.
Die Situation muss man also als gottgegeben hinnehmen?

Nur weil ich nicht bereitwillig Scheunentore in alle Richtungen bieten will, wird mir unterstellt eine eierlegende Wollmilchsau haben zu wollen...

Und die logische Konsequenz ist: Akzeptanzkriterien aufgeben, Kompromisse eingehen
Ja genau. Den Türöffner lege ich gleich auf einen Knopf im Aussenteil, da muss der "Besucher" dann wenigstens nicht das Aussenteil abreissen wenn er die Tür öffnen möchte.

oder selber bauen (lassen).
Damit kann ich leben. Wäre nicht das erste Projekt bei dem ich mich mangels vernünftiger Alternativen für einen Selbstbau entschieden habe.

Und nein: mir geht es dabei definitiv NICHT um die $$$$. Oben erwähntes Gira-106 für 2kEur hatte ich durchaus ernsthaft in Betracht gezogen bevor ich darüber gestolpert bin wie der Hersteller mit Qualitätsproblemen umgeht.

Gigaset [ ... ] Die sind ja auch nicht "übernommen" worden im Sinne von "aufgekauft", sondern sie waren schlichtweg insolvent und VTech hat die Teile gekauft, an denen sie interessiert bzw. bei denen sie - mit entsprechenden Synergieeffekten™ - eine Zukunft sehen (asset deal).
Wenn die also die Insolvenzmasse aufgekauft haben, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wie lange es noch Updates gibt.

Es ist also wohl höchste Zeit, sich nach Alternativen umzusehen.

Wer kann da was empfehlen?

"Die Leute" wollen Zeug das einfach einzurichten ist / out of the box funktioniert. Und sich ggf. auch von überall einsehen/steuern lässt. Das lässt sich - einfach - über eine zusätzliche Instanz realisieren, die über das Internet erreichbar ist.
[ ... ]
Wenn man irgendwas vom Internet aus erreichbar haben möchte, nicht über das technische Wissen verfügt und sich dann bspw. mit Portweiterleitungen auf ggf. ungepatchte Systeme tolle Umgehungsstraßen für die Firewall des Routers und Direktzugänge für Rootkits baut, ist das auch nicht besser.
Ich erinnere mich dunkel an CT-Artikel, wo Leuten die WebCams aus vollkommen unbekannten Wohnungen aufgeschaltet wurden.

Das funktioniert hervorragendst ohne irgendwelche Portforwardings, technisches Wissen oder gar Umgehungsstrassen. Dafür muss lediglich der Hersteller und/oder Cloud-Betreiber hinreichend unfähig sein. Oder jemand mit hinreichend krimineller Energie eine Lücke im System finden.

Ich gebe Dir aber recht: das interessiert den OttoNormal einen feuchten Hundekehricht...

Aber ist das das Mass an dem man sich messen will? Und ist das die Richtung in die man marschieren will? Muss man das wirklich als gottgegeben hinnehmen?

BTW: Schon mal geschaut, was zB so ein Dreame-Staubsaugerroboter im Netz so treibt? Der redet zwar brav mit einem in der EU positionierten Server weil das wohl eine Voraussetzung ist den TüV-Stempel zu bekommen. Aber der ignoriert den per DHCP mitgeteilten DNS-Server und befragt stattdessen einen in China positionierten DNS-Server. HIER haben wir doch das (oben erwähnte) (Kuckuks-)Ei?

Spätestens seit Trump sollten wir doch auch US-Konzernen nicht mehr blind vertrauen?

Dass das OttoNormal nicht interessiert musst Du mir nicht sagen. Aber das Fähnchen hochhalten für die derzeitige (IMHO nicht akzeptable) Situation ist doch auch nicht wirklich angebracht.

Ich bin auch kein Freund von Cloudsystemen
Warum verteidigst Du diese dann so vehement?

Abhängigkeit davon, dass wenn bei irgendeiner Firma irgendein Server umkippt oder, prominente Beispiele gibts ja genug, ein Hersteller meint, Produkt X wird einfach mal eingestellt
Sorry, aber das ist doch noch der harmlose Fall!

Eine Cloud ist nur so lange gut, wie du dem Betreiber zu 100% vertrauen kannst. Beispiel obiger Staubsauger: das Ding hat eine Kamera und will eine KI in der Cloud befragen um Hundehaufen zu identifizieren. So weit, so schön, ABER:
  • Es kann jederzeit beliebig durch die Wohnung fahren, und kann zu 100% (über eine Cloud) aus China gesteuert werden.
  • Es hängt (bei OttoNormal) im normalen WLAN und kann (gesteuert über die China-Cloud) an den anderen Netzwerkgeräten anklopfen oder auch das WLAN-PW nach China übermitteln.
Wenn DAS mal nicht ein tolles Kuckuks-Ei ist?

Bietet die Fritze von OttoNormal überhaupt die Möglichkeit dem Ding das NachHauseTelefonieren zu untersagen?

(aktuellstes Beispiel vielleicht Bose SoundTouch), meine Türklingel nicht mehr funktioniert,
Das Problem ist nicht dass die Klingel nicht funktioniert, da sollen die Gäste dann halt eben klopfen oder anrufen. Wo bitte ist das Problem?

Das Problem ist vielmehr dass der Türöffner dann funktionieren könnte wenn Du es nicht haben wollen würdest.

Warum soll sich eine dunkle Gestalt mit auffälligen handwerklichen Tätigkeiten an Deinem Fenster bemerkbar machen wenn Dein Türöffner über eine Cloud gesteuert werden kann?

Aber ich gebe Dir Recht: OttoNormal will von der Strandliege aus dem Spanienurlaub den Türöffner betätigen wenn ein (vermeintlicher?) Paketbote klingelt. WTF?!?!?

aber für den Ottonormalverbraucher ist das unterm Strich die einfachere / komfortablere und ggf. auch sicherere Lösung.
Aber sicher doch! Einfach+komfortabel+sicher! Sarkasmus muss ich jetzt aber nicht explizit hervorheben?

Deine Umsetzungsidee ist ja technisch vollständig unabhängig von der Klingelgeschichte.
Genau das ist ja auch beabsichtigt: Funktion (man sieht was vor dem Haus passiert und damit auch wer vor der Tür steht) ist gegeben ohne unnötige Komplexität in die TK einbauen zu müssen..

Die Agfeo kann mWn auch als eine Art Integrator über verschiedene Systeme / Protokolle hinweg dienen, bis hin zu herstelleragnostischen Protokollen wie MQTT. Davon ab kannst du von den Systemtelefonen aus KNX-Hardware komfortabel steuern. Das konnten die IIRC schon als KNX noch EIB war.
Hmmm... Da muss ich mich wohl noch näher informieren.

Obwohl ich eigentlich ein Fan von klar getrennten Systemen mit klaren Schnittstellen bin. Wirft man alles in einen grossen Mixer, ist die Gefahr gross sich eine "Can of Worms" einzuhandeln.

Womit wir wieder beim Punkt von oben wären: Nenne mir gern einen Hersteller von DECT-Telefonen, der auf dem deutschen Markt tätig ist, selbst entwickelt, Expertise für Privat UND Gewerbe hat und auch nur ansatzweise noch so viel für Privatkunden tut und noch einigermaßen hochwertige Geräte baut wie Gigaset.
Sorry, kann ich nicht nennen: TK ist nicht mein Fachgebiet. Ich bin ja hierher gekommen in der Hoffnung hier Fachkompetenz vorzufinden. Insofern müsste ich diese Frage an Dich (oder auch andere Teilnehmer hier) zurückgeben.

Am ehesten fiele mir noch Fritz ein, aber, wie gesagt, in sich geschlossenes System, die ganzen tollen Features hat man nur, wenn man Fritzfone an einer passenden Fritzbox betreibt. Also proprietär.
Dass das Fritz-DECT proprietär ist wusste ich nicht. Dass die DECT-Reichweite unterdurchschnittlich sein soll habe ich aber schon mehrfach gelesen. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum ich noch bei der Gigaset Go-Box bin, obwohl mich die gebotene Funktionalität nicht wirklich überzeugt.

Es war ja jetzt auch nur ein Beispiel.
Darüber hinaus hast du nicht richtig gelesen, ich schrieb von der Auerswald TFS universal plus, was keine TFE ist, sondern ein Modul bestimmt für den Einbau in bestehende Tableaus, würde also dein "potthässlich"-Problem lösen können.
Stimmt, da habe ich zu flüchtig gelesen.

Die Technik scheint aber die gleiche zu sein wie bei den Komplett-Teilen?

Ich schließe mich ansonsten @chrsto an: Die TFS Dialog habe ich ebenfalls mehrfach verbaut, funktioniert absolut problemlos.
Ich hatte das Teil damals (1994) zwei mal verbaut, in einem Doppelhaus. Die eine DHH hatte eine analoge TK-Anlage (ets2006, wenn ich mich recht erinnere), meine DHH hatte eine ISDN ets2008i.

In beiden Installationen gab es diese Probleme mit der Rückkopplung, aber nur im fertig montierten Zustand. Wenn man das Aussenteil nur einen Zentimeter von der Wand weggenommen hat war gut.

An der ets2006 war es nicht so krass wie an der ets2008i. Dieser konnte ich die Rückkopplung abgewöhnen, indem ich den Lautsprecher (oder das Micro?) so leise stellte, dass man es gerade noch hören konnte.

Meine Seite mit der ISDN ets2008i habe ich aber nie zur Ruhe bekommen. Und mit Verlaub: wenn ich beim Support mit einem Rückkopplungsproblem aufschlage, dann ist das letzte was ich erwarte die Aussage "wenn das Ding auf dem Tiisch leigt und Du die Hand drüber hälst dann muss es Piepsen". Hey: genau dieses Piepsen will ich NICHT haben.

Weiß nicht, inwiefern das ein Beleg für irgendwas sein soll. Es sind halt Berichte. Oder wie ein Kollege von mir immer sagt: Das Internet bietet einem jede beliebige Meinung
Die Leute die sich da beschweren sind ja keine Unbekannten im KNX-User-Forum. Ganz im Gegenteil, das sind teilweise Leute, die die Dinger als Installateure für Kunden verbauen. Sind also keine Einzelfälle. Und alle berichten übereinstimmend, dass die V1 schlecht bis gar nicht funktioniert. Erst mit V2 (seit 2024 auf dem Markt) scheint das zumindest halbwegs brauchbar geworden zu sein. Nicht überzeugend für einen Hersteller, der seit Jahrzehnten am Markt ist. Einfach mal den Thread lesen!

Ich denke, der Schluss "Das ist von Firma X und teuer, als muss ich erwarten können dass es gut ist" hat noch nie so richtig funktioniert. Jeder Hersteller baut auch mal Mist.
Jeder darf mal Mist bauen, die Frage ist wie man damit umgeht. (ja, der Spruch ist nicht neu)

2kEur für eine Türklingel die nur manchmal (und dann mit erheblichen Verzögerungen) funktioniert und der Hersteller bei Reklamation sagt, man soll doch das Nachfolgemodell (ohne Kostennachlass) kaufen?

Sorry, nicht mein Ding! Für das Geld lasse ich mir lieber die Türglocke aus Scary-Movie bauen. Die erfüllt den Zweck zuverlässig und ohne irgendwelche Verzögerungen.

Je nach Paranoia-Level: Ein WLAN das von außerhalb der eigenen Grundstücksgrenze erreichbar ist
Du hast den Unterschied nicht erkannt.

Die eine Sache ist: ein (mit gutem PW abgesichertes) WLAN ist sichtbar/erreichbar (dürfte der Normalfall sein)

Die andere Seite ist: in einem Aussengerät ist das WLAN-PW (oder andere Zugangsdaten) womöglich im Klartext abgespeichert und jeder Passant kann dieses Gerät mitnehmen und zuhause in aller Ruhe den Speicher auslesen.

Ich sehe hier einen deutlichen Unterschied. Du nicht?

Es gibt BTW auch tolle Angriffszenarien die man über KNX fahren kann
Weiss ich. Deswegen gibt es bei mir auch keine Aussenlinie. Alles ist im "gesicherten Bereich" verlegt.

Willst Du an mein KNX, musst Du erst die Aussenhaut durchdringen.

Einfach und effektiv...

Hey: und funktioniert ganz ohne Cloud!

Man kann an jedem etwas Schlechtes finden, es ist halt auch immer die Frage, was die Schutzziele sind. Ist ja nicht so als hätte die SIP-TFE eine Tastenkombination mit der sie einem ihre Zugangsdaten vorliest.
Wenn die Zugangssicherung lediglich eine Torx-10-Schraube ist und man danach beliebig Zugriff hat auf Türöffner/Ethernet/WLAN-PW/WasWeissDennIchWasSonstNoch, dann wird das Eis sehr schnell sehr dünn.

Woher habe ich die Gewissheit dass der Hersteller die Zugangsdaten so abgelegt hat dass man nicht mit einem einfachen Debugger drankommt?

Ich frage mich, ob es da wirklich "Besser" ist, einen LAN-Port "außer Haus" zu legen.
Kann mich nicht erinnern solches geschrieben zu haben.

Ganz im Gegenteil: in meinem in #8 skizzierten Bastel-Konzept befinden sich lediglich Lautsprecher, Mikrofon und Klingeltasten im Aussenteil. Alles was in irgendeiner Form eine Entscheidung trifft oder eine Aktion auslöst befindet sich im inneren Bereich.

Einfach und effektiv.

Aber zurück zur eigentlichen Fragestellung;
Wie ich es lösen würde:
  • Einfache SIP-TFE (wie die von Fanvil)
  • Smart Home-System nehmen, das SIP kann, das Smart Home System ist selbst SIP-Tln in der Fritzbox, gehen wir mal von Home Assistant aus (mit Symcon hab ich sowas schon umgesetzt)
  • Die SIP-TFE ruft eine Rufgruppe an, die Rufgruppe enthält alle Teilnehmer die Türrufe bekommen sollen UND Home Assistant
  • Home Assistant beantwortet den Ruf jedoch nicht, sondern nutzt lediglich das INVITE als Trigger um wem/was auch immer Bescheid geben zu können dass gerade geklingelt wird
  • Türruf wie gehabt, einfach beantworten
  • Home Assistant bekommt noch eine zweite Rufnummer. Wird es über diese angerufen, nutzt es den Zeitstempel vom Trigger, um die Tür Öffnung nur durchzuführen, wenn sie im zeitlichen Zusammenhang mit klingeln steht (kann man so implementieren, muss man aber nicht)
  • Bei Anruf auf der zweiten Rufnummer wird ein Webhook von einem IP-Relais oder wasauchimmer aufgerufen, um das Relais zu schalten.
Was man auf diese Weise nicht hat, ist das Tür öffnen per DTMF, sondern man ruft dazu eben eine besondere Türöffnungsrufnummer an.
Hmm, ja. Guter Hinweis, den Türöffner über einen separaten Anruf zu betätigen hat was. Damit hat man auf jeden Fall nicht das Risiko, dass die DTMF-Filterung versagt und der "Besucher" durch entsprechendes "Pfeifen" Zugang erlangen könnte.

Wenn DTMF doch unbedingt ganz dolle wichtig ist:
Nö, ist es nicht!

Wir haben jetzt 8 Jahre ganz ohne Klingel/Türöffner überlebt. Besucher/Postboten mäckern zwar gelegentlich weil ihnen die Fingerknöchel weh tun, aber damit kann ICH leben...

Dein Vorschlag, das durch einen separaten Anruf zu machen ist mir aber durchaus sympatisch!

ein Asterisk nehmen, sähe dann wie folgt aus:
  • Das Asterisk ist Tln. an der Fritzbox
  • Die SIP-TFE ruft das Asterisk an
  • Das Asterisk baut Rufe zu den Tür-Tln. auf und "brückt" beide Teilnehmer, lauscht aber auf DTMF
  • Auf diese Weise läuft die Sprache zwischen TFE und DECT-Tln, aber durch das Asterisk wir auf die DTMF-Sequenz geachtet
In dem Fall bräuchte es für dieses Projekt dann kein Smart Home System, den HTTP-Call gegen das IP-Relais kann dann auch das Asterisk machen.
Das scheint mir komplexer zu sein als nötig. (BTW Fritzbox habe ich derzeit nicht: mein Router ist eine PfSense)


PS: UFFF! Ich finde diese Foren-Regel, dass in 24 Stunden nur ein Beitrag erfasst werden darf sehr mühselig. Das führt doch nur zu unsäglich langen Beiträgen, wo auch keine vernünftige thematische Trennung möglich ist. Zwangsweise packt man dann vollkommen unabhängige Themen in einem einzigen ewig langen Beitrag zusammen. Das scheint mir eher kontraproduktiv zu sein. Ist das wirklich beabsichtigt oder habe ich nur das Konzept nicht verstanden?
 
Passt der Gedankengang in dieser Form halbwegs?
Probier's doch einfach mal aus (?)
Da du die Bastellösung auch deswegen präferierst, weil jeglicher Einfluss/Angriff von außen vermieden werden soll: Ich würde nicht USB bis in das Tableau legen.

Technisch sollte das gehen, ich frage mich nur, ob das mit der Akustik vernünftig funktioniert.

Aspekte die in deiner Liste noch fehlen (vielleicht hast du sie auch nur nicht aufgelistet weil sie selbstverständlich sind, ich schreibe sie mal der Vollständigkeit halber):
  • Viele Systeme/Anlagen/whatever haben auch Steuercodes die über DTMF funktionieren, über die man z. B. auch Rückfragen machen, etc. und darüber über eingespielte DTMF-Töne interessante Dinge tun.
  • Der Klingeltaster muss entprellt werden. Und zwar einmal aus elektrotechnischer Sicht, aber auch aus funktionaler Sicht. Also gegen "Sturmklingeln" schützen.
  • Auslösezeit: Abbruch des Rufs nach Zeit wenn den Türruf niemand annimmt
  • Was passiert generell bei eingehenden Rufen für das Türtelefon?
  • "Busy on Busy" ist auch ein Thema: Was passiert, wenn ein Türgespräch läuft und währenddessen der Klingeltaster ein- oder mehrfach gedrückt wird?
  • Bei Linphone gibt es auch die Möglichkeit einen Equalizer einzubinden. Damit sollte es möglich sein eventuell am Aussenteil eingespeiste DTMF-Signale wegzufiltern.
Dann musst du bedenken, dass der Equalizer ausreichend frequenzscharf arbeitet und mindestens so breit ist dass er breiter ist als die Toleranzen die die DTMF-Erkennung der Gegenstelle hat.
Die Frequenzen aus denen die DTMF-Codes zusammengesetzt werden, sind:
697 Hz,
770 Hz,
852 Hz,
941 Hz,
1209 Hz,
1336 Hz,
1477 Hz,
1633 Hz
Der fürs Telefonieren relevante Frequenzbereich liegt zwischen 300 Hz und 3400 Hz. Du solltest also nicht zu breit austrennen, weil sonst die Sprachverständlichkeit leidet.
Wenn du die Lösung wählst, dass das Türöffnen über eine separate Rufnummer und damit unabhängig vom Türtelefon an sich läuft, kannst du auf DTMF ja auch komplett verzichten, sprich bei der Konfiguration von linphone das einfach ausschalten (falls möglich) oder absichtlich kaputt konfigurieren, dass es mit der Gegenstelle nicht passt.

Ich wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung. Ich würde mich freuen wenn du dann berichtest wie du es konkret umgesetzt hast und was gut, was schlecht lief.
 
Vielen Dank nochmal, dass Du so viel Geduld mit mir aufbringst :cool:

Probier's doch einfach mal aus (?)
Vor dem Probieren muss man ja erst einmal die Gedanken sortieren, dafür sind solche Diskussionen ganz gut.

Zum "ausprobieren": Ja, habe vorgestern mal einen "Proof-of-Concept" gemacht:
  1. Fritte 7530 ax
    • in Betriebsart "an vorhandenes LAN" versetzt
    • Anmeldedaten des Providers eingetragen
    • ein DECT-Mobilteil und ein SIP-Telefon eingetragen
  2. Auf dem Laptop (Ubuntu)
    • linphone-cli installiert, Fritte als SIP-Proxy eingetragen
    • linphonec aufgerufen
    • mit "call **610" kann das DECT-Teil angerufen werden
    • DECT-Teil kann Ruf annehmen, Quatschen geht (nach ein bisschen Suche nach dem richtigen Audio-Device für das Mikrofon)
    • Bei Drücken der Nummerntasten meldet linphonec
      Code:
      Receiving tone 8 from sip:**[email protected]
      Die Töne sind auf der linphone-Seite NICHT zu hören. Da scheint es also bereits eine Filterung zu geben.
    • Anruf von Mobilteil zu linphonec wird signalisiert durch
      Code:
      Receiving new incoming call from "DECT phone test" <sip:**[email protected]>, assigned id 3
Ich sehe also keine (technischen) Hürden, warum das in dieser Form nicht funktionieren sollte. Unmodifiziertes linphonec ist allerdings nicht geeignet, weil:
  • man keinerlei Timeouts konfigurieren kann
  • man auch nicht einstellen kann, was bei empfangenen DTMF-Tönen passieren soll
zumindest habe ich nichts in dieser Hinsicht finden können.

Laut Manpages ist linphonec legacy, man soll linphone-daemon und linphonecsh verwenden. Linphonecsh ruft aber weiterhin linphonec auf. Der Befehlsumfang von linphonecsh ist auch sehr (ummm...) übersichtlich.

Schlussfolgerung: linphonec/linphonecsh sind outdated, müssen also erweitert werden bzw evtl gar eine komplett eigene Lösung her.
Für liblinphone gibt es ja Python-bindings, was liegt also näher als was auf dieser Basis zu machen? Also habe ich linphone-sdk ausgecheckt und compiliert. Da findet sich gar ein liblinphone/tools/linphone-sample.py, das auf den ersten Blick nach einem brauchbaren Grundgerüst ausschaut.
Doch hier nun die erste Hürde:
Code:
  File "/var/tmp/builds/linphone/linphone-sdk/liblinphone/tools/linphone-sample.py", line 30, in __init__
    callbacks = linphone.Factory.get().create_core_cbs()
                ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
AttributeError: 'pylinphone.Factory' object has no attribute 'create_core_cbs'. Did you mean: 'create_core'?
Ähm, ja: create_core_cbs() ist tatsächlich in der Python-API Doku nicht zu finden. Überhaupt ist in der API-Doku so gut wie nichts bezüglich Callbacks zu finden.

Also versucht, mich auf https://gitlab.linphone.org zu registrieren, um das Fehlen der Bindings als Ticket einzutragen. Jedoch kommt keine Conformation-email.

Habe dann auf ganz linphone.org eine email-Adresse gesucht, wo man denn nachfragen könnte warum die Registrierung nicht funktioniert. Keine email-Adresse und auch keinerlei Web-Formular zu finden.

Also auf linphone-developer Mailing-Liste angemeldet. Hier funktioniert die Registrierung.

Auf dieser Front muss ich wohl erst einmal abwarten was die Developer so dazu sagen (oder auch nicht). Oder mich selbst in die Untiefen der liblinphone einwühlen, was eigentlich nicht auf meiner jetzt schon überquellenden ToDo-Liste steht.

Da du die Bastellösung auch deswegen präferierst, weil jeglicher Einfluss/Angriff von außen vermieden werden soll: Ich würde nicht USB bis in das Tableau legen.
USB hat halt den Vorteil, dass das deutlich einfacher nachzubauen wäre. Auch ist die Leitungslänge unkritischer als beim Mikrofon.

Welche Angriffsszenarien hättest Du da im Hinterkopf? Ich sehe da im Wesentlichen zwei:
  1. Anschluss nicht autorisierter Geräte
    • Tastatur: So what? Da wird ja nicht automatisch ein Login aufgelegt und ohne Bildschirm wird es eh schwierig.
    • Ethernet: Auch hier wird nicht automatisch eine Route draufgelegt, wenn man nicht gerade networkmanager oder sowas installiert.
    • MassStorage: keinen Automounter installieren.
    • Das Anlegen einer udev-Rule, die unbekannte Geräte ignoriert (oder gar einen shutdown macht) sollte solche Szenarien zuverlässig unterbinden
  2. Angriffe auf Vulnerabilities im USB-Stack.
    • Hier wäre doch auch jeder Desktop und jeder Laptop ebenso gefährdet?
    • Auch hier könnte eine udev-Rule einen shutdown veranlassen, sobald das Audio-device verschwindet.
    • Und für ganz paranoide könnte ein Deckelkontakt dem Raspi schlicht den Strom wegnehmen, sobald das Aussenteil abmontiert wird. Mit Selbsthalterelais, dann nutzt es auch nichts das Teil nach Anstecken einer Verlängerung wieder anzuschrauben
Technisch sollte das gehen, ich frage mich nur, ob das mit der Akustik vernünftig funktioniert.
In der Tat habe auch ich hier Bedenken, nach den üblen Erfahrungen mit dem "professionellen" Gerät von Auerswald. Da wird man wohl auch auf die üblichen Massnahmen zurückgreifen müssen (hinreichend Abstand zwischen Mikro und LS, Entkopplung um Körperschall zu dämpfen, Echo-Cancellation)

Aspekte die in deiner Liste noch fehlen (vielleicht hast du sie auch nur nicht aufgelistet weil sie selbstverständlich sind, ich schreibe sie mal der Vollständigkeit halber):
  • Viele Systeme/Anlagen/whatever haben auch Steuercodes die über DTMF funktionieren, über die man z. B. auch Rückfragen machen, etc. und darüber über eingespielte DTMF-Töne interessante Dinge tun.
Du meinst das "hineinpfeifen" von DTMF in die Aussenstation? Das hatte ich doch oben erwähnt (Stichwort Equalizer). Hier stelle ich mir einen Ringbuffer vor, der das Mikrofon-Signal so weit verzögert, dass man auf der Eingangsseite DTMF erkennen kann. Bei Erkennen eines DTMF-Tons wird der Equalizer aktiviert und oder gar die Weiterleitung für die Dauer des Signals komplett "gemutet". Das sollte recht einfach umsetzbar sein und auch zuverlässig funktionieren.

  • Der Klingeltaster muss entprellt werden. Und zwar einmal aus elektrotechnischer Sicht, aber auch aus funktionaler Sicht. Also gegen "Sturmklingeln" schützen.
In der Tat sind solche Sachen aus meiner Sicht (seit mehr als 3 Jahrzehnten Entwickler in embedded Hardware/Firmware) nicht wirklich erwähnenswert. Aber das kannst Du ja nicht wissen :)

  • Auslösezeit: Abbruch des Rufs nach Zeit wenn den Türruf niemand annimmt
Ja, auch Timeouts müssen sein. Aber auch das ist kein Hexenwerk.

  • Was passiert generell bei eingehenden Rufen für das Türtelefon?
Im einfachsten Fall ignorieren. Denkbar wäre auch den Ruf anzunehmen (Szenario "Hey, Suchen Sie was Bestimmtes)" aus der Ring-Werbung).

  • "Busy on Busy" ist auch ein Thema: Was passiert, wenn ein Türgespräch läuft und währenddessen der Klingeltaster ein- oder mehrfach gedrückt wird?
Man kann den Hook-Status abfragen: bei off-Hook wird Klingeltaste ignoriert. Ich sehe nicht warum man einen zweiten Ruf anleiern sollte wenn schon eine Verbindung besteht.

Dann musst du bedenken, dass der Equalizer ausreichend frequenzscharf arbeitet und mindestens so breit ist dass er breiter ist als die Toleranzen die die DTMF-Erkennung der Gegenstelle hat.
Die Frequenzen aus denen die DTMF-Codes zusammengesetzt werden, sind:
Tatsächlich hatte ich mich mal vor rund zwei Jahrzehnten in einem Hobby-Projekt mit DTMF-Erkennung befasst und war überrascht wie gut und wie schnell der Goertzel-Agorithmus funktioniert. Das waren AFAIR etwa 20..30ms bei 8kSamples pro Sekunde. Ansatz wäre also Verzögerung mit Abschaltung für die Dauer des DTMF-Signals, wie oben beschrieben.

Ich wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung. Ich würde mich freuen wenn du dann berichtest wie du es konkret umgesetzt hast und was gut, was schlecht lief.
Derzeit kämpfe ich noch mit mir selbst:
  • Gira 106 wäre mir von der Optik deutlich sympatischer. Die kapazitiven Tasten wird man aber nicht ohne Weiteres abgreifen können. Gira wird hierzu (und auch zum proprietären Bus) keine Informationen herausrücken. Also bleibt nur, viel Geld in die Hand nehmen und den Bus reverse-engeneeren. Bedeutet viel Geld, viel Aufwand, und hohes Risiko, dass ich beim Reverse-Engeneering kein befriedigendes Ergenbis erreiche.
  • Gira tx44 wäre die optisch suboptimale Lösung. Hier handelt es sich aber immerhin um mechanische Tasten, so dass die enthaltene Elektronik ersatzlos entsorgt werden kann. Nachteil hier: Provisorien halten ewig, und die optisch bessere Variante wrd nie verbaut.
Da muss ich wohl noch einige Tage drüber schlafen. Ist nicht schlimm: der Day-Job verlangt auch mal wieder etwas Aufmerksamkeit.
Problem ist allerdings: meine Frau hat das 106 bereits gesehen und geht davon aus dass ich das fertig kaufe und an die Wand schraube :eek:
 
Auf dieser Front muss ich wohl erst einmal abwarten was die Developer so dazu sagen (oder auch nicht). Oder mich selbst in die Untiefen der liblinphone einwühlen, was eigentlich nicht auf meiner jetzt schon überquellenden ToDo-Liste steht.
Ein Grund, warum bei der Abwägung "make or buy" oft letzteres gewinnt, auch wenn man dann Kompromisse eingeht :)

USB hat halt den Vorteil, dass das deutlich einfacher nachzubauen wäre. Auch ist die Leitungslänge unkritischer als beim Mikrofon.

Welche Angriffsszenarien hättest Du da im Hinterkopf?
Ich brauche da keine konkreten im Hinterkopf zu haben. Du bist derjenige der sich gegen das Szenario schützen will, dass jemand die TFE in aller Seelenruhe abschraubt, mit nimmt, sie in aller Seelenruhe hackt, um an dein WLAN-Passwort zu kommen, und dann zurückzukehren und dann -wasauchimmer- in deinem WLAN zu tun. Und das WLAN in dem
BTW: auch bei LAN bzw. PoE gibt es eine Link detection, man könnte einen Notfallschutzmechanismus, der bspw. einen Alarm auslöst und / oder das WLAN das ausschließlich für die TFE existiert abschaltet, und oder wo ne saubere Netztrennung / Application Firewall zwischen hängt, das (Teil-)Netz der TFE einfach zu macht.

USB:
Es gibt ja durchaus Möglichkeiten von Sidechannel-Attacken.
Es ist durchaus möglich, den Pi in einen Zustand zu bringen in dem er einen Reboot macht. Per USB einen Hub mit Tastatur und Stick anschließen, den Bootprozess des Linux unterbrechen, USB-Stick mounten und beliebigen Schabernack booten.
Kann man entsprechend robust implementieren / timen.
Unmöglich ist das alles nicht, sagen wir mal so.

Du meinst das "hineinpfeifen" von DTMF in die Aussenstation? Das hatte ich doch oben erwähnt (Stichwort Equalizer). Hier stelle ich mir einen Ringbuffer vor, der das Mikrofon-Signal so weit verzögert, dass man auf der Eingangsseite DTMF erkennen kann. Bei Erkennen eines DTMF-Tons wird der Equalizer aktiviert und oder gar die Weiterleitung für die Dauer des Signals komplett "gemutet". Das sollte recht einfach umsetzbar sein und auch zuverlässig funktionieren.
Na dann: Happy coding :)

Die Töne sind auf der linphone-Seite NICHT zu hören. Da scheint es also bereits eine Filterung zu geben.
Das muss nicht notwendigerweise der Fall sein, sondern damit zusammen hängen, wie die DTMF-Codes übertragen werden.

Es kann sehr gut sein, dass das in deinem test schlicht out-band war. Relevante RFCs sind hier:
RFC 2833, RFC 4733, RFC 2976, RFC 6086

Aaaaber, da im Internet ja viel mit Fehlerbehandlung, robust sein, etc. läuft: Nur weil Linphone selbst seinen DTMF-Payload out-band versendet, bedeutet das nicht, dass die Gegenstelle nicht zufällig doch auf in-band Töne reagiert.

Problem ist allerdings: meine Frau hat das 106 bereits gesehen und geht davon aus dass ich das fertig kaufe und an die Wand schraube :eek:
Der WAF hat schon so manche Projektidee beeinflusst. Aber das hier ist eher ein Technik-Forum, keine Eheberatung :p
 
Kostenlos!

Statistik des Forums

Themen
248,869
Beiträge
2,303,406
Mitglieder
378,530
Neuestes Mitglied
fanboy